FANDOM


Hier gehts zum ISWP Staffel 11 Hauptartikel


Stauff - The early yearsBearbeiten

11x00 Inhalt

Prelude Bearbeiten

Stauff rückt im Mai 2059 unmittelbar nach seinem Feldwebel-Lehrgang in Mittenwald zur Spezialausbildung ein. Dort lernt er die Kollegen seiner Ausbildungsgruppe und den Gruppenführer zum ersten Mal kennen. Es ist eine Auswahl sehr junger und vielversprechender Soldaten, die in den nächsten fünf Jahren soweit gebracht werden sollen, mit internationalen Kon-Spezialeinheiten mitzuhalten. Die Atmosphäre ist in den ersten Tagen elektrisierend, fast schon aufgekratzt, angesichts des ambitionierten Plans der Bundeswehr, sich abseits der halb-privaten M.E.T.2000 ein wirklich eigenes Spezialkommando aufzubauen. Die politischen Implikationen dieses Projekts sind Stauff damals noch garnicht bewusst. Die Rekruten sind in Ausbildungsgruppen organisiert, die jeweils von einem erfahrenen Offizier geführt werden. Der Gruppenführer der auch als „A-Team“ bezeichneten Alpha-Gruppe ist Hauptmann Manfred Rohrbach, ein menschlicher Soldat mit Kommandoausbildung, Kriegserfahrung und militärischer Cyberware. Die künftigen Kommandosoldaten sind:

  1. Feldwebel Michael Kaltenberg: Mensch, Wolfsschamane – Freundlich und kameradschaftlich
  2. Fähnrich Jens Schneider: Elf, Messerklaue – einzelgängerisch und ehrgeizig – nennt Heinrich „Heini“
  3. Fähnrich Jürgen von der Herde: Mensch, Messerklaue – Ausgesprochen Nationalistisch
  4. Feldwebel Ernst Wankowski: Ork, nicht vercybert – der Spaßvogel der Truppe
  5. Feldwebel Heinrich Stauff: Mensch, Bergschamane und Ki-Adept

Ausbildung: Bearbeiten

Bei der Schießausbildung sticht Schneider alle seine Kollegen förmlich aus. Von der Herde folgt mit deutlichem Abstand als Zweitbester. Stauf, für den das Schießen bislang immer die schwächste Disziplin gewesen ist, teilt sich den letzten Platz mit Wankowski, der ihn freundlich als "Torfstecher" und "letzter Staufer" verspottet. Kaltenberg gelingt es während dieses Kräftemessens immer wieder mit einem aufmunternden oder ehrlichen Wort die Gegensätze zu entschärfen und unter den unterschiedlichen Charakteren in der Gruppe ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu stiften.

Nach gut einem Monat gemeinsamer Ausbildung ziehen Kaltenberg, von der Herde, Wankowski und Stauff zum ersten Mal gemeinschaftlich los ins Nachtleben. In einer Kneipe beobachtet Stauf Kaltenberg, der sich am anderen Ende der überfüllten Lokalität mit einer attraktiven blonden Elfenfrau unterhält. Stauff ist von der Freundin Kaltenbergs wie hypnotisiert. Leider verlässt sie die Kneipe, bevor sie Heinrich vorgestellt werden kann. Das Gespräch am Tisch lenkt Staufs Aufmerksamkeit ohnehin in eine andere Richtung: Es gibt Streitigkeiten in der Allianz; der Norddeutscher Bund stellt eine eigene Küstenschutztruppe auf. Von der Herde ist alles andere als gut auf die Politiker zu sprechen, die mit ihrer Kleinstaaterei auf dem "Kadaver der früheren Bundesrepublik" herumspringen. Wankowski kann das Gespräch in ruhigeres Fahrwasser führen, indem er den Anwesenden ein paar heiße Infos über den mysteriösen Hintergrund ihes kommandierenden Offiziers Rohrbach mitteilt: Der Mann hat in den Euro-Kriegen als Einzelkämpfer hinter den feindlichen Linien gekämpft. Später spricht Mann noch in bierseliger Laune über die „Rote Sonja“, eine menschliche Ki-Adeptin aus dem anderen Zug, die vielen BWlern durch ihre geschmeidigen Bewegungen den Kopf verdreht. Dann bricht die Gruppe gemeinschaftlich auf, um den Zapfenstreich noch einzuhalten. Nur Wankowski entschuldigt sich auf halben Heimweg noch "auf einen kurzen Abstecher" und kommt ein wenig später alleine nach.

Wieder ein paar Monate später wird die Alpha-Gruppe zur Panzergrenadier-Ausbildung nach Marienberg ins Erzgebirge abkommandiert. Stauff ist als Wachhabender der Kaserne bei hereinbrechender Dunkelheit auf einem Inspektionsgang unterwegs. Seit einem Greenwar-Anschlag auf ein Munitionslager der Bundeswehr vor zwei Monaten ist dieser Dienst keine ungefährliche Routine mehr. Da bemerkt Heinrich eine Person, die sich in den Gebüschen nahe des Zauns verbirgt. Gerade, als er per Funk Meldung an das Wachlokal geben will, erkennt er seinen Kameraden Kaltenberg. Auf die Frage, was er denn in der Botanik suchen würde, entgegnet Kaltenberg Stauff, dass er ein dringendes menschliches Bedürfnis verspürt hatte. Damals entschließt sich Heinrich, seinem Kameraden zu vertrauen, ohne zu wissen, wohin das am Ende führen würde. Stauff setzt seinen Rundgang fort und trifft dabei auch auf Wankowski. Der Ork hat sich eine Zigarette angesteckt und geht auf dem spätabendlichen Kasernengelände spazieren. Er verwickelt Stauf in ein launiges Gespräch und verscheucht so die Gedanken an das seltsame Verhalten von Kaltenberg.

Zur Unterstützung des Grenzschutzes patrouillieren die Soldaten im Spätherbst 2059 an der Grenze zu Tschechien. Sie sollen v.a. nachts nach Fahrzeugen Ausschau halten, die über Wald- und Feldwege oder querfeldein die Grenze überqueren, denn die Gegend hat den Ruf, eine wichtige Route für den Schmuggel synthetischer Drogen zu sein. So stapfen Stauff und Kollegen ein paar Wochen lang mit schwerer Bewaffnung (die Schmuggler gelten als gut ausgerüstet und skrupellos) durch den unerwartet hohen Schnee. Schmuggler sehen sie dabei keine. Dafür machen Geschichten von seltsamen Vorkommnissen jenseits der Grenze die Runde: Im Zweiländerdreieck soll ein Flugzeug abgestürzt sein und an kalten Wintertagen erscheine die vor Jahrzenten zerstörte Stadt Asch aus dem Schnee – unversehrt wie vor dem Krieg. Und seltsame Wesen würden in Asch und den umliegenden Wäldern ein und ausgehen - nur auf den ersten Blick metamenschlich.

Stauf stattet Wankowski einen "Krankenbesuch" ab. Der Feldwebel liegt im Bundeswehrkrankenhaus Ulm, wo ihm ein kybernetischer Arm und ein Reflexbooster eingebaut worden sind. Der Ork ist wie immer gut aufgelegt und unterhält Stauff vom Krankenbett aus mit Imitationen von Kameraden, Vorgesetzten und Politikern. Auf dem Weg zum Auto sieht Heinrich aus dem Augenwinkel eine bekannte Gestalt: Die blonde Elfin aus der Kneipe betritt gerade das BWK. Spontan fasst sich Stauf ein Herz und spricht die junge Frau an. Sie hätten einen gemeinsamen Bekannten, Kaltenberg, hätten sich vor einigen Monaten bei der Feier in der Bar gesehen und sie solle Michael doch bitte vom Heinrich grüßen. Das ist zwar vorgeschützt, weil Stauff seinen Kameraden ohnehin in zwei Tagen wieder sehen wird. Aber er erfährt auf diesen Weise, dass Michael und Anna (so stellt sich die Elfin vor) nicht (mehr) zusammen sind. Also nimmt sich Heinrich ein Herz, fragt nach ihrer Telefonnummer und hat Erfolg.

First Blood: Bearbeiten

An einem stürmischen Januar-Tag im Jahr 2060 kommt für alle Teammitglieder vollkommen unerwartet der Einsatzbefehl. Die Truppe ist formal noch garnicht aufgestellt worden; geschweige denn, dass sie in Einsatzbereitschaft wäre. So fragen sich Stauff und Kollegen während sie in leichter Panzerung und bis an die Zähne bewaffnet zum Helipad fahren, ob gerade auch der Volkssturm mobilisiert wird oder ob sich das Ganze als Übungsalarm herausstellen wird. Wankowski und Kaltenberg glauben an eine Übung, während sich von der Herde, der die Körperspannung des auf dem Beifahrersitz aufgesessenen Hauptmanns beobachtet, mental auf Blutvergießen einstellt.

Das Briefing im Heli klärt die Lage dann endgültig auf: Marodierende Söldner einer vor ein paar Tagen aufgelösten Miliz sind unweit von Asch über die Grenze in die ADL eingedrungen, haben vor zwölf Stunden einen Grenzschutzposten überwältigt und sind in dem Grenzgebiet auf Beutezug gegangen. Die Bundespolizei versucht die Marodeure zu lokalisieren, verfügt aber nicht über die Feuerkraft, die Eindringlinge zum Kampf zu stellen. Das soll die Bundeswehr übernehmen. Obwohl die Soldaten mehr als verwundert darüber sind, dass sie und nicht eine Schnelle Brigade oder Fallschirmjäger diese Aufgabe erhalten, reißen sie sich zusammen und bereiten sich während des halbstündigen turbulenten Fluges so gut es geht auf den Einsatz vor und Stauff reiert volle Kanne aus der offenen Kabinentüre. Angesichts des halsbrecherischen Fluges durch den Sturm ist die Übelkeit nachvollziehbar. Dennoch beginnt Wankowski umgehend damit, ihn wegen seines "Lampenfiebers" aufzuziehen.

Als die beiden Hubschrauber (einer mit den Soldaten der andere mit einem leichten Mannschaftswagen) äusserst holprig auf einer von Bundespolizisten gesicherten Lichtung aufsetzen, ist es bereits finster. Die Drohnen der Bundespolizei haben den Feind noch lokalisieren können, bevor sie im Sturm verloren gingen: Die Söldner haben für die Nacht in einem kleinen Örtchen names Bärnloh Stellung bezogen. Eine genauere Aufklärung ist nicht erfolgt, um das Überraschungsmoment nicht zu gefährden. Rohrbach lässt daraufhin die schwereren Waffen im Mannschaftswagen verstauen und seine Gruppe stattdessen mit schallgedämpften Waffen ausrüsten. Zivile Kollateralschäden sollen um jeden Preis vermieden werden.

Wankowski, Kaltenberg, von der Herde, Stauff, Schneider und Rohrbach sitzen auf den APC auf und fahren im Schutz der Dunkelheit bis auf zwei Kilometer an den Weiler heran. Der Sturm brüllt inzwischen geradezu in Heinrichs Ohren. Prasselnder Regen hat eingesetzt, sticht mit kalter Klinge in die Augen und setzt die Sichtweite auf wenige Meter herab. Die Teammitglieder werden von einer namenlosen Erregung gepackt und auch Stauffs Kriegerseele kommt↵allmählich auf Touren. Nur Rohrbach nickt den Naturgewalten anerkennend zu, bevor er seine Leute in zwei Gruppen in Marsch setzt. Aufteilung und Vorgehen hat er während der Fahrt erläutert: Die erste Gruppe mit Stauff, Wankowski und Schneider soll sich direkt an↵das südöstliche Eck von Bärnloh heranpirschen, während der Hauptmann zusammen mit Kaltenberg und von der Herde die Annäherung der ersten Gruppe zunächst decken und dann zweihundert Meter weiter nördlich ebenfalls in die Siedlung einsickern werden.

Der erste Söldner, auf den sie treffen, hat sich in einem Unterstand etwas abseits der Straße mit einem schweren MG in Stellung gebracht. Stauff, der im fast waagrecht fliegenden Regen die Hand vor Augen nicht sehen kann, stolpert buchstäblich in die improvisierte Stellung. Plötzlich steht Heinrich in dem zum MG-Nest umfunktionierten Hühnerstall vor einem massiven Ork, der auf einem aufgefalteten Schlafsack sitzend, gemütlich einen Joint raucht. Die Situation ist so sureal, dass Heinrich wertvolle Sekunden mit Zögern verschenkt. Erst als der Söldner Stauff bemerkt und hastig nach seiner Pistole greift, kommt der Feldwebel zu sich und streckt sein Gegenüber mit vier Schüssen aus seiner schallgedämpften Walther nieder. Es ist das erste Mal, dass er auf einen Menschen schießt. Das erste Mal – ein Blick auf den perforierten Schädel beseitigt jeden Zweifel – dass er einen Menschen tötet. Er hat in offiziellem Kampfauftrag gehandelt, versichert er sich selbst. Nicht aus Niedertracht oder zum persönlichen Vorteil, sondern um Recht und Freiheit des Deutschen Volkes vor einem gewalttätigen Aggressor zu verteidigen. Seinem Kameraden Schneider, der zeitgleich den benachbarten Carport überprüft hat und der nachsieht, wo Stauff so lange bleibt, ruft Heinrich über das Brüllen des Orkans mit Stolz in der Stimme "Ein Feind neutralisiert! Stellung gesichert!" zu.

Sein Hochgefühl endet abrupt, als die Bundeswehrler auf die ersten Überreste der Einwohner stoßen. Sie liegen übereinander in einem leeren Silagebunker etwas abseits der Hauptstraße vor einer von großkalibrigen Kugeln zerfetzten Betonwand. Schneider zittert vor kaum kontrollierbarer Wut. Kaltenberg und von der Herde, die per Funk von dem Fund erfahren, verfluchen die Marodeure wortreich und derb, bis Rohrbach die Funkstille anmahnt. Heinrich selbst fühlt nur Leere. Nun setzt der Drill ein und eine beruhigende militärische Routine übernimmt wie ein Autopilot Stauffs Handlungen. Gemeinsam mit Wankowski und Schneider schleichen sie von Haus zu Haus und sichern die Ortschaft Stück für Stück. Die Söldner – eher beiläufig nimmt Stauff wahr, dass bis auf einen Troll alles Orks sind – sind weder auf den Angriff gefasst noch in kampffähigem Zustand. Die meisten haben sich betrunken, dösen vor sich hin oder haben Chips eingeworfen. Es ist ein Leichtes für die ausgeruhten Soldaten, sie zu überrumpeln und auszuschalten.

Eine unbestimmte Zeit später sitzen die Soldaten der Alpha-Gruppe auf den Pritschen eines Bundeswehr-Transporters. Polizei und Rettungskräfte haben in Bärnloh inzwischen die Verantwortung übernommen. Während sich das Fahrzeug unter einem wolkenverhangenen Himmel seinen Weg durch den Berufsverkehr sucht, geht Stauff das Schicksal dreier ihrer Gegner nicht aus dem Kopf: Von der Herde hat die drei Söldner nachdem sie überwältigt und entwaffnet worden waren, ganz beiläufig exekutiert, während ihm einige der anderen offenbar in stillem Einverständnis zugesehen haben. "Fliegendes Standgericht: Die einzige Antwort auf Kriegsverbrecher." hat er dem entsetzten Heinrich zugerufen, als er dessen Gesichtsausdruck sah. Nun schläft er wie auch die meisten anderen Kameraden friedlich und zufrieden auf der Pritsche neben Stauff. Nur Kaltenberg ist auch noch wach. Er scheint Stauffs Verwirrung zu erahnen und wirft ihm einen verständnisvollen und aufmunternden Blick zu.

Ein paar Tage später trifft sich Heinrich mit Anna. Die beiden gehen ins Kino und anschließend beim Chinesen essen. Heinrich hat schon eine Weile auf das Rendez-Vous hingefiebert. Doch nun ist er mit seinen Gedanken abwesend. Er erschrickt, als ihm bewusst wird, dass er die Verabredung außer ein paar Floskeln nur mit Schweigen und geistesabwesenden "hm"s begleitet hat. Aber Anna lächelt nur und scheint sich nicht daran gestört zu haben.

Im Sommer nimmt die Gruppe an einem Elektronik-Lehrgang in Hammelburg teil. In wenigen Woche wird der Stoff eines halben E-Technik-Grundstdiums durchgepeitscht und abgeprüft: Lehrsaal von früh bis spät. Während Stauff unter dem Pensum ächzt und Wankowski versonnen "Another Brick in the Wall" summt, entrüsten sich von der Herde und Kaltenberg über den aktuellen News-Feed, denn die Medien lancieren die These, die Einwohner von Bärenloh hätten den Angriff der Marodeure selber provoziert.

Deutscher Herbst: Bearbeiten

Am Tag der Deutschen Einheit 2058 gehen die fünf Rekruten gemeinsam auf eine Kneipentour. Was eigentlich eine bierselige Runde hätte werden sollen, endet beinahe tödlich, als Schneider beim Rauchen vor der Kneipen von ein paar bekifften halbwüchsigen Mitgliedern einer arabischen Gang angemacht wird und nicht mit dem nötigen Respekt reagiert. Die Kiffer rufen Verstärkung und Schneider und der ihn begleitende Wankowski haben Glück, dass Stauff gerade nach ihnen sehen will, als die Schlägerei losbricht: Zunächst können sich die fünf Soldaten recht gut gegen die zahlenmäßige Übermacht der Kriminellen behaupten: Zwar sind sie auf sich allein gestellt (die Polizei wird den Notruf in diesem Viertel erst beantworten, wenn Tote oder Schwerverletzte zu Buche stehen und der Rest der Kneipenbesucher hat in Panik das Weite gesucht) und unbewaffnet, doch die Gegenseite hält sich zunächst noch "an die Regeln" und setzt ebenfalls nur Fäuste und Stiefel im Kampf ein. Außerdem sind die fünf zukünftigen Elite-Krieger inzwischen eine eingeschworene Gemeinschaft mit einem unbeugsamen Kampfgeist. Stauff empfindet Euphorie, als er einen Nierenhaken einsteckt, um einen der Araber mit einem gezielten Kopftritt in zwei andere Ganger zu stoßen. Doch dann wird Schneider von einem verdeckt getragenen Schocker in die Rippen erwischt und geht wie ein Sack Zement zu Boden. Jetzt kommen mehr als zwei Ganger auf jeden BWler. Und die Araber ziehen ihre Messer und Macheten, um die Auseinandersetzung zu einem nachhaltigen Abschluss zu bringen. Ihr erstes Ziel dabei: der außerhalb der Reichweite seiner Kollegen bewusstlos auf dem Boden zusammengesackte Schneider! Da fliegt ein dunkelroter Motorroller durch die Luft und trifft Schneiders dreiköpfiges "Exekutionskommando" vollkommen unvorbereitet an Oberkörpern und Köpfen. Heinrich hört Knochen brechen als die drei arabischen Schläger zu Boden gehen und eine wilde Meute bis ins Groteske muskelverstärkte, Baseballschläger-schwingende Glatzköpfe mit diversen geschmacklosen Slogans auf ihren weißen T-Shirts die Szenerie stürmt und die überrumpelten Ganger in wenigen Sekunden in die Flucht bzw. zu Brei schlägt. Die vier der Lebensgefahr entronnenen Soldaten sammeln sich beim reglosen Schneider und können erleichtert feststellen, dass er noch regelmäßig atmet und keine offensichtlichen Verletzungen hat. Stauff, der auf wackeligen Beinen zusammen mit Wankowski die Ersthilfe absichert, sieht die Skins abrücken: Zwei – vermutlich mit Schusswaffen bewaffnete – Glatzen haben die Schlägerei nach außen abgesichert, während ein Dritter als "Sturmbannführer" die Operation geleitet hat. Dieser – der anstelle der üblichen Glatze einen tief in die Stirn gekämmten Gel-Scheitel trägt – schlägt seine Hacken zusammen und salutiert zum Abschied mit einem römischen Gruß. Leicht verstört schleppt man Schneider gemeinsam zum Auto, bevor die Polizei oder Gangverstärkung anrücken kann.

Auf der Rückfahrt schaut Stauff aus seinem nicht zugeschwollenen Auge auf die öde Industrielandschaft und versucht es mit Humor zu nehmen, dass ein Trupp Neo-Nazis ihnen gerade den Hintern gerettet hat. Überraschenderweise ist es Kaltenberg, der sich am meisten am Auftritt der Skins stört. Er sieht auf diese Verirrten herab, die sich nur wichtig machen und geben den national Gesinnten einen schlechten Ruf geben.

Hammelburg Bearbeiten

Für die folgenden Wochen steht das Ausbildungmodul "Spezialbefähigung Nahkampf" auf dem Programm. Die Ironie des Timings – eineinhalb Wochen nach der Schlägerei – entgeht den Soldaten nicht. Stauff hat allerdings wenig Gelegenheit zum Schmunzeln, weil ihn sein Sparringspartner, Wankowski, so arg fordert bzw. Verprügelt. Aus dem mobilen Trideo, das neben dem zum Ring umfunktionierten Rasen hinter der Sporthalle dudelt, hören die Kameraden von einem Anschlag der Arthus-Bruderschaft auf eine Anlage von Shiawase-Deutschland. Bei den Ermittlungen des BKA kommen immer mehr Gesetzesverstöße des Konzerns ans Tageslicht.

An einem Wochenende verabreden sich die Kameraden zu einem gemeinsamen Ausflug. Stauff soll seine Kollegen, die bereits am Freitag aufgebrochen sind, mit seinem alten VW Transporter in Chemnitz abholen. Wankowski ist bereits in Hammelburg zugestiegen. Dann geht es in den Harz zum Kyffhäuser. Kaltenberg dirigiert Stauff auf einen Waldweg, wo sie das Auto abstellen, um den weiteren Aufstieg zu Fuß zu bewältigen. In einem mit alten Buchen bestandenen Gebiet unterhalb der Burg machen die Kameraden Rast. Während sie auf ein paar vermosten Steinplatten Platz und eine deftige Brotzeit zu sich nehmen, erzählt von der Herde ein wenig über den Berg und seine Bedeutung:

"Innerhalb der Mauern dort oben liegt der tiefste Burgbrunnen der Welt. Äußerlich ist die Anlage inzwischen eine Ruine. Aber die Fundamente sind immer noch tief und fest! Der Legende nach schläft im Inneren des Berges kein Geringerer als Friedrich Barbarossa – bis die Not seines Volkes so groß wird, dass er persönlich eingreifen muss."

"Hey, das ist Dein Ahnherr, Stauff!" lässt Wankowski Heinrich mit einem Knuff in die Rippen wissen.

"Ja, der zweite Staufer Kaiser." erklärt von der Herde und fährt, gerade als Heinrich ein wenig grader zu sitzen beginnt, fort "der Letzte wurde dann sechzehnjährig im Jahr 1268 in Neapel hingerichtet."

"Und wo liegt Barbarossa wirklich begraben?" will Heinrich, dem gerade ein wenig die Luft aus dem unverhofften 'Familienstolz' entwichen ist, von von der Herde wissen.

"Ebenfalls in Italien. Wo weiß ich nicht. Aber jedenfalls nicht im kalten Thüringen. – Und was lernen wir daraus?"

Heinrich überlegt noch, wie er die Frage auffassen soll, als Kaltenberg sich zu Wort meldet:

"Die Deutschen sehnen sich immer wieder nach Erlöserfiguren, weil sie ihr Schicksal nicht selbst in die Hand nehmen wollen."

Von der Herde nickt.

"Eine Ausnahme ist die Hambacher Bewegung.", wendet Schneider ein.

Wankowski sekundiert: "Und die Wiedervereinigung."

Nach der Brotzeit streifen die fünf Soldaten ein wenig in dem Buchenwald umher. Die Nekropole, als die Heinrich die Ansammlung von zerbrochenen Steinplatten, umgestürzten Säulen und gelegentlichen verwitterten Statuen unter dem Laub inzwischen identifiziert hat, verströmt eine Aura von Strenge und ans Feindselige grenzenden Stolz. Wankowski, der die Stimmung ebenfalls fühlt, scherzt, das von der Herde jede Menge Verwandte in diesem Waldstück haben müsse.

Schließlich versammeln sich die fünf auf einem freien Platz vor einem halb eingestürzten Mausoleum. Kaltenberg packt einen Flachmann mit fünf kleinen Metallbechern aus und beginnt, der schweigenden Runde einen scharfen Kornbrand auszuschenken. Als jeder einen vollen Becher in der Hand hält, spricht von der Herde den Toast: "Auf das heilige Deutschland!"

Schneider, Wankowski und Kaltenberg antworten wie aus einem Mund: "Es ewache!" bevor sie den Korn hinunterstürzen.

"Es erwache!" schließt sich der alles andere als textsichere Stauff rasch an. Den Korn allerdings trinkt er nicht. Stattdessen schüttet er ihn langsam auf den Waldboden und sieht ihn zwischen dem alten Laub versickern. Das erscheint ihm in diesem Moment irgendwie richtiger – und außerdem hat er als verantwortungsvoller Fahrer Nüchternheit zu wahren!

(Unsicheres kursiv hervorgehoben:)

Anwesend: Heinrich

Like an avenger in a china shopBearbeiten

11x01 Inhalt

(Unsicheres kursiv hervorgehoben:)

Anwesend: Sandra, Daniel, Scott, Vanessa

HomeBearbeiten

Die Truppe war wieder zu Hause. Angekommen? Körperlich, zumindest. Geistig war Jeder mehr oder weniger noch inmitten der aufwühlenden Ereignisse des letzten Auftrages.

Sandra Kemp stand in ihrem Quartier, am Auspacken, als es an der Tür klingelte. "Post für Ms. Kemp!"

Als sie den Absender las, konnte sie ihre Tränen nur mit Mühe zurückhalten. Keine erfreuliche Post, nein. Sondern: die Hinterlassenschaften eines alten Freundes, in Ausführung seiner Dienste verschwunden. Gestorben, viel zu jung. Warum nur Anthony sie als Erben eingesetzte hatte? Diesen Gedanken nachhängend, packte Sandra die Hinterlassenschaften aus: Eine Pistole. Eine Uhr. Ein Avengers-Poster. Hm, irgendwie passend, dachte sie. Ein Credstick, frei, und eine noch offene Rechnung für das Blue Flame. Sonst noch was?

Während Sandra über Sinn und Unsinn des Weltenlaufs sinnierte, saß Daniel Bond gemütlich in seinen Bademantel gehüllt in seinem Zimmer im 5. Stock eines Wohnblocks des Ares Marines-Stützpunkts, und las ein Buch. Plötzlich vernahm er schnelle Schritte und Rufen auf dem Gang. Durch die Tür lugend, bemerkte er dass Personen in schweren Stiefeln durch die Gänge rannten: Eine Verfolgungsjagd war im Gange. Daniel öffnete die Türe seines Apartments und bekam sie prompt von einem vorbei rennenden Marine wieder zu- und nebenbei auch ins Gesicht geschlagen. Noch verwirrter und zunehmend auch etwas ungehalten, bewegte er sich erneut auf den Gang, um die Szene weiter zu verfolgen. Auf dem Gang war niemand mehr zu sehen. Aus dem Treppenhaus am Ende des Korridors waren die schweren Stiefeltritte aber noch zu hören. Leise und vorsichtig schlich Daniel auf das Treppenhaus zu, öffnete die Türe und sah einen in schwarze Kampfmontur gekleideten Marine die Treppe am immer ahnungsloser werdenden Bond vorbei herab stürmen. Auf die Zurufe, was denn verdammt nochmal los sei, konnte der Marine nicht mehr reagieren: Im Moment, in dem er die den eines halbes Stockwerk unter Bonds Standpunkt liegenden Treppenabsatz hinter sich gelassen hatte, schwang sich eine weitere Person, die an einem Seil unterhalb des obersten Treppenabsatzes gehangen hatte, mit gestreckten Beinen auf den Mann zu, erwischte ihn mittschiffs und kickte ihn durch das geschlossene - kurz darauf zerbrochene - Treppenhausfenster in die Tiefe. Bond hörte den Mann überrascht aufschreien und gleichzeitig die Türe des eigenen Apartments aufgrund des Luftzugs hinter sich zuschlagen.

Nachdem Daniel seine Fassung wiedergefunden hatte, stellte er die Person zur Rede. Die Situation war schnell erklärt: Der Mann, der sich als Feldwebel Arsen vorstellte, erklärte, dass die Männer alle ihren Abschluss auf der Ares Militärakademie gemacht haben und das hier ihr Abschlusstreich sei. Unten an der Bar sei die Feier im Gange, und natürlich war der Angegriffene war sicher auf einem Luftkissen gelandet, alles in bester Ordnung. Bis auf die Tatsache, dass sich Daniel im Eifer des Gefechts ausgesperrt hatte, und das im Bademantel.

Scott Maxwell hatte den Tag auf dem Platz vor dem Seattle Aquarium zugebracht und sich mehrere entspannte Biere reingezogen. Ein kurzes Nickerchen an einer Bushaltestelle wurde durch einen Squatter, der sich an Scott Kleidung zu schaffen machte leider unterbrochen. Der Squatter bekam zu seiner Überraschung die Tüte mit den restlichen Bieren und Scott machte sich auf den Nachhauseweg.

Vanessa Ritter indes bemühte sich, die hohe Kunst des Verdrängens zu zelebrieren. Während sie sich ihre neue Lieblingsserie, Kung Fu ansah, schmiedete sie Pläne, was man denn so die Tage anstellen könnte. Kurzerhand beschloss sie, Sandra zu fragen, ob sie mal wieder ausgehen wolle. Weil Sandra anscheinend ohnehin mal ins Blue Flame schauen wollte, beschlossen die beiden Damen also, dort einen Mädels-Abend zu verbringen - fast wie in alten Zeiten, als die Welt noch nicht so kompliziert erschien.

Sandras und Vanessas Abend:

Bevor die beiden mit dem Auto zum Club fahren, gehen sie noch shoppen, wo sich Sandra eine Jacke mit eingebauter Klimaanlage kauft (was ihr später peinlich ist, he he). Per Commlink lädt Vanessa auch den Scott ein, aber da er gerade an einer Bushaltestelle schläft, kann sie ihn nicht erreichen und so fahren sie ohne ihn los. Auf dem Weg geraten die beiden in eine Verfolgungsjagd. Sechs Gangmitglieder auf drei Motorrädern jagen eine Person, ebenfalls auf einem Motorrad. Die Gangmitglieder ballern auf den flüchtenden Motorradfahrer und da V + S befürchten zum Kollateralschaden zu werden - und auch weil sie sechs gegen einen unfair finden - mischen sie sich ein. Vanessa Manablitz einen von den Gang-Motorradfahrern weg und Sandra rammt mit dem Auto einen anderen Ganger. Die Gang hat genug Prügel bezogen für den Abend und zieht sich zurück. Wie sich zeigt, hatte der einsame Motorradfahrer das gleiche Ziel wie V + S und vor dem "Blue Flame" stellt er sich vor. Jason, ein junger, vercyberter Straßensamurai, bedankt sich bei V + S. Auf die Frage warum die Gang ihn angegriffen hat, behauptet er in einem gepflegten Umgangsform, dass da wohl eine Verwechslung vorliegen muss. Da Jason den Türsteher kennt kommen sie sofort hinein.

Im Club trennen sich die Wege von V + S und Jason. Kaum dass die beiden kurz zusammen sitzen und sich über die alten Zeiten unterhalten als sie noch selbständig waren, kommt auch schon ein Mann zu ihnen, genannt "der Patron". Er ist der Eigentümer des Clubs. Sandra nutzt die Gelegenheit und gibt ihm Maddocks Chipkarte mit der offenen Rechnung um die Schulden zu begleichen und etwas mehr über ihren ehemaligen Kumpel zu erfahren. Der Patron erzählt, dass Maddocks letztes Jahr im Club war. Seitdem hat er ihn nicht mehr gesehen. Der Patron zeigt sich geehrt, dass sein Club von so illustren, weitgereisten und im Schattengeschäft erfahrenen Gästen besucht wird. Die Schulden des jungen Maddocks tilgt er gerne auf eigene Rechnung. Außerdem lädt er die beiden Damen für diesen Abend ein und händigt jeder von ihnen eine goldene Clubkarte aus. Im Gegenzug bittet er die beiden, seinen Club nicht als billigen Schauplatz für gewaltsame Zugriffe und andere Demonstrationen militärischer oder polizeilicher Gewalt zu missbrauchen. Die Leute kämen schließlich hierher, um in Ruhe den Abend oder die Nacht zu verbringen oder diskret Geschäfte abzuwickeln, und nicht, um sich in Stücke schießen oder zu Tode erschrecken zu lassen. Der Club sei nebenbei auch gerade erst nach einem Intermezzo mit der Polizei generalsaniert worden. Die Argumente überzeugen: Gerne willigen die beiden Ares-Offiziere ein.

Noch am Anfang des Gesprächs zwischen Sandra und Patron, bemerkt Vanessa drei Frauen  - eine Rothaarige und zwei andere - die sie zuvor schon vor dem Club gesehen hatte und die ihr verdächtig sind. Mit der Ausrede auf die Toilette zu gehen, nähert sie sich den dreien und bemerkt, dass eine von denen, ein Messer in der Hand hält und sich unauffällig in Richtung Jason begibt, der das nicht zu bemerken scheint. Blitzschnell manablitzt Vanessa die Attentäterin und noch während sie umkippt, schnappt sich Vanessa unauffällig das Messer. Die rothaarige Frau hat das bemerkt und macht sich zum Kampf bereit. Vanessa manablitzt auch die Rothaarige, aber sie kann dem Zauber widerstehen. Als Vanessa dann mit dem Messer auf sie losgehen will, wird sie von Jason aufgehalten. Da kommt auch schon das Sicherheitspersonal und Vanessa erklärt was passiert ist. Die drei erfolglosen Attentäterinnen werden rauskomplimentiert.

Während sich Jason nochmal bei Vanessa bedankt, kommt sein Kumpel Cloud Chaser, ein Ork-Schamane, dazu. Auch Sandra gesellt sich zu denen. Zusammen sitzen sie an einem Tisch und unterhalten sich. Cloud Chaser hat den Stamm der Makah, wo er aufwuchs, und nutzt seine Zeit in Seattle, um den weißen, schwarzen und gelben Männern in ihren Steintürmen ein wenig auf die Finger zu schauen. Jason entfernt sich währenddessen zu einem Vidphone um was Geschäftliches zu besprechen. Etwas später erhält Sandra einen Anruf von einem Marcus. Verwundert geht sie zum Vidphone. Marcus erzählt, dass er gerade an einem Fall arbeitet bezüglich einer magischen Bedrohung und fragt Sandra, ob sie was gehört oder gesehen hätte. Sie kann ihm aber nicht weiterhelfen. Sie beschließen in Kontakt zu bleiben und legen ein Postfach an. Denn Marcus aka Robin Venters ist ein alter Bekannter und ein Detektiv. Dann beenden sie das Gespräch. Sandra nutzt die Gelegenheit und hackt sich in das Vidphone von Jason ein um mitzuhören was der so alles plappert. Er redet gerade mit einer chinesisch aussehenden Menschenfrau. Sie sagt zu Jason, dass es ihr gut geht. Dann taucht ein chinesisch aussehender, schmieriger Typ, der Triadenunterführer Heung Chu, auf, der nach einem Koffer verlangt. Innerhalb von 6 Stunden soll die Übergabe stattfinden. Offenbar handelt es sich um eine Entführung. Als sich wieder alle an ihren Platz begeben entschließen sich V + S nach kurzer Absprache, den Beiden zu helfen. Gemeinsam verlassen sie den Club. 

Zur gleichen Zeit versucht Daniel, die Hausverwaltung zu erreichen, um wieder in sein Zimmer zu kommen - ohne Erfolg. Also begibt er sich zu den feierenden Ares-Soldaten. Einige Stunden, geleerte Bierflaschen und unrealistische Bond-Geschichten später merkt er, dass Vanessa per Commlink eine Nachricht hinterlassen hat.  Sie erzählt kurz, dass sie und Sandra gerade im Blue Flame sind, und jemandem helfen wollen, den sie dort kennen gelernt haben. Er soll sich auch dorthin begeben, da sie jede Unterstützung gebrauchen können.

Where the fat whores fly ("... another runner in the night.")Bearbeiten

Während Bond weiterhin mit seiner Bekanntschaft zu Major Damage punkten konnte, machte sich Ali Assad auf den Weg ins nächstgelegene, billige Puff und landete schließlich in einem der weniger angesehenen Viertel von Seattle. Ali hatte voll Bock auf eine dicke, feiste, grobe Nutte.

Sandra und Vanessa machten sich mit ihren neuen Freunden auf, weitere Teammitglieder zusammenzusuchen, um den Run durchzuziehen. Das erste Ziel war ein Platz in Redmond. Dort telefonierte Jason mit dem Schieber Mr. Doodles und gab ihm zu verstehen, dass er die Ausrüstung noch heute brauchte. Außerdem telefonierte er noch mit Jemandem (???). Währenddessen unterhielt sich Sandra mit Cloud Chaser an einer chinesischen Imbissbude und Vanessa hing ihren eigenen düsteren Gedanken nach: Aus irgend einem Grund fiel es heute schwerer, die Vergangenheit zu verdrängen. Nachdem Jason fertig telefoniert hatte, fuhr man los, um die Teammitglieder einzusammeln.

Violet wartete in einer wenig ansprechenden Gegend: Hohe Häuserschluchten, schmale Gassen. Während Jason und Cloudchaser in einer solchen verschwanden, um ihre Kollegin zu suchen, standen Sandra und Vanessa Schmiere. Die Straßen waren schlecht einsehbar, was den Beiden nicht gefiel - dennoch waren sie nicht vorbereitet, als plötzlich ein Typ mit Gasmaske und Poncho auftauchte und das Feuer eröffnete: Eine Salve erwischte Vanessa voll. Trotzdem gelang es ihr, in den Geist des Angreifers einzudringen und seine Gedanken zu beherrschen. Weil der Zauber aber angegriffen wurde - offensichtlich hatte die Gegenseite Unterstützung im Astralraum - und es nur eine Frage der Zeit war, bis sich der Poncho besinnen würde, befahl Vanessa ihm, sich den Schädel wegzuballern.

Sandra hatte sich indes das Auto geschnappt, und war losgefahren, um Vanessa aufzugabeln - Jason und Cloud Chaser setzten sich auf ihre Motorräder und so machte man sich schnellstens vom Acker.

Unweit des Kampfschauplatzes fand man Violet. Wie schon von Jason angekündigt, entpuppte sich die Dame als misstrauisch, und nahm damit auch kein Blatt vor dem Mund: Die "Neuen" wollte sie nicht mit im Boot haben. Jason erklärte ihr die Situation, womit sie sich erst einmal zufrieden gab. Danach heilten Cloud Chaser und Sandra die verursachten Wunden, und man machte sich auf zum Zuhause der Sunset Seekers in Snohomish, um sich noch ein paar Muskeln zu besorgen.

Scott derweil kam im Blue Flame ohne weitere Probleme an und erhielt vom Barkeeper die Info, dass die beiden Damen mit einigen Shadowrunnern abgezogen seien, die mit den Sunset Seekers in Snohomish in Verbindung stünden. Entnervt machte er sich dorthin auf den Weg.

Der leicht betrunkene Bond weiß nicht wie er in seinem Bademantel-Ouftfit am schnellsten zum Blue Flame kommt und bittet Feldwebel Arsen um Mithilfe. Schon kurze Zeit später landet ein Ares-Hubschrauber mit Bond und der schnellen Eingreiftruppe vor dem Blue Flame.  Bond, vielleicht mehr als nur leicht betrunken, fühlt sich wie ein großer Feldherr und betritt selbstsicher den Club. Er erfährt vom Barkeeper, dass Vanessa und Sandra vor mehreren Minuten den Club verlassen haben. Desweiteren hat noch ein komischer Kauz nach den beiden gefragt. Als er wieder zurück vor den Club geht, stellt er fest, dass die Ares Soldaten mit dem Hubschrauber weg sind. Den lüsternen Blicken der örtlichen Squatter ausgesetzt, macht er sich zu Fuß auf, und läuft in die vom Barkeeper beschriebene Richtung.

Apropos lüstern: Ali wurde sich mit einer etwas korpulenteren Dame bzw. deren Zuhälter einig, bestellte sich noch etwas Koks dazu und verzog sich in eines der oberen Zimmer. Nutten müssen nämlich dick und feist sein.

Scott hatte bereits zuvor diesen Stadtteil erreicht und machte Bekanntschaft mit Phül, einem abgehalfterten Systemkritiker, der sich mit seinen Freunden Jack Daniels und Jim Beam gepflegt betrank. Nach einem launigen Gespräch brachte dieser Scott zum Unterschlupf der Sunset Seekers, wo allerdings niemand da zu sein schien. Auch mehrmaliges Rufen half nichts.

Bond bemerkte derweil, dass ein Fußmarsch durch die Redmond Barrens kein Sonntagsspaziergang ist, als er bald er von den Halloweenern, einer örtlichen Gang, verfolgt wurde, die immer zahlreicher und lärmender die Verfolgung des jungen Aufsteigers aufnahmen. Nachdem sein Selbsterhaltungstrieb den Alkohol besiegte und Bond endlich ernüchtert die Gefährlichkeit der Situation  erkennt, rannte er um sein Leben. Schnellstens durch mehrere Seitengassen, als eine Feuerleiter erblickte, auf deren unteres Ende er sich parcouresque hinaufschwang, um anschließend durch eines der Fenster in die dahinterliegenden Räume einzubrechen. Leider schien die Wohnung - nunja - bewohnt, da er in eine Frau hinestolperte, die vor Schreck ein Silbertablett gegen die Wand schleuderte. Die Situation wurde umso verwirrender, als Ali plötzlich unter den Decken des in der Mitte stehenden Bettes hervortauchte und die fette Nutte fragte, was denn mit dem Kokain passiert sei und wozu der Lärm gut sei. Ali wischte sich die Sekrete aus dem Bart. "Situational Awareness! Jetzt!" schoss es Ali durch den Kopf. Den Begriff hatte er einmal aufgeschnappt, allerdings ohne genau zu wissen was er bedeutet. Darum half ihm der Gedanke auch gar nicht so viel. Aber ein schönes Wort nichtsdestotrotz. Ali leckte sich die Bartstoppeln.

Die Gruppe um Jason erreichte nun das Versteck der Sunset Seekers, fand allerdings nur Leichen vor. Anscheinend wurde die Gang schnell und professionell komplett liquidiert. Vanessa bemerkte sodann ein Rufen von der anderen Seite des Gebäudes ... und so traf Scott wieder mit den Kameradinnen zusammen und ließ sich ins Bild setzen.

Im Puff in Redmond eskalierte die Situation zusehends, da die Prostituierte und Ali - beide völlig zugedröhnt - einen Angriff auf Bond starteten, um sich für das verschüttete Kokain zu rächen. Zunächst zog sich die Hure einen Latexhandschuh an mit dem Kommentar "Das geht auf's Haus!", um sich anschließend auf Bond zu stürzen. Das Flying Fist-Manöver misslang jedoch, da sie über Ali und einen Hocker stürtzte, sodass alle - inkl. Bond - übereinander am Boden lagen. Sich der Übermacht bewusst, resignierte Bond und ließ das Folgende geschehen. Ali sah zu und genoss, wie das Methyl(1R,2R,3S,5S)-3-(benzoyloxy)-8-methyl-8-azabicyclo[3.2.1]octan-2-carboxylat an seinen Synapsen anflutete.

In Snohomish machte man sich schnellstens bereit, zu Mr. Doodles zu fahren. Eine dunkle Vorahnung hatte sich in der Gruppe breitgemacht: Die Professionalität, mit der die Gang ausradiert wurde, ließ darauf schließen, dass ein Konzern im Spiel war, und das ließ den Schluss zu, dass dieser Konzern Interesse daran hatte, alle Mitwisser an den Hintergründen dieses Auftrags zu erledigen.

Kurze Zeit später war man also auf dem Anwesen von Mr. Doodles. Sandra ging mit Clouchaser und Jason schon mal rein, Vanessa und Scott sollten draußen Schmiere stehen. Die Zeit, in der sie nichts von den dreien im Haus hörte, wurde Vanessa aber schnell zu lang und so bewegte sie sich mit Scott auch nach drinnen. Was man im Haus fand, war wie erwartet: Der Schieber war, zusammen mit seinem Leibwächter, geradezu hingerichtet worden. Zu allem Überfluss ertönten zwei Momente später auch schon die LoneStar-Sirenen. Den Ausweg aus der Situation schaffte Scotts "Erde formen"-Zauber. Gekonnt formte er ein Loch in die Außenmauer dieses und auch des angrenzenden Gebäudes. Der Trupp schlüpfte hindurch und das Loch schloss sich hinter ihnen.

Bei den Hauptakteuren des flotten Dreiers kommt ein Anruf von Vanessa an, dass die beiden sich sofort an eine bestimmte Adresse begeben sollen. Aber Ali und Bond sind da gerade in einer entspannten, glückseligen Stimmungen, schweben geistig in ganz anderen Spähren, und können über diesen tollen Witz nur herzhaft lachen. Vanessa, erst sprachlos, versucht dann die beiden kurz zu überreden, gibt aber schnell auf.

Punk is Death ("In the dead of the night")Bearbeiten

Anwesend: Daniel, Scott, Vanessa

Das Nachbargebäude entpuppte sich als ein Möbelhaus und somit landete der Trupp in der Möbelausstellung im ersten Stock. Auch wenn es sich scheinbar um eine Manufaktur mit interessanten Einzelstücken handelte, hielten die blinkenden Lichter der Lone Star-Streifenwagen, die durch die große Fensterfront hereinschienen, zur Eile an. Jason und Vanessa wandten sich zu einer großen Treppe in der Mitte des Stockwerkes, wohingegen Scott, sich eben noch in der Anerkennung von Cloud Chaser sonnend, zielstrebig zum nächstgelgenen Notausgang steuerte. Dort studierte er die Infos und ob der Sammelplatz auch auf der Lone Star abgewandten Gebäudeseite sei, und drückte nach einem kurzen Zuruf zu Vanessa die Tür auf. Nicht ohne eine gewisse kindliche Freude zu verspüren löste er somit auch den Feueralarm aus.

Sie rennen sofort durch den Notausgang und kommen in den Innenhof. Der Weg nach Draußen wird aber durch ein Gitter versperrt. Scott schaut sich nach einem Fahrzeug um - wohl mit der Überlegung das Gitter zu überwinden und zugleich ein Fluchtauto zu haben - und Vanessa macht sich (kurzzeitig) unsichtbar. Vielleicht in der Hoffnung, dass wenn sie endeckt und zusammengeschossen werden, sie nicht zusammengeschossen wird, da sie ja dann unsichbar ist? Cloud Chaser hat aber schon die Tür im Gitter geöffnet und ruft die beiden zu sich, worauf alle zusammen rausstürmen.

Währenddessen hat der vollgedröhnte Bond auf dem Dach eine Erscheinung vom Major Damage. Mit militärischem Drill und einer Handvoll Verachtung bringt er Bond dazu, dass er auf die Straße rennt und ein Auto knackt. Dummerweise hat Bond auch die Prostituierte zum Mitmachen aufgefordert, da es sich "um einen wichtigen Auftrag" handelt. Als alle drei im Auto sind, rast Bond in die vom Major Damage angewiesene Richtung. Während der Fahrt wird Bond von Damage militärisch ordnungsgemäß beschimpft (Wenn Bond ein Schamane wäre, wäre sein Totem dann Major Damage?).

Kaum sind Scott, Vanessa, Cloudchaser und Jason auf der Straße, schon sehen sie ein Auto auf sich zurasen. Nur knapp entgehen sie einem Unfall, da das Auto abbremst und sie ausweichen können. Cloudchaser reagiert am schnellsten als er das Auto zu ihrem Fluchtauto deklariert und dabei stellen sie fest, dass Bond im Auto sitzt und was von einem wichtigen Auftrag durch Major Damage brabbelt. Sie steigen alle ein und fahren sofort los. Jason meint, dass sie in der Bar "Plato" vielleicht was nützliches erfahren könnten. Daher fahren sie dahin. Unterwegs erzählt Jason, dass es sich bei dem Paket, um eine Ware aus dem Ausland handelt. Nachdem sich die Ware im Zoll befindet, hatte Doodles angefangen die Zoll-Sicherheitsvorkehrungen zu hacken, konnte dieses Vorhaben aber nicht mehr vollenden. Vanessa äußert ihre Überlegung: Statt die Ware zu holen, was sehr schwierig sein dürfte, lieber einfach nur die enführte Linda May befreien. Schließlich geht es ja hierbei um ihre Rettung. Darüber wird lebhaft diskutiert und der Vorschlag wird abgelehnt.

Vor der Bar "Plato" wird geparkt. Die Gruppe teilt sich auf. Jason geht in die Bar um seinen Kontakt nach Informationen zu befragen. Vanessa steigt aus dem Auto, geht etwas abseits, ruft Mantide und erhält folgende Vision: "In einem Hof mit ein paar schlanken Bäumen und asiatischen Lampions sitzt ein dunkelhäutiger Mann und meditiert. Dieser Mann hat ebenfalls Interesse am Paket. Zudem heißt es, dass das Paket in der Nähe des Wasser wäre. Dann bemerkt der Mann Vanessa, greift sie an und verletzt sie. Verdutzt kommt Vanessa wieder zu sich. Wie ist es möglich, dass man in einer Vision gesehen und verletzt werden kann?

Scott brachte Bond zu einem Geschäft in der Nähe um ihm was zum Anziehen zu kaufen. Der immer noch zugedröhnte Bond begab sich mit ein paar ausgesuchten Klamotten zum Umziehen in eine Kabine, während Scott sich wieder seinen Einkäufen zugewandt hatte. Plötzlich bemerkt er einen Punk bei den gegenüberliegenden Regalen, entspannt sich aber als er sieht, dass dieser sich nur für Haarspray zu interessieren scheint. Noch darüber nachsinnierend, warum er so paranoid geworden ist, dass selbst ein harmloser Punk ihn in Anspannung versetzt, bemerkte er einen Bewegung aus dem Augenwinkel: Der Punk gab Scott die zunächst recht kryptische Beschwichtigung, er solle keine Angst haben, da "alles rein geschäftlich" sei. Diese Äußerung in kühlem und sachlichen Tonfall, der so garnicht zum Äußeren des Mannes passte, wurde alsbald durch das Handeln des Punks erklärt: Er ließ eine Holdout aus ihrer Halterung schnellen und feuerte die beiden Schüsse auf Scott, während er mit der anderen Hand eine schallgedämpfte Schwere Pistole zog. Scott gelang es zwar noch zwei halbherzige Zauber abzufeuern, bevor der Punk seine Pistole im Anschlag hatte, richtete jedoch kaum Schaden an. Von vier gut gezielten Schüssen durchlöchert und brach der Kojotenschamane leblos zusammen.

Ehe er sich versah, blickte er interessiert auf seinen toten Körper und beobachtete den heranstürmenden Bond, der in Panik zusammen mit einem Angestellten des Geschäfts Wiederbelebungsmaßnahmen einleitete. Nach kurzer Suche sah Scott wie Kojote sich um eine der ausgelaufenen Dosen Energy-Drinks kümmerte. Die Überraschung über das Geschehene war beiden anzumerken und eigentlich auch etwas peinlich. Letzten Endes siegte doch die Neugier und Scott bat Kojote darum, etwas zu unternehmen, um die Situation zu retten. Nach einem obligatorischen Disclaimer, dass er sich ja nicht wirklich einzumischen pflege, setzte Kojote zu einem Heulen an, woraufhin wenige Augenblicke später Cloud Chaser in den Markt stürmte und mittels Magie und des Angestellten (der sich zufälligerweise als Medizinstudent entpuppte) Scott zurückholen konnte - erstaunlicherweise sogar ohne größere bleibende Schäden. Zusammen mit Bond brachte er den bewußtlosen Scott zum Wagen zurück.

Als die Gruppe wieder zusammen im Auto ist, fahren sie wieder los. Unterwegs besprechen sie die erhaltenen Informationen. Jason hat von seinem Kontakt (ein Schieber) erfahren, dass eine dritte Partei hinter dem Paket her ist. Es geht das Gerücht um, das Team Jason hätte einen Johnson erledigt, der für einen japanischen Konzern arbeitete. Laut Jason haben sie aber damit nichts zu tun. Scott kommt wieder zu Bewusstsein und beschließt alle seine Erlebnisse für die Nachwelt aufzuschreiben. Dann besprechen sie den Anschlag auf Scott. Es gibt mehrere Theorien wie z.B. der Punk wurde durch Gedankenkontrolle zu der Tat gezwungen oder es war kein Punk, sondern ein verkleideter bzw. maskierter Auftragskiller. An der nächsten Station bleiben sie kurz stehen und Jason holt die Ausrüstung für den bevorstehenden Run auf das Zollgebäude. Die Metroplex-Garde ist für die Sicherheit des Zoll-Hauptlagers zuständig. Daher ist ein unbemerktes Vorgehen die beste Lösung und man beschließt unterirdisch einzudringen.

Die Gruppe steigt dann um in einen Van, in dem Violet sitzt, und fahren zusammen zum Ziel. Die Prostituierte wird vorher an einer Haltestelle abgesetzt.

Suitcase! Shoot! Chase!Bearbeiten

Anwesend: Stauff, Ali, Sandra, Scott

Der Van fuhr zum geplanten Einstiegspunkt im Hafen von Downtown unweit des Hafen-Depots der Seattler Metroplex-Garde. Der Van hielt in einer breiten, langen aber verwaisten Sackgasse zur Bucht. Sandra, Ali, Jason und Cloudchaser stiegen aus und Jason wandte - nachdem Ali dem komplexen molekularen Abriss- und Entsorgungsmittel fachlich nicht gewachsen war - das aus dem Gründerzentrum mitgebrachte Hilfsmittel auf den Betonboden der Gasse an. Rasch war ein Loch geschaffen, um sich in den darunterliegenden, unterirdischen Hohlraum im Fundament der Hafenanlagen hinabzulassen. Scott durfte mit Violet seine Zeit verbringen, man einigte sich jedoch darauf, dass Scott diese außerhalb des Wagen verbringen würde. Um die Sicht auf das klaffende Loch im Boden zu verdecken, parkte Violet den Van kurzerhand darüber.

Das neu entstandene Loch roch ein wenig streng. Das Einbruchsteam ließ sich davon aber nicht abhalten, stieg in den engen und halb gefluteten Tunnel hinab und legte die Strecke bis unter das Metroplex-Depot zügig zurück, wobei schließlich der Funkkontakt zum Van aufgrund der Stahlbetonwände abbrach. Als sie sich direkt unter dem Zoll-Hauptlager wähnten, zückte Jason den zweiten Koffer und arbeitete sich mit Hilfe der Naniten durch die Stahlbetondecke über ihm. Die Runner kletterten durch das Loch nach oben und fanden sich im eigens nochmal eingezäunten innersten Bereich der Halle des Zoll-Hauptlagers wieder. Während Sandra, Ali und Jason auf der Suche nach dem Austausch-Objekt vor Linda Mae ausschwärmten, ging Cloud auf die Pirsch nach wertvoller Kollateral-Beute. Abgelenkt durch die Konzentration auf die Beschriftung der Regale bemerkte Sandra den Barghest zu spät und wurde von dem gefährlichen Wachcritter angesprungen. Glücklicherweise konnte Jason, der den Angriff aus dem Augenwinkel gesehen hatte, rechtzeitig reagieren, das Tier noch im Sprung durch zwei Schüsse verletzen, den heimtückischen Angriff auf Sandra damit vereiteln und das Tier mit vier weiteren Schüssen aus dem Verkehr ziehen. Kurze Zeit später fand man auch das gesuchte Objekt: Einen simplen Hartschalenkoffer. Rasch zog sich das Einbrecherteam durch den Tunnel zum Van zurück. Auf halbem Weg hielt Jason unvermittelt an: Während Ali, der sich an ungute unterirdische Erkundungen in Konstantinopel zu erinnern begann, zur raschen Rückkehr an die Oberfläche drängt, eröffnete Jason seiner Komplizin, dass er sie aufgrund ihrer Telefonkontakte eindeutig als Ares-Leute identifizieren könne. Er vermutete eine Sting-Operation von Knight-Errant, ließ sich aber von Sandras Erklärung über den Kampf gegen magische Bedrohungen plus ihrem Ehrenwort schlußendlich überzeugen, den gemeinsamen Weg fortzusetzen.

Währenddessen schlenderte Scott die Gasse hinab bis zur gemauerten Uferkante des Puget Sound und sah auf astrale Sicht den großen Frachtern vor der Stadt zu wie sie ihre Bahnen zogen. Der Blick auf das Wasser weckte leicht melancholische Gefühle und ein Donnergrollen in der Ferne ließ ihn zum Wagen zurückkehren. Der bestimmten und unflätigen Abfuhr durch Violet (Scott dachter einen Augenblick noch darüber nach, sie nur noch „Violent“ zu nennen), die ihn nicht einlassen wollte, versuchte er noch mit Höflichkeit einen Kontrapunkt zu setzen, als die zierliche Elfe „KONTAKT!“ kreischte.

Am gleichen Abend zog Heinrich Stauff unterdessen los, um rauszufinden, welche Gruppe Shadowrunner zwei Konzern-Johnsons umgenietet hätte. Ein Verbrechen, das die Unterwelt in einiges Rumoren versetzte, da ein solches Vorgehen den Ehrenkodex der Strasse bricht und die Täter zu Freiwild erklärt. Bei seiner Suche nach brauchbaren Schattenkontakten wurde ihm ein Besuch im Blue Flame geraten. Und so erreichte er die Bar kurz nachdem ein von einem Morgenmantel-bekleideten "Colonel" geführtes BlackOps-Team die Szene aufgemischt hatte. Offenbar war der geschädigte Konzern ebenfalls bereits auf der Jagd. Beim späten Abendessen in einem chinesischen Restaurant in der Innenstadt fiel Heinrich dann plötzlich auf, dass das Equipment des BlackOps-Teams nur den Schluss zuließ, dass es sich um Ares-Marines gehandelt habe. Also war Ares der geschädigte Konzern! Rasch wählte er die Nummer seines Majors, um die neue Lage zu melden und ein gemeinsames Vorgehen zu besprechen. Leider konnte er Sandra nicht erreichen. Dafür wurde ihm von einem aufmerksamen Ober der Tipp gegeben, doch mal in der Nähe der Zoll-Lagers nachzuschauen, da die gesuchten Shadowrunner dort heute Nacht einen Einbruch planen würden.

So bezog Stauff auf einem Dach eines Nachbargebäudes des Zoll-Hauptlagers Stellung und wartete ab, was passieren würde. Zunächst fiel ihm nichts ungewöhnliches an dem militärisch gesicherten Areal auf. Dann jedoch bemerkte er einen verdächtigen weißen Van, der zwei Gassen weiter in der nächtlichen Einsamkeit parkte. Heimlich wechselte Stauff die Position, um einen besseren Einblick in die Gasse mit dem Van zu bekommen. Als er seinen neuen Aussichtspunkt auf dem Dach eingenommen hatte, sah er auch schon wie ein Überfallkommande bestehend aus einem Anti-Aufruhrfahrzeug und einem gepanzerten Kommandojeep vor der Gasse in Stellung ging: Auf jeder Seite des Gassenendes wurden zwei Bewaffnete abgesetzt und ein Zweimann-Sniperteam kletterte auf das Dach gegenüber - auf dem auch Stauff Stellung bezogen hatte. Während Stauff die taktische Aufstellung des ganzen Trupps verfolgte, begannen die Kon-Typen mit ihrem Angriff.

Scott rollte sich noch gerade rechtzeitig unter den Van, als mehrere Schüsse in den Asphalt neben ihn einschlugen. Der gepanzerte Einsatzwagen fuhr vor den Eingang der Gasse, um den Ausweg zu versperren und ein auf sein Dach montiertes MG eröffnete das Feuer auf den Van, den Violet ein Stück nach vorne manövrierte, um das Loch, in dem das Einbruchsteam um Von der See-Seite wurde ebenfalls das Feuer eröffnet und Scott ließ zwei Energieblitze in den Schützen fahren.

Stauff beobachtete die Szenerie, nach wie vor unentschlossen, ob er eingreifen sollte, als er plötzlich erkannte, dass ein einarmiger Magier, der eben noch unter dem Van lag, zwei Energieblitze auf eines der Kon-Ziele abfeuerte. Die Erkenntnis, dass es sich nur um Scott Maxwell handeln konnte, nahm dem jungen Bergschamannen zwar die Last der Entscheidung ab, wer in diesem Spiel die Guten und Bösen sind … jedoch stellte sich schon die nächste Aufgabe, die wie ein – nunja – Bergmassiv vor ihm aufragte: Was tun?

Sandra, Ali, Jason und Cloudchaser hörten die Schüsse vom Eingang und den verstümmelten Notruf Violets und rannten zurück zum Loch. Sandra erreichte als erste das Geschehen, als ein Klebstoff-Zauber die Gasse traf. Sie senkte einen magischen Nebel auf die Gasse, um den Van vor einer weiteren Durchlöcherung von dem MG des Anti-Aufruhrfahrzeugs zu schützen und befahl Scott, einen magischen Angriff mit Flächenzaubern mit ihr zu koordinieren. Gemeinsam mit Scott gelang ihr der magische Gegenschlag und eine Betäubungswolke in Kombination mit einem Schlafzauber auf das Einsatzteam am Ausgang der Gasse konnte einen verheerenden Erfolg verbuchen.

Stauff hatte sich im Schutz eines Tarnzauber an das an der Dachkante ansitzende Sniperteam angeschlichen und versucht, etwas mehr über die Herkunft der Soldaten zu erfahren. Als es offensichtlich wurde, dass da unten sein Team unter Beschuss stand, entsicherte er kurzerhand zwei Granaten am Gürtel des Spotters und bügelte den überrascht aufgestandenen Mann mit einem Kungfu-Tritt über die Dachkante. Den Schützen erledigte er wenig später mit seiner schweren Pistole.

Wie sich herausstellte, blieb im Inneren des gepanzerten Einsatzfahrzeugs noch ein Magier übrig, da Sandra, Scott, Jason, Ali und Cloud von einem unverhofften Schlaf aus dem Inneren des gepanzerten Fahrzeugs erwischt wurden. Ali hätte zwar auch noch seine magische Verteidigung gegen den Zauber einsetzen können, fand die Aussicht auf eine plötzliche Bewusstlosigkeit im Zustand der Panik (erst klaustrophobische Enge und dann tödliche Gewalt um ihn herum) zu verlockend. Ironischerweise war er am Ende der Einzige, dem der Zauber keinen Betäubungsschaden aufzwingen konnte. Gleich darauf begannen die zwei Fahrzeuge vor der Gasse, sich einzunebeln und den geordneten Rückzug anzutreten, was dem Runner-Team die Gelegenheit gab, sich mit Stauff zu treffen, den Van aufzugeben, die Gasse zu verlassen und in die Nacht zu fliehen.

Das Team blieb weiter in Bewegung, da dies im Augenblick am sichersten schien. Der Inhalt des aus dem Zoll-Lager geborgenen Koffers entpuppte sich als eine etwas mehr als ein Kilo schwere silberne Kugel, die von 7 Messing-Blättern umschlossen wurde. Die Oberfläche wurde von sehr feinen Orchialkumfäden durchzogen.

Auch wenn die Infos über die Gegner in der Gasse etwas spärlich waren, ergab sich das Bild, dass es sich wohl um Kon-Gardisten von Fuchi gehandelt haben könnte. Sandra schwor Jason darauf ein, dass man Linda-Mae für ihn auslösen oder befreien, dabei aber auf keinen Fall das Artefakt in fremde und möglicherweise feindliche Hände fallen lassen würde. Da eine fingierte Übergabe mit etwaigem Zugriff oder ähnlichen Aktionen die Manpower akut mangelte, entschloss sich der Major, Marcus zu kontaktieren in der Hoffnung, dass sein Fall Verbindungen zum eigenen aktuellen Dilemma aufweisen oder der alte Bekannte dies zumindest glauben würde. Tatsächlich war der Indianer wieder einmal am gleichen Fall wie die ehemaligen Detektive dran, zwar tappte auch er mehr oder weniger im Dunkeln, konnte jedoch zumindest den Verdacht erhärten, dass eine magisch begabte Macht hinter dem Gepäck eines vorvergangene Woche vom chinesischen Festland nach Seattle gereisten und noch vor der Küste ermordeten Boten her war.

Jason erhielt unterdessen eine Anruf der Entführer Linda Maes, in dem ihm ein Güterbahnhof als der Übergabeplatz für den Koffer und ein Zeitpunkt genannt wurde. Als man die Optionen durchging, kam Ali auf die Idee, den Koffer mit einer allzu auffälligen Sprengfalle zu präparieren,sodass die Entführer nicht kontrollieren könnten, ob der darin befindliche Gegenstand enthalten sei. Er erhielt daraufhin von Sandra den schriftlichen Befehl, sich bei der Ares Waffenkammer alle nötigen Utensilien zu besorgen und die Bombe zu bauen – was sich allerdings als etwas schwieriger erwies, da die Waffenkammer früh um vier Uhr von einer äußerst misslaunigen Dame besetzt war, der den ganzen Abend über schon mehrere Rekruten des Abschlussjahrganges Streiche gespielt hatten. Letztlich konnte erst das persönliche Erscheinen des Majors die Situation klären und ein missmutiger Ali begann, an seinem Sprengsatz zu basteln. Außerdem gab Sandra das Artefakt in ein Ares-Schließfach, bevor sie sich am Kasernentor von Marcus aufgabeln ließ und zu den anderen Runnern aufschloss.

Nachdem die Magier durch einige Stimpatches, die Cloudchaser in der Zwischenzeit besorgt hatte, aufgefrischt waren und Sandra Marcus abholte, ging man nochmal die aktuelle Situation durch: Die Übergabe sollte auf einem Güterbahnhof ablaufen, das Ares-Team sollte sich von Norden an den Treffpunkt anschleichen, die Übergabe beobachten und wenn nötig zur Rettung Linda-Mae oder der Runner als Kavallerie eingreifen. Sollte Linda Mae ausgetauscht werden, müssten sich Jason, Linda Mae, Cloudchaser und Violet recht schnell absetzen und die Stadt verlassen oder untertauchen, da die halbe Schattenwelt hinter ihnen her ist aufgrund der angehängten Johnson-Morde.

Sollte die Geisel nicht getauscht werden oder Jason zu einem weiteren Ort gebracht werden, so war die Hoffnung, dass der an der Bombe angebaute GPS-Empfänger das Team zu dem neuen Versteck führen würde. Wahlweise könnte man die Spur des Koffers einfach weiter verfolgen ohne Jason und sein Team weiter in Gefahr zu bringen. Als Krönung könnte man sogar per Fernzündung einfach den trojanischen Sprengsatz zünden und die Gegner direkt treffen.

Nachdem die groben Vorbereitungen abgeschlossen waren, fuhren alle Richtung Güterbahnhof. Jason und Cloudchaser sollten die Übergabe vornehmen, der restliche Trupp Rückendeckung geben und Violet den Wagen bereit halten. Während Jason und Cloud sich bestimmungsgemäß zwischen dem fünften und dem sechsten Gleis des Güterbahnhofs von einer alten Brücke ab zu Fuß mit dem präparierten Koffer in der Hand nach Norden bewegten, fuhren Ali, Sandra, Scott und Marcus in dessen Auto noch zwei Kilometer nach Norden. Dort wollten sie sich unbemerkt auf die Gleise stehlen und zur Stelle sein, wenn der Deal doch noch schiefgehen sollte. Scott übernahm die astrale Aufklärung und entdeckte in der Mitte des Areals über den Gleisen einen anderen Magier im Astralraum, der nach allen Seiten Ausschau hielt. Da ihm der Magier doch ähnlich magisch potent wie er selbst erschien und ihm die grundlegende Prämisse jeder Geiselsituation, dass man den Geiselnehmer nicht durch verdächtige Aktionen provozieren sollte, gerade entfallen war, entschied Scott sich, ihm einen Platzverweis zu erteilen und flog direkt auf den anderen zu, um ihn mitzuteilen, dass es sich um Privatgrund handele und er sich verziehen möge.

Die andere Astralgestalt rief zwei Elementare herbei, und zischte Scott seinerseits ein „Verpiss dich“ zu, bevor er zu seinem Chef zurückkehrte und von dem doppelten Spiel Jasons berichtete. Sich fragend, warum eigentlich fast jeder an diesem Abend so unfreundlich auf ihn reagierte, flog Scott zum Wagen zurück und erzählte von dem Magier, ließ jedoch die kurze Konversation aus. Fast augenblicklich meldete sich Jason per Telefon und erklärte, dass der Deal geplatzt sei, da er laut Gegenseite mit magischem Backup aufgetaucht sei. Die Verwunderung bei Sandra schlug in tiefe Besorgnis ob der Stärke der Gegner, die einen im Astralraum befindlichen Scott entdecken konnten.

Den völlig aufgelösten Jason beruhigte Sandra mit dem Hinweis, dass er immerhin das habe, was sie wollten, sie somit eigentlich auf Augenhöhe verhandeln könnten und das Leben der Geisel noch nicht verwirkt sei. Das Ares-Team inkl. Marcus schwärmte auf dessen dringenden Rat auf dem Güterbahnhof aus, um die offenkundig gerade im Rückzug befindlichen Geiselnehmer noch stellen oder zumindest verfolgen zu können. Allerdings fanden sich keine Gegner auf den Gleisen. Nur Spuren einer größeren Anzahl von Leuten waren noch im frischen Matsch zu erkennen. Offenbar waren sie wenige Minuten zuvor in ihren Autos davongefahren. Auch von Marcus, der am entschlossensten und geschicktesten den nächtlichen Bahnhof durchquert hatte, fand sich keine Spur mehr. Sogar Jason war in seiner Verzweiflung und Enttäuschung alleine losgezogen und hatte die Ares-Leute sowie alle Hoffnung auf ihre kompetente Hilfe zurückgelassen.Und so stand man etwas ratlos an einer einsamen Straße vor einem neonbeleuchteten Supermarkt an der anderen Seite des Areals.

Bis Marcus sich schließlich eine gute halbe Stunde nach seinem Verschwinden per Telefon meldete: Er habe sich an den Fersen der Gang bis in einen ihrer Schlupfwinkel geschlichen. Nun werde die Luft um ihn herum langsam heiß. Der Indianer gab noch schnell seine Koordinaten durch und bat die Charaktere, ihm umgehend zur Hilfe zu eilen, damit sie gemeinsam die schöne Linda Mae befreien könnten, bevor er von der Triadenübermacht um ihn herum bemerkt und abgemurkst würde. So schwangen sich die Ermittler in ihren Leihwagen und brausten so schnell es der nächtliche Verkehr zuließ zu dem Triaden-Unterschlupf, um ihren Verbündeten rauszuhauen.

Emptier-handedBearbeiten

Anwesend: Sandra, Vanessa, Scott, Ali, Daniel, Heinrich

Auf der Fahrt zu dem Triaden-Unterschlupf im Randgebiet von Bellevue besah man sich das Zielgebiet schon mal auf Satellitenfotos. Das Gelände, auf dem die Triadenvilla stand, hatte zwei Nachbarn, die jeweils durch einen Zaun abgetrennt waren. Auf der nördlichen Seite befand sich ein mehrere hundert Meter breiter Waldstreifen, auf der Südseite eine Straße, die das Prädikat Pizzaboten-Autobahn verdiente (Mehr dazu später).

Man entschloss sich, auf der anderen Seite des Waldes zu parken, diesen zu durchqueren und erstmal die Lage zu checken. In Ermangelung eines Scout-Archetypen wurden Vanessa und Heinrich für diese Aufgabe auserkoren. Sandra mimte die "Frau vom Amt", indem sie den beiden einen Telepathie-Zauber verpasste und gleichzeitig telefonisch mit Ali, der als Fluchtautofahrer im Auto wartete, in Verbindung stand. Sie selbst hatte sich einige Meter in den Wald hineinbewegt. Ebenso Scott, der sich anschickte, einarmig ein Bier abzustellen.

Vanessa, die keine Zeit verlieren wollte (Marcus hatte gesagt, dass er noch eine Stunde warten würde, oder sonst!) und deshalb (nachdem sie einen Unsichtbarkeit III Zauber gesprochen hatte) durch den Wald auf die andere Seite rannte und Stauff, der sich sofort heimlich und ohne magische Deckung auf den Weg machte - zunächst eher vorsichtig, nachdem Vanessa eine kleine Schneise durch das Unterholz gerannt hatte, dann aber sehr zügig auf dem freigeräumten Weg nachrückend - kamen fast zur gleichen Zeit am anderen Ende des Waldstücks an und beschlossen, nachdem sie festgestellt hatten, dass es keine unterirdischen Zugänge zu dem Anwesen gab und sie sich die Erlaubnis von Sandra eingeholt hatten, das Triadengrundstück auch mal von innen aufzuklären.

Das Zaunhindernis schlammigerweise hinter sich lassend, bewegten sich Heinrich und Vanessa auf das Gelände. Die Gebäude des Triadenanwesens bildeten mit zwei langegezogenen parallelen Seitenflügeln und zwei breiteren Verbindungsflügeln zwischen den beiden Seiten die Form eines "U" nach, dessen Unterseite Vanessa und Heinrich nun direkt vor sich sahen. Die Außenseite des Gebäudekomplexes wurde von niedrigem und dichtem Buschwerk gesäumt, welches auf geometrisch perfekt gerundeten kleinen Hügeln verteilt - jeder Hügel mit einer anderen Pflanzenart bewachsen - einen sehr verspielten Eindruck machte. Während Heinrich beim Versuch, durch den Bewuchs zu waten, Teile seines rechten Hosenbeins im todesmutigen Zweikampf mit einem Busch (nicht: Bush) verlor, nutzte Vanessa den spurlosen Schritt, um über die Büsche um die hinteren Häuser herum zu rennen, und am Ende, die zwei Wachen, die sich gerade aus ihrem Sichtfeld um die nächste Ecke bewegten, keines Blickes würdigend, mit einem akrobatischen Sprung auf die Innenhof-Außenwand (3,50m) zu gelangen, in etwa so.

Von der Mauer verschaffte sich Vanessa zunächst einen Überblick: Sie schaute in einen Innenhof mit vier geparkten Autos, dahinter standen wiederum zwei Wachen, die sich rauchenderweise unterhielten. Da das Team den Ursprung des Funksignals schon vorher diesem sich ihr nur präsentierenden Bereich zugeordnet hatte, vermutete Vanessa Marcus in einem Kofferraum der geparkten Fahrzeuge und ließ sich lautlos in den Innenhof hinab.

Sandra indes gab Ali den Auftrag, seine Position hinter dem Wädlchen zu verlassen und ein automobiles Ablenkungsmanöver vorzubereiten. Als Ali zunächst NIX mit dem kreativen Freiraum dieser Anweisung anfangen konnte, gab sie ihm noch das Stichwort "Pizzabote" als Anregung mit auf den Weg.

Nachdem Scott nochmal seine Blase entleert hatte, rückten er und Sandra näher an den Zaun, blieben jedoch an der Baumgrenze des anliegenden Wäldchens in Deckung. Sandra entdeckte zwei Wachleute mit einem Hund, die auf der Ostseite des Grundstücks - also gegenüber der Seite, auf der sich Vanessa und Heinrich befanden - gemütlich den Kiesweg entlang patrouillierten.

Vanessa schlich sich hinter die geparkten Autos, öffnete lautlos einen der Wagen und versteckte sich im Fond des Fahrzeuges. Heinrich kletterte mittels Geckogang die Fassade auf ein flaches Vordach, um die Szenerie von oben unter Kontrolle zu halten. Der Ausblick vom flachen Dach des zweiten Stockwerks (dem höchsten der vorhandenen Gebäude) und die Einsatzmöglichkeiten des früher in der selben Nacht von ihm erbeuteten Scharfschützengewehrs übten eine spontane Anziehungskraft auf den Bergschamanen aus. Da die Wachleute auf dem Kiesweg noch in einem toten Winkel waren, schickte Sandra Scott und Bond den beiden anderen Kollegen hinterher. Vanessa untersuchte den Kofferraum ihres Wagens und kam zu dem Schluss, dass Marcus nicht dort versteckt war. Indes die Innenraumbeleuchtung (Vanessa hatte die Tür schließlich kurz geöffnet) das Interesse der Wachleute befeuerte, wurde das Fahrzeug von zwei Wachen umstellt und die Mantidenschamanin vorläufig im Fond des Wagens festgenagelt. Als sie - sich des Zeitdrucks immer noch deutlich bewusst - den Ausbruch wagte, kam es zum ersten Schusswechsel, den Vanessa aber Dank ihres überragenden Unsichtbarkeitszaubers und etwas Feuerschutz durch den ganz in seiner Rolle als "Tod von oben" aufgehenden Stauff, ohne Blessuren überstand.

Sandra griff auf der Hinterseite die Wachleute mit Hund an, Scott und Bond rannten zur Vorderseite und Ali gab auf den Befehl von Sandra hin ordentlich Gummi, kam nach einem Fast&Furious-reifen 540°-Turn mit quietschenden Bremsen vor dem Haupteingang zum Stehen, und gab eine sehr eigenwillige Rolleninterpretation als Pizzabote ab: Er brüllte etwas von noch zu begleichenden alten Rechnungen (offensichtlich nicht die große Speziale und die 0,7l Lambrusco vom Vorabend!) und gab 3 Salven ungezielt auf das Holztor zwischen Straße und Innenhof des Gebäudes ab, bevor er wieder Stoff gab und davonbrauste. Überraschenderweise saß unmittelbar hinter dem Holztor eine Wache, die sehr rasch reagierte: Sie öffnete die kleine Türe im Holztor, trat mit gezogener MP nach draußen und feuerte dem davonjagenden Libyer ebenfalls drei Salven hinterher. Durch eine Verkettung sehr seltsamer Zufälle verfehlten alle neun Schüsse Assad und seinen Leihwagen. Dafür trafen drei der Kugeln Bond und Maxwell, die in eben diesem ungünstigen Moment die lange Gebäudeseite zurückgelegt hatten und um das vordere Gebäudeeck bogen. Quasi "Friendly-Fire-by-proxy". Scott wurde in nennenswertem Maße durchlöchert, während Daniel durch seine vetrauten Titanknochenpanzerung nur oberflächliche Kratzer davontrug.

Derweil beschloss Heinrich, dass ihn die Rolle als Scharfschütze nicht genug auslasten würde. Ein paar versemmelte Schüsse auf die der unsichtbaren Vanessa nachstellenden Wachen hatten möglicherweise ebenfalls zu dem Planwechsel beigetragen. So sprang der Ki-Schamane, von der Ki-Kraft "Freier Fall" abgebremst, auf ein neben Vanessas Versteck parkendes Auto und kam so augenblicklich vor den Lauf einer dritten Wache. Da der Spieler von Stauff in diesem Moment zu einem anderen Termin aufbrechen musste, übernahm Bond (mit großzügiger Duldung des Spielleiters) die Position als Rückendeckung von Ritter und stand damit augenblicklich unter Beschuss. Zusammen mit dem Karmakameraden hechtete er sich zwischen die Fahrzeuge in Deckung und verbarg sich so gut es eben ging vor den in Blindem Feuer um sich schießenden Wachen. Diesem Kreuzfeuer hatte sich Vanessa bei ihrer Flucht aus dem umstellten Fahrzeug erfolgreich entziehen und eine Wache (und noch eine?) im Nahkampf ausschalten können. Als der taktisch etwas naiv agierende Bond erneut einer Triadenwache vor die Flinte krabbelte, tauchte überraschend Marcus aus einem Zierkarpfenteich neben dem Parkplatz auf und erledigte die zwei verbliebenen Wachen.

Sandra hatte die Perimeter-Patrouille in der Zwischenzeit gründlich betäubt und sich entschlossen, das Feld von hinten aufzurollen. Dazu durchquerte sie den Zaun, sprintete über die Wiese und sprang über die Stachelbüsche an die Rückwand des Hauses, wo es ihr gelang, sich am Rand des Daches - das rückwärtige Gebäude hatte nur ein Stockwerk - festzuhalten. Sie zog sich auf das Dach hinauf und kletterte in tiefster Gangart bis zum First. Über diesen konnte sie in eine Art Wehrgang/Balkon blicken, der jenseits eines kleinen lampionbehangenen Innenhofs entlang des mittleren Hauses im ersten Stock die beiden Seitenflügel des Komplexes miteinander verband. Dort sah sie einen Triaden-Soldaten eine sichtlich verängstigte Linda-Mae zum Westflügel zerren. Kurzerhand neutralisierte Sandra den Mann mit einem Manablitz und rief Linda zu, dass sie zu ihrer Rettung hier (bzw. von Jason geschickt worden) seien. Die hübsche Asiatin reagierte, indem sie die Beine in die Hand nahm und sich in den Westflügel verdrückte. Sandra konnte diese Reaktion aber garnicht würdigen, weil sie im gleichen Moment die Gestalt eines in asiatische Robe gekleideten und von Blitzen umspielten Magiers von einem Flugzauber getragen vor sich aus dem Innenhof aufsteigen sah.

Der Triadenmagier erwies sich im nun folgenden kurzen magischen Duell der ein wenig leichtfertig taktierenden Sandra als nahezu ebenbürtig. Schließlich gelang es ihr, aber nachdem sie ein paar fiese Manablitze hatte einstecken müssen, den Luftikus mit ein paar gezielten Salven aus ihrer treuen Crusader vom nächtlichen Himmel zu wischen. Leider war in genau diesem Moment ein weiterer Fusssoldat der Triaden auf dem Balkon gegenüber aufgetaucht. Im Versuch, dessen MP-Salven auszuweichen, ließ sich Sandra vom Dach des Hinterhauses in den Innenhof fallen und beschloss spontan, die Situation mit einer recht ungewohnten Strategie zu entschärfen: Sie blieb dort, wo ihr Körper in dem Steingarten aufschlug, liegen und stellte sich tot. Etliche, z.T. auch körperlicher, Wunden, die sie unmittelbar zuvor erlitten hatte, leisteten dabei als Requisiten wertvolle dramaturgische Schützenhilfe. Ob der augenscheinlich leblosen Angreiferin verunsichert, begann die Wache, Kieselsteine nach Sandra zu werfen, um so ein Lebenszeichen zu provozieren. Die Veteranin hatte in ihrem Leben aber schon genug Leichen gesehen, um nicht auf diesen Trick hereinzufallen. Also nahm sie ihre ganze Selbstbeherrschung zusammen und ließ die Kiesel reglos über sich ergehen.

Erst Vanessa, die die Sicherung des Vorplatzes ihren Kollegen überlassen und sich einen Rundgang über die Dächer des Anwesens gegönnt hatte, befreite Sandra aus ihrer misslichen Lage. Gemeinsam mit Bond, Scott und Ali, die das Haupthaus von vorne durchkämmten, nahmen sie den Triaden-Chef in seinem Domizil in die Zange. Dabei stellt sich die drei Herren zunächst taktisch recht linkisch an. Unter der Anleitung ihrer Kolleginnen wurden sie aber zunehmend souveräner und trieben schon bald die wenigen verbliebenen Verteidiger vor sich her. Alles lief auf eine bilderbuchhafte Geiselbefreiung hinaus. Doch dann ergaben sich zwei unpassende Wendungen: Lone Star rückte an und Linda-Mae stellte sich überraschend als Komplizin von Chu heraus. Also begnügten sich die Charaktere damit, dem in die Enge getriebenen Triaden-Boss inmitten seiner demolierten Villa über die Leichen seiner persönlichen Bodyguards hinweg eine scharfe Verwarnung auszusprechen und dann in die Nacht zu verschwinden.

Gern hätten die Ermittler ihre Erkenntnisse mit Jason geteilt. Sie erreichten aber nur Cloud Chaser, dem sie immerhin die Neuigkeit von Linda Maes Verrat überbrachten, bevor sie sich erschöpft und teilweise auch verletzt in ihre sicheren Wohnungen auf dem Ares Areal zurückzogen. In furchtbarer Sorge um seine Geliebte und ohne das Pfand, das sie hätte auslösen können, irrte Jason noch ein paar Stunden durch Seattle, bis ihm jemand im Morgengrauen auf dem Aussichtsdeck einer Passagierfähre von hinten die Kehle durchschnitt. Die Silberkugel aber verschwand unter mysteriösen Umstände in dieser Nacht ohne Spur (wie einer Aufnahme des Diebstahls auf den Bändern der Ares-Gebäudesicherheit oder Hinweisen auf eine gewaltsame Öffnung des Schloßes) aus ihrem Schließfach.

PostscriptumBearbeiten

Anwesend: Niemand?

Der Ältere saß an einer zu einem kleinen Tisch improvisierten Obstkiste. Neben ihm stand auf dem Boden die Kartonverpackung eines Stücks Unterhaltungselektronik. Im Inneren des aufgerissenen Kartons war eine in sieben messingfarbene Blätter gehüllte Silberkugel zu sehen. Der Alte seufzte, setzte seinen Cognac-Schwenker neben das wurmstichige Holzschachbrett auf den Tisch und wandte sich an sein ehrwürdiges Gegenüber.

Der Alte : Das hätte sich ja fast in ein Desaster verwandelt.

Der Ältere : Die Ares-Leute hatten wir nicht berücksichtigt.

Der Alte : In der Tat. Ich war mir sicher, dass sie noch mit anderen Dingen beschäftigt wären. Offenbar ein Irrtum. Aber es hat sich ja wieder einrenken lassen.

Der Ältere : Es ist ärgerlich, dass die sich ungefragt einmischen mussten. Sie haben beinahe zu viel Schaden angerichtet! Ist Nachsicht in diesem Fall die richtige Reaktion ?

Der Alte : Das kommt darauf an. Meinen Sie, die wissen, worum es geht ?

Der Ältere : Sie glauben, dass die Regeln nicht für sie gelten. Oder sie kennen die Regeln nicht. Aber für solche Ausreden sind sie eigentlich schon zu lange im Geschäft.

Der Alte : Und selbst wenn sich die Mächte von ihrer Ignoranz nicht beeindrucken lassen, können ein paar Individuen, die sich und ihre Möglichkeiten derart massiv überschätzen, großen Schaden anrichten.

Der Ältere : Sollen wir sie also aus dem Spiel nehmen???


Alea iacta est

Rote ErdeBearbeiten

11x02 Inhalt

NSCs: Elf mit Helm, Terry Goldman, Alex DePortau

The Great DivorceBearbeiten

Anwesend: Sandra, Vanessa, Bill, Daniel, Ali, Heinrich

Daniel Bond landete im Dreck. Um ihn herum war die Hölle losgebrochen - unter dem Lärm des Kugehagels versuchte er, eine Stelle zu finden, wo er in Deckung gehen könnte. Und fragte sich, an welcher Stelle das Ganze denn schiefgelaufen wäre.

Daniel sitzt in seinem Büro, und ist gerade auf Gold gestoßen. Sein Auftraggeber hatte ihm den Auftrag gegeben, einen arabischen Text zu übersetzen, und Daniel hat nicht nur das geschafft, sondern zudem herausgefunden, dass der Text offensichtlich manipuliert wurde: Einige Textstellen sind verändert worden, ersetzt mit Passagen, die ins arabische übersetzt wurden. Bond ist stolz auf seine Leistung: Die nächste Beförderung hat er schon so gut wie ein der Tasche.

Bill Piper rannte über die hügelige Gräserlandschaft. Schwer damit beschäftigt, sich von keiner umherfliegenden Kugel treffen zu lassen, versuchte er, die Feinde, die sich irgendwo versteckt hielten, auszumachen. Und wünschte sich zurück an einen Punkt in der Vergangenheit, an einen Punkt, an dem der Schlamassel noch hätte vermieden werden können.

Bill hängt entspannt an einem Felsen in den Rocky Mountains. Über ihm sind ein paar weitere Kletterer, die sich abhängen lassen und einen Joint angeschmissen haben. Plötzlich packt Bill der Ehrgeiz: Unter Zurufen wie "Ja, kannst überholen" und "Kein Stress, ist ja kein Wettkampf hier" schickt er sich an, als erster an der Spitze zu sein.

Vanessa Ritter war tief in Trance versunken. In der Ferne wurde das Geräusch von Schreien und Gewehrfeuer rasch leiser.

Die dunkle Stimme des Bärenschamanen stets im Ohr, erinnert sich Vanessa wieder an den Geschmack des mit Erdbeeren gesüßten Tees, und findet sich wieder auf der Terrasse dieses Cafés in St Petersburg. Diesmal verschwindet der EIndruck nicht gleich wieder, sie hat gelernt, dass, je mehr sie versucht, ihn zu behalten, der Eindruck umso mehr wieder entgleitet. Also konzentriert sie sich auf den Geschmack, die Gerüche um sie herum. Nimmt die Autos war, die Konzernpinkel und die Verbrecherbosse um sie herum, und wird sich bewusst, dass die Konzernpinkel wohl recht einfach zu bestehlen wären. Ein neues Kännchen Tee erreicht sie, zusammen mit einer Zeitung, und als sie die Zeitung öffnen will, bemerkt sie den Umschlag im Inneren. Also legt sie die Zeitung erstmal wieder auf den Tisch, und beobachtet weiter die Szenerie.

Heinrich Stauffs Kopf schwirrte. Während er versuchte, Befehle zu geben, oder sich diese auszumalen, kam ihm der Gedanke, dass doch vor kurzem die Welt noch so in Ordnung schien.

Sandra steht vor den Soldaten, die in Reih und Glied aufgestellt sind, beendet ihre lobenden Worte, tritt selbst zurück ins Glied und überlässt dem Oberst das Wort. Dieser lässt die übliche Ansprache verlauten, und überlässt Sandra die ehrenvolle Aufgabe, Heinrich das neue Rangabzeichen anzustecken. Heinrich wird sich noch lange an diesen stolzen Moment erinnern: Seiner Ernennung zum Oberfähnrich.

Das Team fand sich nach psychologischen Assoziationstests wieder in einer Kneipe innerhalb des Ares Hauptquartiers. Nach ein, zwei Bier lenkte Sandra das Thema auf den von ihr schon angedachten Ausstieg aus dem Konzern, und der Gründung einer vierten Detektei, und fragte, wie der Rest der Truppe denn dazu stünde. Vanessa war sich auch klar, dass ihre Tage bei Ares bald gezählt seien. Auch Bill gefiel der Gedanke, auszusteigen. Daniel und Heinrich dagegen fühlten sich sehr wohl in der Obhut des Konzerns und beschlossen, Ares erhalten zu bleiben. Ali wog zunächst das Für und Wider ab, und dachte dann: "Raus aus Ares? Warum nicht? Wäre mal was Neues." Ali ist von seinem Charakter das, was man einen "Drifter" nennen würde, unstet und ohne Ziel. Für die Gruppe ist er ziemlich nutzlos, das weiß Ali, das weiß die Gruppe. warum Ali dabei ist weiß die Gruppe hingegen nicht so richtig, und auch Ali weiß es nicht. Irgendwas scheint da im Hintergrund zu laufen, ein Strippenzieher, ein Dunkelmann, der ein Interesse daran hat, dass Ali in der Gruppe ist, und dieses Wunsch auf sehr subtile Weise, irgendwie, auch durchsetzt. Vielleicht ist der "Freie Wille" doch nicht so frei wie man gemeinhin denkt. Dieses komische, schwer greifbare, und auch irgendwie paranoide Gefühl, dass die Dinge nicht so sind wie sie scheinen, das ergreift Ali immer wieder. Als würde ein fremder Geist seine Taten lenken. Naja, cocaine is a hell of a drug, wahrscheinlich hatte sich Ali sein Frontalhirn schon zu einem großen Teil weggekokst.

So wurde der Plan gefasst, die vier Monate Resturlaub zu nutzen, persönliche Dinge zu erledigen, und dann mit Bryants Segen dem Konzern Lebewohl zu sagen, um eine eigene Detektei aufzumachen. Das Domizil war mittlerweile fertiggestellt worden und konnte nun bezogen werden.

Vanessa wollte vorher noch Licht in zumindestens ein Kapitel ihrer Vergangenheit bringen. Sie buchte einen Flug nach Mainz, Deutschland, um ihrer ehemaligen Runnerkollegen aufzusuchen und Hinweise auf Miles' Verbleib zu finden. Nach dreiwöchiger Suche fand sie tatsächlich die Werkstatt von Alex DePortau. Der eröffnete ihr, dass sich die Truppe nach dem Bruch wieder zusammengefunden hätte, und Miles angeblich herausgefunden häte, dass Vanessa in keinem Gefängnis eingessen wäre. Deshalb hätten alle geglaubt, Vanessa hätte das Team an die Polizei verraten. Die dauernde Unsicherheit, ob im nächsten Moment die Polizei vor der Türe stehen würde, weil Vanessa Treffpunkte, Komnummern, persönliche Schwächen und andere Interna an die Staatsmacht ausgeplaudert hatte, war schließlich zu viel: Drei Monate nach dem missglückten Run hat sich das Team aufgelöst und jeder ging seiner eigenen Wege.

Während Vanessa durch Deutschland streifte, schnappte sich Sandra Ali, um ihn näher kennenzulernen und ihn in die Geheimnisse der Schatten einzuweihen.

Sandra Kemp versuchte vergeblich, die Gegner auszumachen, die das MARS Team so urplötzlich unter Beschuss genommen hatten. Wie hatten die sie nur so überraschen können? War es ein Fehler des kommandierenden Offiziers gewesen? Vielleicht ein Fehler, dem frischgebackenden Oberfähnrich das Kommando zu geben? Die Antwort kam einen Bruchteil einer Sekunde später: Nein, der erste Fehler passierte eigentlich schon früher: Bei dem Typen mit dem Helm...

Als Sandra und Ali in einem FastFood Restaurant sitzen und Sandra Gratislektionen über das Straßenleben vom Stapel lässt, fällt ihr plötzlich wieder der Typ mit dem Helm auf. Schon wieder. Der kommt nach innen, geht zu dem Trollbarkeeper und nimmt erst mal seinen Helm ab. Darunter kommt ein Elfenkopf zum Vorschein, blond, mit einer langen Haarsträhne, die ihm über der Stirn hängt. Sandra beschließt, in die Offensive zu gehen, und bewegt sich zu dem Elfen an die Bar. Als dieser sie näherkommens sieht, wird er sichtlich nervös. Nachdem sie ihm aber zu verstehen gegeben hat, dass sie ihm NIX Böses will, erklärt er, dass Terry Goldman ihn schickt. Er solle eine Sandra Kemp aufsuchen, um ihr die Nummer von Goldman zu geben. Er bräuchte ihre Hilfe. Sandra beteuert, dass sie nicht Sandra ist, und geht zurück an den Tisch. Dort überlegt sie, wie sie an Goldmans Nummer kommt. Auf Alis Frage, warum sie denn nicht einfach die Nummer von dem Elfen genommen hat, weiß Sandra zunächst auch keine Antwort.

Rien ne va plus à la Rapa Nui Bearbeiten

Zusammen mit James Dettweiler unternahm Scott einen Ausflug auf die Osterinseln. Beide mieteten sich in einer Ferienanlage ein und gaben sich das Touristenprogramm. Scott dachte, es wäre eine gute Gelegenheit, den ehemaligen „Schüler“ wiederzutreffen, der Zwerg stellte jedoch fest, dass für ihn der andere Scott maßgeblich sei und er sich lediglich diesem zu Ehren auf die Spurensuche nach dem Tagblinden gemacht hatte. Diese recht deutlichen Worte irritierten Scott, der eigentlich eine andere Reaktion erwartet hatte.

Nachdem die Angebote „Schätze des Nordens“, „Geheimnis Rapa Nui“ und „Rundfahrt mit dem Katamaran“ abgehackt waren, probierte Scott es im örtlichen Landeskundemuseum. Dort traf er gleich den Museumsleiter und verwickelte ihn in ein Gespräch, in dessen Verlauf er zunächst ein wenig Hintergrund zur Besiedlung der Insel erfuhr. Die Ausgrabungen hatten gezeigt, dass die Insel tatsächlich erst während des europäischen Mittelalters besiedelt worden war und ältere Fundstücke eigentlich bisher nicht identifiziert werden konnten. Die indirekte Frage nach der Vierten Welt wurde vom Archäologen sogar offen verneint. Dafür nannte er Scott aber die Adresse einer kleinen Gruppe von Neo-Paganisten, ein Zirkel erwachter Schamanen, die gerne unter sich blieben und auf der Suche nach den Ursprüngen des Glaubens der Osterinseln sind, auch wenn der Museums-Wissenschaftler ganz unverhohlen dieses Bemühen eher belächelte. Scott verabschiedete sich mit einer kleinen Spende ans Museum und machte sich mit Dettweiler auf den Weg.

Hinter der Adresse verbarg sich ein traditionelles polynesisches hölzernes Langhaus, aus dem – es war bereits Abend – Musik ertönte. Vor dem Gebäude standen ein paar Jeeps, bemalt mit den Symbolen des Meeres und der Berge. Da der Eingang nur aus einem Vorhang bestand, beschloss Scott, einfach einzutreten. Im leeren Vorraum befanden sich jedoch nur einige Regenmäntel und Schuhe und jenseits des Windfangs wurde die Musik lauter und um einen Gesang erweitert. Nachdem beide sich ihrer Schuhe entledigt hatten, betraten sie vorsichtig den Hauptraum des Hauses und beobachteten eine Zeremonie einer kleinen Gruppe. Ein kurzer astraler Check offenbarte allerdings einen eher weltlichen Gottesdienst, der dann auch alsbald vorbei war.

Mit gebotener Höflichkeit aber gewohnter Direktheit sprach Scott den Priester an auf seine spirituelle Suche nach den Spuren einer großen Bedrohung, die vor wenigen Jahren hier auf dieser Insel ihr Ende fand. Vorsichtig, aber gleichzeitig verwundert, wurden die beiden Neuankömmlinge zu einem Bier hinter dem Langhaus eingeladen, um ihre Geschichte zu erzählen. Auch wenn Scott zunächst etwas großspurig versuchte, seine eigene Bedeutung im Endkampf mit den Tagblinden zu überhöhen – was ihm offene Ablehnung vom Zwerg einbrachte – besann er sich eines Besseren und schilderte recht sachlich, was sich zugetragen hatte. Am Ende seiner Geschichte angekommen, wurde diese Herangehensweise belohnt, denn der Priester und dessen Anhänger eröffneten, dass der Kampf im Astralraum zu sehen war und für die Gruppe theologisch als eine Art Zeitenwende begriffen wird. Im Astralraum war während des Kampfes ein Flammenwall um die Insel zu sehen, die Köpfe leuchteten, ein seltsamer Nebel breitete sich aus. Die Steinköpfe wandten sich dem dunklen Wesen zu, dieses zog eine riesige Sonne auf, und der Einarmige stürzte hinein. Seitdem hatte sich die Aura der weltberühmten Steinköpfe geändert: Sie blickten nun nicht mehr argwöhnisch auf das Meer hinaus. Im Laufe des Abends kam allerdings auch heraus, dass die Leute nichts über die Besiedlung vor den Polynesiern wusste und auch den Endkampf sehr gewollt in ihre eigene Mythologie eingeflochten haben, sodass Scott zum Schluss kam, dass auf den Osterinseln sich die Spuren in der Zeit einfach verloren hatten.und die Steinstatuen am Strand im besten Fall eine Art Erinnerung an prähistorische Zeiten darstellen – mehr ein Echo vergangenet Tage denn echte Zeugen.

A license to drill Bearbeiten

Am nächsten Tag entschied sich Sandra, nachdem sie wieder einmal Maddock's Hinterlassenschaft sortiert hatte, bei der Nummer von Goldman anzurufen. Es stellte sich heraus, dass Goldman nunmehr seit 2 Jahren Vermögensverwalter ist. Rasch wurde ein Termin ausgemacht. Sandra wollte jedoch nicht alleine in Goldmans Büro in Downtown fahren und entschied sich, Vanessa und Scott zu kontaktieren. Letzterer hatte sich zwar abgemeldet, die Erfahrung hatte aber gezeigt, dass dies nichts heißen muss, wohingegen die Erstere von Sandra in einem Café ebenfalls in der Innenstadt sitzend gefunden wurde.

Vanessa hatte eine weitere Sitzung mit dem Bären-Schamanen durch, saß nun in einem Café in der Innenstadt und betrachtete bedächtig (und mit: so 'nem Schädel!) den mystisch anmutenden Ausblick auf den düsteren Gewitterhimmel über den Dächern Seattles. Beim Kellner hatte sie sich gerade ein Glas Wasser und eine Aspirin bestellt, als Sandra auftauchte und ihr von dem potenziellen neuen Auftrag erzählte. Es dauerte nicht lange, da verließen die beiden das Café zusammen wieder und begaben sich zu dem Büro Goldmanns.

Trotz Hard Rain Days waren die beiden Frauen pünktlich und wurden direkt zu Terry Goldman vorgelassen. Nach einem kurzen gegenseitigen Beschnuppern eröffnete dieser den beiden Ares-Offizieren, dass er mit der Arbeit in Asch damals sehr zufrieden war und aktuell auf der Suche nach einem Team ist, dass wiederum außerhalb Seattles ermitteln müsste.

Der Auftrag lautet, in einem Tagebau-Gebiet in den Sioux Nation mehrere – wie er vermutete – Sabotageakte zu untersuchen und den reibungslosen Ablauf zumindest so lange zu gewährleisten bis eine Gutachterkommission der Investoren die aktuelle Goldmanns Behauptung, mit der Mine eine lukrative und verlässliche Geldanlage zu bieten, bestätigen würde.

Das Interesse von Sandra und Vanessa war geweckt und man einigte sich auf 700 ¥ pro Person pro Tag bei einem Zeitraum von maximal 14 Tagen. Sandra konnte sogar noch eine kleine Erfolgsprämie heraushandeln, wohingegen Vanessa noch einige Infos aus Goldman zur Mine, den Arbeitern und den Überlegungen, die Goldman bereits angestellt hatte, erhielt:

  • Bei den augenscheinlichen Sabotageakten handelte es sich um Folgendes:
    • Equipment wurde zerstört
    • In einem Laster ist die Ladung verpufft; Ein Arbeiter wurde verletzt
    • Schwere Leitungsschäden, Beleuchtung beeinträchtigt; wilde Tiere oder Materialermüdung vermutet
  • Alle 6 Monate wechselt die Mannschaftsbesetzung, die aktuelle Periode dauert noch einen Monat
  • In zwei Wochen ist Bewertung (Von wem? Für wen?)
  • Die Sioux Nation ist stärkster Konkurrent des Vorhabens, bekommt auf der anderen Seite aber 75% des Gewinns, ohne auch nur einen Finger rühren zu müssen. Eine Abgesandte der Sioux Nation, Tissae Unatis (Cheyenne), überwacht vor Ort den Tagebau.
  • Gefördert werden seltene Erden und schwer zu trennende Amalgame. Nach der Förderung werden diese mit LKWs abtransportiert
  • Die Arbeiter sind bunt zusammengewürfelt, kommen aber vorwiegend aus Denver
  • Die Behausungen bestehen aus einem ehemaligen Ranchgebäude, auf dessen eingezäuntem Grundstück sich des Weiteren noch ein Trailer Park mit 8 Wohnwägen, ein kleines Dusch- und Toilettengebäude und eine große Scheune befinden.
  • Die nahe gelegene ehemalige Siedlung ist nunmehr eine Geisterstadt
  • Der Claimbereich ist 23km² groß, für weitere 52km² ist die Erlaubnis noch nicht durch, insgesamt soll auf einer Fläche von 200km² abgebaut werden

Beim Verlassen des Büros traf Sandra wieder auf den Motorrad-Elf, dem sie leicht schelmisch zuzwinkerte. Bei der Rückkehr in die Ares-Basis trafen die beiden Frauen auf Scott, der dort am Haupteingang in einer Leseecke auf die beiden wartete, nachdem ihn Sandras Nachricht erreicht hatte. Zu dritt gingen sie die einzelnen Punkte des Auftrags noch einmal kurz durch und erstellten für Goldman eine Liste mit Ausrüstungsgegenständen und Waffen, die sie für ihren Einsatz benötigen würden, u.a. Kameras, leichte Drohnen und Bewegungssensoren für den Aufbau mehrere Sicherheitsperimeter.

Am folgenden Tag trafen die drei Marines auf einem privaten Flugplatz ein, um in einer Chartermaschine Goldmans nach Denver zu fliegen und von dort mit einem Versorgungs-Treck weiter in die Sioux-Nation zur Mine zu fahren..

On His Marines' Service Bearbeiten

Bond hat alle Hände voll zu tun. Er hat einer hübschen Kollegin versprochen, für sie die Kaffeekanne zum Abteilungsleiter zu bringen, und steht damit nun mit einem Bein im Kopierraum, und versucht, dem Kopierer, der die TopSecret-Akten ausspuckt, für die er kurz zuvor versehens den Druckauftrag erteilt hat, begreiflich zu machen, dass er den Auftrag abbrechen soll, während er in einer Hand die Kaffekanne blanciert und mit einem Fuß versucht, die Tür davon abzuhalten, ins Schloss zu fallen. Die Mission wird ihm durch das Erscheinen des Abteilungsleiters erschwert. Dieser wünscht schnellstmöglich den Papierkram in seinem Büro zu haben. Bond sichert ihm das diensteifrig zu und bemerkt gleichzeitig wie die Kopien sich über den Boden verteilen. Der Kopierer läuft über!

Nachdem er alle Akten eingesammelt hat begibt er sich zum Büro seines Abteilungsleiters und bekommt prompt seine nächste Mission: Für die Qualitätssicherung soll er dafür sorgen, dass die firmeninterne detaillierte Dokumentation der Spesen der Maddocks Mission (62 Seiten doppelspaltig) von Sandra Kemp unterschrieben wird. Außerdem darf er die Akten auf keinen Fall aus der Hand geben! Bond denkt sich nichts böses dabei, da er unendliches Vertrauen in seinen Konzern hat und beginnt sofort mit der Umsetzung des Auftrages. Kaum dass er das Büro seines Bosses verlassen hat, ruft er Sandra Kemp an. Sie ist etwas genervt von dessem Anliegen, da ihr Flugzeug gleich abfliegt. Bond bittet darum, dass sie auf ihn warten soll, da er unbedingt persönlich mit ihr sprechen muss. Deshalb ruft er sich ein Taxi und lässt sich schnellstmöglich zu dem privaten Flughafen fahren.

Sandra ist nicht erfreut. Auf der einen Seite ist der Pilot der zum Abflug drängt und auf der anderen Seite Bond mit einem dicken Stapel an Dokumenten für die sie unterschreiben soll. Nachdem Bond ihr erklärt hat um was es geht, weigert sie sich zu unterschreiben ohne das ganze erstmal gelesen zu haben. Sandra versteht Bonds Naivität nicht.

Bond ist geschockt! Wie kann Sandra nur dem Konzern misstrauen!? Er kann sich mit ihr einigen, die Akten erstmal in Ruhe zu lesen. Er ist überzeugt, dass sie bald erkennen wird, dass das Ganze nur eine reine Formalität ist.

Sie möchte die Akten im Flugzeug lesen. Bond bietet an mitzukommen, was immer sie auch vorhat: Er ist dabei! Eigentlich interessiert es ihn nicht wirklich an was Sandra dran ist, aber da er die Akten nicht aus der Hand geben darf muss er mit ihr mitreisen.

Im Flugzeug gibt es erst eine große Verwirrung: Vanessa und Scott sich auch an Bord und wundern sich ihrerseits über Bonds erscheinen. Aber Sandra klärt die anderen beiden auf und während des Fluges gehen die Akten von Hand zu Hand, ohne dass Bonds Proteste wahrgenommen werden...

Tierra Rossa Bearbeiten

1. Tag

Anwesend: Sandra, Vanessa, Daniel

Die Truppe ist zum Tagebauwerk in einem Lastwagenkonvoi unterwegs. Sandra und Bond sitzen in einem Lastwagen. Scott und Vanessa sind weiter hinten in einem anderen Lastwagen. Unterwegs halten die Fahrzeuge an. Eine Gruppe von bewaffneten Personen taucht auf und nähert sich dem Lastwagen in dem sich Sandra befindet. Sandra hat sich bereits auf Ärger gefasst gemacht und ist kampfbereit. Als die Gruppe den Lastwagen erreicht, fragt einer von ihnen nach Sandra Kemp. Wie sich jedoch herausstellt, sind die ziemlich abgehalfterten Gestalten von Goldman angeheurt worden, um die Gruppe Detektive - wie zuvor gewünscht - mit Waffen zu versorgen. So werden mehrere schwere Pistolen unter den Seattlern aufgeteilt und der Konvoi setzte sich wieder in Bewegung Richtung Mine.

Nach Ankunft in der Ranch wurde zuerst eine kleine Feier in der Scheune veranstaltet und dann wurden die Ermittler in zwei Wohnwägen untergebracht, wo sie erstmal erschöpft in den Schlaf sanken.

Besatzung der Mine:

Von Goldman nicht erwähnte Personen:

  • Greg (Minenarbeiter) seit 2 Saisons dabei
  • Gishu (Minenarbeiter)

Die Mine und der Arzt Bearbeiten

2. Tag

Anwesend: Sandra, Scott, Ali, Daniel

01.10.2062 (Das Datum ist noch unklar, wird später ggf. korrigiert) Tierra Rossa. Am frühen Morgen.

Sehr früh am Morgen musste Ali, mit Bauchschmerzen und Durchfall, der Sanitäranlage einen Besuch abstatten. Um ca 8 Uhr wird als nächstes Scott mit argen Kopfschmerzen wach und weckt Daniel auf. Nachdem sie im Wohnwagen keine Schmerztabletten finden, gehen sie hinaus um den Betriebsarzt aufzusuchen. Vor dem Ranchgebäude kehrt eine kleine Frau den Boden. Daniel ignoriert sie und begibt sich in die Ranch. Scott stellt sich der Frau vor und beginnt ein Gespräch. Es stellt sich heraus, dass sie Maria die Köchin ist. Sie bietet Scott an den Arzt zu holen und geht.

Im Gebäude trifft Daniel den Verwalter Ellmann. Dieser bittet ihn in sein Büro und erklärt ihm sofort was Sache ist: Die Zwischenfälle sollen aufgeklärt werden, ohne dass die Arbeit beeinträchtigt wird. Er überreicht Daniel eine Bericht über einen kürzlich erkrankten, verwirrten Mitarbeiter den Sie aus der Ranch rausholen mussten. Ellmann irritiert Daniels Kleidung (Bond ist mit seiner feinen Bürobekleidung da - er hat nichts anderes mitgebracht). Der Verwalter war eigentlich der Überzeugung, Goldman hätte eine Gruppe von harten Kerlen angeheuert...

Im Esszimmer der Ranch hat sich inzwischen Scott hingesetzt und trinkt Kaffee. Daniel, von seiner Unterredung zurück, setzt sich dazu. Maria kommt auch und bewirtet sie. Kurze Zeit später betritt der Arzt Dr. Ferendt den Raum. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und der ärztlichen Untersuchung gibt er Scott ein paar Tabletten. Ali taucht dann auch in der Ranch auf und wird vom Arzt ebenfalls untersucht und ärztlich versorgt. Dr. Ferendt bietet den Ermittlern eine Art Impfung an: Das Mittel soll dafür sorgen, dass die hier in der Luft befindlichen Schwermetalle der Gesundheit nicht schaden. Jeder der hier arbeitet erhält diese "Impfung". Scott und Ali sind misstrauisch, aber Daniel hält sofort den Arm hin. Daraufhin lässt sich Scott nach kurzem Zögern auch impfen. Mit seinen Kopfschmerzen möchte er wohl nicht lange diskutieren. Ali hingegen lehnt die Spritze ab. Obwohl Maria mit "Si si" immer zustimmt, dass die Impfung völlig ok ist, bleibt er misstrauisch.

Ali beweist derweil Siutuational Awareness. Blick auf die Karte: "Wo ist die kritische Infrastruktur?" ist seine erste Frage. Notfallgeneratoren, Dieselvorräte. Wassertank. Und, oft vergessen, Abwasser. Wenn die Scheiße nicht mehr abfließen kann, dann wird eher früher als später das Brauchwasser mit Escherichia coli diverser Subtypen kontaminiert. Die Folgen: verheerend!

Sandra schläft und träumt davon einmal mit Profis zu arbeiten. Nachdem sie aufwacht, bleibt sie aber noch eine Weile liegen. Tut so als würde sie schlafen, aber in Wirklichkeit scannt sie Ihren Bereich nach möglichen elektronischen Mithörern. Als sie sicher ist, dass keine Abhörgeräte oder ähnliches in der Nähe sind, steht sie auf und begibt sich ebenfalls in das Ranchgebäude.

Sandras Auftritt im Gebäude hätte dramatisch werden können. Sie öffnet die Tür. Geht hindurch und bleibt dann an der Schwelle stehn. Die Tür noch geöffnet fixiert sie, vollkommen reglos, die drei Ermittler im Essbereich. Dann geht sie bedächtig auf die Gruppe zu. Dieser Auftritt hätte etwas düsteres, etwas unheilverkündendes haben können, wenn sie nicht vollkommen ignoriert worden wäre. Erst als sie am Tisch angekommen ist, wird sie mit einem lässigen "Morgen" oder "Hi" begrüßt.

Sie lässt sich von den Anwesenden auf den neuesten Stand bringen. Nachdem sie sich alles angehört hat, zieht langsam, aber gewaltig Hurrikan Sandra auf. Zuerst sachte; Indem sie damit beginnt, dass wohl in so einer gottverlassenen Gegend nur ein Insider die Sabotageakte begangen haben muss. Dann etwas heftiger: Das bedeutet, dass man hier niemanden trauen darf. Das bedeutet, dass z.B. der Verwalter der Saboteur sein könnte (sieht Daniel dabei an) oder der Arzt (sieht Daniel dabei an). Man darf hier niemanden trauen! Und dann legt der Sturm los: Was hat sich Daniel nur dabei gedacht, als er sich hat einfach so diese dubiose Spritze hat geben lassen! Das Zeug kann alles mögliche sein und anrichten! Hat er denn eine Ahnung von dem was das überhaupt ist? Daniel darauf kleinlaut "Es schien mir ok..."

Sandra wütend weiter "Großartig! Dann lass mich dir gleich einen Schuss Milch in die Venen spritzen!!!"

Bond abwehrend "Neeiin! Du bist kein Arzt!"

Nachdem sich Sandra abreagiert hat, stimmt sie die Truppe nochmal auf den Auftrag ein. Kurze Zeit später betritt der Vorarbeiter Fred Sorges das Zimmer. Man stellt sich gegenseitig vor es wird irgendwie beschlossen, dass er Scott und Daniel mit zur Mine fahren soll, damit die beiden schon mal mit den Ermittlungen beginnen. Sandra geht derweil mit Ali nochmal zum Arzt um den Kerl ein wenig auszuhorchen...

[Fehlt: Rundfahrt mit Sorges, Sandra trifft Ellman]

101 Ways to kill yourself in the West Bearbeiten

2. Tag und 3. Tag

Anwesend: Scott, Vanessa, Daniel, Ali und Sandra

Zusammenfassung in Stichpunkten:

  • Ausführlich geplant und Unfallbericht gelesen:

Das Opfer wurde in der Tagebaugrube gefunden. Es hatte einen Schlag auf den Kopf bekommen, war jedoch zu weit von der Abbruchkante entfernt, um von einem Steinschlag erwischt worden zu sein.

  • Kameras installiert:

Immer eine offensichtliche und eine verdeckte, die die andere Kamera im Blick hat.

  • Geister beschworen und verärgert:

Scott beschwört einen Naturgeist. Es erscheinen jedoch zwei zusätzliche feindselige Geister. Leider hat die als Rückendeckung hinzugezogene Vannie ihre Aufmerksamkeit auf die Beschwörung gerichtet und bemerkt den Angriff der Geister daher zu spät. Sie und Scott werden von den beiden mächtigen Angreifern im Nu überwältigt. Auch der im Astralraum hinzugeeilte Daniel (er und Sandra hatten den Kampf bei ihrer Rückkehr von der Kamerainstallation im Vorbeifahren bemerkt) wird beim Versuch, einen der Geister zu bannen, selbst ausgeknockt. Erst als Scott vom Entzug eines letzten verzweifelten Zaubers bewusstlos wird und dadurch die Kontrolle über den beschworenen Geist verliert, verschwinden die drei Erscheinungen und Sandra kann die schlummernde Truppe in den Jeep wuchten und auf die Krankenstation verfrachten.

  • Aus der Krankenstation entlassen worden und kurze Zeit später gleich besoffen:

Ali hat seinen Platz auf der Station von Doc Ferendt gerade frei gemacht. Da lädt er sich bei Woona zu einem kräftigen Umtrunk ein. Er erfährt ein wenig über ihre Ängste vor den feindseligen Geistern, die die geschändete Erde rächen werden, überschätzt die alkoholische Kapazitäten seines angeschlagenen/vergifteten Körpers aber erheblich und muss wenig später von Sandra unter einem der Trailer geborgen und zurück auf die Krankenstation verbracht werden, wo er sich mit Hilfe des zum Patientenanwalts gewandelten Bond erfolgreich gegen eine Intervention von Dr. Ferendt wehrt. Der Impfkritiker-Stammtisch, den Ali in seiner Vor-Dienst-Zeit regelmäßig besucht hatte, hat ihm sehr viele wissenswerte Fakten gelehrt, die von den Mainstreammedien ignoriert werden. In Australien ist das besonders schlimm. In Melbourne, zehn Meter unter der Erde, und gesichert mit einer drei Meter dicken Stahlbetondecke, befindet sich ein Bunker. Im Herz des Bunkers ist ein Raum, der, an großen Stickstoffdämpfern befestigt, in der Bunkerhülle schwebt. In diesem Raum: Der Quantenrechner "Eris", in dem das Bewusstsein von Rupert Murdoch fortexistiert. Murdoch hat ein gesteigertes Interesse daran, dass die Menschen weiterhin mit Aluminium- und Flourderivaten (verabreicht über Impfspritzen) gefügig gehalten werden. Aber nicht mit Ali!

  • Nächtliche Ereignisse:
    • Scott erwacht nachts, weil er meint, einen Schuss gehört zu haben.
    • Daniel träumt von einer steilen Karriere bei Ares, die leider endet, weil urplötzlich die Welt untergeht.
    • Vanessa träumt und Miles und erwacht mit der unerklärlichen Gewissheit, dass er noch lebt.
    • Ali erlangt am Morgen das Bewusstsein nicht wieder.

The Phantom Menace Bearbeiten

4. Tag

Anwesend: Scott, Vanessa und Sandra

  • Vanessa und Scott sollen früh morgens untersuchen, warum die Netzanbindung zur Antenne auf dem Plateau unterbrochen wurde. Sandra unterhält sich mit der Zwergen-Mechanikerin
  • Vanessa und Scott entdecken zwischen der Mine und dem nahe gelegenen Plateau ein Phänomen, das den Kompass und Vanessas Nackenhaare nach oben zieht.
  • Da sich Sandra sowieso langweilt, verabredet man einen Treffpunkt an der Weggabelung (siehe Karte), um sich das Phänomen anzusehen
  • Man entschließt sich, die Sache südlich(?) im Flussbett zu umfahren bis zur Felsformation
  • Am Plateau entlang fährt der Trupp wieder nördlich, um das Phänomen "einzukreisen" - dabei ergibt sich, dass allerdings davon nichts mehr zu bemerken ist
  • An der Felswand wird auch ein Aufstieg mittels einer Leiter nach einigem Suchen entdeckt und Sandra und Vanessa machen sich an den Aufstieg; Scott bleibt im Wagen zurück.
  • Auf dem Plateau angekommen, entdecken die beiden Frauen das massive Betonfundament der Antenne, aus dessen Verankerung die Antenne offenbar mit brachialer Gewalt herausgerissen worden ist. Schleif-, Fahrzeugspuren oder Teile der Antenne lassen sich im näheren Umkreis des Fundaments aber nicht feststellen. Nur ein plötzliches Gefühl, exponiert und unmittelbar von oben bedroht zu sein, drängt sich Vanessa unwillkürlich auf, so dass sie bereitwillig den ersten Anlass wahrnimmt, wieder vom Plateau hinabzusteigen.
  • Scott langweilt sich im Auto, durchstöbert den Jeep und findet eine Speisekarte eines taiwanesischen Restaurants aus Denver
  • Der Wagen wird plötzlich an der Fahrerseite von etwas gerammt; Scott setzt einen Funkspruch ab, drückt noch auf die Hupe und verlässt den Wagen durch die Beifahrerseite
  • Vanessa und Sandra verlassen aufgrund des Funkspruchs das Plateau wieder nach unten und sichern die Szenerie
  • Ein "Feinde erkennen"-Zauber ergibt keine Gegner, weshalb man sich die Spuren am Auto ansieht: Etwas hat mehrere parallele Linien in das Auto geschrammt, die dann plötzlich nach unten(?) wegziehen; Fußspuren werden keine entdeckt, allerdings in einer Spalte zwischen zwei großen Felsen sieht man weitere Kratzspuren, die ähnlich den Spuren, die Steigeisen hinterlassen, sich in den Fels hineinfressen
  • Auf der Rückfahrt entdecken die Ermittler erst ein Motorrad am Straßenrand, dann den schwer verletzten Gischu (aka Stinker)
  • Der Gute ist nach seinem Sturz noch knappe hundert Meter über den Boden gerobbt, um sich unter dem an der Kreuzung abgestellten Jeep von Sandra in Sicherheit zu bringen.
  • Scott durchsucht die Habseligkeiten von Gischu, findet aber außer einem Dösenöffner (den er einpackt) nichts Nennenswertes; Vanessa macht zunächst mit, seilt sich dann aber ab.
  • Vanessa unterhält sich mit Wuna: Diese ist mal wieder betrunken und zudem der Überzeugung, dass die Geister sauer sind, weil hier zu tief gegraben wird, und deshalb an der Ausgrabungsstelle Rabatz machen. Als Vanessa erklärt, dasss Gischu ein Stück entfernt gefunden wurde, wundert sich Maria, weil das so nicht zu ihrer Theorie passt. Sie gibt zu verstehen, dass die Haupthütte ein magische Barriere hat und ebenso ihre eigene. Außerdem bemerkt sie, dass sie ihre letzte Zeit hier absitzen und dann die Welt sehen will, bevor sie das Zeitliche segnet (sie hat als Ork nicht mehr so viel Jahre).
  • Als er von den Charakteren zurück zur Tierra Rossa gebracht und von Ferendt versorgt worden ist und im zweiten (und letzten) Intensivpflegebett der Krankenstation neben Assad liegt, kommt er allmählich wieder zu sich und erzählt Vanessa von seinem Unfall: Er sei mit dem Motorrad unterwegs gewesen, als plötzlich die Erde gebebt habe. Er hab die Kontrolle über das Rad verloren und sei in den Graben gestürzt. Als er wieder zu sich kam, habe er den gigantischen roten Planeten über sich gespürt, der ihn förmlich zu erdrücken drohte. Er sei in Panik auf allen Vieren geflohen und habe dann wohl das Bewusstsein verloren.
  • Sandra befragt Ellmann nach der "konspirativen" Probegrabung vom Vortag. Im Laufe des Gesprächs kommt heraus, dass es östlich der Mine ein Massengrab weißer Siedler gibt, die nach dem Vertrag von Denver Widerstand geleistet hatten und von den Sioux vermutlich kurzerhand aus dem Weg geräumt wurden.
  • Vanessa leiht sich Unterlagen zur Entstehung der Gegend aus, speziell um etwas über die Entstehung der Gesteinsschichten in Erfahrung zu bringen.
  • Die Gruppe zieht in Erwägung, die gesamte Besatzung im Haupthaus unterzubringen, weil dieses durch eine magische Barriere geschützt ist. Sandra stellt aber fest, dass dieser Schutz nur marginal hilft.

Skyfall Bearbeiten

4. Tag (Nacht)

Anwesend: Scott, Vanessa, Sandra, Ali und Bond

  • Sandra und Scott sind in einem Nebenraum des Hauptgebäudes, wo Sandra versucht, die Barriere um das Haus zu analyisieren und ggf. zu verstärken. Scott schaut dabei zu und ißt die von Maria servierten Sandwiches auf.
  • Daniel untersucht mit seinem Astralsicht derweil den im zweiten Krankenbett liegenden Gischu. Er wird von Maria zum Abendessen gerufen und geht nach einer Weile ins Esszimmer.
  • Ali erwacht in seinem Krankenbett und erblickt eine mysteriöse Gestalt, die sich als Achill vorstellt
  • Nach einem kurzen Gespräch mit dem deprimierten Ali überzeugt er ihn die Medizin von Dr. Ferendt zu sich zu nehmen. Achil besorgt ihm daraufhin die Medizin. Alis Gesundheitszustand bessert sich.
  • Ellmann kommt ins Esszimmer und fragt die Truppe vorwurfsvoll warum sie da nur rumsitzen und nichts für die Sicherheit tun.
  • Daniel schaltet wieder auf Astralsicht und sieht sich Ellmann genauer an.
  • Er erkennt, dass er Ellmann damit verärgert.
  • Vanessa sieht das auch so und zieht sofort mit Ellmann und Fred auf Patrouille los.
  • Draußen weht ein Sandsturm. Die Sicht ist stark eingeschränkt. Die drei haben daher Mäntel, Schutzmasken und Taschenlampen dabei.
  • Ali sieht, wie Gischu von seinem Bett aufsteht und rausgeht. Maria kommt ins Zimmer, sieht dass Gischu weg ist und läuft ihm hinterher. Ali ist noch zu schwach um was zu unternehmen.
  • Daniel schaut beim Abendessen auch die anderen Personen im Esszimmer auf astraler Sicht an. Er verärgert sie ebenfalls.
  • Scott belehrt ihn dezent, dass es unhöflich ist, die Leute mit Astralsicht so anzustarren.
  • Daniel geht zurück ins Krankenzimmer.
  • Dort sieht er den erwachten Ali und das leere Bett Gischus. Ali erklärt ihm kurz was passiert ist und Bond rennt zum Hintereingang (da die beiden nicht an ihm vorbei gekommen sind, müssten sie wohl den Hintereingang genommen haben), nimmt sich einen Mantel und Schutzmaske und heftet sich an die Fersen der beiden.
  • Ali gelingt es aus dem Zimmer zu kommen und ruft nach den anderen.
  • Scott hört ihn und fragt was los ist. Ali erklärt es ihm. Scott geht daraufhin ins Krankenzimmer und prüft das Gesagte.
  • Er holt dann Sandra dazu. Sie überlegt, dass Daniel durch den Hintereingang gelaufen sein muss, da er nicht an ihr vorbei gelaufen ist.
  • Sandra gibt Ellman per Funk den dringenden Rat, sich und seine Leute im Haus in Sicherheit zu bringen, da sie sich mit ihren Leuten auf die Spur von Gischu machen will.
  • Zu zweit gehen sie zum Hinterausgang und nehmen die Verfolgung auf

Keep Running Bearbeiten

Sandra sagt über Funk Vanessa Bescheid, die gerade mit den beiden Minenleuten vor dem Trailer-Park steht. Die Ki-Adeptin schickt ihre beiden Begleiter zurück in Haus und rennt dann nach kurzem Zögern zum Fahrzeugschuppen. Dort nimmt sie sich einen Jeep und versucht erneut Sandra zu erreichen, um sich für die anstehende Jagd zu koordinieren. Eine Funkverbindung lässt sich aufgrund des Staubsturms nicht herstellen. Auch ist die Sichtweite für einen verantwortungsvollen Einsatz von Fahrzeugen viel zu gering. Als Vanessa jedoch eine humanoide Gestalt mit einer übermenschlich hohen Geschwindigkeit zwischen den Trailern nach Norden rennen sieht, sind diese Probleme vergessen: Vanessa drückt das Gaspedal durch und rast dem seltsamen Wesen an Haus und Toilettengebäude vorbei in nördlicher Richtung nach.

Scott und Sandra sind einer vom Hinterausgang des Hauses beginnenden Blutspur derweil bis zum Toilettengebäude gefolgt. Die Spur führt daran vorbei nach Norden. Ali, der der noch frischen Spur von Gischu schon etwas früher gefolgt ist, trifft jenseits des Zaunes und mitten in einer wahren Erbensuppe an mikroskopisch feinem Erzstaub auf Maria, die ebenfalls nach ihrem Patienten Gischu sucht. Sie ist augenscheinlich vollkommen desorientiert und froh darüber mit Ali einen starken Mann an ihrer Seite zu haben, Ali wiederum ist ebenfalls froh, nicht allein zu sein und obendrein mit der "Rettung" einer Zivilistin auch einen vorweisbaren Erfolg mit zurück in die sicheren Wände des Haupthauses bringen zu können. So machen sich die beiden kurzerhand auf den Rückweg zum Haus.

Offene Fragen:

  • Wem ist wann der unheimliche Rote Planet in dieser Nacht erschienen? Ali? Sandra und Scott? Vanessa???
  • Wo und wie wurden Sandra und Scott getrennt?
  • Haben Sandra und Scott zwischendrin noch den Ali gefunden?

Schluß:

  • Gischu wird aufgespürt. Er erklärt, dass es Verräter auf der Farm gibt?
  • Ein Heckschütze beginnt die drei mit seinem Scharfschützengewehr niederzuballern.
  • Scott wird beschossen, geht in Deckung und gibt ein paar Schüsse in die Gegend ab, um den Schützen seinerseits in Deckung zu zwingen.
  • Sandra hechtet sich auch in den Dreck, wird aber noch ordentlich durchlöchert (Karmakamerad?)
  • Der Cyberzombie ist ebenfalls unterwegs. Und schießt mit einer Uzi???
  • Vanessa brettert durch den Zaun, erreicht das Geschehen, versucht den Cyberzombie zu überfahren. Dieser jedoch springt einfach übers Auto drüber.
  • Sandra robbt durch den feinen Staub und sieht auf einmal Patrick Wolfpath (den Ranger) vor sich. Der mimt den braven Gesetzeshüter. Sandra erkennt neben ihm aber das Scharfschützengewehr, mit dem sie eben noch beschossen worden ist. Es kommt zu einem Duell der Reflexe und Sandra befördert den abtrünnigen Ranger über den Jordan.
  • Als es im Funkgerät von Wolfpath knackt und ein unbekannter Verschwörer mit dem eben verblichenen Indianer Kontakt aufzunehmen versucht, kramt Sandra ihre schauspielerischen Talente hervor und gibt vor, der Tote zu sein. Der Operator am anderen Ende fällt aber nicht darauf herein und es kommt zu einer Art "Geiselverhandlung": Sandra blufft, dass sie Wolfpath in Gewahrsam hat. Die Gegenseite demonstriert, dass sie Ali ohne dessen Wissen in ihrer Gewalt hat, indem sie eine kurze Funkübertragung einblendet, in der Ali Maria dem Ahnungslosen einen leckeren Schlummertrunk anbietet.
  • Vanessa oder Scott erledigt den Cyberzombie.
  • Der unbekannte Operator dreht mitsamt seinem präparierten Luftschiff ab.
  • Yadda yadda yadda war Alles nur ein Witz, keine Spur von Magie

InterludiumBearbeiten

Als sie das Quartier betritt, fällt ihr das dezente Blinken der roten LED am Terminal in dem noch dunklen Apartment sofort ins Auge. Müde stellt Vanessa ihre Reisetasche an die Wand, schiebt die Tür mit dem Fuß zu, bewegt sich zum Terminal, betätigt "Vorlesen" und öffnet dann den Kühlschrank. Zufrieden stellt Vanessa fest, dass noch Dosenbier da ist, und nimmt sich eines heraus. Dann hält sie inne, als sie den Titel der Nachricht hört: "Mögliche Übereinstimmung".

Sie bewegt sich zum Terminal und aktiviert das Display. Und tatsächlich, da leuchtet es ihr entgegen, das Lebenszeichen, auf das sie all die Jahre gewartet hat: "Eine Person, deren äußere Erscheinung zu 93% dem Fahnungsbild entspricht, ist am 3. August um 11:28 Uhr von einer Sicherheitskamera vor einem Drugstore in Eromanga, Queensland aufgenommen worden".

Wieder verharrt sie einige Momente. Dann stellt sie die Dose auf das Tischchen neben dem Terminal und geht zurück zur Tür und aus dem Apartment, einkaufen: Zwei Bilderrahmen, zum Aufstellen, beide 18x24, einer blau, einer rot. Außerdem zwei Kartenspiele, einmal deutsches und einmal französisches Blatt.

Zurückgekommen, druckt sie Miles' Fahndungsfoto aus, und ihr eigenes Fahnungsfoto (das aus den Shadowrider-Zeiten) ebenso. Miles' Foto steckt sie in den blauen Bilderrahmen, ihr eigenes in den roten. Die beiden Bilderrahmen stellt sie gegenüber, etwa 30cm auseinander, so dass sich die beiden ansehen, auf ihren Tisch, so dass sie die Szenerie gut vom Bett sehen kann. In die Mitte, etwas näher an "ihrer" Seite, legt sie den Herz Buben. Aus dem französischen Kartenblatt nimmt sie die Herzdame und steckt sie in ihre Tasche. Den Rest der Karten schmeißt sie weg.
Dann macht sie sich einen schwarzen Tee, mit Erdbeere gesüßt, setzt sich damit an den Tisch und studiert die neueren Erkenntnisse über ihren damals so vertrauten Wegbegleiter.
Während sie liest, wird ihr Eines deutlich: Für diese Jagd muss sie schnell handeln.

...

Vanessas Maschine setzt auf dem Rollfeld eines Militärflughafens nahe Brisbane auf. Ein Unsichtbarkeitszauber bringt sie an den Wachen am Tor vorbei und sie macht sich auf den Weg zum nächsten Autoverleih, um nach Eromanga zu fahren.


Wenn der Vorhang fällt Bearbeiten

Was bisher geschah:

1. Deutschland. Eine schmale, dunkle, verschneite, Straße, Häuserschluchten

Eine Gruppe jugendlicher Squatter steht um eine brennende Mülltonne, wärmen sich ihre Hände. Eine weitere Squatterin nähert sich der Gruppe von weitem, erst als sie auf Armlänge herangekommen ist, wird sie bemerkt. Sie wechselt ein paar Worte mit einer Jugendlichen, als diese aber das Gesicht der Besucherin näher betrachtet, reagiert sie agressiv und schubst sie mit einem "Verpiss dich, Löwenzahnfresserin!" zurück. Die Elfin landet ein paar Meter weiter im kalten Schnee. Dort bleibt sie kurz liegen und bemüht sich zunächst nicht, aufzustehen. Die Squatter wenden sich wieder ihrem Feuer zu, als sich vom Rand der Gasse ein Schatten löst und sich auf die Elfensquatterin zubewegt. Mit den Worten "Komm, steh auf" streckt er ihr die Hand entgegen. Als die Squatterin ihren Kopf hebt, erkennt man im Schein des Feuers nun ihre Gesichtszüge. Es ist eine noch sehr junge Vanessa. Auch das Gesicht des Mannes wird nun im Feuerschein deutlich: Ein junger Miles McDowell.

2. Ein kleiner Raum ohne Fenster.

Miles: "...damit hätten wir genug, um auszusteigen. Ein für alle Mal. Keine Frage. Aber ich will dir nichts vormachen - das wird der schwierigste Run, den wir jemals durchgezogen haben. Vielleicht... kommen wir nicht Alle zurück. Wir können noch zurück. Der Rest der Gruppe weiß noch nicht Bescheid. Wir haben noch alle Möglichkeiten. Wir können noch abspringen, ohne Risiko."

Vanessa: "Ohne Risiko? Miles, dieses Leben ist das größte Risiko! Wenn wir eine Möglichkeit haben, hier rauskommen zu können, dann ist es das Wert. Jedes Risiko. Jedes Opfer. Wenn wir unser Leben ändern können, müssen wir es tun. Das sind wir uns schuldig. Unserer Zukunft. Lass es uns tun."

3. Ein großer Raum, durch eine Panzertür gesichert. In der Wand klafft ein großes Loch, das den Blick auf die Kanalisation freigibt.

Ein schwer angeschlagener Straßensamurai springt durch das Loch und verschwindet in der Dunkelheit. Vanessa steht an dem Loch, zögert, sucht Miles Blick.

Miles: "Geh!"

Vanessa zögert kurz, wirft Miles noch einen Blick zu, und springt dann durch das Loch.

4. Eine deutsche Polizeiwache.

Vanessa wird von zwei Polizisten aus einem Zimmer geführt. Im Flur sitzt ein paar Meter weiter Miles auf einer Bank.

Vanessa: "Miles!"

und wieder: "Miles!"

Ein weiteres Mal: "Miles"

Die Wachen ziehen Vanessa an Miles vorbei.

Miles (leise): "Es tut mir leid."

5. Seattle, UCAS. Ein Platz hinter der 3rd National Bank.

Vanessa kniet vor einer Pfütze und füllt sich davon etwas in ein kleines Plastikgefäß.

Vanessa: "Die Jagd ist eröffnet, Miles."

6. Kobe, Japan. Fußgängerzone.

Vanessa verlässt gerade mit ihren Kollegen und Ex-Mitgefangenen ein schickes Szene-Café in der Innenstadt von Kobe. Es ist ein lauer Herbsttag. Am Vortag hat sie mitgeholfen, die Stadt vor einer Neutronenbombenexplosion zu bewahren. Und der Kellner hat am Ende der kleinen Tour durch die exquisite Karte des Cafés freundlicherweise erklärt, dass das alle selbstverständlich aufs Haus geht. Die Stimmung ist gelöst. Alle sind begierig, die gerade wieder errungene Freiheit zu genißen. Vanessa atmet die frische Luft ein, schmeckt das Salz des wenige hundert Meter entfernten Meeres heraus und hält auf einmal inne: Das Gesicht eines Passanten, der auf der anderen Seite des breiten Boulevards vorbeigeht, ist ihr aufgefallen. Nicht nur, dass ihr das Gesicht des Mannes vage bekannt vorkommt; umgekehrt scheit es genauso zu sein, da er in dem Moment, in dem sich die beiden Blicke treffen, sein Gesicht rasch abwendet. Während sie noch darüber nachgrübelt, welche Kaukasier sie hier in Japan kennen könnte, hat sich schon eine begeisterte Menschentraube um das Team gebildet. Man ist fest entschlossen, die fremden Helden gebührend zu feiern und schleppt das Team unter lauten Jubelrufen in einer immer größer werdenden Menge zur nächsten angesagten Location. Erst ein paar Tage später geht Vanessa auf, dass der Mann Miles McDowell gewesen sein muss.

7. Vanessas Quartier. Ares, Seattle.

Vanessa starrt auf den Bildschirm. Dieser zeigt ein Profilbild von Miles McDowell. Daneben eine Karte mit einem kleineren Ausschnitt von Australien.

8. Bisbane. Ein kleiner Flughafen.

Vanessa und eine Pilotin unterhalten sich. Nach ein paar Worten nickt die Pilotin und zeigt auf eine kleine Propellermaschine am Rande des Rollfeldes. Die beiden Frauen bewegen sich zu der Maschine.

Ausblenden.

Ende der Rückblende

Eromanga Bearbeiten

True! --nervous --very, very dreadfully nervous I had been and am; but why will you say that I am mad? [...] Hearken! and observe how healthily --how calmly I can tell you the whole story.
--- Edgar Allan Poe, The Tell-Tale Heart, 1843


Meine Hand verharrt noch immer bewegungslos vor der Türklingel, und fast kommt es mir vor, als stünde ich schon immer hier, abwartend, gelähmt, zaudernd, einsam inmitten der großen, wilden, unwegsamen Einöde des fünften Kontinents.

Der Weg hierhin war überraschend problemlos verlaufen, vom Interkontinentalflug, der mit ein paar Illusionszaubern und einer gehörigen Dosis Überzeugungskraft organisiert war, bis hin zu dem Typen in dem Drogerieladen in Eromanga, der tatsächlich dem einen Mann begegnet war, den ich seit Jahren verfolgt hatte, und sich außerdem auch nicht nur ahn ihn, sondern auch noch an dessen Aufenthaltsort erinnern konnte.

Fast schon zu einfach.

Miles hatte geplaudert. Hatte gegenüber dem Shopbesitzer erwähnt, dass er im Outback nördlich von Eromanga eine kleine Farm hätte. All das kommt mir, so wie ich hier stehe, in dieser Einöde, so merkwürdig unwirklich vor, so dass ich die Wahrheit, die sich da auf dem Klingelschild präsentiert, fast mit einem innerlichen Achselzucken abtun könnte, jedoch... scheint es doch etwas zu geben, dass dieses Klingelschild realer erscheinen lässt als die ganze Welt da draußen, Deutschland, UCAS, Seattle, die Erlebnisse, die Freundschaften, all das, was gewesen ist.

Vielleicht liegt es daran, dass ich so lange auf diesen Moment hingearbeitet habe, all die Jahre habe ich mir ausgemalt, wie es wäre, wenn die Jagd beendet wäre, wenn ich endlich vor (oder besser: hinter) ihm stünde, und endlich Antwortden finden würde. Antwort vor allem auf die Frage, warum er mich so im Stich gelassen hat, als ich ihn am meisten gebraucht hätte, warum er mich nie herausgeholt hatte, sich nie gekümmert hatte, dass seine kleine Vannie in diesem Loch gesessen hatte.

Seine kleine Vannie. Er war der Einzige, der mich so nennen durfte, nach meinem Großvater. Wir waren so vertraut, wie eine Seele in zwei Körpern, und in wenigen Minuten waren wir getrennt, und er war weg, und kam nie wieder zurück.

Jetzt stehe ich da, am Ende, und Alles was ich tun muss, ist diese Klingel zu drücken, und ein paar Minuten später wäre mein Ziel erreicht.

Und dann?

So oft bin ich diese Szene schon durchgegangen, wie ich ihn fragen würde. Manchmal würde ich ihn schlagen, manchmal küssen, manchmal beides, aber immer, immer hätte ich die Kontrolle.

Und jetzt stehe ich da, an der Türschwelle, mitten im Nirgendwo, schwitzend, zitternd, jenseits jedweder Kontrolle.

Meine Augen sind immer noch auf die Türklingel gerichtet, lesen einmal mehr, was da steht, und beinahe kann ich fühlen, wie die visuellen Reize in meinem Gehirn zu verständlichen Worten umgeformt werden, zu zwei simplen Namen, deren Bedeutung sich aber einfach nicht in diese meine Realität einfügen will: Miles und Rose McDowell.

Und all die Gedanken, all die Manuskripte und all die Proben, die ich im Geiste duchgegangen war, hatten mich nicht vorbereiten können auf diese triviale Wahrheit: Miles ist verheiratet. Hat mich sitzen lassen, im Gefängnis verrotten lassen, und sich währenddessen ein seßhaftes Leben aufgebaut.

Und ich empfinde keine Wut. Langsam wird es mir bewusst: Keine Wut. Nur eine kühle, einfache Zurkenntnisnahme.

Warum? Warum empfinde ich keine Wut?! Warum bin ich plötzlich so kalt? Wo ist das Gefühl hin? Wo ist jedwedes Gefühl hin? Vorhin war es doch alles noch da, tief in meinen Eingeweiden, in meinen Knochen! Warum stehe ich hier, und warte ab, und drücke nicht endlich einfach diese verdammte Klingel?

Erst als ich mir der Schritte gewahr werde, die sich der Türe nähern, sehe ich auch meine Hand, die sich langsam von der Klingeltaste zurückzieht, ruhig, ganz sachte, keine Spur mehr von einem Zittern, lediglich noch ein wenig blass, aber sehr klar, sehr definiert, und sehr routiniert in ihrem Bewegungsablauf. Meine Hand.

"Wer ist da?"

So also hört sich Rose' Stimme an. Weiblich, fest, erfahren. Angenehm. Auf die Frage war ich nicht vorbereitet, auch wenn sie, im Nachhinein betrachtet, natürlich als Erstes gestellt werden musste.

"Eine alte Freundin von Miles."

Und nach einer kurzen Pause:

"Aus Deutschland."

Die Reaktion kann ich durch die Tür spüren, und meine Instinkte verraten mir, dass Rose da steht, hinter der Tür, etwa einen Meter von mir entfernt, und innehält. Sich auf die Lippen beißt.

Und dann öffnet sie die Tür, einen Spalt weit.

Durch den Spalt sehe ich zuerst die dunklen Augen. Sehr schöne Augen, sehr tief. Diese Augen haben schon viel gesehen - viel Schönes, anders als meine Augen. Und müde sehen sie aus. Aus ihren dunklen Augen sieht sie mich an, hält einen Moment inne, und ich kann die Zweifel, Fragen und auch die Sorge in ihren Augen sehen. Dann sieht sie kurz an mir vorbei - den Blick kenne ich, sie sondiert die Gegend, schaut, ob noch Jemand mit mir gekommen oder mir gefolgt ist - und dann macht sie die Tür ganz auf.

Vor mir steht eine hübsche Frau, menschlich, klein, mit dunklen Haaren, nach oben gesteckt, ein wenig verschwitzt, und braungebrannt, von der warmen Sonnen Australiens.

"Miles hatte immer befürchtet, dass ihn die Vergangenheit eines Tages einholen würde. Hier sind Sie also: Die Vergangenheit."

"Sie? Meinen sie... Oh, ich? Keine Sorge, ich will Miles nichts Böses. Ich wollte ihn nur wiedersehen, mich mit ihm über alte Zeiten unterhalten."

Zugegeben, das kam ziemlich holprig und unbeholfen heraus. Und vielleicht gerade deshalb glaubwürdig. Sie zweifelt. Und ich folge ihr nach drinnen. Schöne Einrichtung, Landhausstil. Eine Haushälterin, eine Aborigine? Und Miles? Nirgendwo eine Spur. Wir setzen uns hin, und sie beginnt zu erzählen. So erzählt mir Rose, wie sie geheiratet haben, wie sie hier im Outback gelandet sind, und wie sie die Farm gekauft haben.

Und von Miles' Krankheit.

Alles hatte angefangen mit dem Schlangenbiss. Danach ging Alles ziemlich schnell mit der Lähmung. Anfangs konnte sich Miles noch selbst versorgen, deshalb war er auch in Eromanga in der Drogerie gewesen, aber seit ein paar Wochen war es so schlimm geworden, dass er...

Auf meine Reaktion hin hält Rose noch einmal inne. Sie hat gesehen, wie ich meine Hand vor den Mund geschlagen habe, und vermutlich auch, wie feucht meine Augen geworden sind. Nichts und Niemand konnte mich hierauf vorbereiten.

Und da versteht sie auch, dass ich ihm wirklich nichts Böses will. So unterhalten wir uns weiter, auch ich erzähle ein bisschen von der Vergangenheit, nicht, dass ich Miles' Geliebte war, und auch nicht, was wir in den Schatten unternommen haben, das wäre unpassend, aber ein paar andere, tröstliche Geschichten. So tun wir das ein paar Minuten, und es fühlt sich ein bisschen an wie auf einem Leichenschmaus, so dass ich gar nicht mehr daran denke, dass Miles tatsächlich noch irgendwo sein könnte, als sie mich plötzlich fragt, ob ich Ihn sehen möchte.

Diese Frage kommt wie ein Schock für mich. Ich weiß tatsächlich nicht, was ich antworten soll. Aber ich nicke, wortlos, dankbar, und folge ihr in einen kleinen Raum. In dem Raum steht ein Bett, an das Bett angeschlossen sind einige Maschinen, medizinische Maschinen, und auf dem Bett...

Miles.

Da liegt er, und sieht aus wie eh und je, kaum gealtert, friedlich im Schlaf, ganz ruhig, als wäre er, selbst jetzt, noch völlig Herr der Lage. Und ich stehe da, am Ende der Geschichte, und da wird mir klar, dass ich die Antwort auf meine Fragen nicht mehr bekommen werde, sie sind immer noch da, in Miles' Kopf, direkt vor mir, aber vielleciht für immer verschüttet.

In meinem Kopf beginnt es zu arbeiten, was für Möglichkeiten und Wege es gibt, das Schicksal hier doch noch zu biegen, hier ein paar Gefallen von den richtigen Leuten oder...

Da klingelt es an der Tür. Rose sieht mich erschrocken an. Ich gebe ihr ein Zeichen, die Tür zu öffnen, und mache mich selbst unsichtbar. Die Aborigine ist plötzlich verschwunden.

"Wer ist da?"

"Mein Name ist Sandra Kemp. Ich bin auf der Suche nach meiner Freundin Vanessa Ritter."

Die Stimme habe ich sofort erkannt. Ich war wie vom Donner gerührt. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass mir irgendjemannd folgen würde. Seit Miles hatte ich nie mehr das Gefühl, dass sich Irgendjemand um mich kümmern würde. Und jetzt, hier, bis zum Ende der Welt, war Sandra mir gefolgt, um mir zu helfen. Selbstlose Sandra. Ich wusste es ja, dass sie so ist, aber bisher konnte ich es nie verstehen: dass das auch für mich gilt.

Und hier, am Ende der Welt, verstehe ich es plötzlich.

Wie episch: die beiden Personen, die mich selbstlos angenommen haben, Beide zusammen mit mir am Ende der Welt.

Aber warum ist sie mir gefolgt? Rose hat schon die Tür geöffnet, und eine aufgeregte Sandra hat ihr schon erklärt, worum es ging, als es auch mir klar wird: Wenn Sandra mir folgen konnte...

Die Fensterscheibe zur Veranda zerbirst plötzlich in einem MG-Kugelhagel. Ich beobachte die einzelnen Splitter, das Licht der Sonne Australiens 1000fach reflektierend, sehe, wie sie in einer wohlgeformten Kurve nach innen Richtung Boden fallen, während Sandra das Feuer erwidert und Rose versucht, sich in Richtung des hinteren Gebäudeteil zu flüchten. Instinktiv springe ich mit gezogener Waffe selbst durch die Vordertüre nach draußen, und sehe dort, wie Stauff auf ein Uhr gerade ein weiteres Gebäude erklettert. Hinter mir schlägt eine weitere Salve in die Hauswand ein. Die kam von einem MG-Nest, direkt in der Einfahrt des Anwesens, auf zwölf Uhr. Ich sprinte weg vom Haus, um mir eine bessere Übersicht zu verschaffen.

***

Um mich herum tobt der Kampf. Vermutlich erst seit einigen Sekunden, aber mir kommt es vor wie Ewigkeiten. Wir haben keine Verluste erlitten, der Gegner schon. Zwei MG-Nester sind ausgeschaltet, aber gerade bewegen sich noch ein paar Ziele in Richtung des Hauses, geradewegs auf die Seite zu, auf der auch Miles' Zimmer liegt.

Miles!

Mit einem Mal offenbart sie sich mir, diese unumstößliche, eiskalte, bittere Wahrheit. Als wäre sie schon immer dagewesen, nur um jetzt ans Tageslicht zu kommen. Keine Kraft auf dieser Welt wird etwas daran ändern können. Keiner ist nah genug, um diesen Feind aufzuhalten. Wir haben die Flanke nicht abgedeckt. Miles wird heute sterben.

Trotzdem renne ich, renne wie noch nie in meinem Leben. Mit Zaubern erwische ich zwei von Ihnen, aber nicht genug! Ich kann deutlich sehen, wie ein weiterer Kontakt einen Brandsatz durch das Fenster schießt. Der Raum geht in Flammen auf. Ich renne weiter, bekomme mit, wie die gegnerische Taktik sich nun ändert - Rückzug - aber ich achte nicht darauf, ich hin, an das Fenster, die Flammen schlagen mir entgegen, ich kann nicht hin, zu heiß. Ich sehe Miles da liegen, immer noch friedlich, die Flammen schon am Bett, ihn umtänzelnd, und ich muss schließlich weg vom Fenster, zu heiß, taumle zurück, ohnmächtig, kraftlos.

***

Rose war merkwürdig gefasst, als hatte sie sich schon damit abgefunden gehabt, dass so etwas irgendwann mal passieren würde. Sie erzählte uns, dass Miles noch eine Kiste vergraben hatte, Andenken aus seinem alten Leben, und uns den Ort gezeigt. Hier sind wir also nun, und graben. Während einer kurzen Pause stehe ich dann da, auf meinen Spaten gestützt, betrachtete von weitem das schwarze Grab meines Gelliebten und fühle... Ruhe. Ich weiß nicht woher und auch nicht warum, aber irgend etwas ist hier passiert. Ein Schlussstrich nach all den Jahren? Die Jagd beendet? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es nun an der Zeit ist, etwas Neues zu wagen. Neue Dinge zu erkunden. Herauszufinden, wer ich bin, ohne Miles zu suchen. Das dürfte interessant werden. Hinter mir trifft ein Spaten auf Holz.

Ratardierendes Moment/Auftakt Bearbeiten

Vanessa zog ein Tuch mit einem mystisch anmutenden Symbol darauf hervor. Sie betrachtete es eine Sekunde lang und drehte sich dann um, um zu fragen, on Jemand etwas damit anfangen könne. Dabei traf ihr Blick Alis, der wie versteinert dastand und auf das Symbol starrte.

Hawai'i 235 - 0Bearbeiten

11x03 Inhalt

NSCs: Isaac Kapaa, Oponopoo, Andy Kohola, Vanessa Day, Dr. Cameron Cheng, Major Wen, Detective Charleen Kurosawa, Cody Stickler (und sein Bruder "Cody Stiffler"), J-Tone, Dr. Duran, Mark Kobayashi, Tad

Aloha Hawai'iBearbeiten

Worin die wichtigsten Schauplätze und Rahmenbedingungen kurz vorgestellt werden und die Atmosphäre ausgelassen ist.

Anwesend: Ali, Daniel, Scott, Vanessa, Bill, Sandra, Jean, Heinrich

Hawaii-95955 1280

Hawai'i

Als Wiedergutmachung für die während des Maddocks-Auftrags erlittenen körperlichen und seelischen Verwundungen sowie den allgemeinen Stress auf einer längeren und äußerst gefährlichen Undercover-Mission weit ab vom behütenden Schoß des Konzerns im Einsatz gewesen zu sein, erhielt das M.A.R.S.-Team von Ares einen dreiwöchigen Urlaub (samt Konzernkreditkarten) im Königreich Hawai'i.

Bill, der sich (wenigstens in seiner Vorstellung) vorher noch mit den Hells Angels in Texas angelegt hatte, Sandra, die sich nach langjährigen Dauereinsatz/-stress mit Hilfe von allerlei Ratgeberliteratur auf den Auftrag (äh Urlaub!) vorbereitet hatte, der sich seiner Rasse mit einem Mal besonders bewusste Ali, der bis zur Unkenntlichkeit entspannte Heinrich, die zum ungehemmtem Ausspannen entschlossene Vanessa und die weiteren Kollegen des Teams fanden sich zur Abreise am Sea-Tac-Flughafen ein und ließen sich binnen weniger Stunden in Honolulu vom Suborbital-Flieger wieder absetzen.

05.10.: Am Flughafen von Honolulu angekommen erwartete das Team ein warmes Klima und ein Minibus, der die Ares-Leute zu ihrem Luxus-Hotel bringen sollte. Beim Einsteigen ertönte das altbekannte Geräusch einer Explosion aus der Richtung Innenstadt, sodass Vanessa und Bill reflexartig in Deckung gingen und nach dem Ursprung Ausschau hielten. Eine kurze Erläuterung des Fahrers, es handele sich vermutlich nur um einen weiteren Anschlag der nationalistischen ALOHA (Army for the Liberation of Hawai'i), der vermutlich wieder nur Sachschaden angerichtet habe, beruhigte den Trupp nicht wirklich und nachdem man den Hotelkomplex erreicht hatte, waren die meisten doch ganz froh, dass dieser durch Zäune, Kameras und Wachpersonal einigermaßen gut abgesichert war.

Noch etwas ungewohnt in der neuen Rolle als Urlauber, versuchten die einzelnen Teammitglieder auf individuelle Weise ihre viele Freizeit sinnvoll zu nutzen. Sandra – von den vielen Ratgebern inspiriert – dokumentierte den Tag mit vielen Fotos und machte sich daran, ein vollgepacktes Wellness- und Erholungsprogramm minutiös zu planen. Scott und Bill mieteten sich einen offenen Jeep und fuhren zum Pearl Harbour Memorial. Jean versuchte derweil, ein Boot und Taucherausrüstung anzumieten, wobei er dem Verleiher mehrfach vorgaukeln musste, dass er definitiv, unter gar keinen Umständen alleine auf Tour geht, sondern sein Tauch-Buddy lediglich gerade nicht verfügbar sei. Ali und Bond mieteten sich ebenfalls einen Wagen und machten die Küstenstraßen unsicher.

Vanessa schrieb sich für den Bogenschießkurs ein und düpierte ihren gutgebauten, braungebranntem, humorvollen, leider dem anderen Ufer zugewandten Trainer sogleich. Gelangweilt und etwas enttäuscht gabelte sie deshalb im Hotel den Surftrainer Isaac auf, der auch gleich anbiss und sich für Trainingseinheiten anbot.

Sandra ging derweil ebenfalls zum Strand hinunter, um den Wassersport als erstes auf ihrer Urlaubsliste abzuhaken. Sie lieh sich einen Jetski aus und machte eine kurze Spritztour von Kahanamoku Beach bis zur Magic Island Lagoon. Dort gelang ihr auf Anhieb ein anspruchsvollerer Jetski-Stunt, was die von ihrer Gummiboot-Banane zusehende japanische Reisegruppe mit spontanem Applaus und Blitzlichtgewitter quittierte.

[...]

Die Dunkelheit hatte sich auf die Inseln herabgesenkt, als sich die illustre Gesellschaft aus Urlaubern und einheimischen Surfern an einem heimeligen Strandfeuer niedergelassen hatte. Zur Überraschung der Urlauber entstand aus dem Feuer ein freier (wohlgesonnener) Feuerelementar, der sich sogleich mit dem Namen "Oponopoo" vorstellte, und sich zu Ihnen gesellte.

Nach einiger Zeit zog sich Vanessa, wie schon die Abende zuvor, zusammen mit Isaac zurück. Sandra suchte die Herausforderung in Andy, der sich bisher mehr für seine Hausapotheke und inneren Bewusstseinszustände interessiert hatte als die Welt um ihn herum, und Ali+Bond versuchten beide auf ihre Weise, mit Vanessa Day, einer jungen Orkfrau, anzubandeln.

Stauff indes hatte sich mit seinem Spaten etwas abseits des Feuers vergnügt und eine Sandburg beachtlichen Ausmaßes auf den Strand gestellt, als sich plötzlich Bill mit kindlicher Freude auf das Bauwerk stürzte und es dem Erdboden gleichmachte. Die unweigerlich folgende Prügelei und auch der gemütliche Plausch am Lagefeuer wurden jedoch jäh unterbrochen, als plötzlich eine völlig aufgelöste Vanessa in der Ferne sichtbar wurde und - alleine - zum Lager zurück gerannt kam.

Der Junge am StrandBearbeiten

Worin erst ein Toter auftaucht und rasch weitere seltsame Dinge die Ermittler in ihren Bann ziehen. Ein scheinbar gewöhnlicher Steinbrocken spielt eine gewichtige Rolle.

Anwesend: Ali, Daniel, Scott, Vanessa, Bill, Sandra, Jean, Heinrich

Die Wellen des Pazifik hatten den leblosen Körper eines jungen Mannes auf den Strand zubewegt. Und Vanessa war, als sie neben Isaac im Mondlicht auf ihren Surfbrett dahintrieb, gegen einen der schlaffen Arme der Wasserleiche gestoßen. Während Isaac den Körper aus dem Wasser an den Strand zog, alarmierte Vanessa den Rest der Strandparty. Jean hielt in der Dunkelheit Ausschau nach einem Schiff oder anderen Objekt auf See, das in Zusammenhang mit dem Toten stehen könnte, konnte aber nichts entdecken. Scott versuchte immer wieder trotz Isaacs direkter Bitte, den Toten unberührt zu lassen, mit Stöckchen in den Schusslöchern im Oberkörper des Toten nach Projektilen zu stochern. Heinrich versuchte die eigentlich gar nicht so sehr beunruhigten Surferinnen zu beruhigen. Ali sah seine große Chance, bei der Orkdame zu landen und Sandra sah vor ihrem geistigen Auge den lang benötigten Urlaub von einem uneingeladenen Toten durchkreuzt werden. Die Surfer hatten umgehend die Polizei gerufen und erstaunten die abgeklärten und den Behörden gegenüber abschätzig bis ablehnend eingestellten Seattler mit ihrem großen Vertrauen, welches sie in die Arbeit der hawai'ianischen Sicherheitsbehörden steckten. Als die Polizei (in großer Zahl) eintraf und der leitende Detective Charleen Kurosawa den Toten inspizierte, hatten die Ares-Leute schon ein grobes Bild von der Lage erstellt: Der Mann war offenbar von mehreren Schüssen im Oberkörper getroffen worden, an Händen und Gesicht durch heftige Verbrennungen unkenntlich gemacht worden einige Stunden im Wasser getrieben. Detective Kurosawa zeigte sich Isaac und den anderen gegenüber als recht auskunftsfreudig; auch wenn sie stets darauf hinweisen musste, dass ihre Beobachtungen und Schlüsse vorläufigen Charakter haben würden. So vertraute sie den Umstehenden an, dass das Unkenntlichmachen eine Taktik von Schmugglerbanden sei. Die würden sich damit ein paar Tage Vorsprung gegenüber der Strafverfolgung verschaffen und in der Zeit den aktuellen Deal über die Bühne bringen. Über den weiteren Verlauf der Ermittlungen, so versprach sie, würde sie die Bürger und deren touristischen Freunde auf dem Laufenden halten.

06.10.: Am nächsten Morgen hielten die Ares-Urlauber am Frühstücksbuffet Kriegsrat und kamen nach kurzer Diskussion überein, dass man sich aufteilen würde: Ein Teil, dem der Tote am Arsch vorbeiging, würde den Urlaub weiter genießen, während der Rest den Fall schnell lösen und dann zum ersten Teil des Teams stoßen sollte. Vanessa und Scott bildeten Team A und begaben sich zum Universitätsgelände, um quasi an der Abendkasse Tagestickets für die Metamagische Konferenz zu erstehen. Ali schloss sich den beiden an, schwärmte gleich nach Betreten des Campus aber auf die Herrentoilette aus und hackte sich während der folgenden Stunden gemächlich via Uni-Netzwerk in den Mainframe der lokalen Polizei, um nach Informationen über organisierte Kriminalität im Allgemeinen und den Toten am Strand im Speziellen zu suchen. Nachdem die Sicherheit des Polizei-System jedoch durchaus ansehnlich war und ihn der Campus-Sicherheitsdienst bereits einmal auf seine lange Sitzung angesprochen und um regelmäßiges Zwischenspülen ersucht hatte, wurde Ali die Sache zu brenzlig und er kehrte zum Hotel zurück. Jean setzte sich ebenfalls an den Rechner und begann sein ganzes taucherisches/nautisches Wissen auf den Fall anzuwenden. So konnte er anhand der Meeresströmungen das Areal eingrenzen, in dem der Tote wohl zu Wasser gelassen worden war und mit Hilfe von Satellitenbildern (der Ares-Aufklärung?) eine Liste von 13 Schiffen zusammenstellen, von Bord derer der Tote seinen letzten Köpfer getätigt haben musste. Daniel recherchierte im Netz nach verwandten Fällen und stieß nach einiger Zeit auf eine sich in jüngster Zeit anhäufende Reihe von Vermisstenfällen. Jedoch konnte der Ares-Mann weder eine Gemeinsamkeit der Vermissten noch eine offizielle Bestätigung für die Fälle finden. Um den Bereich der klassischen Beinarbeit abzudecken, mieteten sich Sandra und Bill einen roten Ferrari und machten sich auf den Weg in den Handelshafen, um Schmuggler, Runner und anderes lichtscheues Volk zum Toten am Strand zu befragen. Als die beiden entspannt auf dem die Insel umspannenden Highway dahin-cruisten und über die möglichen Verbindungen innerhalb der hawai'ianischen Unterwelt spekulierten, fiel Sandra ein schneeweißer Humvee ins Auge, der den Ferrari überholte, sich vor ihn setzte und kurze Zeit später vor ihm auf dem Seitenstreifen anhielt. Auf der Ladefläche des Fahrzeugs zwei bikinitragende Strand-Schönheiten, die elegant von der Ladefläche stiegen und über den heißen Asphalt auf die beiden Ares-Marines zustöckelten. Bill hatte sofort seine Chance erkannt, mit dem örtlichen Prostitutionsgewerbe einen geschmeidigen Einstieg in die Unterwelt zu erhalten und legte sich gedanklich bereits den Verhandlungseinstieg mit den beiden Bordsteinschwalben zurecht. Sandra erkannte etwa im gleichen Augenblick in der Situation ein altbekanntes Vorgehen bei Raubüberfällen wieder und gab Bill einen kurzen Hinweis. Der war jedoch in seiner gedanklichen Transaktion schon so weit gediehen, dass er die Bedeutung von Sandras Worten erst begriff, als er bereits den Lauf einer massiven Schrotflinte unter der Nase hatte. Die Flinte gehörte zu einem trotz Bermuda-Shorts ziemlich finster aussehenden Troll, dessen menschlicher Partner mit einer schweren Pistole zur gleichen Zeit Sandra in Schach hielt. Der Major versuchte dem "cleveren" der beiden ein Unentschieden und freies Geleit abzuringen, worauf dieser aber trotz diverser eingestreuter Beleidigungen und Witze von Sandra nicht einging und stattdessen die Übergabe des Ferrari verlangte. Als es daran ging, aus dem Fahrzeug auszusteigen, ergriffen die beiden Marines ihre Chance: Sandra verpasste ihrem Möchtegern-Räuber die Fahrertüre in die Magengrube, nahm ihm seine Knarre ab und zog sie ihm über die Rübe. Bill stieg auf die Beifahrertüre, um dem Troll mit der linken ordentlich eine einzuschenken, während er mit der rechten den Arm mit der Schrotflinte eingeklemmt hielt. Dabei war er so schnell, dass er drei heftige Schläge landen konnte, bevor sein Gegner überhaupt zum reagieren kam. Mit dem dritten Schlag gingen dem Troll bereits die Lichter aus und er sackte auf dem Highway zusammen. Die jungen Damen waren in der Zwischenzeit so schnell es ging zum Humvee zurückgestöckelt und konnten sich gerade noch auf die Ladefläche hieven, als das Fahrzeug mit quietschenden Reifen davonbrauste. Bill legte einen seiner Blitzstarts hin und war in kurzer Zeit zum flüchtenden Fahrzeug aufgeschlossen - die eben erbeutete Schrotflinte in Vorhalte. Er überlegte kurz, dem Humvee in den Vorderreifen zu schießen, besann sich aber der (auch für ihn) katastrophalen Konsequenzen und ließ die Lockvögel ungeschoren davonkommen. Sandra befahl die sofortige Weiterfahrt, um nicht zum Gegenstand einer polizeilichen Untersuchung zu werden. So setzten die beiden - um eine Schrotflinte und eine Pistole reicher - ihre Fahrt zum Hafen fort.

...

Ali, Vanessa und Scott schauten sich unterdessen auf der Konferenz um. Die sehr theoretischen Vorträge zur Multidimensionalität der Metaebenen waren jedoch uninteressant und so begaben sich Vanessa und Scott zum Mittagessen in die Mensa. Ali hingegen schloss sich auf der Toilette ein und versucht sich in die Systeme der Polizeibehörde einzuhacken. Beendet wurde der ereignislose Tag für Vanessa und Scott auf einer kleinen Parkbank außerhalb des Unigeländes, auf dem Scott unvermittelt „I don’t like Reggea“ vor sich hin summte und Vanessa sich seltsam leer fühlte. Scott ging der Ohrwurm nicht aus dem Kopf, als Vanessa auf der Rückfahrt auffiel, dass der Nachmittag irgendwie komplett an ihr vorbei gegangen war und sie Scott anfing Fragen über die Ereignisse seit dem Mittagessen zustellen. Als der ebenfalls keine schlüssige Antwort geben konnte, dämmerte den beiden, dass sie womöglich Opfer eines Gedächtnis-Zaubers geworden waren und fuhren umgehend zurück zum Campus. Ali, der davon nichts mitbekommen hat, zieht sich nach seinem erfolglosen Hackingversuch zum Hotel zurück.

Bond hatte seine Netz-Recherche zu einem vorläufigen Abschluss gebracht und machte sich mit einem sehr bescheiden dimensionierten elektrisch betriebenen Leihwagen auf den Weg vom Hotel zur Polizei, um sich direkt vor Ort über den Fortgang der offiziellen Ermittlungen zu erkundigen. Am Tor der Hotelanlage stieg unerwartet Isaac zu. Er sei ebenfalls an der Ermittlungen der Polizei interessiert und wolle sich daher Daniel anschließen. Am Eingang der Polizeidirektion von Honolulu trafen die beiden auf den als guten Freund von Isaac vorgestellten Mark. Der hielt sich bezüglich seines beruflichen Hintergrundes bedeckt, erklärte nur, kein Polizist zu sein, verschaffte Isaac und Daniel aber Zugang zum Leichenschauhaus und Einblick in die Ergebnisse der Obduktion: Aus den Ergebnissen der Obduktion und einigen eigenen Beobachtungen schlossen Daniel und Isaac, dass der Verstorbene vermutlich beim Schwimmen von hinten (evtl. bei einer Flucht) erschossen, aus dem Wasser gezogen, mit drastischen Mittel unkenntlich gemacht und dann zurück ins Meer geworfen worden war. Bezüglich der mutmaßlichen Identität schälte sich das Bild eines Weltspitze-Apnoetauchers heraus, einem Haole, der wenige Stunden vor seinem Ableben noch eine sehr hochwertige chinesische Mahlzeit (Acht Schätze mit richtigem Fleisch) zu sich genommen hatte.

Das China-SyndromBearbeiten

Worin das Geheimnis des Brockens gelüftet wird und die Beteiligung der Volksbefreiungsarmee offenkundig wird.

Anwesend: Daniel, Scott, Vanessa, Bill, Sandra, Jean Steinfeger

Sandra (oder wars Vanessa?) erfährt durch eine Nachfrage bei Knight Errant, dass die Yakuza auf der Insel aktiv ist. Außerdem erfährt sie, dass Schmuggler nicht in Honolulu, sondern eher in abgelegenen Gegenden zu finden sind. Der Kollege vom Ares-Polizeidienstleister verspricht, seine Kanäle zu den lokalen Sicherheitsorganen anzuzapfen und mit Sandra in Kontakt zu bleiben.

Scott und Vanessa kehren nochmal zum Kongress zurück, um von der Security Auskunft und Einblick in die Kameraaufzeichnungen zu bekommen. Dazu erfinden sie kurzerhand die Geschichte, am Vortag beim Kongress bestohlen worden zu sein. Da sie aber zugeben müssen, den Diebstahl noch nicht zur Anzeige gebracht zu haben, erzeugt diese Räuberpistole beim durchaus professionell auftretenden Sicherheitsdienst des Kongresses nur noch mehr Misstrauen und Widerwillen. Die beiden geben auf und gehen zurück zur Parkbank. Dort beschließt Scott einen Geist zu beschwören. Der Geist erscheint und vermittelt Scott eine Anschauung vom Geschehen am Vortag: Der Rasta-Magier (und drei Straßensamurai als Rückendeckung im Hintergrund) führen Vanessa und ihn mit einem Gedanken-beherrschenden Zauber hinaus und verhören sie auf der Parkbank.

Die Gruppe trifft sich und tauscht die bisher gesammelten Informationen aus. Mögliche Ermittlungsrichtungen werden gesammelt. Zum Beispiel Taucherklubs, weil der Tote ein Apnoetaucher war, Chinarestaurants, weil er zuletzt chinesisches Essen zu sich genommen hat usw. Man einigt sich darauf, sich zum Abendessen in der laut Reiseführern besten traditionell chinesischen Gaststätte in Honolulu zu treffen und gleichzeitig weitere Informationen zu sammeln. Nachdem die Truppe es sich auf den roten Samtkissen des Restaurants "Jadetiger" bequem gemacht hat, beginnt Sandra ein Gespräch mit dem Kellner. Dieser erinnert sich noch gut daran, wie vor einigen Tagen ein Elf und ein alter Chinese im Restaurant zu Gast waren und sich gestritten haben. Der Elf mit dem Namen Cody sagte: "Ich weiß, was es mit dem Stein auf sich hat! Ich lasse mich nicht an der Nase herumführen!" Dann sind die beiden Streithähne getrennt voneinander aufgebrochen. Die Gruppe ist sich sicher: Cody ist der Mann bzw. die Leiche um die es geht.

Ein astraler Scan lässt erkennen, dass A) eine Barriere um den Laden und B) die Winke-Katze am Tresen magisch ist. Das eine macht Bill und das andere Vanessa (oder wars Scott?) neugierig. Bill schleicht sich in den Keller des Restaurantgebäudes und entdeckt dort in einem der Räume keine unverdächtigen Sachen, bis auf eine unverstaubte Rattankiste mit Spirituosen. Er zieht sich dann zurück. Auch die Untersuchung der Winke-Katze ergibt nichts ("die Katze ist nur ein Glücksbringer") und die Gruppe macht sich auf den Heimweg.

07.10.: Während Scott und Vanessa wieder zum Kongress fahren um nach dem Rasta-Magier zu suchen, sind die anderen im Taucherclub. Sandra gibt vor, tauchen gehen zu wollen und fragt die Verkäuferin nebenbei nach dem Elf Cody aus. So erfährt sie, dass Cody vor zwei Wochen im Geschäft gewesen sei, sich eine Ausrüstung gekauft und sich eine Hütte gemietet habe. Und weil die Verkäuferin so schön abgelenkt ist, nutzt Jean Baptist die Gunst der Stunde, guckt heimlich in das Kundenbuch und erfährt so den vollen Namen des Opfers: Cody Stickler! Die Adresse der von ihm gemieteten Hütte erfährt Bill im Fremdenverkehrsamt. Damit hat die Gruppe ein neues Ziel.

Obwohl sich Scott und Vanessa im Kongress durchfragen, erfahren sie Nichts über den Rasta-Magier. Sie beschließen sich zur Beratung zurückzuziehen. Vanessa, die sich zuvor bei Ares über etwaige Ares-Teilnehmer beim Kongress erkundigt hatte, erhält einen Rückruf von Knight Errant. Ein gewisser Dr. Duran, der schon am Vortag für Ares den Kongress besucht hat, bestätigt, dass der Rasta-Magier gestern tatsächlich im Kongress war. Als Vanessa ihm auf seine Nachfrage grob den magischen Übergriff schildert, ermahnt er sie eindringlich, den Vorfall schleunigst bei Ares und den örtlichen Behörden zu melden. Da Vanessa ihm das aber nicht versprechen will, kündigt er an, den gesamten Vorgang in 48 Std. an Ares Central zu melden.

Die anderen haben Codys Hütte gefunden: Eine einfache Blockhütte außerhalb der Stadt, an einem Waldweg. Ein Leihwagen mit Anhänger und einem Boot steht davor. Jean Baptist sieht den Schornstein der Hütte, denkt sich "Prima! Ein ungesicherter Zugang und eine perfekte Gelegenheit, meine Ki-Flexibillität zu demonstrieren!" und klettert prompt aufs Dach, um durch den Kamin in die Hütte zu schlüpfen. Sandra hingegen betritt die Hütte etwas prosaischer durch die unverschlossene Tür. Jeans Begeisterung lässt erst nach, als - mit Hilfe seiner Ki-Flexibilität bereits einige ein/zwei Meter in den verrußten Schlot vorgedrungen - merkt wie eng es da drin ist. Während er sich mühsam voranquetscht und dabei fast am aufgewirbelten Ruß erstickt, schwärmen die verbliebenen Ermittler aus, um die Hütte und die Umgebung nach Hinweisen abzusuchen. Sandra und Bill in der Hütte, Daniel am Auto und Anhänger.

Fündig werden nur zwei von Ihnen: Bill entdeckt an der Garderobe Codys Interkom und Sandra im Kamin einen halb erstickten Jean Baptist. Mit vereinten Kräften wird Jean aus dem Kamin gezogen. Er hat das Bewusstsein verloren und leidet unter einer akuten Rachvergiftung. Auch ein in ein schwarzes Nylon-Netz gewickelter Stein war, der sich bei Jeans Einbruchsversuch aus seinem Versteck im Kamin gelöst hatte und hinter ihm in die Hütte geplumpst war, wird von Sandra entdeckt und gleich eingesackt. Man beschließt, die Hüttengaudi zu beenden, um Jean "Steinfeger" Baptist sofort in die Notaufnahme einzuliefern. Bill übergibt Daniel das Interkom in dem Glauben dass Bond damit mehr anfangen kann.

Die Gruppe bringt Jean so schnell wie möglich ins Krankenhaus und während Jean ärztlich versorgt wird, untersuchen die anderen den Stein. Da der Stein nicht-magisch ist, beschließen sie ihn einem Geologen vor zu zeigen. Unweit des Krankenhauses findet Sandra mit Hilfe der Gelben Seiten ein selbstständiges geologisches Labor. Mit dem Stein im Gepäck machen sich die Ermittler auf zu Dr. Cameron Cheng.

Im einfach eingerichteten Wartezimmer von Dr. Cheng's Labor im ersten Stock eines farbenfrohen Stadthauses in der Altstadt von Honolulu sitzen und stehen Daniel, Bill, Vanessa, Scott und Sandra und warten in der warmen Luft, die durch die weit geöffneten bodentiefen Fenster herein weht, auf die Ergebnisse der ersten geologischen Analysen. Auf dem Tisch zwischen ihnen liegt noch das vom Ruß geschwärzte Nylonnetz, in das der Stein eingewickelt war, mit dem seltsamen Metallzylinder, um den herum das Netz zugeknotet war. Da kommt Dr. Cheng aus seinem Labor heraus und erzählt sachlich und unaufgeregt, welche Geheimnisse er dem Felsbrocken abringen konnte: Der Stein besteht zunächst einmal aus alkalischer Basaltlava. Das bedeutet, dass er einem Vulkan entstammt, der in seiner Entwicklung noch nicht das sogenannte 'Schild'-Stadium erreicht hat. Dergleichen gibt es auf Hawai'i häufiger. Ferner - und das macht ihn dann doch interessant - ist er radioaktiv. Genauer gesagt ein Beta-Minus-Strahler. Er war offenbar längere Zeit einer Strahlenquelle (vermutlich vom Isotop Uran 235) ausgesetzt - einer eher hochwertigen Quelle radioaktiver Energie.

Während die versammelten Ermittler noch das Gesagte verdauen und Hypothesen (z.B in Richtung Atommüll-Entsorgung) aufstellen, tritt ein bislang unbemerkter Lauscher von Cheng's Ausführungen explosionsartig in Aktion. Zuerst wirft er von seinem Versteck hinter dem bodenlangen Vorhang neben dem großen Fenster eine Blendgranate in den Raum. Als die Ermittler sich in Deckung gehechtet haben, schnappt sich die Figur das Netz samt Metallzylinder vom Tisch und springt durchs geöffnete Fenster.

Vanessa und Bill sind die ersten, die nach dem plötzlichen Attentat wieder handlungsfähig sind. Und Bill ist es, der beim Blick aus dem Fenster bemerkt, dass der Dieb nicht hinunter auf den belebten Platz gesprungen, sondern behände aufs Dach des Hauses geklettert ist. Die unten aufgrund der Explosion versammelte Menge an Schaulustigen blickt nämlich unverwandt nach oben auf den First des Gebäudes. Also schwingt sich Bill ebenfalls nach oben auf das Dach und nimmt mit seiner mystisch erhöhten Laufgeschwindigkeit die Verfolgung des Diebes auf. Dieser hat bereits einigen Vorsprung und springt mit unnatürlicher Kraft von Dach zu Dach. Aber Bill holt rasch auf. Als der Verfolgte das Seil erreicht hat, mit dem er vom Dach herunter in einen Park der Altstadt entkommen will, hat ihn Bill endlich erreicht. Doch der Dieb bekommt auf einmal Feuerschutz von einem Helfer unten im Park. Bill lässt sich flach auf das Dach fallen und entgeht so den Schüssen aus der Hecke. Seine Beute lässt er aber dennoch nicht entkommen: Er durchtrennt das Seil und sieht zufrieden, wie die mysteriösen Figur drei Stockwerke hinab in den Tod stürzt.

Die Ermittler rätseln, was es mit dem Metallzylinder, auf den es der Dieb abgesehen hatte, auf sich haben mag. Sein Komplize konnte auf jeden Fall mit der Beute entkommen. Zumindest ist Jean in der Zwischenzeit wieder aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht und hat aufgrund seiner Konstitution als Ki-Adept von seinem Ausflug ins Reich der Heizungsabgase kein andauernden Schäden zurückbehalten.

Die Polizei hat inzwischen die Aussagen der Charaktere zu dem Diebstahl und Todessturz (letzteren um den todbringenden Seilschnitt von Bill "bereinigt") aufgenommen und die Leiche abtransportieren lassen. Später am Abend meldet sich Mark, um mit seinen neuen Bekannten die sich gerade überschlagenden Ereignisse zu besprechen. Die Ermittler schildern ihre Erkenntnisse über den Basaltbrocken und Cody, während Mark bereits erste Ergebnisse der Obduktion des Diebes bieten kann: Ein ethnischer Chinese mit aufwendiger, unmarkierter und unkonventioneller Cyberware.

Da klingelt es auf dem Interface von Cody Stickler ein. Bond, der das Gerät in seine Obhut genommen hat, nimmt den Anruf entgegen. Am anderen Ende ist ein alter Bekannter: Dieser ist offenbar ebenfalls bereits über Cody und den Brocken im Bilde. Dass sein Mann bei der Requirierung des Zylinders auf der Strecke geblieben ist, nimmt er augenscheinlich sportlich, da er den Charakteren erneut ein Treffen unter vier Augen zum Zwecke des Informationsaustausches und der Einigung über das weitere Vorgehen anbietet. Einem törichten Impuls folgend willigt Bond sofort ein. Als Ort des Treffens wählt der Major das alte Observatorium auf dem Mauna Kea. Als Zeitpunkt wälht Bond Mitternacht - in gut zwei Stunden.

Da der hawai'ianische Geheimdienst in der Person von Mark ohnehin Zeuge des kurzen Telefonats geworden ist und sich Bond dazu hat hinreissen lassen, dem chinesischen Major zuzusagen, ergeben sich die nächsten Schritte wie von selbst: Mark organisiert rasch einige Vertreter der örtlichen Sicherheitsdienste, die als versteckte Rückendeckung das große Observatorium weiträumig abriegeln und Bond lässt sich von ihm per Jeep bis auf den Gipfel vor die Sternwarte bringen. Während der Ares-Marine-Agent-Buchhalter die letzten Meter zum Eingang des Gebäudes zurücklegt, wartet der Rest des Teams in einem geräumigen Überwachungs-Van einen guten Kilometer bergab darauf, die Koversation per Wanze mithören zu können und evtl. kurzfristig eingreifen zu müssen.

Bond betritt das Observatorium und schlendert durch die große Halle inmitten des Komplexes. Die Beleuchtung ist ortsüblich gedimmt; nur über leuchtet ihm die grandiose Kulisse einer Echtzeitaufnahme der Milchstraße (wo, wie Bond in diesem Moment einfällt, Wen's alte Kameraden auf einer extra-solaren Mission verschollen sind). Da wird ein großer Bildschirm vor dem Ares-Mann hell und Wen erscheint mit den Worten: "So sehen wir uns wieder, Mr. Bond." Nach ein paar höflichen Nichtigkeiten zur Begrüßung kommen die beiden rasch auf den Toten und den Felsbrocken zu sprechen. Wen erklärt dem vollkommen unkritischen interessiert zuhörenden Bond, dass Mitsuhama eine verdeckte Operation im großen Maßstab auf Hawai'i durchführt: Die Kurawei Maru, die als Schürf-Schiff vor der Küste von Big Island kreuzt,um angeblich nach Manganfeldern zu suchen, sei in Wirklichkeit auf einer Bergungsmission. Ziel sei ein vor fast vierzig Jahren gesunkenes U-Boot der Volksbefreiungsmarine, welches vor der Küste Hawai'is liege. Der Rasta-Mann und der Mord seien alle Teil der Vertuschung, die Mitsuhama zur Absicherung seiner maritimen Operation an Land durchführen würde. Wen sei daran gelegen, die Pläne des japanischen Konzerns zu durchkreuzen. Daher weihe er die Charaktere in diese Zusammenhänge ein.

Feuerauge/Am Arsch des ImperatorsBearbeiten

Worin die Ermittler entdecken, dass ein versunkenes Hightech-U-Boot manchmal nur die halbe Wahrheit ist.

"Macht's gut, Ihr Idioten!" Bearbeiten

[Vom Briefing mit Mark bis zum Aufzug im Bauch Kurawei Maru]

Damit verschwand Wen außer Bond's Sicht und der Bildschirm wurde schwarz. Ganz kurz kam dafür eine Betonmischmaschine ins Bild. Das Team hatte in seinem Van aufmerksam mitgehört und z. T. (Scott und Vanessa) der Gelegenheit zu blutiger Rache an einem gewissen Rasta-Fahnder nachgetrauert. Mark verließ das warme Innere des Fahrzeugs, um ein dringendes Telefongespräch zu führen, während Bond in dem Jeep zum Team zurückkehrte. Auch Scott ging die Frage im Kopf herum, ob Wen nicht doch direkter in das Schicksal des verblichenen Cody Stickler verwickelt gewesen könnte.

Doch Mark, der sein Telefonat inzwischen beendet hatte, begann mit besorgtem Gesicht herumzudrucksen: "Sieht so aus, als ob Mitsuhama seit fast drei Wochen an dem Wrack zu Gange ist. Offiziell schürft die Kurawei Maru vor der Südküste von Big Island nach Manganknollen. Aber bei genauerer Betrachtung ist es plausibel, dass sie stattdessen eine Bergung durchführen und damit die Souveränität Hawai'is grob missachten." Man solle sich einfach an den Konzerngerichtshof wenden, schlug Sandra vor, die ihr jursitisches Basiswissen wieder aufgewärmt hatte. Für sämtliche offizielle Wege sei Hawai'i leider personell, organisatorisch und wirtschaftlich leider zu eng mit dem Mega-Konzern verwoben, gab Mark zu bedenken. Im besten Falle werde es immer noch zu lange dauern, bis eine rechtlich bindende Entscheidung erreicht sei. Die mutmaßlich vorhandenen Brennstäbe des atomaren Antriebs des U-Boots sowie die Filetstücke der chinesischen Hochtechnologie seien dann sicher schon entwendet. Offiziell könne Hawai'i nicht gegen diesen andauernden Diebstahl vorgehen. Es müsste eine verdeckte Operation sein, durchgeführt von "unabhängigen" Leuten. Die sollten möglichst rasch die Sache ansehen, die Bergungsoperation sabotieren und Mitsuhamas Rechtsbruch dokumentieren.

Nachdem der Mordfall nun vordergründig aufgeklärt war, kehrte Sandra unmittelbar zur Urlaubsroutine zurück. Surf-Kurs und diverse Sehenswürdigkeiten warteten auf sie. Ali und Scott fühlten sich aus irgendeinem Grund genötigt, zu erklären, dass es ihnen schwer fallen würde, dem Königreich Hawai'i in dieser Lage auszuhelfen. Zum Einen hielt Ali es für denkbar, dass Mark sie absichtlich in eine missliche Lage bringen wolle. Und zum Anderen konnte er sich beim besten Willen nicht vorstellen, was an Bord eines vierzig Jahre alten Bootes so wertvoll sein könne, um ein sofortiges Eingreifen zu rechtfertigen. Sandra reagierte irritiert: "Ihr tut ja fast so, als ob Mark uns, um unsere Hilfe gebeten hat!"

Als sich daraufhin alle Augen auf den Agenten des Königreichs richteten, erkannte dieser, dass er es mit erfahrenen Operatives zu tun hatte und kam auf den Punkt: "Wir könnten Sie innerhalb von zwei Stunden mit Fallschirmen über dem Schürfschiff abspringen lassen. Jetzt ist die Frage: Was wollen Sie?!"

Bond: "Fallschirmspringen?!"

Sandra: "Wir wollen nicht, dass unser Arbeitgeber in die Sache reingezogen wird."

Bond: "Es sei denn, die Sache sieht sehr gut für uns aus und wir werden belobigt. Dann schon!"

Scott: "Ich denke wir haben nach wie vor ein Problem mit dem Rastatypen und seinen zwei Messerklauen."

Sandra: "Der ist doch bestimmt auch schon auf dem Schürfschiff. Wir machen das demokratisch: Wer ist dafür?"

Bond: "Ich wollte schon immer mal Fallschirmspirngen."

Sandra: "Brilliant, Bond! Brilliant! Ist ja nicht so, dass die das für 30 Dollar am Strand anbieten. Du Hans! Und Vanessa und Scott: Ihr habt noch eine Rechnung mit dem Typen offen."

Scott: "Ich bin dabei."

Sandra. "O.K. Folgender Vorschlag: Wir kriegen den Einsatz. Sie besorgen die erforderlichen Mittel für den Einsatz und ... "

Bond: "Wir haben was gut."

Sandra: "Wir bekommen eine kleine Hütte hier auf einer Insel für uns inklusive einer Staatsbürgerschaft von Hawai'i mit Steuerbefreiung."

Mark: "Wenn Sie beweise für die Bergungsaktion liefern und die Fortsetzung der Bergung unterbinden."

Scott: "Und es gibt auch keine Probleme, wenn wir feindliche Agenten umbringen."

Mark: "Nicht wegen mir. Ich kenne Sie garnicht."

Sandra: "Außer wenn Sie am Flughafen stehen und mich mit einer Blumenkette begrüßen." (soviel Dankbarkeit kann man durchaus erwarten, ist sich der Major sicher.)

So wird man handelseinig. Das Team rüstet sich mit leichten Waffen (Mps, schweren Pistolen und Narcoject-Waffen), Taucherausrüstungen und diversen Einbruchswerkzeugen sowie einem umfangreicheren Feld-MedKit aus. Dann besteigt es einen unauffälligen Frachtflieger der hawai'ianischen Post und lässt sich auf knapp 8000 Meter über die Kurawei Maru bringen. Dann öffnet sich die Heckklappe und nacheinander springen die Ares-Leute hinaus in die Nacht.

Naja. Nicht ganz:

Nachdem Scott und Sandra bereits abgesprungen sind, wartet Vanessa eine Weile. Sie schaut Sandra hinterher. Dann befindet sie: "Jetzt hast Du genug Vorsprung. Wer zuerst unten ist, ..."

Am Ende steht nur noch Bond an der großen Heckklappe des Flugzeugs. Er schaut hinaus in die Dunkelheit und ruft auf einmal: "Macht's gut, Ihr Idioten!" Dann wendet er sich dem Inneren des Frachtraums zu, wo ihn der "Lademeister" des Geheimdienstes völlig perplex anguckt. Dann fasst sich der Hawai'ianer ein Herz und greift den fahnenflüchtigen Aole-Söldner im Nahkampf an. Es gelingt ihm ohne große Mühe, den durch das schwere Tauch-Epuipment behinderten Bond bis über die Absprungkante der Heckklappe zurückzutreiben. Bond versucht im Fallen noch rasch, die Beine seines Gegners zu greifen, aber sein Griff ist zu schwach. Und so fällt der Ares-Mann trotz aller spontaner Vernunft und guter Vorsätze den dunklen Fluten des Pazifik entgegen.

Seine Kollegen haben bereits mehr als eine Minute Vorsprung: Als sie eintaucht, gibt Vanessa per Funk an Sandra durch: "Bin drin. Bist Du schon da?!"

Sandra: "Schön, dass Du auch vorbeischaust! Wir sehen uns dann am Schiff."

Vanessa: "Wie?! Du hast nicht getroffen?!"

Sandra: "Dann wäre es ja gleich versenkt!"

Scott ist derweil östlich des Schiffs zu Wasser gegangen - von allen Teammitgliedern am nähesten am Ziel. Sandra und Vanessa schwimmen südlich (gerade vor dem Bug). Die drei legen sich ins Zeug und kommen etwa zeitgleich am Schiff an. Scott formt eine Wassersäule, um sich auf das Heck des Schiffes heben zu lassen. "Gruß an die Welle, Kumpel!" Gleichzeitig schlüpfte Sandra, nachdem sie sich der schweren Taucherausrüstung entledigt hatte und die Ankerkette behende hinaufgerannt war, durch das Loch der Ankerkette am Bug. An beiden Enden des Schiffes waren keine Wachen zu sehen. Nur zwei Kräne, diverse Rettungsboote, Werkstätten für die Reparatur von U-Booten bevölkerten das Deck der Kurawei Maru, die vom Bug zum Heck etwa 150 Meter maß. Vanessa, die den selben Weg wie Sandra auf das Schiff gewählt hatte, folgte einem inneren Impuls/Zwang und machte sich bei Betreten des Schiffes unsichtbar.

Von Deckung zu Deckung huschte Sandra Richtung Heck.

Sandra wird von einem plötzlichen Anflug von Gregory Steward unbedachter Schießwütigkeit übermannt: "Überlasst das mir!" ruft sie und gibt mit ihrem Narcoject-Gewehr präventives Deckungsfeuer für ihre Kollegin Vanessa, die sich unter dieser zweifelhaften Deckung bis zu den fünf Stockwerke aufragenden Heckaufbauten vorarbeitet. Und gleich einen Blick durch das erstbeste Bullauge eines Schotts wirft, jedoch dahinter nur einen leeren Korridor sieht.

Der Major staunt nicht schlecht, als hinter einem mannshohen Segeltuchbedeckten Container ein Mann mit Dreadlocks-Mähne hervortaumelt und sich verwundert an den Hals greift ("Ed, wieso?!"), während er gerade wieder sichtbar wird. "Enemy down" gibt Sandra per Funk an ihre Kollegen durch. Er kommt zwei Schritte voran, bevor ihm in einer Fontäne aus Blut und Hirnmasse die Stirn platzt. Sandra schmeißt sich auf den Boden und legt auf den Decksbereich hinter dem Rasta-Mann an. Scott und Vanessa gehen ebenfalls in Deckung. Die Gefahr entschärft sich kurze Zeit später, als hinter dem Segeltuchcontainer zwei Hände in beschwichtigender Geste hervorgestreckt werden – an einem Daumen eine schwere schallgedämpfte Pistole baumelnd. "Ich ergebe mich und beantrage Schutz ruhender Aktiva nach Pan-Konzernrecht Buch 7 Paragraph 104." mit spanischem Akzent. Ein hochgewachsener Mann mit breiten Schulter, Cyberaugen und leichter Panzerung tritt hervor und lässt sich gefangennehmen. Scott rückt zum Geschehen vor und prüft auf astraler Sicht, ob das Ableben des Rastamannes nicht doch eine Täuschung gewesen ist. Dann befragen die beiden die Messerklaue. Der Mann berichtet, dass vor ca. 10 Minuten die Crew des Schiffes von einem Trupp Angreifer überwältigt worden ist. Nach dem Grund für seinen Mord an dem Rastamann gefragt, zieht er sich auf die Perfect-Deniability-Position zurück und erklärt, dass der Magier dem Konzern durch sei rücksichtsloses Vorgehen geschadet hat und sowieso dabei gegen seine direkten Anweisungen gehandelt habe. Daher sei die tödliche Intervention der Messerklaue im Interesse von Mistuhama geschehen. Er untermauert die Erklärung mit entsprechenden Paragraphen des Konzernrechts. Scott: "Wie ich diese Pinkel alle hasse!" Vanessa reagiert intuitiver: Sie blickt den Mann kurz an, um noch einen evtl. Hinweis auf einen Scherz erkennen und zu können und manablitzt ihn, als sie keinen entdecken kann.

Vanessa lässt den Unsichtbarkeitszauber fallen.

Vanessa: "Was für ein Arschloch!" (zitternd)

Sandra: "Aber was er erzählt hat ist verwirrend. Wer greift die hier an?"

Vanessa: "Und vor allem: Wo sind die jetzt?"

Sandra: "Keine Ahnung."

Vanessa: "Irgend etwas unter Wasser gesehen?"

Sandra: "Keine Ahnung. Das waren die ersten beiden, die ich hier gesehen haben"

Vanessa zaubert eine Flammenaura.

Sandra. Wo ist der Rest des Teams. Wir sollten uns erst einmal sammeln. Hat jemand Bond gesehen?

Vanessa: Der ist nach mir gesprungen?


Vanessa: "Ali wo bist Du?"

Ali: Im Wasser?

Vanessa: Kannst Du etwas sehen? Unter wasser?

Ali: Ich kann nicht gescheit schwimmen – geschweige denn tauchen! Aber hier ist alles ruhig. (gechillt)

Sandra beginnt zu vermuten, dass Major Wen hinter der gruppe der unbekannten Angreifer steckt.

Eine kurze Durchsuchung der Rastamannes fördert keine Beweise für Mitsuhamas Machenschaften (oder wertvollen loot) zu Tage. Nur ein Fetisch in Form eines Gehstocks lässt sich identifizieren.

Bond ist inzwischen auch gelandet - auf einem Fischkutter, wie sich schnell herausstellt. Bond nimmt Kontakt mit dem Rest des Teams auf und versucht, den Fischkutter dazu zu bewegen, sich in Richtung des Schürfschiffs in Bewegung zu setzen.

Vanessa eilt durch die Korridore in Richtung der Brücke, zu ihrer Linken und Rechten tote und bewusstlose Mitsuhama-Leute. Auf der Brücke fällt ihr zuerst die Wand an Monitoren auf, insbesondere der Monitor, der mit "MP" gekennzeichnet ist. Auf diesem ist ein Raum mit einem Pool (50mx25m) zu sehen, in dem ein Tauchboot ankert. In das U-Boot steigen gerade ein halbes Dutzend Soldaten asiatischen Aussehens ein. Vanessa fühlt sich mit der Technik überfordert und fragt Hilfe an. Kurze Zeit später ist Sandra vor Ort, hackt sich in das Kamerasystem ein und sieht sich über die Replay-Funktion den Überfall noch einmal an. Wo der Raum mit dem Pool ist, lässt sich allerdings nicht herausfinden.

Ali schafft es in der Zeit auch auf das Schiff, und auch Bond legt irgendwann mit seinem Kutter an und kommt ebenfalls an Bord. Nachdem das Team jetzt wieder beisammen ist, macht man sich auf die Suche nach dem Pool. Nach einiger Zeit stehen Vanessa und Scott jeweils vor einer Druckkammer, die Sandra im Plan des Schiffs mit dem Label "Exit" versehen wiederfindet. Nach einigem allgemeinen Rumdrucksen und Überlegen fasst sich Vanessa ein Herz und begibt sich die Druckkammer. Der Rest des Teams und nachdem noch ein paar Chips und Osterhasenteile vertilgt sind, betätigt man den Hebel asiatischen Aussehens und beginnt einen langen Weg nach unten.

"Das Spiel kann man auch zu zweit spielen!" Bearbeiten

"So now we live beside the pool where everything is good" - [Vom Moon Pool zum Eingang der Basis]

Der Aufzug setzte sich in Bewegung, zunächst ruckelnd, um dann in ein sanftes Schwingen überzugehen, als er sich aus der Metallkonstruktion löste und leise an einem Stahlseil hängend langsam durch die endlose Schwärze der nächtlichen See dahinglitt. Nach einiger Zeit wurde die Fahrt wieder ruckeliger und kurz darauf kam der Aufzug mit einem sanften Ruck zum Stillstand. Scott öffnete die Tür und so sah die Truppe kaukasichen Aussehens den Raum aus dem Kamerabild mit dem Pool. Die Dinge, die sind, meinten es anscheinend gut mit den Helden, denn in dem Pool lag ein U-Boot vor Anker, fast wie eine Einladung, dem anderen U-Boot zu folgen.

Vanessa ließ sich nicht lange bitten, nahm den Steuerknüppel in die Hand und steuerte das U-Boot, sobald der Letzte die Türe zugemacht hatte, weiter in die Tiefe in Richtung des verlängerten Rückens des Imperators, wo majestätisch  der besagte Untersee-Flugzeugträger ruhte: Zerbrochene Hülle von Unterwasser-Flutscheinwerfern ausgeleuchtet, aus dem geborstenen Gerippe seines Stahlskeletts immer wieder der gleißende Schein der Schweissgeräte, mit denen MCTs Unterwasserdrohnen den Koloss ausschlachten. Scott bemerkte gleich aus dem Augenwinkel ein Blitzen, und Bond fielen ein paar Luftblasen auf, die von unter Ihnen nach oben stiegen. Nach einigen interessanten Manövern ("Hey, das ist ja fast so einfach wie Skateboard fahren!") fand man eine Öffnung in der Felswand, durch die das andere U-Boot in den Fels hineingefahren war. Die Öffnung war dabei, zu kollabieren, weshalb Vanessa nicht lange fackelte und das U-Boot beschleunigte, auf die Öffnung zu. In letzter Sekunde war man durch die Öffnung geschlüpft und fand sich kurze Zeit später an einem unerirdischen Seehafen im Inneren des Felsens wieder.

Das andere U-Boot war hier angelegt. Unweit der Anlegestelle war eine Tür zu sehen, die ebenfalls wieder zu einer Druckkammer führte. Außerdem standen ein paar Kräne rum. Von denen auch sogleich munter das Feuer auf die Ankömmlinge eröffnet wurde. Scott wollte gerade schauen, woher das Feuer kam, um festzustellen, dass inzwischen schon die Verstärkung aus ihrem eigenen U-Boot eingetroffen war(!) und der Angreifer bereits von Sandra kaltgestellt worden war. Die Verstärkung entpuppte sich als Trideo-Trugbild, das von Vanesssa gezaubert worden war. Nach einer Heilungsrunde konnte man die Aktion forstetzen.

"Dem hast Du's aber gezeigt!" Bearbeiten

Durch die nächste Druckkammer gelangte man wieder auf 100m unter NN, in einen langen, mächtig breiten Gang, durch den unten und oben Schienen in die Dunkelheit liefen. Die Dinge, die sind, waren den Helden schon wieder wohlgesonnen (ja, das darf einem hier verdächtig vorkommen!), weil zufälligerweise am Ende der Schienen eine Draisine nur wartete, bemannt zu werden.

Mit eben dieser begann man, die Schienen dem Ungewissen entgegenzufahren, als sich vom anderen Ende des Gangs ein Licht näherte. Das Licht kam von der Deckenbeleuchtung, die sich sukkzessive aus der anderen Richtung anschaltete. Alles vermutete ein entgegenkommendes Schienenfahrzeug und sprang vom eigenen Fahrzeug ab. Was sich im Nachhinein als gar nicht so gut erwies! Die Vermutung war zwar richtig, jedoch war das engegenkommende Fahrzeug an den oberen Schienen festgemacht, ein Zusammenstoß somit also ausgeschlossen. Zu Allem Überfluss befanden sich auf dem oberen Gefährt auch noch zwei Gestalten, und der geneigte Leser ahnt es schon: Sie waren asiatischen Aussehens! Und schmissen mit Handgranaten!

Zehn Sekunden (und eineinhalb Stunden Spielzeit) später schmissen sie nicht mehr. Die Fledermaus, die sich neben den sterblichen Überresten der Angreifer niedergelassen hatte, hatte mit diesem Umstand rein gar nichts zu tun. Sie verwandelte sich zurück in eine dunkelhaarige, spitternackte Schönheit elfischen Aussehens (was schon seit über zehn Jahren die Einschaltquoten sichert) und kommentierte den missglückten Angriff gegenüber einem der Angreifer mit einem "Wow! Denen habt ihr's aber gezeigt!", schnappte sich sein Funkgerät und schwang sich nach unten, um sich wieder anzukleiden.

"Sandra Kemp und die Pauschalurlauber" Bearbeiten

Im heutigen spannenden Abenteuer wird unseren mal wieder Alles abverlangt: Daniel hat logistische Probleme während Sandra plötzlich vor einer Entscheidung steht, die alles verändern könnte. Vanessa, die sich in einer vertrackten Situation wiederfindet, erhält unerwartete Unterstützung von einem ganz besonderen Freund. Und auch Jean und Ali haben alle Hände voll zu tun. Wird dem Treiben von Mitsuhama Einhalt geboten oder steckt hinter dem versunkenen U-Boot mehr als man vermuten würde? Erleben sie das und vieles mehr in dieser neuen nervenaufreibenden Folge von "Sandra Kemp und die Pauschal-Urlauber!“

Vanessa ging am Pauschal-Tony Jean vorbei: "Never mind the staring. Couldn't resist myself!" und zog sich den Taucheranzug wieder an. Der offene Triebwagen, auf dem die Ermittler den ersten Teil des Tunnel bewältigt hatten, war beim eiligen Ausstieg seiner Besatzung pflichtbewusst weitergefahren. Die Ausflugsgruppe "Höhlenerkundung" folgte nun in aufgelockerter Fünfer-Schützenreihe mit als Vanessa und Jean als Scouts, Ali in der Mitte und Sandra mit Daniel als Nachhut. Der Tunnel vor ihnen war inzwischen wieder dunkel geworden, das Licht, das den Wagen begleitet hatte nach links um die Biegung des Tunnels verschwunden. Vanessa hielt eine Blendgranate bereit und Jean aktiviert zum ersten Mal seit Menschengedenken seinen Panzerungsfokus. Der Transporttunnel führte die Truppe entlang einer lang gezogenen konstanten Linkswindung fast einen Kilometer um das Innere des unterseeischen Vulkankegels herum bis zu einer zweiten "Haltestelle". Dort endeten obere und untere Schiene an einem gigantischen, massiven runden Metallschott, welches das Ende des Tunnels abschloss. An einem Nebengleis rechts davon befand sich ein weiterer Bahnsteig mit beleuchteter Sicherheitsschleuse. Jean, der sich Gleise und Schott genauer besah, konnte feststellen, dass schon eine ganze Weile Nichts mehr das Schott passiert hatte. Sandras Geigerzähler nahm an dieser Stelle ein wenig Reststrahlung auf - Hinweis auf Rückstände radioaktiver Materialien. Und sie entdeckte Spuren eines Paars schlammiger Schuhe, die vom Bahnsteig zur Sicherheitschleuse - und hindurch - gegangen waren. Mit Waffen im Anschlag öffneten Jean und Sandra schließlich die Sicherheitsschleuse und folgten der Spur hindurch bis zu einem Korridor dahinter. Zwischen 15 und 60 Minuten schätzte Sandra fachmännisch das Alter der Spuren. Als sich alle fünf Ares-Leute in der Schleuse versammelt hatten drückte Sandra auf den Knopf, der die offene Türe schloss, den Druckausgleich auslöste und wenig später die gegenüber liegende Türe öffnete. Alles hatte seine jeweilige Lieblingswaffe im Anschlag auf die Türe. Nur Bond robbte auf dem Bauch an den anderen vorbei in den leeren Korridor und wischte dabei die Schlammspuren vom Boden, die sich aber ohnehin schließlich als zu schwach für eine weitere Verfolgung erweisen würden. Auf dem erbeuteten Funkgerät hatten sich auch noch keine spannenden Sendungen eingefunden, wie Vanessa zwischendrin feststellen konnte. Zumindest war das Gerät auf Zwei-Wege-Kommunikation eingestellt, so dass die unprofessionellen Gespräche des Pauschalurlauber nicht über den Äther geschickt worden waren. Mit einam Mal knackte es aber im Funkgerät und Vanessa konnte gerade noch rechtzeitig Bond per Headmounted zuschalten, um ihn mithören zu lassen, wie ein Unbekannter auf kantonesisch den Befehl gab, erst die Nachhut einzusammeln und dann auf dem fünften Unterniveau die Zellenwachen abzulösen. Vanessa gab Bond das Gerät und ließ ihn eine kurze Bestätigung auf kantonesisch zurückgeben.

Vanessa: Also mich würde schon interessieren, was hier los ist. Also mal ehrlich: Unseren Auftrag haben wir doch schon erfüllt. Wir sind doch bloß noch zum Spaß hier! Also wer jetzt nicht mehr mit will, der kann ruhig zurückbleiben.

Daniel: Wir wollten doch noch sabotieren und dann schauen ...

Sandra: Was wir wollten ist was anderes. Aber Vanessa hat vollkommen recht, dass wir im Prinzip genug Beweise haben für das was hier abgelaufen ist. Und dass hier eine unterirdische U-Bootbasis liegt, müssen wir auch niemandem verraten.

Vanessa: Und die Bergung ist auch schon verhindert, so wie ich das sehe. Aber mich interessiert jetzt einfach, was da gefangen ist.

Ali: Wir können doch nicht einfach jetzt umkehren! Also rein technisch. [Die U-Boote sind funktionuntüchtig]

Die kurze Diskussion wurde rasch unterbrochen, als das Licht im Korridor anging, ein leises Brummen anhob und der Boden unter den Füßen der Ermittel zu leicht zu vibrieren anfing. Ali fasste sich ein Herz und ging den Korridor entlang bis zur T-Kreuzung an ihrem Ende. Wie um eine unausgesprochene These zu bestätigen, öffnete sich an der Decke am Ende eines der Seitengänge ein Panel und entließ eine automatisches Kleinkalibergeschütz, welches den guten Ali gleich aufs Korn nahm. Der hechtete sich gerade noch in die Sicherheit des Hauptkorridors zurücm und überließ der unsichtbar nachrückenden Vanessa den Umgang mit der schießwütigen Inneneinrichtung. Vanessa wurde zwar auf den zwanzig Metern Wegstrecke zwischen der Korridorbiegung und dem Geschütz von einer blind gestreuten Salve des Geschützes getroffen. Die Sicherheitsarchitekten der Station hatten das Kaliber aber so gering ausgelegt, dass die Geschosse wirkungslos im Neoprenpanzer der Mantidenschamanin stecken blieben. Während Jean beim vorsichtigen Nachrücken dadurch behindert wurde, dass er Vanessa aufgrund des Unsichtbarkeit II weder sehen noch hören konnte und Daniel und Sandra in einem anderen Seitengang erst ein zweites Geschütz und dann ein nach Ozon riechende elektromagnetisches Stasisfeld ausmachten, sprintete Vanessa direkt auf ihr Ziel zu, stieß sich mit zwei schnellen Schritten von der Wand am Ende des Korridors ab, sprang hoch an die Decke und hängte sich an den Lauf des Geschützes. Dieses hielt dem mechanischen Missbrauch keine Sekunde stand und gab unter Knirschen und Rauchen dem Gewicht der Elfin nach.

Uboot-Basis

Derweil hatten die Entdeckungen im anderen Korridor Daniel das Headset (vom Stasisfeld geröstet) und Sandra den aufrecht erhaltenen Sonic Dodge (um einer gut gezielten Salve des Geschützes zu entgehen) gekostet. Als Vanessa das Geschütz fertig-geschrottet hatte und Jean klar geworden war, dass seine Kollegin es ausgeschalten hatte, schlossen sie sich ihren Kollegen im Nachbarkorridor an: Dort hatte Bond ein Feuergefecht mit dem zweiten Geschütz begonnen, ein wenig einstecken müssen dabei aber seiner Kollegin Sandra die Gelegenheit eröffnet, die automatische Waffe aus einem anderen Gang ins Kreuzfeuer zu nehmen. Als Jean zum auf den Korridorboden gehechteten Bond aufschloss und unter feindlichem Feuer ihn in tiefster Gangart FAST bis in den sicheren Quergang zog, hatte auch Vanessa von ihrem Geschütz abgelassen und gab neun Schüsse auf das zweite, im gleichen Seitenkorridor befindliche Geschütze ab. Zu zweit gelang es Sandra und Vanessa schließlich, die automatisierte Waffe zu erledigen.

Gefangenenrochade Bearbeiten

[worin ein alter Chinese befreit wird und Vanessa in Ricos Fußstapfen tritt]

Nachdem das Stockwerk - zumindest die offen zugänglichen Korridore - gesichert worden waren, bestieg das Team einen Aufzug und wählte das fünfte Stockwerk, um sich den Gefangenen näher zu besehen. Ali, der den Fahrstuhl als geeigneten Einstiegspunkt in die Infrastruktur der Basis erkannt hat, machte sich gleich nach der Ankunft im Zelstockwerk daran, das Kontrolpanel zu entfernen und ein Interface mit dem fremdartigen Computersystem der Anlage zu improvisieren. Sandra blockierte den Aufzug in klassischer Manier, in dem sie einen Kaugummi auf die Lichtschranke der Türe klebte. Dann teilte sich das Team auf: Ali werkelte am Aufzug, Daniel und Jean überprüften die Türen am Ende des Gangs in unmittelbarer Nähe links vom Aufzug, während Vanessa und Sandra sich zur T-Kreuzung auf der rechten Seite wandten. Vanessa machte sich unsichtbar und übernahm die Vorhut. Sandra gab ihr mit Hilfe einer telepathischen Verbindung Rückendeckung.

Als das chinesische Funkgerät, das Bond mit sich herumschleppte, wieder knackte und auf chinesisch die Warnung "Wir haben Eindringlinge! Es sind mindestens fünf." gab, antwortetet Daniel "Verstanden. Wir halten die Augen offen.". Von Daniel vorgewarnt, dass der Feind auf sie gefasst war, wandten sich Vanessa und Sandra an der Kreuzung nach rechts und nahmen sich die beiden Türen vor am vor ihnen liegenden Ende des Ganges vor. Während die rechte nur einen leeren dunklen Raum verbarg, führte die zweite zu einem Zellentrakt, in dem bereits einer von Wens Männern auf Lauer lag und sofort blindes Feuer, durch die sich öffnende Türe abgab. Die Zufallstreffer, die er dabei landete waren aber weder Vanessas Panzerung noch ihrer Flammenaura gewachsen.

Ali gelang es derweil, in das chinesische System einzusteigen. Vom Fahrstuhlsubmenu wanderte er über das Interkomm und das Notfallenergiesystem zu den Hauptgeneratoren, wo er nach kurzer Rücksprache mit Jean alle Müllpressen auf der Inhaftierungsebene abschaltete den Hauptschalter der Basis umlegte und die Korridore zunächst in Dunkelheit und weniger als eine Sekunde später in rotes Notlicht tauchte.

Vanessa erwiderte das Feuer auf den Zellenwärter und leerte dabei das Magazin ihrer Makarov. Der Chinese hechtete sich zur Seite und verschwand damit aus dem Sichtfeld der Mantidenschamanin. Aber Vanessa war ihm gleich auf den Fersen: Sie zog ihr Kampfmesser und stürzte sich mit einem "den schnapp ich mir!" durch die Türe zum Zellenblock - wo sie von einer direkt hinter der Türzarge platzierten Claymore-Mine in Empfang genommen wurde. Die Druckwelle fegte sie von den Füßen, ließ sie dank Karmakamerad, Flammenaura und Panzerung aber nur mit einer mittleren Wunde zurück. Sandra, die sich vor dem Deckungsfeuer des Chinesen auf den Boden geworfen hatte, sprang auf und folgte ihrer Kolleging mit gezogener Waffe durch die Türe und rief "Kontakt! - Rechter Gang, linke Tür.". Vanessa versuchte ebenfalls mit einem Satz wieder auf die Füße zu kommen, scheiterte aber aufgrund ihrer Verletzungen und blieb erstmal liegen. Damit war sie erneut gefährlich exponiert, als ein faustgroßes metallisches Objekt um die Biegung am Ende des Zellenkorridors geflogen kam, an einer gegenüberliegenden Zellentüre abprallte und direkt auf die beiden Ares Marines zugeflogen kam. Sandra reagierte blitzschnell, rief "Geil! Das Ding mach ich rein!", setzte einen Kurzsprint auf die mutmaßliche Granate und grätschte sie mit letztem Schwung zurück um die Ecke, aus der sie gekommen war. Zur neben ihr liegenden Vanessa gewandt: "Hey, macht Dir das auch so viel Spaß wie mir?" - "Besser kann es fast nicht mehr werden!", gab diese zurück. Gleich darauf bestätigte Vanessa diese Prognose, als sie eine Blendgranate zog und den Wurf so arg vermasselte, dass Sandra's Spieler spontan die verbliebenen Karma-Reserven überschlug und seinen Charakter in Erwartung der Detonation sich Augen und Ohren zuhalten ließ. Während Sandra und Vanessa sich noch desorientiert eine Zwangspause gönnten, kam Daniel in die Gänge, in die seine Kolleginnen entschwunden waren, gerannt. "Du musst mal genauer zielen, wohin Du wirfst, Du blindes Huhn!" ließt sich Sandra vernehmen, während sie auf die noch sieben Meter entfernte Ecke des Ganges anlegte. Mit einem Seitenblick prüfte sie die nächstgelegene Zellentüre ab und entdeckte einen älteren Chinesen, der sie durch das vergitterte Fenster der Zellentüre ansah und um seine Freiheit bat. Während Sandra die Konditionen aushandelte bzw. den Gefangenen befragte, aktivierte Daniel seinen magischen Gürtel und Vanessa wechselte das Magazin. Der Chinese erklärte, auf Hawai'i von Wen's Leuten gefangengenommen worden zu sein. Vanessa, die ein paar Meter in Richtung Ecke vorgerückt war, bemerkte, dass sich hinter der Ecke künstlicher Rauch ausbreitete. Sandra hörte sich das Flehen des alten Mannes an und entließ ihn kurzentschlossen mit dem Hinweis, dass er sich selber um seine Sicherheit und seine Rückkehr an die Oberfläche kümmern müsse aus der Zelle. Im Bewusstsein um die schießwütige Natur ihrer Rückendeckung gab sie aber noch eine Vorwarnung an ihr Team, dass da gleich ein Zivilist aus der Zelle spazieren würde. Vanessa reagierte, indem sie ihren Unsichtbarkeitszauber fallen ließ und mit Verweis auf den sich ausbreitenden Rauchfächer einen raschen Rückzug anmahnte. Jean deckte den Rückzug in Richtung Aufzug ab und Daniel nahm den Chinesen bei der Hand und befragte ihn zu seinem beruflichen Hintergrund (Lagerist in einem Lager für Südfrüchte!!!), während jemand von der anderen Seite des Rauchschirms blind auf die Charaktere zu schießen begann. Da hatte Vanessa einen spontanen Sinneswandel und beschloss, einen der schiesswütigen Chinesen gefangenzunehmen. Sandra wirkte einen Feinde-Erkennen und erkannte auf magischem Wege zwei Kontakte jenseits des Gangbiegung (einer zehn Meter entfernt, der andere gleich hinter der Ecke) und auf weltlichem Wege eine Handgranate, die um die Ecke gekullert kam. Rasch hechtete sie in die eben von Wu verlassene Zelle in Sicherheit. Vanessa versuchte vergeblich, die Granate wegzukicken und flüchtete, nachdem die Granate an ihr vorbeigerollt war, blind feuernd voraus um die Ecke auf den mutmaßlichen Standort des Granatenwerfers zu. Gleichzeitig kassiert sie selbst blindes Feuer aus dem Nebel, während sie endlich um die Ecke biegt.

Wu schreit auf, wird aber von Daniel "beruhigt", bevor er sachdienliche Informationen beisteuern kann. Dann fällt ihm aber selber auf, dass hinter ihnen ein Schott herabgesaust ist und Daniel, Jean und Wu von den beiden weiblichen Teamkollegen abgeschnitten hat. Sowohl hinter Vanessa als auch vor dem in einer Umgehungsbewegung durch einen Parallelgang befindlichen Jean kommt je ein Schott herunter, wodurch das Team jetzt in drei mundgerechte Häppchen aufgeteilt ist. Da geht die Netzgranate mit einem knappen "Pffft" los und verschießt Dutzend winzige an Monodrähten befestigte Metallpfeile um sich herum und spannt so ein nach Innen immer dichter werdendes Drahtnetz im Gang auf.

Wu geht zielstrebig auf ein Panel in der Wand des Ganges zu und erklärt Daniel: "Die versuchen uns zu trennen. Wir müssen versuchen, dieses Schott wieder aufzumachen! Die nehmen uns auseinander!"

Bond: "Was meinen Sie, 'Wen's Leute werden angegriffen?' Von wem?"

Wu wirft dem jungen Mann einen ungläubigen Blick zu und setzt dann zu einer Erklärung an: "Nehmen Sie es nicht persönlich, aber: Sind Sie ein Idiot?! Ihre Leute werden gerade angegriffen! Das ist kein Kurzschluss gewesen! Die beobachten Sie. Die haben das Sicherheitssystem aktiviert und die werden Sie trennen und jetzt jedes bewegliche Panel, jedes Schott, jede Trittfalle und jede Selbstschussanlage gegen Sie einsetzen. Die haben vermutlich zusätzlich Leute hier."

Doch Bond gibt sich nicht geschlagen: "Von wegen Lagerist! Nagut, dann machen Sie, was Sie können!"

Jenseits des letzten Schotts wird Vanessa im dichten künstlichen Rauch in einen Nahkampf verwickelt. Zunächst widersteht sie tapfer und versucht, dem verborgenen Gegner per Berührung einen eigentlich auf Sicht zu wirkenden Manablitz zu verpassen (+2 auf die Hexereiprobe!), der jedoch erneut verpufft und lediglich eine mittlere Betäubung als Entzug bei Vanessa bewirkt. Da der angreifende Kranich sowohl über Blindkampf als auch ein paar Jahrzehnte Kung-Fu-Erfahrung als auch einen ebenso fähigen Kameraden als Mitstreiter verfügt, klopft er die Mantidenschamanin in zwei aufeinander folgenden Nahkampfangriffen in die Defensive. In ihrer Verzweiflung versucht Vanessa noch sich am Bein ihres Gegners festzuhalten, um ihm durch die Berührung einen Gedanken-Beherrschen zu verpassen. Der Anschleichversuch geht aber fehl und der bereits kräftig angeschlagenen Vanessa beim nächsten Nahkampfangriff der Kraniche die Lichter aus.

Sandra hat versucht, sich durch das vor ihrer Zelle aufgespannte Netz zu hechten, bleibt dabei aber an einem der ausgesprochn klebrigen Fäden hängen und schießt (wohl mehr aus Verlegenheit?) noch eine Salve Blindes Feuer in Richtung Schott. Dann setzt sie zwei Säureströme an die hinderliche Metallfläche. Sie befreit sich aus dem Netz und erwartet die Auswirkungen ihrer korrosiven Attacke auf das Schott. Über den Feinde-Erkennen spürt der Major währenddessen, wie sich die beiden Feinde unmittelbar hinter dem Schott entfernen, mit den anderen beiden Feindkontakten zusammentreffen und die Reichweite des Zaubers verlassen - wie sich herausstellen wird mit Vanessa im Gepäck!

Von seinem Beschützerinstinkt für das abgeschnittene Teammitglied getrieben hat seine Pionierausrüstung (namentlich die Schneidladungen) rasch improvisiert an seinem Schott zum Einsatz gebracht und ein sympathisches Smiley mit Sprengschnüren auf die Oberfläche der Metallbarriere geklebt. Mit den Worten "Ein, zwei oder drei? Letzte Chance: Vorbei!" zündet er die Ladung. Der Erfolg stellt sich aber auch bei ihm zu spät ein, um Vanessas Häschern noch den Fluchtweg abschneiden zu können.

[2:34:00]

Cherchez la femme! Bearbeiten

[worin Bond den Terminator mit Major Damage kreuzt und Vanessa sich aus der Bedrängnis schlängelt]

Wu, Bond, Baptiste und Kemp eilen zum Fahrstuhl, fahren hinab und stehen schließlich vor den Toren eines großen Frachthangars, in dem Vanessa von Wen's Leuten festgehalten wird. Wu unterstützt die Operation elektronisch per Interface, blendet den Trupp auf den Anzeigen der Überwachungselektronik aus und entriegelt Schlösser auf dem Weg. Auch das große Tor der Halle öffnet Wu einen kleinen Spalt, um dem Team den unbemerkten Einstieg zu ermöglichen. Die Ermittler waren gerade dabei auszuschwärmen und für den Zugriff in Stellung zu gehen: Wu sollte Rückendeckung geben und den Fluchtweg im Auge behalten. Bond würde die Mitte abdecken, Baptiste und Bond in einer Zangenbewegung den eigentlichen Zugriff ausführen. Die Kameras in der Halle waren bereits von Wen ausgeschalten worden. Die Ares-Leute rückten zwischen Kabeltrommeln und Tanks vor. Alles wartete auf das Angriffssignal von Sandra.

Da tauchte er auf und redete Bond ins Gewissen: "Sie müssen jetzt eingreifen! Das ist Ihr Moment! Stellen Sie sich nicht so an! Sie können die Typen wunderbar erwischen, bevor die wissen, dass sie da sind." Bond gehorchte. Er legte mit seiner Maschinenpistole und an bläkte "Sagt 'Hallo' zu meinem kleinen Freund!" zu den Chinesen hinüber. Dann gab Bond Feuer, so dass der erste Kranich, der neben Vanessa Position bezogen hatte, sich nur mit einem Hechtsprung hinter ein paar Kisten einer schweren Verwundung entziehen konnte - vorbei an Major Damage, der nur einen verächtlichen Blick für den Fahnenflüchtigen übrig hatte: "Zivilist!" Ohne jede Achtung vor der Gefahr und den Kugeln, die ihm um die Ohren flogen und teilweise in seinen gepanzerten Körper einschlugen, rückte Bond direkt und ohne Deckung auf die Stellung der Chinesen vor. Seine Kollegen Sandra und Jean war noch nicht an ihre Zielpositionen gelangt. Wen's Männer antworteten, indem sie die Halle mit Gefechstfeldbeleuchtung beschossen, die an Fallschirmen über den mutmaßlichen Stellungen der Ares-Leute herabschwebte. Vanessa lehnte noch immer fest verknotet an der großen Taurolle. Als sie Bond's Begrüßen hörte antwortete sie ihm über das Knallen der Schüsse hinweg: "Bond! Ich hab mich noch nie so gefreut, Dich zu sehen!"

Sandra sah die Lichtkegel der herabsinkenden Beleuchtung auf sich zu kommen und beschloss, ihnen nach oben auszuweichen. In ParkuhrParcour-Manier sprang sie an einer senkrecht vor ihr aufragenden Wand von Kisten empor und schlich sich auf drei Metern Höhe näher an ihre gefangene Kameradin heran. Auf der rechten Seite nahm Jean ebenfalls die Beine in die Hand, stolperte aber über einige dicke Rohrleitungen, die am Boden in der Nähe einiger Tanks verlegt waren, und fand sich unvermittelt auf allen Vieren wieder. Die beiden Chinesen hatten aber nur Augen für Bond und deckten den Konzern-Buchprüfer mit automatischen Salven ein.

[...]

Das schwere hydraulische Sicherheitsschott, durch das sich Wen's Leute zurückgezogen hatten, versperrte den Ares-Leuten bei ihrer Verfolgung den Weg. Wie sich schnell bestätigte, war das Tor durch die Zerstörung der beiden Pumpen praktisch zu einer zwanzig Zentimeter dicken Stahlwand geworden. Vanessa, Daniel und Sandra standen keuchend vor dem plötzlichen Hindernis und hielten nach alternativen Wegen Ausschau, während Wu sich das Layout der Basis im Netz besah.

Wu: "Das ist ein Zugang zum Gefechtsstand für die Interkontinentalraketen."

Sandra: "Jemand muss ihn aufhalten!"

Vanessa: "Na, und?!"

Daniel: "Wenn er diese Art von Macht erlangt, wird er Furchtbares damit anstellen!!!"

Jean: "Tja, da haben die Typen eben Pech gehabt!"

Drei Jahrzehnte ohne Kundendienst - Alles Teil des Plans!!! Bearbeiten

[worin die Probleme der Unterseebasis offenbar werden und die Ermittler die Initiative ausnahmsweise einmal nicht aus der Hand geben] 
GeothermalKraftwerkLoIhi

Generatoren

Die Station ist von Major Wen in einen Lockdown versetzt worden. Die Sicherheitsschleusen zu den Raketensilos und dem Kommandobereich sind verschlossen und vom Strom getrennt worden. Die einzige Möglichkeit, diese Barrieren zur Meutereibekämpfung zu umgehen und in die innere Festung zu gelangen, ist der Abstieg in den geothermischen Kern der Anlage und der anschließende Aufstieg in die Kommandoebene.

Stockwerk 7, Annäherung an die große Maschinenhalle: inzwischen hat Wu die Makarov von Bond geliehen bekommen, was laut Sandra den positiven Nebeneffekt hat, dass Bond bei der Wahl einer möglichst wirksamen Waffe nur noch die Urban Combat zur Verfügung hat [was kurze Zeit später aber wieder zu heilloser Verwirrung führen wird].

Scott: “Was immer da drinnen auf uns warten mag, versprecht mir eines: Lasst uns einmal Profis sein!”

Bond: “Gern.”

Wu: …!?

Sandra wirkt einen Feinde-Erkennen. Dann nehmen sie und Jean rechts und links der Türe Aufstellung. Die Türe geht auf und enthüllt Dunkelheit dahinter. Sandra testet auf magische Barrieren mit Hilfe eines Feinde-Erkennen: Keine Kontakte und auch keine Konflikte mit magischen Phänomenen. Skelette von unbestimmbaren alten Maschinen können sie rechts und links ihres Weges erahnen. Die Truppe rückt durch das Halbdunkel auf die laut Wu auf ca. elf Uhr liegende Sicherheitstüre vor. Der Weg selber wird durch den mit dem Abstand zum Schott immer schwächer werdenden hellen Lichtstreifen vorgegeben, der durch den schmalen Spalt im Schott auf den Boden der Halle fällt. Sandra: “Klar beim Schott. Kann geöffnet werden!” Der Boden bebt mit einem dumpfen Schlag, als der Riegel der nächsten Schotts gelöst wird, gefolgt von einem kaum wahrnehmbaren Vibrieren, als die Hydraulik die vier Schiebetorsegmente – die beiden auf der Innenseite nach rechts oben und links unten und die beiden äußeren nach links oben und rechts unten – auseinandergleiten lässt. Die rautenförmige Überschneidung der beiden diagonalen Torspalte vergrößert sich und sofort ist die Halle erfüllt mit einem sonoren Dröhnen. Dann stoppt das Tor mitten in der Bewegung. Die Öffnung in der Mitte ist auf etwas weniger als einen Quadratmeter gewachsen, seine Schwelle noch auf eineinhalb Metern Höhe. Sandra lässt Wu via Bond fragen, was da los ist. Wu, der per WLAN mit dem Sicherheitssystem der Basis verbunden ist, vermutet zunächst einen Kurzschluss, um sich dann umgehend zu korrigieren: “Ah! Sie schließen es!”

Sandra macht eine Kampfrolle durch die Öffnung, bringt ihre Waffe in der Hocke in den Anschlag, sichert und weist ihre Kollegen an, zu folgen. Bond und Wu hechten hinterher. Jean, der mit Sandra die Vorhut übernommen hat, rennt an, erkennt im beinahe letzten Moment, dass die Öffnung sich nicht auf Bodenhöhe befindet und springt den Kopf voran, die Brust herausgestreckt vorwärts durch das sich schließende Schott und schrammt sich leicht auf dem Metallgitter der dahinter liegenden Gangway auf. Dann folgt Scott, den seine Panzerung vor dem Aufprallschaden seines einarmigen Hechtsprungs rettet, allerdings nicht davor bewahrt, teilweise auf dem noch flach auf dem Boden liegenden Jean zu landen.

Sandra: “Lasst das bitte! Ihr könnt Euch später noch ein Zimmer nehmen.”

Wu und Bond folgend weniger spektakulär und ohne Verletzungen.

Sandra: “Alle da? Alles O.K.?”

Scott: “Ja, schaut gut aus.”

Bond: “Ja.”

Jean: “Alles O.K.”

Wu: “bin da. Hier ist ein anderes System. Ich sehe zu, dass ich wieder Kontakt kriege.”

Scott: “Dann wissen die, dass wir kommen.”

Sandra:Zumindest haben sie mitbekommen, dass wir die Türe öffnen.

Scott: “O.K.: Wenn ich jetzt Wen wäre, würde ich auf jeden Fall einen Spähtrupp hier runter schicken, um uns aufzuhalten. Das heißt, wir werden wahrscheinlich bald auf Widerstand treffen.”

Sandra: “Lasst uns so schnell wie möglich zu den Röhren kommen. Ich glaube nicht, dass die uns hier auflauern. Ich hab auch keine Kontakte mit meinem Zauber.”

Dennoch zaubert Scott vorsichtshalber ebenfalls einen Sonic-Dodge - und steckte dabei eine weitere leichte (diesmal geistige) Verletzung ein. Sandra Kemp überkam ein mulmiges Gefühl: Ihre Truppe reibt sich auf, während sie durch ein simples Tor ging und sich auf die Abwehr eines richtigen Angriffs vorbereitet. Die Chancen stehen nicht gut!

Das Reparaturdeck, in dem sich die Charaktere nun befinden, ist wesentlich größer, als die bisherigen Hallen, die die Ares-Leute durchquert haben. Riesige Generatoren säumen den Weg. Der Boden öffnet sich in regelmäßigen Abständen ohne jedes Geländer zu großen Fahrstuhlschächten, aus denen es schwach rötlich heraufglimmt und von denen Wärem ausstrahlt. Das Dröhnen ist auf Sprechlautstärke angeschwollen. Die Ermittler rücken nach Wus Anweisungen vor, bis sie vor einer zwei mal drei Meter großen schwarz-gelb-gestreiften Klappe im Boden stehen bleiben; mit einem Vorhängeschloss gesichert. Darunter führt ein feuerleiter-artiges Treppenhaus hinab.

Sandra: Ihr sichert! Ich öffne.

Scott: Und wir müssen wirklich da runter und dann wieder rauf? Es gibt keine direkte Verbindung?

Wu: Die Generatorhalle ist sehr hoch. In diesem Bereich habe ich keine Verbindung gefunden. Im Plan ist Nichts verzeichnet.

Scott: O.K. Können wir vielleicht trotzdem nochmal schauen? Ich hab nämlich ein ganz mieses Gefühl, wenn wir da runter zu der Lava steigen. Die müssen da oben nur an den Kontrollen rumpfuschen und das Zeugs steigt nach oben.

Wu: Da unten sollte keine Lava sein. Da gibt es zwar einen Wärmeaustausch. Aber mehr als warmes Wasser ist da auch nicht unterwegs.

Scott: Das kann auch reichen. Schauen Sie noch mal! Wir versuchen das hier zu öffnen.

Im Gänsemarsch machen sich die Ermittler auf den Abstieg der 60 Meter bis zum Boden der Maschinenhalle. Durch die Lücken zwischen den Stahlträgern des offenen Treppenhauses können sie hinab auf den Boden sehen. Die Wände der gigantischen Halle/Höhle? verlieren sich in den schattigen Bereichen jenseits des Glühens der hausgroßen Generatoren am Boden. Die Hitze strahlt mekrlich von ihnen aus. Das Dröhnen ist ohrenbetäubend und lässt Zweifel daran aufkommen, dass man den Hallenboden betreten - geschweige denn überqueren - können wird. Sandra widmet dem Geigerzähler einen Kontrollblick, kann aber beruhigt feststellen, dass dieser keine erhöhte Aktivität zeigt. Unter das Dröhnen der Maschinen mischt sich fast unmerklich ein ebenfalls lautstarkes Rauschen: Am Rand des sichtbaren Teils der Halle stürzt ein Wasserfall in die Tiefe. Über den riesenhaften Ausmaßen der Halle, dem Lärm und der Hitze bleibt ein kleines Detail beinahe unbemerkt: Einer der Generator sowie der ihm benachbarte Stützpfeiler (inklusive Frachtaufzug und Treppenhaus) befinden sich in Auflösung. Der Generator, dem eine Drittel der Substanz fehlt, glüht nicht (mehr) und von der Stützpfeilerkonstruktion (übrigens diejenige, auf der die Charaktere in diesem Augenblick stehen) fehlen die untersten zehn Meter vollständig! Irgend etwas - augenscheinlich kein Rost - hat sich durch den massiven Edelstahl gefressen!!! Das Treppenhaus hängt nur mehr an der Decke.

Scott: Dann müssen wir uns eben abseilen.

Sandra: Ist das normal, dass die Dinger glühen? Die sollten doch eigentlich so gut gekühlt sein, dass da ...

Wu: Was immer diese Beschädigungen hervor gerufen hat ... Sieht aus wie herausgeätzt. Aber an so vielen Stellen! Scheint sich von einem Eck ausgebreitet zu haben.

Scott, der einen Nanitenbefall vermutet, wechselt aus reiner Neugierde auf astrale Sicht. Die verätzen Stellen sehen aber nicht lebendig aus. Dafür kann er erkennen, dass das Phänomen bereits weitere Bereiche und die benachbarten Generatoren befallen hat, wenngleich deren Substanz noch unbeschädigt erscheint.

Scott: Es breitet sich aus und hat die nächsten zwei ebenfalls erfasst. Scheint nichts lebendiges zu sein. Aber die ganze Anlage schaut irgendwie ...

Sandra; Ich will hier nicht Panik verbreiten. Aber wir haben hier keinen Weg zurück. Wir müssen hier durch. Wir sollten unsere Schritte bschleunigen und hier Vollgas raus.

Dann beschließt sie, den Abstieg durch rasches Abseilen zu beschleunigen. Schnell ist eine Stelle ausgemacht, an der die Charaktere die Stahlkonstruktion rund um die Treppe durchtsteigen können. Jean hält Nichts davon, sich der Hitze, dem Lärm und v.a. dem unbekannten korrosiven Effekt noch weiter anzunähern und äußert seine Einwände - notgedrungen - lautstark. Der Blick hinüber zum anvisierten Aufstieg am anderen Ende der Halle offenbart Sandra jedoch einen unverhofften Ausweg aus dem Dilemma: Eine nachträglich eingezogene Gangway spannt sich unmittelbar unter der Decke über die Länge der Halle bis zur anderen Seite; mit einer breiten Arbeits-Reparaturplattform auf halbem Weg. Es liegt ein paar Meter oberhalb der aktuellen Position der Charaktere und ist durch improvisierte Stützträger mit dem Treppenhaus verbunden. Die neue Option stimmt den Major um: "O.K. Wir gehen über diese Träger dort. Ihr habt mich überzeugt."

Jean blickt sich noch kurz nach einer dünnen Metallplatte um, die er als tragbares Hitzeschild verwenden könnte. Leider ist die Feuerleiter zu gut aufgeräumt und eine Rückkehr in die Werkstätten im Deck oberhalb steht nicht zur Diskussion. Also klettern, Sandra (mit geschultertem Gewehr), Scott (mit einem Arm die mangelnde Behindertengerechtigkeit der Anlage verfluchend, Bond, Wu und schließlich Jean duch einen Spalt im Gerüst ihrer Feuerleiter über einen breiten Träger zu dem ein Meter entfernten Gerüst.

Die Vibrationen der Generatoren am Boden der Halle schütteln das Gerüst und seine unerwarteten Fußgänger kräftig durch. Von Querstrebe zu Querstrebe hangeln sich die Marines mit ihren chinesischen Matrosen das Gerüst entlang auf die Gangway zu. Dort angekommen, lassen die Vibrationen deutlich nach. Die Charaktere sehen, dass die Gangway ebenso wie das Gerüst eine Behelfskonstruktion darstellt, die nicht nur die Plattform für Fußgänger schließt, sondern auch ein ganzes Bündel teils mehr als armdicker Kabel und Rohre in sicherem Abstand zu den angefressenen Generatoren entlangführt. Den Charakteren wird klar, dass der zersetzende Effekt am Boden der Halle bereits vor der Aufgabe der Station eingesetzt und die Besatzung zu zunehmend unorthodoxen Kompensationsleistungen veranlasst hatte. Der Major kann diesem Umstand sogar etwas Positives abgewinnen; "Scheint, als ob die Jungs hier schon länger mit dem Problem kämpfen. Es ist also keine Sache, die uns jetzt unmittelbar bedroht."

Wu: "Ja. Ich kenne diese Art von Träger. Das ist Aussteifungsmaterial, um Schlachtschäden von Schiffen zu reparieren. Die haben hier feldmäßig improvisiert."

Sandra: "Vermutlich haben sie Wasserfälle als Kühlung aktiviert."

Wu: "Wenn ich die Daten im lokalen System richtig lese, sind die Generatoren vor etwa einer Stunde aktiviert worden. - Und sie laufen komplett außerhalb der Parameter."

ALLE: Oh! oh!

Sandra: "O.K. Das heißt die Stationsjungs haben die Anlage abgeschalten und Wen braucht jetzt Strom."

Wu: "Ich nehme mal an, sie haben versucht, sie am Laufen zu halten und schließlich aufgegeben."

Wu: "Wen denkt nicht langfristig. Oder er kennt das Problems nicht."

Scott: "Beides!"

Sandra: "Scheiße! Dann nehmt die Beine in die Hand!"

Die Charaktere sind angekommen, und steigen hoch und erschießen den Wen und nehmen den Schlüssel mit, steigen in die Fluchtkapsel und kehren zur Wasseroberfläche zurück; fahren natürlich vorher den Reaktor herunter, damit sie die Basis später noch reparieren können.

Die Expeditionstruppe (um einen einarmigen Kojotenschamanen erleichtert) hat sich auf eine fünf Meter breite Gangway hinauf gezogen, auf deren einer Seite mehrere übereinander gestapelte, z.T. beindicke Kabelstränge verlaufen und eine Art Absturzsicherung auf der geländerfreien Stahlkonstruktion bilden. Das Hintergrundglühen, das von unten heraufstrahlt, erlaubt es, die Gangway zu erkennen. Was sich auf der Gangway und damit direkt auf dem Weg vor den Charakteren befindet, liegt allerdings im Schatten. Bond nimmt seine Taschenlampe und leuchtet. Baptiste nimmt eine Bewegung gute zwanzig Meter voraus wahr, wo die Gangway eine Plattform passiert. Gleichzeitig nimmt Sandra mit ihrem Feinde-Erkennen ein kurzes Flacken an der gleichen Stelle wahr. "Kontakt!” ruft Sandra und geht in Deckung. Wu lässt sich ebenfalls rasch auf den Boden fallen. Da fliegen auch schon die Kugeln über sie hinweg und treffen den (sich immer noch für den Terminator haltenden) Bond, der als einziger stehen geblieben ist und sich jetzt mit einem zuversichtlichen “Keine Panik! Das gehört alles zum Plan!” über den Rand der Gangway in Deckung/den Abgrund hechtet. Sandra glaubt nicht an die Existenz dieses Plans und löst ihren Sonic-Dodge aus, um sich über die Flugbahn der Schüsse in die Luft zu bewegen und noch im Fallen das Feuer zu erwidern. Lediglich Jean steckt einen Treffer ein. Bond lässt Waffe und Taschenlampe los und schafft es gerade noch, sich mit einer Hand am Rand der Gangway festzuhalten.

[0:27:30]

StockwerkeLoIhi
LayoutLoIhi
[...]

The final countdown - Seven seconds till Tibet Bearbeiten

[worin das Urlaubsabenteuer nach vier langen Sessions endlich seinen Abschluss findet]

Egg Shen: Zeit für die Medizin!
Jack Burton: Und das macht was genau?
Egg Shen: Oh, gut! Du kannst Dinge sehen, die niemand sonst sehen kann und Dinge tun, die niemand sonst tun kann.

ExecutiveLevelLoIhi


[...]

Und was war der Dank?! - Epilog Bearbeiten

Als die Kapsel die Wasseroberfläche erreichte, wurde die Gruppe von der Seenotrettung, die eigentlich aufgrund des SOS-Signals vom Mitsuhama-Schiffs herbeigeeilt war, aufgenommen. Dier plötzliche Aufstieg sorgte jedoch dafür, dass alle bewusstlos wurden. Zum Glück verhinderten die verabreichten Mittel schwerere Schäden. Die Sicherheitskräfte hatten alle Hände voll zu tun. Im allgemeinen Chaos am Strand wachte lediglich Jean kurz auf, um die Szenerie mitzubekommen, ehe er wieder in einen traumlosen Schlaf fiel. Im Krankenhaus wurde er von Mark Kobayashi befragt, gasb sich jedoch bewusst wortkarg. Auch Vanessa wurde vom hawaiianischen Agentenbefragt, sobald sie erwacht war (und sich schon vergeblich davonstehlen wollte), gab aber ebnso wenig Infos heraus wie Jean und berief sich darauf, sich erst mit den Kollegen besprechen zu wollen. Dass die Toten auf dem Mitsuhama-Schiff dringend eine Erklärung bedürften, konnte sie auch nicht überzeugen, Details herauszurücken.

+ Party

+ Vanessas Geständnis

+ neues Hotel

+ Audienz beim König

Abschließend verlieh das Königreich Hawai'i Ali Assad, Jean Baptiste, Daniel Bond, Sandra Kemp, Scott Maxwell und Vanessa Ritter die Staatsbürgerschaft* und überlässt ihnen als Leihgabe auf Lebenszeit ein feudales Anwesen an der Steilküste von Waimanalo Bay auf O'ahu.

* ohne Einkommens- und Kapitalertragssteuerpflicht bis zu einem Jahresbrutto von 2,5 Millionen Nuyen per Kapita

Postscriptum: She said, he said Bearbeiten

Die letzten Tage waren ausgelassen gewesen. Major Wens finstere Pläne, der die Welt in eine globale Katastrophe hätte stürzen können, waren in letzter Sekunde vereitelt worden und so genossen die Charaktere - letztendlich - ihren wohlverdienten Urlaub im Inselköngreich Hawai'i. Wie oft in den letzten Tagen waren Alle am Abend am Strand gesessen, bei lauschiger Meeresluft, am Feuer, und hatten ihren erneuten Triumph über die destruktiven Kräfte dieser Erde gefeiert.

Scott Maxwell stand an der Tür seines Appartements und fingerte nach seiner Schlüsselkarte. Wieder einmal ertasteten seine Finger zuerst die Schachfigur, den Läufer, den der Killer hinterlassen hatte. Der Killer, der sein Leben beenden sollte. Und damit fast erfolgreich gewesen war. Nachdenklich drehte Scott die Figur in seinen Fingern hin und her. Wie oft könnte er dem Tod wohl noch von der Schippe springen? Er wollte immer ein Spieler sein - aber so? Und überhaupt: Nur ein Läufer? Mit einem verächtlichen Schnauben steckte er die Figur wieder zurück in seine Tasche und holte statt dessen die Schlüsselkarte hervor.

Die Tür sprang auf, das Licht ging an und ein freundliches, weibliches Gesicht am Terminal begrüßte ihn mit einem "Willkommen zurück, Mr. Maxwell! Wenn sie irgendetwas benötigen sollten, lassen Sie es mich wissen! Unser Programm morgen bietet..." Scott ließ die Dame weiterreden (er hatte noch nicht herausfinden können, wie man sie abstellen könnte; aber nächstes Mal würde er bestimmt daran denken, an der Rezeption danach zu fragen) und betrat den Flur seines Appartements.

Der Tür gab er einen kurzen Kick mit der Ferse, um sie zu schließen. Doch anstatt zuzufallen, gab es einen dumpfen Schlag gegen die Tür, von der anderen Seite. Scott fuhr herum, und wurde sich im selben Moment bewusst, was gerade passiert war, als er von der anderen Seite Vanessas Stimme hörte: "Scott! Auf ein Wort!"

 "… keine Bahn frei? Ein Drink frei!", pries die synthetische Stimme aus dem Hintergrund gerade die Vorzüge der Anlage an. "Komm rein, Ms. Summer", lud Scott Vanessa ein und begab sich zur Minibar, um sich ein Glas Wasser einzuschenken. "Willst du auch was?", fragte er beiläufig seine Besucherin, zeigte mit dem Glas auf die Kommode mit dem Kühlschrank und ließ sich in einen Sessel im Wohnbereich fallen.

Vanessa zog die Tür leise hinter sich zu und kam in das Zimmer. Sie bediente sich und Scott ließ seinen Blick über den Rücken der jungen Frau gleiten. Ob der andere Scott und sie jemals … er wischte den Gedanken beiseite, schloss die Augen und hielt sich das kühle Glas an die linke Schläfe: "Wie kann ich dir helfen?"

"Helfen?", fragte Vanessa unsicher, immer noch mit dem Rücken zu Scott gewandt. "Ich weiß nicht... Ich glaube..." Die Unsicherheit in Vanessas Stimme war nun deutlich zu hören. Scott konnte sich nicht erinnern, sie Jemals so gesehen zu haben. Selbst im Angesicht eines Drachen nicht. Wankelmütig - vielleicht; aber niemals unsicher.

Sie platzierte die Flasche mit dem Whisky auf dem Tisch neben dem Kühlschrank, drehte sich um und schwenkte gedankenverloren das Glas in Ihrer Hand, woraufhin die Eiswürfel in der goldenen Flüssigkeit hin und her klapperten. Was sich dabei abspielte in ihren Augen, ließ sich schwer greifen, aber es war so Einiges. Gegenwärtiges. Zukünftiges. Längst Vergangenes.

"Helfen... Das ist es ja, Scott. Du hast mir ja schon so viel geholfen. Darum geht es ja. Wo fange ich denn jetzt an?"

"Vielleicht mal mit dem Anfang…", brummte Scott. Das Gespräch begann, ihn jetzt schon zu langweilen. Die Ereignisse der letzten Tage steckten ihm noch in den Knochen. Von den letzten Monaten oder gar Jahren ganz zu schweigen. Dann bandelte Vanessa auch noch mit dem Surferboy an und wollte jetzt  Beziehungstipps...?

Während Vanessa noch um Worte rang, beschloss Scott, einen schlechten Witz zu machen, um entweder das Gespräch endlich in Gang zu bringen oder wahlweise Vanessa soweit zu brüskieren, dass sie endlich verschwand: "Wenn du nicht endlich mit der Sache rausrückst, müssen wir wohl Sex haben, um die peinliche Stille irgendwie zu überbrücken."

"DAS HAT GESESSEN!" feixte Kojote irgendwo im hinteren Teil seines Kopfes. "PASS NUR AUF, DASS DIR DIE LADY NICHT DEN KOPF ABBEISST", hörte Scott ihn wie ein sich entfernendes Echo, ehe die Stimme komplett verschwand.

Zumindest war Vanessa durch den Kommentar aus ihren Gedanken gerissen worden. Statt zu brüten, stand sie jetzt da und sah Scott verblüfft an, als sie sah, dass er ihr zuzwinkerte. Darafhin entspannte sie ihre Gesichtszüge ein wenig, brachte sogar fast ein Grinsen zustande, nahm ihr Whiskeyglas und setzte sich in den Sessel gegenüber, blieb jedoch auf der Kante sitzen anstatt sich entspannt zurückzulehnen. Scott ertappte sich dabei, wie er Vanessas endlos langen Beine mit seinem Blick entlangfuhr und sich unwillkürlich fragte, ob Kojotes Warnung nicht doch wörtlich zu nehmen wäre.

Irgendwas hatte Scott mit seinem Spruch bei Vanessa ausgelöst, das konnte er sehen. Sie saß nun da, ganz ruhig, und betrachtete ihn.

Und hatte ihn auch dabei beobachtet, wie er ihre Beine begutachtet hatte, kam es Scott plötzlich. Er verspürte plötzlich Lust, unter einem Vorwand mal möglichst schnell im Nebenzimmer zu verschwinden. Da bemerkte er, dass die Elfin den Blicken aber gar nicht abgeneigt zu sein schien. Ein verspieltes Lächeln umspielte ihre Lippen, während sie ihn fixierte.

"Weißt du, es ist nicht so, dass ich nie darüber nachgedacht hätte, Cowboy - über uns, meine ich. Aber die Zeit, darüber zu reden, ist eine Andere."

Vanessa erhob sich langsam vom Sessel und stellte ihr Whiskeyglas nachdenklich auf den Tisch daneben. Scott saß immer noch da und war von Vanessas Worten eiskalt erwischt worden. Trotzdem versuchte er, seine Überraschung nicht zu zeigen. Vanessa schien es nicht zu bemerken,

"Außerdem ...", fuhr Vanessa fort, "hast du nach unserem Gespräch vielleicht gar keine Lust mehr auf Sex."

Scott runzelte die Stirn und blickte der jungen Frau ins Gesicht. Für einen Moment war er versucht, sie zu askennen, verwarf den Gedanken jedoch wieder augenblicklich. Kojote blieb stumm, was ihn sich plötzlich einsam fühlen ließ.

"Wenn du nicht du wärst, müsste ich ja fast denken, du hast Angst", nahm er wieder den Faden auf. Unzählige Bilder von Schießereien und brutalen Kämpfen zogen an seinem inneren Auge vorbei.

Vanessa sah ihn an und beschloss, es endlich hinter sich zu bringen: "Erinnerst du dich an Michael Ironside? Der Officer vom Star?"

Seine Erinnerungen blieben plötzlich bei der Insektenkönigin hängen. Ein Zwerg stand neben ihm und reichte ihm ein Sturmgewehr, das er mit beiden Händen entgegen nahm, kurz anlegte, es senkte, um dann dem Lonestar-Mitarbeiter anzugrinsen. "Aber wieder zurück bringen! Die is‘ registriert", rief ihm der Zwerg zu, der sich gerade einen Gürtel mit Granaten quer über den Oberkörper anlegte.

"Dunkel", antwortete Scott, "aber ja. Der Name kommt mir bekannt vor. Der ist doch schon eine ganze Zeit lang tot, oder?"

Vanessa sah nachdenklich aus: "Ja, das ist schon eine ganze Weile her. So lange, dass sich schon manche Erinnerung so anfühlt, als hätte sie... ein Anderer erlebt." Bei diesen Worten fixierte sie ihn, ganz so als ob ihr in diesem Moment etwas Anderes in den Sinn kommen würde; ein Gedanke, der da vorher noch nicht war. Scott wusste jedoch genau, was sie dachte. Zu der Zeit war er selbst buchstäblich noch ein Anderer gewesen - zumindest aus Vanessas Sicht. Und wohl auch aus der Sicht der gesamten Welt. Aus seiner Sicht... war die ganze Welt eine andere gewesen."

Die Ki-Zauberin schob den Gedanken rasch beiseite und konzentrierte sich wieder auf das Gespräch. "Jetzt wo ich es so sage, trifft es die Sache bemerkenswert gut. Weißt du, ich kenne dich nun schon so lange und du bist mit vertraut wie kaum ein Anderer. Aber bei mir selbst habe ich manchmal das Gefühl, ich würde mich selbst nicht wiedererkennen."

Sie nahm das Whiskyglas wieder in die Hand, schwenkte es ein wenig und blickte gedankenverloren hinein. Scott schwieg. Er wusste, Alles was er jetzt sagen würde, würde den Moment nur schmälern oder gar zerstören. Er beobachtete seine langjährige Freundin und wartete. Vanessa hielt das Glas nun ruhig in ihrer Hand und wartete ihrerseits, bis die goldene Flüssigkeit ganz ruhig geworden war. Und in diesem Moment glaubte Scott, kurz den Anschein eines Lächelns zu sehen, ganz so, als hätte sie etwas entdeckt. Ein Geheimnis. Sich selbst. Ihr Spiegelbild. Ganz in Gold.

"In der Zeit, als wir uns kennengelernt haben, so viel durchgemacht haben, war ich eine Andere.", fuhr sie fort. "Ich war immer auf meinen eigenen Vorteil bedacht. Wenn ich was haben wollte, hab ich’s mir genommen. Wenn ich meine Haut retten konnte, war mir alles andere egal. Alles drehte sich nur ums Überleben, um die Ziele, um die Jagd. Aber du warst so... anders. Selbst im schlimmsten Elend hast du es geschafft, noch die Ironie der Sache zu erkennen. Warst - und bist - immer der Spieler. Und immer scheint es mir, du hast Spaß an dieser Sache hier, an der Sache, die man Leben nennt."

Vanessa hielt kurz inne und sah dem Schamanen tief in die Augen, und er erkannte, dass dort nun eine neue Wahrheit wartete, die die Elfin begann in Worte zu packen:

"Du hast mich inspiriert. Hast mir gezeigt, dass das Leben mehr ist als nur Überleben und Ziele verfolgen. Hast mir gezeigt, auch mal den Moment zu leben." Und mit einem nachdenklichen Unterton fügte sie etwas leiser hinzu: "Irgendwie ein wenig so wie jetzt."

Dann nahm sie den letzten Schluck. atmete tief ein. So tief, als würde sie ein Geheimnis von ganz unten heraufholen. Und als sie ihn ansah, wusste er, dass es so war.

"Bevor ich mich verändert habe, habe ich euch verraten, Scott. Ironside hat mich damals angeheuert, Informationen ranzuschaffen über euch, und ich hab’s getan. Ich sagte ihm über Wochen Alles. Alles, was ich in Erfahrung brachte. Damals hatte das keine Bedeutung. Es war nur ein Job, der Geld brachte. Wie jeder andere Job auch. Ich dachte ohnehin, ich bräuchte Niemanden. Jeder ist sich selbst der Nächste. Aber: schon kurz danach, gerade in den schweren Zeiten, als wir uns nähergekommen sind, über all die Jahre, nagte es an mir. Und irgendwann wurde mir klar, dass ich so nicht weitermachen kann."

Als Scott Vanessa nun ansah, war sie absolut ruhig. So ruhig, wie sie Scott vorher noch nie in seinem Leben gesehen hatte.

"So, Scott. Jetzt ist es raus. Keine Geheimnisse mehr übrig. Lies mich wie ein offenes Buch."

"Und Jeron, der alte Wichser, dachte immer, ich wäre der Maulwurf gewesen," brach Scott plötzlich in Gelächter aus. Vanessa saß nur da und zeigte keine Regung. Statt dessen wartete sie ab bis er sich wieder beruhigt hatte.

"Wir haben alle irgendwelche dunklen Geheimnisse. Ich meine, Gregory ist von einem verdammten Dämonen besessen. Der Doc war eigentlich schwul. Sandra hat definitiv was mit der Schilddrüse. Und ich habe eine Religion auf den Osterinseln gegründet ..."

Dann wechselte er jedoch vom heiteren Plauderton zu etwas mehr Ernsthaftigkeit: "Niemandem war klar, was damals passieren würde. Ironside und Acres haben das mit ihrem Leben bezahlt und uns wäre es auch fast an den Kragen gegangen - mich hat es ja damals irgendwie erwischt. Also hier, nicht dort ...", er blickte plötzlich durch Vanessa hindurch als ob sie nie existiert hätte.

Dann berührte er ihren rechten Arm und streichelte ihn zärtlich. "Ich habe euch alle in Kobe sterben sehen. Im Kraftwerk. Es war alles vorbereitet, als sie uns eingeholt haben. Sandra hatte wohl die Plattform noch irgendwie aktiviert kurz bevor ich mit den Bomben nach unten fuhr. Da wart ihr schon alle tot. Ich bin froh, dass du noch bist", sagte er und gab Vanessa einen Kuss auf die Wange.

Verschämt neigte die junge Elfe ihren Kopf ein wenig zur Seite, ohne sich jedoch der vorsichtigen Berührung zu entziehen. Die fast schüchterne Geste überraschte Scott. Aber sie gefiel ihm auch. Für einen kurzen Moment kam in ihm der Gedanke auf, seine langjährige Kampfgefährtin könnte die Geste absichtlich zeigen, *weil* sie ihm gefiel, verwarf dem Gedanken aber gleich wieder. Nur nicht zu viel Nachdenken jetzt.

Während sie da so stand, an seine Schulter geschmiegt, und die Zeit ein paar Momente innehielt, sagte sie schließlich leise: "Ich bin auch froh, dass du noch bist." Dann sah sie zu ihm auf. "Ich meine, wieder bist. Ach, dass du einfach da bist." Scott sah ihr deutlich an, dass sie nicht mehr nüchtern war, und wunderte sich, warum das den Augenblick so rein gar nicht schmälerte, als er plötzlich eine vorsichtige, nicht minder elektrisierende Berührung an seinem Nacken spürte. Ihr Grinsen verriet ihm, dass das Elektrisierende tatsächlich nicht nur metaphorisch war. Scott hatte schon oft Zauberfinger gesehen, sie aber noch nie so am eigenen Leib gespürt.

Ausgerechnet der Zauber, den ihm Vanessa damals in Snohomish beigebracht hatte und somit das erste magische Band knüpfte. Scott griff nach dem Mana und lenkte es seinerseits in einen Zauberfinger, ließ Vanessa ebenfalls das Prickeln spüren und öffnete langsam ihr Oberteil, das sanft zu Boden glitt.

"Die Nacht gehört uns…", flüsterte er der jungen Frau ins Ohr.

"… und was morgen ist, spielt keine Rolle." beendete sie den Satz, nahm seine Hand und führte ihn ins Schlafzimmer.


Call a ColonelBearbeiten

11xNN Inhalt

Anwesend: Sandra, Bill, Daniel, Scott, Vanessa, Curtis, Heinrich Auf dem Rückflug von Denver nach Seattle erinnerte sich Bond daran, dass er ursprünglich noch eine Unterschrift von Sandra wollte, um die Spesen des Maddocks-Auftrags zu bestätigen. Da Sandra immer noch nicht zu überzeugen war, diese zu leisten, musste Bond wohl oder übel sich seinem Vorgesetzten stellen, der ihn dafür auch ordentlich zusammenfaltete und ihm weitere 24h Zeit gab, den Vorgang abzuschließen, ehe arbeitsrechtliche Maßnahmen eingeleitet werden würden; von Bonds unentschuldigtem Fehlen für mehrere Tage ganz abgesehen.

Der junge Bürokrat beschloss daraufhin, den Aufenthaltsort von Oberst Boelke herauszufinden, was ihm nach knapp 16 Stunden intensiver Datensuche (und diversen anzüglichen Telefongesprächen mit der Personalabteilung) auch gelang: Der Cowboy hatte sich in ein Schweizer Sanatorium zurückgezogen, um sich von den Strapazen, die er mit seinem Ares-Team erleiden musste, gründlich zu erholen. Auch wenn er von Bonds Anruf/Anliegen/auftreten/Leben/Einstellungen/usw. nicht begeistert war, nahm sich der Oberst der Sache an - unter der Auflage, nie wieder in irgendeiner Sache von Bond behelligt zu werden und telefonierte mit Bonds Vorgesetzten. Was immer der Cowboy auch in diesem Gespräch gesagt haben mochte, die Sache wurde beim nächsten Meeting am Folgetag ad acta gelegt, Bond erhielt ein Einzelbüro ohne Fenster, Matrixzugang, Telefon und alle Akten wurden ihm entzogen.

In der Zwischenzeit landete Curtis wieder in Seattle, um sich einer internen Anhörung im Hauptquartier zu stellen. Dort wurde er mit einigen Vorwürfen konfrontiert, die die dunklen Machenschaften seines Adoptivvaters, Charles Leong, betrafen. Ares hatte auf Initative einiger Kollegen in Hong Kong damit begonnen, den Fall erneut aufzurollen und Curtis in einer ersten inoffiziellen Anhörung zu befragen. Da sich keine wirklich neuen Erkenntnisse ergaben und Curtis einigermaßen geschickt den bohrenden Fragen der Ermittler ausweichen konnte, wurde eine offizielle Untersuchung in Aussicht gestellt, die tiefer und gründlicher graben würde. Nach dem Abschied von der Kommission, verließ Curtis enttäuscht und tief frustriert das HQ, um sich bei Sandra zu melden.

An diesem Tag sagte Sandra auch Bryant ab und eröffnete ihm, dass sie Ares gerne verlassen möchte. Bryant wunderte sich über dieses Ansinnen, da es Sandra deutlich schlechter stellen würde; er bot ihr (und den Teammitgliedern, die sich ihr anschließen würden) aber an, seinen Einfluss beim Konzern darauf zu verwenden, ihnen vernünftige Ausstiegskonditionen zu verschaffen: Ares würde sowohl auf die sofortige Rückzahlung der in Summe auf knapp fünf Millionen Nuyen bezifferten Kredite verzichten als auch alle in den Arbeitsverträgen geforderten Arbeitsverbote (Sicherheitsbranche, Konkurrenzunternehmen, Nationalstaaten, etc.) auszusetzen. Im Gegenzug würden die ehemaliegn M.A.R.S.-Marines Ares als Rservisten erhalten bleiben und einmal im Jahr für ein/zwei Monate zu "Wehrübungen" zur Verfügung stehen - bei entsprechender Vergütung. Was Bryant nicht offen ausgesprochen hatte, für die erfahrene Konzernfrau aber deutlich zwischen den Zeilen stand: Einen einseitigen Bruch des Arbeitsvertrags würde der Konzern bei einer Gruppe hochqualifizierter Geheimnisträger alles andere als sportlich nehmen... Sandra zählte eins und eins zusammen und gab ihrem langjährigen Gönner die Zustimmung, die Vertragsauflösung gemäß seines Vorschlags in die Wege zu leiten. Und so verabschiedete sich Bryant - wieder ganz der undurchsichtige "Johnson" - noch mit dem Hinweis, dass das Haus am Mount Rainier bereits fertig gestellt sei, schienbar jedch aktuell bewohnt sei.

Der Rest der Gruppe übte sich derweil im Gründungsfieber und traf sich zu einer kleinen inoffiziellen Feier, um den Einstieg in die Privatwirtschaft gebührend in der Space Needle zu begießen. Die diversen hochfliegenden Pläne mussten dem Budget geopfert werden und so beschlossen die zukünftigen (oder ehemaligen) Detektive, erst einmal für diverse Genehmigungen zu sorgen und das Safehouse im Indianerreservat in Augenschein zu nehmen und so brach die Gruppe der Eigentümer am nächsten Tag auf.

[…]

Papierkram:

  • Sinsearach-Visum (Laufzeit bis Dezember 2063, Kosten 5000 Nuyen): Sandra, Bill, Vanessa, Curtis, Scott und Heinrich (hat noch nicht gezahlt)
  • Detektivlizenz Seattle Metroplex (Laufzeit bis November 2063, Kosten 2000 Nuyen) und Waffenlizenz UCAS: Sandra, Vanessa, Bill (mit Auflagen), Curtis und Scott

Schulden bei Ares:

  • Sandra: 1 Mio
  • Bill: 1,2 Mio
  • Vanessa: 0.7 Mio???
  • Curtis: 1 Mio
  • Gregory: 1 Mio


[...]  ----

Bearbeiten


Dead Man Walking Away Bearbeiten

(aka "Die Leiche die niemals lebte", aka "Drei Blutsauger und ein Todesfall")

11x06 Inhalt

NSCs: Haversang, Ludes, Ms. Amnesia

Ja, und dann gleich zwei Fälle auf einmal?Bearbeiten

Anwesend: Daniel, Sandra, Vanessa, Stauff

Nachdem sich Sandra, Vanessa, Bill, Scott und Curtis ihren Wunsch nach Selbstständigkeit erfüllt haben, kommen auch schon die ersten offiziellen Fälle rein.

Nur Sandra und Vanessa sind im Büro, als Vanessa einen Anruf vom TWCR Logistik Unternehmen erhält. Ein Herr Haversang ist am Telefon und berichtet, auf dem Gelände des Unternehmens eine Leiche gesehen zu haben. Kurze Zeit später war die Leiche jedoch spurlos verschwunden. Auch die daraufhin alarmierten und herbei geeilten Lonestar-Polizisten konnten keine Spur der Leiche finden. Herr Haversang ist verzweifelt, weil sein Chef (Herr Ludes) an ihm zu zweifeln beginnt. Um seine Glaubwürdigkeit zu retten und das vermeintliche Kapitalverbrechen aufzuklären, bittet er daher die neu gegründete Detektei um Hilfe.

Vanessa zeigt vorsichtig Interesse. Sie möchte sich zuvor direkt vor Ort einen Überblick verschaffen und macht einen Termin aus.

Ein wenig später betritt Heinrich Stauff in Begleitung einer Dame die Detektei. Sandra und Vanessa sind verwundert über den Besuch. Stauff erzählt, dass er die Dame in der Nacht in einer Monorailbahn getroffen hat. Sie war auf der Flucht vor mehreren düsteren Gestalten und hat ihn verzweifelt um Hilfe gebeten. Heinrich hat sich dann mit ihr aus dem Staub gemacht, da ihm ein Kampf gegen die Übermacht zu riskant war. Zuerst hat er sie bei sich zu Hause untergebracht, aber das erschien ihm dann zu unsicher. Er hat daher beschlossen, seine Freunde in der Detektei um Hilfe zu bitten.

Vanessa stellt sich zuerst vor: "Meine Name ist Ritter. Wie können wir Ihnen helfen?" Die Frau entgegnet: "Sehen Sie: Das ist schon mein Problem." Sandra kombiniert blitzschnell, dass die Frau offenbar ihr Gedächtnis verloren hat und übernimmt die Gesprächsführung. Nach einigen professionell klingenden Fragen, detektivischen und medizinischen Untersuchungen gepaart mit einer kleinen Showeinlage, erhält sie folgende Informationen:

Die Dame ist Ende 30, verfügt abgesehen von etwas Headware (u.a.einem implantierten Interface, dessen personalisierte Inhalte gelöscht worden sind) über keine kybernetischen Ergänzungen, hat IT Kenntnisse und trägt hochwertige leicht gepanzerte Starßenkleidung. Sie erzählt, dass sie sich sicher ist, jemand sei hinter ihr her und dass sie nicht gefunden werden möchte. Außerdem befürchtet sie, dass jede Nachforschung in der Matrix ihre Verfolger auf sie aufmerksam machen würde. Zudem hat sie einen gut bestückten anonymen Kredstick dabei und möchte die Detektive beauftragen herauszufinden wer sie ist, wer hinter ihr her ist und möglichst dabei am Leben bleiben.

Sandra und Vanessa nehmen auch diesen Auftrag an, müssen aber gleich los zum TWCR Gelände. Daher bitten sie Stauff, mit der geheimnisvollen Fremden solange in der Detektei zu bleiben.

Vor dem Betriebsgelände erhalten S + V zeitlich Besucherausweise, mit denen sie sich im Geländer bewegen dürfen. Sie treffen sich mit Herrn Haversang und er bringt sie zum vermeintlichen Tatort...

Am Ort des Geschehens verlaufen Gleise. Diese verbinden ein Eisenbahn-Depot mit einer Waschanlage. Außen herum befinden sich noch weitere Gebäude, hauptsächlichLagerhallen. Herr Haversang deutet an die Stelle, an der sich die Leiche auf den Gleisen befand - in drei Teile zerstückelt. Jeweils ein Schnitt durch die Oberschenkel und den Brustkorb. Es war kurz nach 1 Uhr in der Nacht, als er bei seinem Rundgang die Leiche sah. Sofort ist er zurück gerannt und hat den Sicherheitschef Herrn Tesic geholt. Etwa eine halbe Stunde später waren sie wieder am mutmaßlichen Tatort, aber da war keine Leiche mehr zu sehen. Während sich Vanessa die Stelle genauer ansieht und bis auf eine Pfütze mit einer öligen Substanz nichts Besonders finden kann, fragt Sandra nach den letzten Fahrtzeiten und Geschwindigkeiten der Züge und ob Aufzeichnungen zu Tempoänderungen gibt, und ob ein Fahrer vorhanden ist. Sie erfährt, dass der letzte Zug von 23 bis 23:20 Uhr fuhr, automatisiert gesteuert wird und dass es Aufzeichnungen gibt, die Herr Haversang umgehend prüfen wird, wenn sicher steht, dass die Detektei seinen Fall annimmt.

Nach kurzer Verhandlung wird der Auftrag angenommen. Vanessa fragt welche Informationen die Polizei gewonnen hätte, und kann kaum glauben, dass sie überhaupt nichts haben sollen. Sie möchte daher mit dem Sicherheitschef sprechen, der ihr hoffentlich besser weiterhelfen kann. Herr Haversang sagt zu, sich auch darum zu kümmern. Nach weiteren Fragen erfahren die beiden Detektivinnen, dass sich seit drei Tagen eine Gruppe auswärtige Wirtschaftsprüfer auf dem Gelände befinden, die eine Inventur durchführen und die auch bis spät in die Nacht arbeiten. S + M möchten sich diese Prüfer genauer ansehen. Herr Haversang führt sie hin.

Eintrag Tagebuch Daniel Bond:

Datum xx.xx.xx: Liebes Tagebuch. Nach Tagen der Beschäftigungslosigkeit hat sich endlich eine Gelegenheit aufgetan, die meinem Bestreben nach beruflichem Aufstieg entgegen kommt. Eine Inventur in der Ares-Tochtergesellschaft TWCR steht an. Meine Bewerbung um die Stelle als Chefcontrollers war ein voller Erfolg, - dank der Motivations- und Instruktionsprogramm "Agressives Controlling für erfolgreiche Menschen (komplett mit subliminalen Botschaften)"*TM von der Mi-go-Corporation.

Datum xx.xx.xx: Heute war mein erster Tag am TWCR Geländer. Bisher ist mir noch keine Firma untergekommen, die nicht Ungenauigkeiten und Fehler in Ihren Geschäftsunterlagen hätte. Meine Mitarbeiter sind wie erwartet minderbegabt. Die ihnen aufgetragenen Arbeiten können sie gerade so durchführen. Um eine versteckte Unstimmigkeit zu entdecken, reicht ihr Intellekt jedoch bei weitem nicht aus. Leider konnte ich auch keine entdeckten. Bisher.

Datum xx.xx.xx: Heute am zweiten Tag ist die Inventur nahezu abgeschlossen. Noch immer konnte ich keine Unstimmigkeiten entdecken. Das kann nur bedeuten, dass diese viel besser versteckt sind als ich bisher annahm. Wenn etwas so gut versteckt wird, muss es sich um eine große Sache handeln. Ja, ich gehe soweit zu behauten, dass es sich um kriminelle Machenschaften handelt. Ich, Daniel Bond, werde sie aufdecken!

Datum xx.xx.xx: Liebes Tagebuch. Heute erhielt ich während meiner Arbeit überraschend Besuch von Sandra und Vanessa. Sie kamen als ich gerade dabei war einen Lagerarbeiter in seine Schranken zu weisen. Dazu habe ich mich erfolgreich an die Vorgaben des Instruktionsprogrammes der Mi-go-Corp gehalten. Sandra und Vanessa sagten etwas von einer Leiche die der Ingenieur Haversand auf den Gleisen im Geländer fand. Ein kurzer Blick in die Bilanz bestätigt meine schlimmsten Vermutungen: Sie ist weder beim Umlaufvermögen noch bei den Rechnungsabgrenzungsposten vermerkt. Ich wusste es! Hier ist was faul.

[...]  ----

Die Karolus-StiftungBearbeiten

Anwesend: Daniel, Sandra, Vanessa

In derselben Nacht: untersuchte Bond das Dach.

Nachdem er sich am Eingang der Lagerhalle ausgewiesen hatte, brauchte er einige Zeit, um sich in der riesenhaften Halle zurechtzufinden, fand aber nach einigen Minuten des Herumirrens den Aufstieg und den Weg zu einer Dachluke. Unter der Dachluke war deutlich eine Pfütze zu sehen, und neben den Pfütze lag ein altes Emaille-Werbeschild aus den 90er Jahren des letzen Jahrhunderts (was Bond aber nicht wusste), das den berühmten weißen Schriftzug auf lila Grund trug: Milka! Bond interessierte aber zunächst die Luke mehr. Tatsächlich fand er hier den Hinweis, dass diese gewaltsam von außen geöffnet worden war: Neben der Luke lag auf dem Dach ein Schloss, das offensichtlich aufgebrochen worden war. Mehr ließ sich in dieser Nacht nicht finden. Bond merkte ziemlich schnell, dass die letzten doch anstrengenden Tage ihren Tribut forderten, und so machte er sich dann doch alsbald auf den Heimweg, um dort in seinem Bett gleich in einen tiefen und abgesehen von den subliminalen Botschaften des Mi-Go-Konzerns traumlosen Schlaf zu fallen.

Am nächsten Morgen machten sich Vanessa und Sandra auf den Weg zu TWCR. Dort angekommen, erfuhren sie zunächst von Haversang, dass das Bewegeungsprofil des Zuges keine Anormalitäten aufwies. In der Kantine stießen sie dann auf Ms. Brenner, die lediglich zu Protokoll gab, Nichts bemerkt zu haben, aber auch auf Mr. Ludes, dem Sandra zumindest noch ein paar Videoaufnahmen der Waschanlage im besagten Zeitraum entlocken konnte, zeitbegrenzt auf ein Fenster von drei Stunden. Anschließend unterhielt man sich noch mit den Leuten vom Inventur-Team. Bond war noch nicht anwesend - auch seine Leute wussten nicht wo er sich herumtrieb. Sandra versuchte, den Prüfungsassistenten ein wenig Angst zu machen und ein paar Infos zu entlocken, indem sie, naja, ein paar Tatsachen darlegte: Sie erzählte einfach, dass Bond in (nicht) ganz koschere Aufträge verwickelt war, mit ein paar nicht unwahren Details ausgeschmückt, und gab ihnen noch den freundlichen Ratschlag, sich vor Bond in Acht zu nehmen. Ihr Plädoyer hatte zumindest den Effekt, dass die Gruppe danach a) Angst vor Sandra b) Angst vor Bond hatte und c) die Moral in der Inventurtruppe weitestgehend dezimiert war.

Da kam auch schon Bond an.

Vanessa fing ihn ab (schon bevor Sandra richtig loslegte mit ihren Ausführungen), und fragte ihn nach den neuesten Erkenntnissen. Bond erläuterte Vanessa diese, und so (auf Vanessas Anfrage) begab sich Bond mit Vanessa noch einmal zu der ominösen Dachluke.

Zunächst stellte Vanessa das Schild sicher (in Plastikfolie), um sich anschließend auf dem Dach umzusehen. Kurze Zeit später kam auch Sandra dazu. An das Dach der Lagerhalle grenzte ein weiteres Dach, auf dem sich weiteres Beweismaterial fand: Eine Metalltür der Treppenhäuser, die ins Innere führten, war schwer verbeult und wies außerdem Blutspuren auf. Anscheinend hatte hier Jemand erfolglos versucht, sich gewaltsam Zutritt ins Innere zu verschaffen. Zwei weitere Hinweise später sollte man sich schon ein ziemlich genaues Bild des Hergangs in jener Nacht malen können.

Die Frage, wo die Person, die auf dem Dach gewesen war, hergekommen war, klärte sich, als Vanessa am backsteinernen Nebengebäude, das durch eine fünfspurige Straße vom diesseitigen Gebäude getrennt war, ein Fenster entdeckte, das mit Brettern zugenagelt war. Das Niveau des Fensters war erheblich höher als das des hiesigen Daches und zudem verband die beiden eine Leitung, an der Straßenlampen hingen sollte, die allerdings augenscheinlich einem spektakulärem Stuntversuch weichen mussten. Vanessa hatte die Idee, einfach mal vorbeizuschauen (i.e. einbrechen), um nach dem Rechten zu sehen, wurde aber von einer den kühlen Kopf behaltenden Sandra erfolgreich gebremst.

Die Frage, wo die Person, die auf dem Dach gewesen war, aus dem Haus herausgekommen war, klärte sich, als Sandra unten die Notausgangstüren begutachtete. Zwar zeigte ein Schlid an, dass diese alarmgesichert seien, aber nach einem Anruf bei Ludes, der sich nicht sicher war, ob alle Sicherungen sicher funktionierten, und einem Test war klar, dass der nächtliche Besucher das Haus ohne einen Laut der Alarmanlage hatte verlassen können.

So blieb also nur die Frage, was sich in dem ominösen Backsteingebäude abgespielt hatte. Es war schnell und einfach herauszufinden, dass sich in dem Gebäude die Carolusstiftung befand, schwieriger allerdings, was denn die Karolusstiftung eingentlich sei. Sandra hatte die Idee, einfach mal vorbeizuschauen (an der Haustür klingeln und erläutern, dass man für TWCR ermittle und der Fall einen hergeführt hätte), um mal zu sehen, was dann passiere. Vanessa wollte sie zwar bremesen, denn sie hatte ihren kühlen Kopf wiedergefunden und noch dazu einigermaßen Muffe, dass man es da mit mächtigen Gegnern zu tun haben könnte, aber Sandra konnte sie überzeugen, das Gebäude zumindest mal näher zu betrachten.

Bond ging.

Vanessas Muffe steigerte sich selbst (und ohne Karma) von zwei auf vier, als ihre Inhaberin die sehr starke Barriere, die vergitterten Fenster, die herrschaftliche Treppe und das eherne schwarze Eingangstor sah. Sie sah sich aber dennoch gewissermaßen in Zugzwang, mitzugehen, weil Sandra ihren eigenen Entschluss bereits gefasst hatte (Der Entschluss hieß: Vorwärts) und Vanessa Sandra da nicht "alleine reingehen lassen" konnte.

Neben der Pforte war befand sich (deshalb auch der Name) das Pförtnerhäuschen. Darin saß ein altes Männchen zusammengesunken auf einem Stuhl, beinahe sah es so aus als würde er schlafen, dennoch hörten die beiden Detektivinnen die Frage, was sie denn hier wollten.Sandra rückte gleich raus mit der Sprache: Man hätte da was gefunden, was vielleicht zum Hausbestand der Kaolusstiftung gehöre.

Da ging die Türe auf.

Nur einen Spalt. Sandra steckte vorsichtig den Kopf hinein, konnte aber in der Dunkelheit bis auf einen Glasvorbau im Inneren kaum etwas erkennen und versuchte es erst einmal mit einem vorsichtigen: "Hallo? Ist da Jemand?"

Zunächst rührte sich nichts. Als die beiden Frauen das Innere betraten, bot sich ihnen ein außergewöhnliches Bild. In der dunklen Halle mit der enorm hohen Decke fanden sich die verschiedensten Gegnstände, allesamt Überbleibsel aus dem letzen Jahrtausen, aus den 90ern des 20. Jahrhunderts. Sogar ein Düsenjet war an der Decke aufgehängt worden. Während sie dich noch in der Halle umsahen, sahen sie einen Schatten oben an der Galerie vorbeihuschen.

Sandra wiederholte ihre Frage, und wurde nach einigen weiteren Versuchen mit einer Art Antwort belohnt. EIne männliche, dennoch ziemlich schrille Stimme echauffierte sich aufs Ärgste über die nächtliche Störung und beschrieb auch, wie der Eindringling verjagt wurde. Der Unsichtbare regte sich außerordentlich darüber auf, dass er dem Eindringling nicht den Garaus machen konnte, und schließlich fragte er die beiden Neuankömmlinge, wo der Eindringling sei. Die Antwort, dass sie das nicht wüssten, ließ er nicht gelten, und als er dann noch ein schnippischer Kommentar von Vanessa: "Dann gehen wir halt wieder" über sich ergehen lassen musste, reichte es ihm wohl.

Vanessa hatte sich gerade zum Gehen umgewandt, als vor der Ausgangstür plötzlich ein hagerer, hochgewachsener Typ mit schwarzen, gegelten Haaren und einer Locke über die Stirn geschnmiert, erschien. Die Elfe zögerte nicht lang und eröffnete sofort das Feuer - Mit Erfolg: Die Kopfschüsse saßen und der Magier wurde nach hinten gebürstet, während hinter ihm der Glasinnenbau in Tausende Splitter zerbarst.

Vanessa und Sandra sprinteten los, Richtung Ausgang. Bevor sie aber dort ankamen, manifestierte sich ein Wirbelsturm im Inneren der Halle. Vanessa rannte auf den leblosen Körper zu und rief ins Dunkle, dass der Sturm aufhören sollte und trat dem Körper noch einmal kräftig ins Gesicht, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen. Mit einer Art Erfolg: Aus dem Wirbelsturm wuchs auf einmal ein Arm, der ihr einen gehörigen Schlag versetzte. Sandra erkannte nun, dass es sich um einen Sturmgeist handelte, und begann, ihn zu bannen. Mittlerweile befanden sich die beiden Frauen im Zentrum des Wirbelsturms. Dieser hatte die Scherben aufwirbeln lassen, so dass sich diese nun um die Beiden und außerdem auf sie zu bewegten. Plötzlich wurde der Körper nach draußen, jenseits des Wirbelsturm gezogen. Vanessa versuchte, ihn zu halten, das gelang ihr aber nicht, und obwohl Sandra den Geist in der nächsten Sekunde gebannt hatte und damit der Sturm vorbei war, war der Körper plörzlich verschwunden.

Sandra und Vanessa machten sich schleunigst auf den Weg nach draußen, doch die Tür war verschlossen. Als sie an die Tür hämmerten, hörten sie die Stimme des Pförtners, der sich erkundigte, was denn so dringend sei. Es stellte sich heraus, dass der Pförtner sich nicht erinnern konnte, sie hereingelassen zu haben. Außerdem brauchte der alte Kerl so lange, die Tür zu öffnen, dass mittlereweile Lonestar schon eingetroffen war und die beiden Damen erstmal zur Befragung mitnahm.

Die Karolus-Stiftung (2)Bearbeiten

Anwesend: Daniel, Vanessa, Ali, Scott

Die Befragung durch Lone Star zog sich noch etwas hin, da aber kein Anlaß bestand, blieb man im Großen und Ganzen bei der Wahrheit. Im Anschluß wurde die Gruppe medizinisch versorgt und gebeten, in einem Striefenwagen mitzukommen, um weitere Fragen zu beantworten. Zur Verwunderung aller hielt das Fahrzeug jedoch nicht vor einem Police Department, sondern in Downtown vor einem Bürogebäude. Auf Nachfrage Scotts gab der Polizist Auskunft, dass ein Vertreter der Karolus-Stiftung noch ein paar Fragen hätte und verschwand in die regnerische Nacht. Um nicht weiter durchnässt zu werden, betraten Ali, Scott und Vanesssa das Gebäude über eine weitgeschwungene Treppe und fanden sich in einem langezogenem, gedimmten Flur mit diversen Aufzugtüren wieder, von denen eine geöffnet war und ihr Licht in den Korridor warf.

Vanessa sah sich noch nach einem Treppenhaus um, musste allerdings feststellen, dass dieses hinter dem Empfang lag, der leider durch Glastüren verschlossen war. So blieb dem Trio nichts weiter übrig, als die Aufzugkabine zu benutzen. Der Aufzug selber hatte auch nur zwei Stockwerke zur Auswahl auf seinem Bedienpanel, was zumindest keine Zweifel nach dem Ziel aufkommen ließ. Scott umklammerte noch den Handlauf in der Kabine, ehe sich die Türen schlossen und der Aufzug in Bewegung setzte, unangenehm erinnert an diverse Trideos, in denen sich in solchen Situationen immer die Bodenplatte zu öffnen pflegte, um die Helden in ein Haifischbecken stürzen zu lassen. Das erinnert ihn an die neuesten James Bond Trideos und er erläutert warum die James Bond Trids immer schlechter werden.

Der Lift bewegte sich zügig in die Höhe und öffnete nur wenige Sekunden nach Abfahrt im Zielstockwerk seine Türen und gab den Blick auf eine langen Flur mit dunkler Holzvertäfelung, einigen Couches und dickem Teppich frei. Einem alten Instinkt folgend teilte sich die Gruppe automatisch in eine Schützenreihe auf, maß den Raum ab und nahm möglichst viele Details auf.

"Mein werter Freund Hinten" befand sich diesmal scheinbar in einem Raum am Ende des Ganges, jenseits der Couches, in einem Raum, dessen Tür offenstand und aus dem auch Licht fiel. Die Gruppe betrat den Raum und erblickte ein Zimmer, das in einen merkwürdigen goldenen Schein getaucht war (was von den gold getönten Scheiben kam). Hinter einem schweren Schreibtisch saß ein riesenhafter Mann, dessen Proportionen sehr ungewöhnlich erschienen: Der viel zu große Kopf baumelte zwischen den breiten Schultern über dem Schreibtisch, und als die Gäste den Raum betraten, hebte sich der Kopf und es zeigte sich ein fahles Gesicht mit einer golden verspiegelten Sonnebrille. Der Gastgeber begrüßte seine Gäste - beim Namen - und bat sie, sich an dem Servierwagen neben dem Eingang zu bedinen. Zur Überraschung Aller fand Jeder eines seiner Lieblingsgetränke auf dem Tischchen: Vanessa fand mit Erdbeere gesüßten Tee, Scott Schlumpfbeerensaft und Ali Bier. Er teilt seine Überraschung mit, dass die drei die Auseinandersetzung in der Karolus-Stiftung überlebt haben.

Der Custos stellte sich als der Schatzmeister der Karolus-Stiftung vor und macht Andeutungen, dass die Stiftung aus Vampiren & Co besteht und diese die Dienste der Charaktere schon zwei mal in Anspruch genommen hatten.

Des weiteren ließ er fallen, dass Locke (der vor 20 Jahren auch ein Vampir war) und der Milkaschild-Dieb sich noch in dieser Nacht in einem Lagerhaus der Karolus-Stiftung zeigen würden. Ein Dokument, das Locke dringend benötigt, liegt dort. Wenn die Charaktere es schaffen würden, Locke aus dem Anwesen rauszuschmeißen, dann wäre ihnen der Dank der Stiftung und evtl. ein feuchter Händedruck gewiss. Außerdem ließ er durchblicken, dass er davon absehen würde, die Truppe wegen Hausfriedensbruch anzuschwärzen, wenn sie den Vampir vertreiben würden.

Vanessa gefiel das Angebot und die versteckte Drohung nicht, was sie auch vehement zu verstehen gab. Sie verlangte, dass der Hühne Ihnen verraten sollte, wann sie denn schon für die Stiftung gearbeitet hätten und gab auch zu verstehen, dass sie sich nicht gerne drohen ließ. Trotzdem ließen sich die Charaktere auf ein Geschäft ein: Sie bekämem die Information, wo der Milkalschild-Dieb in dieser Nacht auftauchen würde und dafür sollte sie den Vampir aus dem Anwesen herasusschmeißen. Zudem sollte Locke ein wertvolles Artefakt (ein Focus) der Karolus-Stiftung in seinem Besitz haben. Wenn die Charaktere es auch noch schaffen würden, ihm dieses zu entreißen, könnten sie mit einer Belohnung von 70.000 Nuyen rechnen. Zu guter Letzt erzählte der Vampir dem Trio die Geschichte von dem Vampir-Anwesen, in das die Charaktere schon zwei mal eingestiegen waren, anscheinend im Auftrag der Stiftung. Danach war ihr Gedächtnis jeweils gelöscht worden.

Die Helden nehmen die Mission an. Herr Custos gibt ihnen drei Steine aus Orchialkum, etwa so groß wie Billiardkugeln, mit. Sie sind sehr hilfreich wenn jemand verwundet sein sollte, erklärt er. Davon ermutigt, fragt Scott (oder Vanessa?) ob sie noch Waffen und Ausrüstung erhalten können. Der Schatzmeister rät von mundanen Waffen ab, da sie wenig erfolgversprechend gegen so ein Wesen seien. Die Helden wollen davon aber nichts wissen und bitten selbstbewusst nach der gewünschten Ausrüstung und erhalten folgendes:

Zwei gefütterte Schutzmäntel. Ali schnappt sich einen und Vanessa den anderen.

Eine Panzerjacke - die sich Scott nimmt.

Drei Helme, also für jeden einen.

Zwei Heckler + Koch MPs mit Laserfernrohr und ein Sturmgewehr mit Laserpointer.

Red Moon in RedmondBearbeiten

Südliches Redmond. Eine heruntergekommene, aber ruhige Gegend. Ein kühler Wind kündigt ein nächtliches Regen an. Das Lagerhaus der Karolus-Stiftung ist umgeben von einer Mauer (siehe Bild 1). Das Grundstück ist abschüssig. Daher ist die Mauer auf der Rückseite niedriger als vorne.
CarolusLager Gesamt
CarolusLager Turm

Die drei Aushlifs-Vampirjäger betreten die Szene. Scott schleicht erstmal allein an der Mauer entlang und bewegt sich vorsichtig Richtung Haupttor. Als er nach anderen Personen ausschau hält bemerkt er, dass sich von der anderen Seite jemand nähert. Es ist Daniel! Beide sind überrascht. Scott will wissen was Bond hier macht. Worauf der erzählt, dass er bei seiner Nachforschung auf die Wertberichtigung von Bilanzen der Carolus-Stiftung aufgrund gesunkener Grundstückspreise aufmerksam geworden ist. Daher kam er zum Schluss, dass ein weiteres Gebäude der Carolus-Stiftung hier sein müsste und er wollte es sich ansehen. Die anderen gesellen sich dazu. Daniel erfährt von ihnen um was es geht. Vanessa ist überrascht, dass Daniel bei dem Vorhaben mitmachen möchte, obwohl sie ihm gerade was von einem gefährlichen Vampir erzählt hat. Aber sie hat nichts dagegen.

Am Haupttor gibt Scott die Kombination ins Display ein die er vom Custos erhalten hat, und das Tor öffnet sich. Ein gewundener Pfad führt zu einem zweistöckigen Gebäude. Dahinter ist ein vierstöckiger Turm. Rechts vor dem Gebäude ist ein Schuppen. Daniel meint oben auf dem Dach des Gebäudes eine Silhouette gesehen zu haben. Daher beschließt man sich aufzuteilen: Scott und Ali gehen durch den Haupteingang hinein. Vanessa und Daniel wollen aus der Rückseite des Grundstückes auf die Mauer und aufs Gebäude klettern.

Scott und Ali bewegen sich den Pfad entlang auf die doppelflüglige Turmtür zu. Sie stellen fest, dass die Tür zugesperrt und das Schloss geschmolzen ist. Auch als sie vor der Tür des Gebäudes stehen, müssen sie das gleiche feststellen. Zugesperrt und das Schloss geschmolzen. Während Ali per Datenbuchse diese Neuigkeit an Daniel weitergibt, begibt sich Scott weiter zum Schuppen. Und siehe da, endlich eine offene Tür. Darob erfreut macht er einen Schritt hinein um sich umzusehen. Aber als er ein Ziehen an seinem vorderen Fuß spürt, springt er sofort wieder hinaus und wartet auf eine Detonation. Ali der das beobachtet hat kommt dazu, und sieht sich vorsichtig den unteren Teil am Eingang des Schuppen an. Ein Drahtstück ist auf Fußhöhe straff gespannt. Sofort informiert er Bond per Datenbuchse "Vorsicht! Sprengfallen!".

Nachdem die beiden die vermeintliche Sprengfalle detailierter ansehen, stellen sie fest, dass es sich nicht um eine Sprengfalle handelt (Ali schreibt Bond "Entwarnung! Keine Sprengfallen!"). Und wenig später kriegen sie heraus, dass es sich wohl um eine mit Pflöcken gespickte Vampirfalle handelt (Ali: "Vorsicht! Vampirfallen!"). Sie nehmen je ein Pflock mit. Könnte ja mal nützlich sein.

Währenddessen sind Vanessa und Daniel per Räuberleiter auf die rückwärtige Mauer geklettert. An der Gebäudefassade sehen sie eine Regenrinne, die zum hochklettern geeignet zu sein scheint. Ohne Probleme kommt Vanessa von dort auf das Dach des Gebäudes. Kurz darauf ist auch Bond oben. Obwohl Alis Nachrichten die auf seiner Datenbuchse ankommen eher besorgniserregend sind, fühlt er sich dennoch ermutigt weiter zu machen. Es beginnt zu regnen. Als er mit Vanessa die weitere Vorgehensweise besprechen möchte bemerkt er, dass sie abwesend ist. Ihr Blick scheint in die Ferne gerichtet.

Vanessa ist auf einem Dach, ein Gewehr im Anschlag. Sie sieht nach unten, auf ein Chinesisches Restaurant und wartet. Eine Limosine kommt. Bleibt vor dem Restaurant stehen. Ein Troll - Personenschützer - steigt aus und öffnet die hintere Autotür. Eine weitere Person - das Ziel - steigt aus. Vanessa neigt horchend den Kopf und antwortet dann in ein nicht sichtbares Micro "Ziel wird verdeckt! Schuss muss im Laufen erfolgen!". Sie horcht wieder, nickt leicht und zielt dann nach unten. Das Ziel ist eine junge Dame in einem eleganten Abendkleid. Sie bewegt sich auf die Eingangstür des Restaurants zu. Vanessa schießt und trifft sie am Unterschenkel. Die Dame stürzt. Sofort versucht der Personenschützer sie mit seinem Körper zu decken, aber er ist nicht schnell genug. Die junge Dame am Boden schaut nach oben. Vanessa sieht in ihr Gesicht und schießt ein weiteres mal.

Scott und Ali haben keine Idee wie sie die verschlossenen Türen überwinden können. Irgendwann hat Ali die Faxen dicke. Er geht in den Schuppen holt eine Spitzhacke und zertrümmert nach mehreren Versuchen die Tür des Turmes. Dann stößt er die doppelflüglige Tür auf (siehe Bild 2).

Oben auf dem Dach des Gebäudes ist Vanessa wieder voll da und schlägt vor, dass sie erneut mit einer Räuberleiter auf das nächsthöhere Fenster des Turmes klettern. Sie entscheiden sich, dass Daniel zuerst hochklettert und Vanessa dann nachkommt. Daniel schaut erst, ob er vom Rand des Daches irgendwas im inneren des fraglichen Fensters erspähen kann. Nachdem er nichts Verdächtiges sieht, steigt er an Vanessas Händen hoch. Als er sich oben am Fenstersims festhalten will, rutscht er aber aus und kippt langsam nach hinten...

Im untersten Raum des Hauptgebäudes fanden Scott und Jean einige Fässern und einem alten Heuwagen vor. Das heruntergekommene Gebäude revanchierte sich für die zetrümmerte Tür auf seine eigene Weise: Beim Anschalten des Lichtschalters verpasste die durchnässte Leitung Scott eine heftigen Schlag. Während er erst einmal seine Brandwunde behandelte, sah sich Jean um, konnte aber nichts Interessantes finden. Gemeinsam rückte man die hintere Rampe ins nächste Stockwerk vor.

Drop the Bond! Bearbeiten

  • Scott wird von Fässern getroffen, die die Rampe zum zweiten Stiockwerk heruntergepoltert kommen und dabei so arg verletzt, dass er sich gewzungen sieht die Liebeskugelden Heilstein einzusetzen.
  • Zeitgleich bemerkt Jean den Holzstaub, der von einer im nächsten Stockwerk rennenden Person losgerüttelt, von der Geschossdecke herabrieselt. Er vermeidet es aber, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen und schießt stattdessen aus der Hüfte und aufs Geratewohl in den Raum - ohne Effekt.
  • Der Läufer aus dem zweiten Stock schwingt sich an den Ketten eines Flaschenzugs in den ersten Stock hinab und versucht, Jean mit einem "flying dropkick" von den Beinen zu holen. Der Ex-Marine wehrt den fliegenden Angriff aber gekonnt ab und erschlägt den gerade auf dem Boden aufgekommenen Angreifer mit seiner Todeskralle, bevor dieser reagieren kann. Eine Durchsuchung des inzwischen als Norm mittleren Alters erkennbaren Angreifers ergibt Hinweise darauf, dass es sich bei ihm um den Hausmeister gehandelt haben könnte.

Dori: Sagen Sie mal: Wer ist denn dieser Cowboy?
Sledge: Das ist hier der Hausmeister. Ein lieber Freund von mir. Lassen Sie uns schleunigst abhauen, bevor er aufwacht!
* Jean setzt die Durchsuchung des Turmes fort. Er bemerkt dabei nur einen leichten Luftzug hinter einem großen Fass im zweiten Stock. Erst als er im dritten Stockwerk auf die inzwischen durch ein Fenster hereingestiegenen Vanessa und Sandra trifft, können sie gemeinschaftlich die angelehnte Geheimtüre finden, durch die die warme Luft des Hauptgebäudes in den zugigen Turm entweicht.

  • Daniel ist inzwischen von einem Luftgeist in den großen Wohnraum des Hauptgebäudes gezogen, kräftig auf den Boden aufgeschlagen und schließlich in einen schweren dunklen Brokatvorhang eingewickelt worden.
  • Als Jean, Vanessa und Sandra den Wohnraum betreten, hängt er als vampirförmiges Packet von einem der vier Kronleuchter.
  • Während das Team ausschwärmt, sich präventive Schüsse auf den Burkini-Bonddas Gardinenbündel verkneift und nach Locke Ausschau hält, erwacht ein Bleiglasfenster an der Stirnseite des Gebäudes zum Leben und entlässt den ehemaligen Vampir von der Brust einer Art allegorischer Frauenfigur in die physische Welt.
  • Der Ex-Vampir beginnt seinen Angriff dann auch gleich damit, dass er die Charaktere als Muttersöhnchen bezeichnet, bevor er die drei Ermittler mit einer levitierten Ledercouch von der Gallerie zu wischen versucht. Als die drei der relative langsam schwingenden Sitzgelegenheit mehr oder weniger ausweichen können, entfährt dem Angreifer ein höhnisches "Daneben! Das war wohl Nichts!!!".
  • Noch bevor die Couch geflogen kam, hat Sandra versucht, Locke mit Manablitzen beizukommen. Als das nicht wirkte, hat sie rasch den Geist gebannt, der die Gardine beim Kronleuchter einhüllt. Dadurch wird Daniel befreit, kommt aber unsanft auf dem Marmofboden auf. Schließlich beginnen Vanessa, Jean und Sandra die Erscheinung mit ihren automatischen Waffen zu beharken. Die Wirkung ist aber leider nicht von Dauer, da Locke den Schaden schnell wieder regeneriert. Zumindest straft er das Vorgehen seiner Kontrahenten noch mit einem pikierten "Ihr mogelt!" ab. Außerdem und beinahe unbemerkt geht die Bleiglasscheibe, aus der die Erscheinung entstiegen ist, zu Bruch.

Vanessa: "Das ist unfair! Das, was Du machst, ist unfair. Kämpf mal wie ein Mann, Du Weichei!!!"
Locke: "Komm und kämpfe wie eine Frau!!!"
* Mit einem Feuerball und einer deutlich schnelleren "Couch-Rückhand" schlägt der Ex-Vampir zurück. Jean wird von der Balustrade gestoßen und Vanessa zieht den Schockstab und wechselt in den Nahkampf. Locke, der sich mit dem Feuerball in bester Medizinermanier selber den Kittel angesteckt hat, reagiert sauer auf diesen Affront, entgeht Vanessa Attacken jedoch mit Hilfe seiner mystisch gesteigerten Nahkampfreichweite.
Locke (während er den brennenden Saum seines Umhangs löscht): Das werdet Ihr mir büßen! Na wartet!!!
Vanessa: Du Idiot! Du hast Dich selber angesteckt!
Locke: Das lasse ich Euch nicht ungestraft durchgehen!
Vanessa: Du Diletant! Wie kannst Du Dich selber anzünden?!
Locke: Ihr unfähigen ... Vollidioten!
Vanessa: Ich dachte, ich habe es mit einem ernstzunehmenden Gegner zu tun. Du bist ja lächerlich!
Locke: Ich verpasse Euch eine Abreibung.
* Statt den Ex-Vampir im Nahkampf in Schach(t) zu halten, wird Vanessa von ihm gepackt und quer durch den Raum auf die gegenüber liegende Balustrade geschleudert, wo sie erstmal benommen liegen bleibt.

  • Die Charaktere werden zunehmend verzweifelt: Bond steigt in den Kampf ein(?), Sandra schmeißt einen (Elementar?)Zauber, Vanessa untersucht den brennenden Kamin und Sandra wenig später den gesamten Raum nach etwas, das ihnen im Kampf gegen den übermächtigen Gegner helfen könnte.

Da baut sich Locke zu ganzer Größe auf: "Ihr elendigen Feigling! Ihr könnt davonrennen, aber Ihr könnt mir niemals entkommen!!! Ich erwische Euch!"
Vanessa: "Du hast mich weggeschmissen, Du Idiot! Ich bin nicht weggerannt!"
Locke aber ist bereits durch die Geheimtüre aus dem Raum entwichen und lässt eine gleichermaßen verwirrte wie verärgerte Vanessa zurück: "Was war das denn jetzt?!"
Locke (aus dem Nebenraum, in der Ferne leiser werdend): "Ihr feigen Pisser!"

Der Vampir, der aus der Kälte kam Bearbeiten

  • Der Vampir ist weg. Das Team verwirrt.
  • Alles wird durchsucht: Wohnbereich (oberflächlich), Badezimmer, Schlafzimmer (eines verschlossen das andere ehemals vom Hausmeister belegt) und Bibliothek.
  • Dort beschleicht Jean ein Gefühl imminenter Bedrohung, weswegen er für den Rest der Session in unregelmäßigen Abständen in zunehmender Hysterie das Team auf die Gefahr durch Locke hinweisen und zu entschlossenem Handeln aufrufen wird - freilich ohne zu spezifizieren, worin das entschlossene Handeln bestehen oder welches genaue Ziel es verfolgen soll.
  • Jemand (Jean?) entdeckt beim Durchsuchen der Küche im Kühlschrank einen in Zellophan eingewickelten Mann. Als er den Körper aus dem übel verbeulten Inneren des Kühlgeräts birgt, bemerkt er, dass der Mann noch lebt. Rasch setzt er den Heilstein einverwendet Jean den Heilstein, um den jungen Mann wieder zu Kräften kommen zu lassen.
  • Nun stellt sich heraus, dass der Mann - Jake mit Namen - der Einbrecher ist, den Locke im Museum erwischt und ausgesaugt hat. Nun ist er ein Vampir und hadert mit seinem Schicksal als blutsaugende Kreatur der Nacht. Deswegen hat er sich auf dem TWCR-Gelände auch auf die Schienen gelegt. Die Wunden sind aber regeneriert und nun ist er seinem Schöpfer nach Redmond gefolgt, um Rache zu nehmen.
  • Das gegenseitige Misstrauen ist groß (und abendfüllend). Dennoch nehmen die Ermittler Jakes Hinweis auf, dass Locke nach dem Geheimversteck des Artefakts gesucht hat und von dem Versteck nur bekannt ist, dass Vampire es nicht erkennen können.
  • Schließlich kommen die Charaktere auf die Idee, dass das Versteck hinter einer spiegelnden Oberfläche verborgen sein muss, da Vampire kein Spiegelbild besitzen. Und tatsächlich entdeckt Vanessa(?) auf dem polierten Marmorboden eine Stelle, an der sie sich in einem geometrischen Muster gebrochen spiegelt.
  • Aufgrund der vorhandenen Vorurteile gegenüber Vampiren und dem Verdacht, dass Jake evtl. der Versuchung erliegen könnte, das Artefakt an sich zu reissen, verkaufen ihn die Charaktere erstmal für blöd ersinnen die Ermittler eine List, um zu prüfen, wie Jake auf den Fund des Artefakts reagieren würde: Er ist erfreut über den Erfolg, zeigt aber kein Interesse an dem Objekt selbst. Sein Ziel ist und bleibt Rache.
  • Plötzlich tauch Locke wieder auf.
  • Ali wird von einer unsichtbaren Riesenhand gepackt und aus dem Wohnraum in das Badezimmer gezogen.

Locke (triumphierend): "Da habt Ihr Euch also verkrochen, Ihr kleinen Feiglinge!"

Ali (gedämpft durch die Badezimmertüre): "Wir verstecken uns doch garnicht!"

  • Locke schmeißt einen Kugelblitz auf die im gleichen Eck des Raumes versammelten Jean, Vanessa und Bond.

[...]

Big Trouble in Riddle China Bearbeiten

Getrennte Wege Bearbeiten

Sandra und Vanessa:

Vanessa verteilt Werbeflyer für die Detektei. In Cafes, Bars, Unis usw.

Sandra ist zu Hause und befragt das Kompendium nach verschiedenen Sachen. Infos zum Gral aus Rotmetall und der Interesse der Vampire daran: Vampire führen ihre Abstammung auf die mythische Figur "Kain" zurück. Der rote Kelch könnte möglicherweise dessen Nachlass zugeordnet werden - oder auch nicht. Zu den Horoi: Diese Wesen sind von alters her die Feinde der Drachen.  Auch die Hochelfen haben eine Fehde mit den Drachen.  Hochelfen versteht das Kompendium als eine Art Hochadel der elfischen Rasse; möglicherweise, so spekuliert Sandra, eine der vier ominösen Unterformen des Homo Sapiens Nobilis: Hochelfen, Metaelfen, Dunkelelfen und Rest (Blutelfen scheiden völlig aus!!!). Na hoffentlich kommt Vanessa nicht auf dumme Gedanken, überlegt Sandra.

Vanessa richtet in der Detektei eine Vitrine mit Souvenirs ein (vom 1. Auftrag: ein verbrauchter Heilstein und eine Milka-Plakette). Sie dekoriert die Kanzlei ein wenig.

Sandra stellt Fragen zum magischen Schwert des Dunklen Paladins, dem grün leuchtenden Buch aus Valetta, der Metallraute aus Hamilkais Mausoleum und den Pyre.. (Pyrenäen?) Pyrä... (Pyromanen?) NEIN Pygmäen: Die Raute ist eine Schuppe eines auserweltlichen Dämons. Das grünleuchtende Buch gehört den kultischen, verderbten Anhängern eines uralten Gottes den sie für den Schöpfer dieser Welt halten. Pygmäen: Ihr Ursprung wird östlich des Beseka-Sees vermutet. Sie sind vielleicht Anhänger des uralten Gottes. sandra spekuliert, dass die Gegenstände (oder ein Teil davon) benutzt wurde, um den Pakt zwischen den Mächten der Ordnung und des Chaos zu gefährden. Laut Kompendium stellt die irdische Sphäre neben der Sphäre der Ordnung (mundan?) und der Sphäre des Chaos (magisch?) eine Art neutrales Niemandsland dar. Anstatt sie einer der beiden anderen Sphären zuzuschlagen, wurde ein Vertrag zwischen den Mächten geschlossen, dass das Magieniveau auf der Erde sich regelmäßig auf und ab senkt.

Dann fährt Sandra in die Stadt und verteilt ebenfalls Werbeflyer in Cafes, Bars, Unis usw. und trifft sich mit Vanessa in der Kanzlei.

----------------------------

Daniel Bond:

Die Neugierde über die losen Enden in der Jason-Angelegenheit lässt Bond nicht los. Daher prüft er neben seiner Arbeit bei Ares die finanziellen Hintergründe, Jahresabschlüsse, Berichte, rechtliche Vorgängen usw. zu allen Firmen die in dem Fall vorkamen (vom Möbelhaus bis Bar "Plato", einfach alles). Dabei findet er heraus, dass das Startup-Unternehmen "Astera", der Hersteller des Nanitengelees, Inh. Marcus Wright, kurz vor dem Markteintritt Konkurs angemeldet hat. Die Konkursmasse hat United Petrochem billig abgekauft und das Naniten-Gelee neu herausgebracht. Daraufhin stieg der Wert deren Aktien um das 3-fache, was einem Gewinn von gut 1 Milliarde Nuyen entspricht. Da er nicht herausfinden kann, wem United Petrochem gehört, versucht er über die Seattler Börse an Informationen zu kommen. Dort lernt er Catherine alias Cat kennen, die er mit seiner dank der Motivationslektionen "Aggressives Aufreissen für erfolgreiche Menschen" der Mi-Go-Corporation (komplett mit subliminaen Botschaften!) neu erworbenen "Social Engineering"-Skills um den Finger wickelt.  Sie erzählt, dass einmal die Woche, ein Datenkurier (aka Datencowboy, Datenkönig, Datenkiller, Datenkondor...) vorbei kommt, um diskret die Anweisungen für die Börsengeschäfte von Petrochem zu überbringen.

Also verordnet sich Daniel einige Tage Arbeit im Foyer der Börse. Am Mittwoch ruft dann Cat von ihrem Büro aus an: "Er kommt runter". Daniel geht zu den Aufzügen. Der Aufzug öffnet sich und ein kräftiger Mann mit hohem Kragen der sehr nach Strassenschläger aussieht kommt heraus. Bond hält ihm die Hand hin: "Gestatten, Bond. Sind Sie der Datenkurier?" Der Mann macht einen halben Schritt zurück. Bond: "Ich interessiere mich für Aktien von United Petrochem". Der  Mann geht um Bond herum und läuft zügig zum Ausgang.  Bond hetzt hinterher: "Warten Sie! Ich möchte doch nur Aktien kaufen!" Unter den Blicken der umstehenden Leute folgt er dem Mann nach draußen, der dabei ist in ein Taxi einzusteigen. "Ich will nur reden!" ruft Bond und will schnell hinten mit reinsteigen, ist aber zu langsam. Die Tür geht zu und der Wagen fährt los. Daher nimmt er ein anderes Taxi "Folgen Sie dem Taxi da vorn! - Aber möglichst unauffällig!" Der Taxifahrer antwortet "Wenn ich das tun soll, möchte ich aber erstmal 500 Nuyen jetzt gleich auf die Hand!" Bond willigt ein.

----------------------------

Jean Baptist:

Aus Montreal kommend fährt Jean Baptist mit seinem Auto nach Seattle. An einer  Tankstelle kurz hinter der Stadtgrenze macht er Rast. Er geht in den Laden, der von einem Zwergen-Tankwart geführt wird. Während er sich die Auswahl an Stuffern besieht, hört er wie jemand in einem Gang lacht, das Geräusch von aufreißender Verpackung und schmatzende Kaugeräusche. Die Regale versperren ihm die Sicht. Nur ein Zylinderhut ragt heraus. Der Zwergen-Tankwart ruft dem Unbekannten rüber "Das müssen sie aber alles zahlen!". Als Antwort kommt nur ein Lachen. Vergnügt ruft Jean zum Unbekannten "Gehört der Hut zu Lincoln oder zu einem Kobold?". Wieder lacht der Fremde. Und erhebt sich. Ein großer schlanker Mann, afroamerikanisch. Er trägt einen Frack und hält einen Stab mit einer Kugel an der Spitze in der Hand. Weiße Farbe lässt sein Gesicht totenkopfähnlich erscheinen. Mit den Worten "Der gute Abe gab mir diesen Hut. Ich werde dich gleich mit ihm bekannt machen" kippt er ein Regal auf Jean. Der verblüffte Jean wird von dem Regal begraben. Die Waren ergießen sich auf und um ihn.

----------------------------

Sanda und Vanessa:

Ein Anruf ertönt. Sandra sieht Vanessa an "Gehst du ran?". Sandra geht zum Vidphone. Sandra stellt sich so auf, dass sie nicht gesehen werden kann. Vanessa schaltet den Vidphone ein "Detektei ... Vanessa Ritter, was kann ich für Sie tun?". Nachdem sie vom Anrufersekretär zu seinem Chef durchgestellt worden ist, sie sich Vanessa einem indisch aussehenden Ork im noblen Geschäftsanzug gegenüber: "Guten Tag, hier ist die Anwaltskanzlei "Choudry & Sons", wir benötigen eine Privatermittlung.".

V: "Um was geht es?"

C: "Zwei Informanten müssen geschützt und in ein Safehaus gebracht werden."

V: "Was hat es mit den beiden auf sich?"

C: "Die Informanten haben ihreArbeitsverhältnis ohne Zustimmung des Arbeitgebers beendet. Wir befürchten unangenehme Aktionen von Seiten des Arbeitgebers. Die beiden Personen haben jedoch Schutzrechte nach Paragraph .... Es ist nur so, dass die Sache eilig ist. Sie müssten spätenstens in 2 Std. an Ort und Stelle sein. Deshalb benötigen wir gleich eine Antwort ob Sie mitmachen."

V: "Einen Augenblick bitte" Vanessa schaltet den Vid auf stumm und dreht sich zu Sandra um.

S: "Das gefällt mir nicht. Ich möchte nicht in eine Konzernangelenheit verwickelt werden." Sie überlegt und fügt dann hinzu "Andererseits brauchen wir Geld für die Kanzlei. Können wir es uns leistens abzulehnen? Verlang mehr Geld für unseren Einsatz und 20% Risikozuschlag."

Vanessa schaltet den Vidphone wieder auf laut: "Wir müssten in zwei Stunden da sein?"

C: "Ja"

V: "Dann müssen wir vom üblichen Satz abweichen und einen höheren Betrag..."

C: "Sie bekommen einen Vorschuss von 3000 Nuyen sofort und weitere 5000 Nuyen bei Abschluss. Ist das akzeptabel?"

V: "Das ist ok. Wir  benötigen Start- und Zielort, Personenbeschreibung, mögliche weitere Infos. Gibt es einen Code?"

C: "Die Fotos und alle Koordinaten werden ihnen soeben übermittelt. Ihr Codewort lautet - Herbstsäule - Darauf müssen die Zielpersonen mit - Kaktee - antworten. Das gleiche gilt für die Personen im Safehaus."

V: "Wenn wir die beiden abholen sollen, stellen Sie uns einen Wagen?"

C: "Nein, wir halten es für sicherer wenn Sie ihr eigenes Auto nutzen."

V: "Wann erhalten wir den Vorschuss?"

C: "Bereits erledigt. Achja, hier noch eine Notfallnummer mit der Sie uns kontaktieren können. Es ist sehr wichtig, dass Sie mit niemanden sonst über diesen Auftrag reden. Geheimhaltung hat höchste Priorität. Vertrauen Sie niemanden. Nie-man-den! Haben Sie das verstanden?"

V: "Ja."

Das Gespräch wird beendet. Vanessa sieht das Geld auf dem Konto ist und sagt "Das ist eine ganz schön hohe Summe für so einen Auftrag."

S: "Könnte Schwierigkeiten bedeuten. Oder wer weiß, vielleicht ist das inzwischen normal. Vielleicht haben sich die Kanzlei-Preise im allgemeinen so entwickelt."

V: "Ich tippe auf Schwierigkeiten."

Sandra schaut sich die übermittelten Bilder und Koordinaten an: "Die beiden befinden sich in einem Motel im südl. Renton. Im Zimmer 12. Bevor wir da rein gehen werden wir scouten. Du siehst dich zu Fuß um und ich im Astralraum. Wenn wir sie gefunden haben, schauen wir nach unerwünschter Elektronik an den beiden. Erst dann fahren wir sie mit dem Auto zum Safehouse. Unterwegs halten wir nach Verfolgern ausschau. Bei einem möglichen Angriff wirkst du Schutzzauber auf die beiden und kämpfst gegen die Angreifer. Ich bringe sie schnellstens ins Safehouse." Vanessa sieht sich auch die Fotos an. Ein Asiate und ein Afroamerikaner sind zu sehen "So machen wir es." stimmt sie Sandra zu.

Nachdem sie sich ausrüsten (Manhunter, Schlagstock, gefütterte Mäntel usw.) fahren sie los.

----------------------------

Daniel Bond:

Im Taxi verfolgt Bond quer durch Seattle den Datenkurier. Der fährt jedoch kreuz und quer durch die Stadt. Irgendwann am späten Nachmittag, hält das verfolgte Taxi in Downtown vor einer Tiefgarage an. Der Datenkurier steigt aus und geht in die Tiefgarage. Daniel bittet den Taxifahrer dem Mann zu folgen und dafür langsam in die Tiefgarage zu fahren als wenn sie einen Parkplatz suchen würden.

----------------------------

Jean Baptist:

Schwere Regale liegen auf ihm. Alle möglichen Waren liegen auf ihm. Doch er fasst sich, aktiviert seine magischen Gegenstände und robbt  auf einen Seitengang. Da hört er den Fremden sagen "Aztekisches Essen. Feurig gut. Genau wie dieser... - Feuerball!" Und ein Feuerball schlägt bei Jean ein. Jean wird vom Einschlag verletzt. "Können wir nicht einfach Freunde sein!" ruft er. Trotz Verletzungen kommt er im Seitengang an und kann dort aufstehen.

Als er sieht wie der Voodoo-Mann den Zwergen-Tankwart an der Theke angreift, nutzt er die Gelegenheit um ihn mit Fernschlag anzugreifen. Aber er verfehlt.

"Machen wir jetzt Schattenboxen?!" sagt der Voodoo-Mann, dreht sich um, macht zwei Schritte und steht schon vor Jean. Der aber gleich einen Schritt zurückweicht, sich umsieht und nachdenkt.

Auf der Theke liegt der regungslose Zwerg. Neben ihm ein Schrotgewehr. Feuer bereitet sich langsam aus. Das Glas an der Frontscheibe des Ladens ist zersplittert. Draußen steht sein Auto und darin seine Pistole. Er entscheidet sich für sein Auto und rennt nach draußen. Hinter sich hört er die Worte "Du hast mir mein Pferd genommen. Jetzt nehme ich dir deins." Kaum ausgesprochen fliegt schon ein Feuerball unter das Auto. Die Explosion schleudert das Auto hoch. Jean reagiert schnell, rennt nach links um sich hinter das Toilettenhäuschen in Sicherheit zu bringen. Da explodiert auch schon die Tankstelle und schleudert Jean ein paar Meter weiter.

Er steht auf. Sieht auf die brennende Tankstelle. Seine Überzeugung, dass niemand eine solche Explosion überleben kann, löst sich in nichts auf, als er eine Gestalt aus dem Flammen kommen sieht. Die Silhouette wabert in der Hitze des Brandes. Jean ruft "Ich kauf dir ein neues Pferd, wenn du unbedingt eins brauchst" und rennt weg.

----------------------------

Sanda und Vanessa:

Am Zielort angekommen parken sie am nahezu verwaisten Motelparkplatz. Mit aufgesetztem Headmounted steigt Vanessa aus. Die Straßen sind leer. Gegenüber des Motels steht ein geschlossenes Badehaus. Das sieht sie sich zunächst an. Erkennt sofort dass der Dach ideal für einen Scharfschützen ist und teilt es Sandra mit. Die weiteren Häuser beachtet sie kaum und schlendert weiter zu einer Tankstelle, die auf der gleichen Straßenseite des Motels ist.

Sandra wechselt in die Astralebene und fliegt die Häuser und das Badehaus ab. Sieht sich auch die Tankstelle an und fliegt um das Motel herum. Dahinter ist ein Minigolfplatz, ein Park mit See und ein Fußgängerpfad, auf dem ein einsamer Jogger unterwegs ist. Nirgends etwas verdächtiges oder gefährliches. Dann schaut sie vorsichtig in die Zimmer des Motels. Nur zwei Zimmer sind belegt. In einem ist ein Pärchen dass gerade mitten im Geschlechtsakt ist und im zweiten Zimmer, vermutlich Zimmer 12, liegt eine Leiche. Sandra kehrt in ihr Körper zurück und kontaktiert Vanessa per Headmount.
SR Dach

Vanessa befindet sich im Shop der Tankstelle. Außer ihr und der Verkäuferin ist sonst niemand darin. Sandra meldet sich: "Keine Scharfschützen. Nur ein Pärchen im Hotel und eine Leiche im Zimmer 12."

V: "Ich komme zum Auto."

S: "Nein, bleib dort. Wir müssen unauffällig bleiben. Ich komme zu dir."

Sandra fährt zur Tankstelle, stellt ihr Auto an eine Zapfsäule und tankt. Dann geht sie ins Shop, umarmt Vanessa zärtlich von hinten und fragt "Und Schatz, hast du den Sekt?"

V: "Ich find ihn nicht!"

Sandra zu Verkäuferin: "Wo ist hier der Sekt?"

Verkäuferin: "Da hinten"

Sandra nimmt sich einen Sekt "Der ist genau richtig." Sie zahlen und verlassen das Geschäft. Sie fahren wieder zurück zum Motelparkplatz, parken dort und gehen ins Motel. Im Motellobby sitzt ein Junge vor einem Trid. Erst als Sandra laut auf die Theke klopft, wird er aufmerksam "Ja?".

S: "Wir hätten gerne ein Zimmer für zwei Personen."

J: "Zimmer 9. Bitte."

S: "Gibt es hier auch ein paar Jungs mit dem Spaß haben kann?"

J: "Hier sind nicht viele Leute. Nur in Zimmer 23 ist ein Pärchen und im Zimmer 12 hat ein Mann eingescheckt. Aber die haben alle gesagt, dass sie ihre Ruhe haben wollen."

Sandra zieht einen Hundert-Nuyen-Credstick "Sicher, dass sich da nicht was machen lässt?"

Der Junge ängstlich: "Ich darf das gar nichts machen. Die wollen wirklich nicht gestört werden." Sandra schiebt ihm das Geld rüber "Schade" und geht zusammen mit Vanessa langsam hinaus.

Wieder im Auto. Was tun? Warten? Weiter beobachten? Kontakt mit der Kanzlei Choudry herstellen? Sie beschließen, dass das ein Notfall ist, fahren zwei Blocks weiter und rufen die Notfallnummer der Kanzlei Choudry an. Vanessa spricht "Hallo hier Vanessa Ritter von der Detektei ..."

C: "Kanzlei Choudry & Sons"

V: "..."

C: "K-a-n-z-l-e-i   C-h-o-u-d-r-y   &   S-o-n-s"

V: "Ok ,ja, also wir sind vor Ort. Aber die beiden nicht. In dem Motel ist nur ein Pärchen und eine Leiche."

C: "Keine zwei Männer? Nur eine Leiche sagen Sie?"

V: "So ist es"

C: "Die sollten aber da sein... Sind sie sicher dass die Leiche einer der beiden Zielpersonen ist?"

Sandra schaltet sich ein "Ich bin die Partnerin. Ich hab da nur eine Leiche in Zimmer 12 gesehen. Mehr nicht. Wir möchten nicht mit einer Leiche erwischt werden."

C: "Bitte bleiben sie weiter dran. Vielleicht finden sie bei der Leiche Hinweise auf den Aufenthaltsort der Zielperson und können wenigstens den retten."

V: "Dann hat sich der Auftrag aber geändert. Hierfür sind Ermittlungsarbeiten nötigt."

C: "Gut, neuer Auftrag: Finden Sie raus wer die Leiche im Motel ist. Ermitteln Sie nach Hinweisen zum Verbleib der noch lebenden Zielperson und bringen ihn ins Safehouse. Ihr Bonus bei Erfolg wird um 10.000 Nuyen erhöht."

V: "Abgemacht."

Mit Unsichtbarkeit und Telepathiezauber ist es ein leichtes für die beiden Detektive unbemerkt ins Motel zu kommen. Leider ist die Tür von Zimmer 12 verschlossen. Nach kurzer Suche finden sie aber einen Zugang auf der Rückseite des Gebäudes. Dort stellen sie fest, dass die Tür aufgebrochen und angelehnt wurde. Sandra prüft nach Fallen und gibt den Weg frei. Beide gehen hinein und begutachten die Szene mit Detektivblick.

--------------------------

Daniel Bond:

In der Tiefgarage entdeckt Bond den Datencroupier vorne auf der andern Seite, macht die Scheibe auf und ruft "Warten Sie! Ich will doch nur mit Ihnen reden!"

Der Mann beachtet ihn nicht (oder hört ihn nicht), geht in einen Aufzug. Der Taxi bleibt vor dem Aufzug stehen. Bond sieht wie der Aufzug nach oben geht und steigt aus. Er drückt auf den Aufzugsknopf und sagt zum Taxifahrer "Warten Sie auf mich, ich komme gleich wieder."

Darauf der Taxifahrer "Hören Sie mal, ich hab sie durch die halbe Stadt gefahren, für nur 500 Nuyen. Jetzt will ich aber weitere 350 Nuyen."

B: "Wir hatten eine Abmachung. 500 Nuyen im voraus. Tja, Pech gehabt."

T: "Nichts da! Ich will mein Geld!"- Er zieht einen Baselballschläger hervor und steigt aus. Bond schaut wo der Aufzug stehen geblieben ist  - 8. Stock - und rennt zum Treppenhaus "Selber Schuld, Sie wollten doch eine feste Summe im Voraus haben... Idiot" und rennt die Treppe hoch.

----------------------------

Jean Baptist:

Weiter auf der Flucht rennt er auf ein Feld "Ich verstehe das mit dem Pferd nicht. Lass uns doch reden!" ruft er dem Voodoo-Mann zu. Er stürzt. Er ist über ein weißes Holzkreuz gestolpert! Er steht auf und sieht sich um. Auf dem Feld sind weitere Holzkreuze. Er ist auf einem Friedhof! Und der Voodoo-Mann kommt gemächlich näher. Leise Kinderreime, Abzählreime singend. "Was willst du!" ruft Jean.

"Ein Leben für ein Leben. Am Ende nehme ich sie alle mit. Komm mit mir."

Jean rennt weiter. Sprintet. Erreicht eine Gasse in einer heruntergekommenen Gegend. Er versteckt sich hinter einer Ecke. Dort sieht er einen Stuffer Shake vor der zwei Ork-Teens mit Mountainbikes stehen. Einer geht rein. Der andere hält die Bikes.

Jean geht auf den Ork-Teen zu "Wieviel willst du für ein Bike?". Der Ork knurrt nur "Zisch ab!".

"Hör mal, entweder ich kaufe dein Bike oder ich nehm es dir einfach ab!"

"Schwirr ab!"

Jean schubst den Ork. Der schubst zurück. Jean schubst besser und kann sich daher ein Bike schnappen und zischt bzw. schwirrt ab. Oder vielmehr er radelt davon.

----------------------------

Sanda und Vanessa:

Die Leiche, ein Asiate, wurde offenbar überrascht, überwältigt, befragt, gefoltert und erledigt. Seine Sachen liegen auf dem Tisch. Kein Geld mehr, keine ID. Eine Quittung für eine Vernissage in Seattle (Neo Aztekische Kunst) findet sich darin. Die Quittung wurde heute Nachmittag gekauft. Die Taschen der Leiche sind leer. Abgesehen von einer Schachfigur - einen Bauern! (Da Da Da Daamm!)

V: "Wer spielt mit uns so ein Spiel? Der Punk der damals Scott niedergeschossen hat, hat ihm auch eine Schachfigur, einen Läufer, zugesteckt. - Die Vernissage ist unsere einzige Spur. Vielleicht finden wir da den anderen?"

Auf dem Teppich findet Vanessa Spuren von einer Person. Offenbar der Mörder. "Der andere ist hier nie aufgekreuzt." meint Vanessa.

S: "Wir sollten die 15 Minuten noch abwarten, die als Frist gesetzt wurde. Vielleicht taucht er ja noch auf."

V: "Ich werde hier am Eingang warten."

S: "Ich warte im Auto."

V: "Verwisch deine Spuren."

Vanessa geht (weiterhin unsichtbar) zur Rezeption und wartet dort. Währenddessen steigt Sandra ins Auto und telepathet Vanessa zu "Komm schon ins Auto."

V: "Nein, ich warte die 15 Minuten noch ab. Fahr du los."

S: "Die Vernissage läuft bereits und wird live übertragen."

Während sie nebenher die Live-Übertragung ansieht, lässt sie sich online Karten reservieren. Plötzlich sieht sie die Zielperson in der Vernissage.

----------------------------

Jean Baptist:

Er fährt mit dem Bike wie er noch nie in seinem Leben fahrradgefahren ist. Unterwegs hat er Erscheinungen von weißen Friedhofsblumen, Orcherstern die auf Friedhöfen spielen und ähnlichen Dingen.  Seine Nerven liegen blank. Er gewinnt an Distanz zum Voodo-Mann und die Erscheinungen werden schwächer.

Da! Eine U-Bahn-Station ist zu sehen. Er schleppt sich mit seinem Mountainbike da hin. Sieht nach wann die Bahn nach Seattle kommt. In 2 Minuten! Er will sich verstecken, und findet was, aber das Rad ist zu groß. Dann überlegt er das Rad auf die Gleise zu werfen. Verwirft aber diesen Gedanken wieder.

Nur noch 1 Minute.

Auf einmal sieht er in der Ferne den Voodoo-Mann auf einem Pferd reitend näherkommen. Daher begibt sich Jean so weit wie möglich ans Ende des Gleises. Endlich kommt die U-Bahn. Er steigt am Ende ein. Die Türen bleiben offen. Er zittert. Wartet. Hört Hufgetrappel. Bis in die  Fußspitzen angespannt, erschrickt er sich fast zu Tode als ihn jemand an der Schulter berührt und sagt "Hast du was für mich..."

Jean atmet aus, als er sieht, dass es nur ein Bettler ist. Gibt ihm Geld "Mein Gott, Sie haben mich erschreckt!".

"Tut mir leid." stammelt der schuldbewusst.

Dann schließen die Türen und der Zug fährt an.

Interludium I - PRESS START TO CONTNUE Bearbeiten

Die beiden Trillerpfeifen-Träger hatten Seattle als den Ort gewählt, an dem wir uns treffen würden. Wo sie sich für einen hoffentlich viel zu kurzen Augenblick exponieren und dann ihr vorangegangenes Leben hinter sich lassen würden. Warum sie Seatlle gewählt haben? Vielleicht weil sie die Stadt kennen, dort früher gelebt und gearbeitet haben und sie noch einmal sehen wollen, bevor sie von der Bildfläche verschwinden. Woher soll ich das wissen?! Ich kenne die beiden ja nicht - noch nicht.

Meine eigene Anreise verläuft reibungslos und meine Leute haben bereits eine Anwaltskanzlei mit der Vorbereitung beauftragt. Konten, Kanäle, Safe House und "Bodentruppen": Alles wird über die diskreten Herrschaften der Kanzlei abgewickelt. Und falls es Probleme gibt, prallen alle unangenehmen Fragen an der anwaltlichen Schweigepflicht ab und meine Leute bleiben unbehelligt. Der Begriff "Bodentruppen" ist nicht von mir. Es entstammt dem morbiden Humor eines Kollegen daheim in New York. Halb spöttisch stellt es eine einfache Personenbeförderung und -bewachug auf die Stufe einer Bodenoffensive. Im rauhen Seattle kann er aber auch schnell zutreffen, wie ich vor einigen Jahren selbst erleben durfte. Also erhält die Kanzlei einen um eine Gefahrenzulage erweiterten Finanzrahmen, um auf die Schnelle eine Detektei mit der Abholung meiner beiden Informanten zu betrauen. Ein diskretes kleines Detektivbüro. Groß genug, um den Auftrag spontan zu übernehmen, aber klein genug, um Verschwiegenheit zu garantieren. Erfahren genug, um die Operation nicht zu verpatzen, aber gleichzeitig noch nicht so etabliert, dass sie verstrickt sein könnte. Wie durch ein Wunder zaubern die Anwälte innerhalb von zwei/drei Vidphone-Anrufen ein Exemplar dieser widersprüchlichen Spezies aus dem Hut und verpflichten die Herrschaften für den Auftrag. Natürlich bin ich neugierig, wer die Frauen und Männer sind, denen ich das Wohl (und durchaus auch das Leben) meiner Informanten gerade anvertraue. Erinnerungen an früher werden wach. Ob sie den Auftrag als bloßen Job betrachten oder sich aufrichtig um ihre Schutzbefohlenen sorgen? Aber ich habe keine Zeit, in Nostalgie zu schwelgen: Die Detektive erhalten den Treffpunkt, die Losungsworte und die Adresse des Safe House und fahren los, während ich dazu verdammt bin, in meinem Hotelzimmer zu sitzen, alle Kommunikationskanäle offen zu halten und auf die nächste Phase der Operation zu warten.

Und dann fällt der erste Schlag: Die Kanzlei ruft an. Der Juniorpartner informiert mich in aller gebotener Kürze über eine verschlüsselte Leitung, dass ein Informant tot ist und sich die Detektive auf die Spur des zweiten begeben haben. Mein Herz scheint für einen Augenblick auszusetzen und ich höre nur mit einem Ohr die Vorschläge des jungen Anwalts, wie der gemeinsame Vertrag an die neue Situation angepasst werden könnte/müsste. Mir ist das in diesem Moment vollkommen egal. Wenn die mysteriöse Gegenseite den einen Kontakt aufspüren konnte, dann hängt das Leben des anderen nur mehr an einem seidenen Faden. Und ich muss mich mit dem Gedanken anfreunden, dass unsere eigene Organisation (entweder die bestehende oder die speziell für diese Angelegenheit aufgezogene) ein Leck hat.

Auf den zweiten Schlag muss ich nur eine gute Dreiviertelstunde warten. Mir kommt diese Zeit freilich wie eine Ewigkeit vor. Beide Informanten sind tot. Ermordet von einem Auftragskiller unter aktiver Beihilfe ihrer eigenen Gutgläubigkeit (in unsere Fähigkeit, sie zu schützen) und unserem handwerklichen Versagen. Ich gebe zu, dass ich in diesem Augenblick gedanklich bereits in den Flieger steige und das nasskalte Westküstenwetter genauso wie den grandiosen Fehlschlag hinter mir lasse. Die namelosen Detektive stimmen mich um. Sie haben eine Spur des Mörders aufgetan und verfolgen diese augenblicklich durch das regnerische Seattle. Und ich verstehe: Die Sache ist erst zu Ende, wenn ich mich geschlagen gebe. Meine Chefs wissen noch nichts von der Wendung der Ereignisse. Noch habe ich Entscheidungsfreiheit. Und wenn der Mörder gefunden werden kann, werden sich daraus wertvolle Informationen ergeben. Und nicht zuletzt wird auch den beiden tapferen Männern Gerechtigkeit widerfahren.

Nach dem Standardprotokoll via Kanzlei werde ich dieses Katz-und-Maus-Spiel aber nicht gewinnen. Es ist zu langsam und steht aktuell im Verdacht, am Mord zweier Informanten mitschuldig zu sein. Also werfe ich meine Anweisungen, meine Ausbildung und den Schutz anwaltlicher Diskretion über Bord und vereinbare ein sofortiges Treffen mit den Detektiven - irgendwo am Wegesrand ihrer nächtlichen Ermittlungen, die sich mein überspanntes Hirn als wüste Verfolgungsjagd mit Schußwechseln und Kurzstreckensprints vorstellt.

Interludium II - SELECT YOUR PLAYER Bearbeiten

Anwesend: ???

Die beiden betagten Herren saßen an ihrem improvisierten Tisch. Behagliche Wärme hüllte sie ein, während der Regen stetig auf die großen Fensterflächen trommelte.

Ältere, Der: Jetzt stolpern diese sogenannten Detektive zum zweiten Mal stolpern augenscheinlich in unsere Angelegenheiten hinein. Das ist kein Zufall.

Alte, Der: Es ist nicht unsere Aufgabe, an Zufälle zu glauben.

Der Ältere: Das letzte Mal verliefen ihre Ermittlungen im Sande. Aber inzwischen muss es sich für Ritters Tochter und die anderen zu einem Bild fügen. Und wenn sie noch weiter vordringen, wird es kein Zurück mehr geben!

Der Alte: Wie wollen wir sie dieses Mal neutralisieren. Mit brachialen Methoden?

Der Ältere: Ich hab mir die Klonkillerin und ihre Leute schon ein paar Mal ansehen können: In Australien, in Japan …

Der Alte: Tatsächlich?! Und wie haben sie reagiert?!

Der Ältere: Sie haben mich nicht erkannt und verschwenden vermutlich keinen Gedanken an unsere flüchtigen Begegnungen.

Der Alte: Sie nicht. Aber diese Schlacht läuft auf so vielen Ebenen ab: Könnte es nicht sein, dass sie Hintermänner haben, die uns Probleme bereiten würden? Vor allem wenn wir uns direkt um sie kümmern?!

Der Ältere: Denken Sie an den Baron?!

Der Alte: Das würde den überlieferten Mustern ziemlich gut entsprechen. Dann müssten wir davon ausgehen, dass sie unser Werk gezielt sabotieren werden.

Der Ältere: Der Weg zu uns führt aber immer noch am Drachen vorbei

Der Alte: Achja! Der Drache …

Ein Fall für Daniel Bond Bearbeiten

Anwesend: Bond, Kemp, Maxwell, Ritter und Stauff

Bond setzte dem Flüchtigen Datenkümmel durch das Treppenhaus nach. Glücklicherweise bot das Treppenhaus genauso viele Ausgänge wie der Fahrstuhl - nämlich noch genau einen weiteren. Als Bond dort das Treppenhaus verließ, fand er sich auf einem im Umbau befindlichen Monorail-Bahnhof wieder. Auf dem teilweise gefliessten Bahnsteig vor Bond stand der Gesuchte umringt von einer Gruppe aus mehr als einem Dutzend Punks in grünen und organgenen Ponchos - scheinbar in Verhandlungen vertieft. Bond besann sich seiner guten Kinderstube und wartete, bis das Gespräch zuende gehen würde. Allerdings endete es damit, dass der Datenkaiser seinen angeheuerten Lakaien auftrug, sich auch um den nervigen Verfolger zu kümmern.

Drei der Punks setzten sich daraufhin von der Hauptgruppe ab, den Auftrag um und Bond heftig im Nahkampf zu. Der Ares-Mann versuchte eine Chaotische Welt zu improvisieren sich noch mit nüchternen Erklärungen aus der Affäre zu ziehen. Seine Behauptung, nur ein Geschäft abschließen zu wollen und daher überhaupt kein Geld bei sich zu haben, entfaltete aber nicht die erhoffte rationale Durschschlagskraft. Einer der drei Angreifer hatte seine Magnesiumpillen nicht genommen und schied mit einem fiesen Wadenkrampf aus dem Gefecht aus. Aber die anderen überwältigten Bond im Nu, packten ihn an Armen und Beiden und hoben ihn hoch.

Der Umweg Bearbeiten

Anwesend: Bond, Kemp, Maxwell, Ritter und Stauff

Y must we cross Bearbeiten

Anwesend: Bond, Kemp, Maxwell, Ritter und Stauff

Glasbrücke

Y must we fall Bearbeiten

Das unverhoffte Trampoding Bearbeiten

War sowieso eine langweilige Vernissage Bearbeiten

Sandra und Scott schoben sich durch die Tür und zogen sie hinter sich zu. Scott murmelte ein "Entschuldige, Vanessa" und schoß auf das Schloß, um die Türe zu verschließen. Sandra lehnte sich gegen die Wand und realisierte, dass sie soeben Vanessa hat in den Tod hat rutschen sehen. Das war selbst für eine so erfahrene Shadowrunnerin wie sie zu viel. Sie sackte langsam zusammen und begann zu weinen. Scott - immer noch unter Adrenalin - überblickte den Raum und stellte fest, dass sie in einem der Ausstellungsräume gelangt waren. Die Besucher drängten sich panisch zu den Treppen, andere versteckten sich hinter Stellwänden oder Ausstellungsstücken. Als er realsiserte, dass Sandra nicht ansprechbar war, schüttelte er sie heftig an der Schulter und forderte den ex-Major auf, sich zusammenzureißen und die Mission zu erfüllen - da der Versuch jedoch nicht von Erfolg gekrönt war, ließ er die Kameradin erst einmal dort, wo sie war. Das allgemein Chaos, das durch die Explosionen und Schüsse entstand, war Scott zu viel und er beschloß kurzerhand die Lage etwas zu beruhigen.

Ein knappes Dutzend Schlafzauber später hatte sich die Aufregung zu seiner Zufriedenheit gelegt und er begann nach der Zielperson zu suchen. Da er im Ausstellungsraum nicht fündig wurde, begab er sich zum Treppenhaus bis hin zur Lobby, wo er vom oberen Treppenabsatz zusah wie die übrigen Besucher (die noch nicht von ihm schlafen gelegt wurden) durch die Vordertüre drängten.

Währenddessen kam Sandra wieder langsam zu sich und rappelte sich wieder auf und begann ebenfalls nach der Suche der Zielperson, gepackt von eisener Entschlossenheit, die Verantwortlichen für Vanessas Tod zur Rechenschaft zu ziehen - und der Weg würde mit dem aktuellen Auftrag und dessen Hintergründen seinen Anfang nehmen. Auf der Herrentoilette fand sie schließlich die Leiche des gesuchten Kronzeugen, offensichtlich dort erschossen. Daneben lag ein Bauer.

Fangt den Datenkarpfen! Bearbeiten

Rast Night in Chinatown Bearbeiten

Über das Dispatcher-System des Taxi-Unternehmen, mit dem sich der Datenkobold vom Ort des Vernissage-Anschlags entfernt hatte, gelang es den Ermittlern relativ einfach, die Position seines Taxis ausfindig zu machen. Sie holten ihren Mietwagen und machten sich auf den Weg, ihn einzuholen. Dies gelang ihnen just, als er in Chinatown das Taxi verließ und sich zu Fuß ins Getümmel des asiatischen Viertels stürzte. Sandra stieg ebenfalls aus, um ihm nachzusetzen. Irgendwie muss er sie dabei wohl bemerkt haben, weil der Datenknacker auf einmal losrannte, um in eine äusserst suspekte enge Seitengasse zu schlüpfen. Sandra und ihre ebenfalls aus dem Auto gestiegenen Kollegen hinterher.

Die dunkle Seitengasse, deren Bewohner hauptsächlich aus kleine Holzkisten und Mülltonnen bestanden, endete nach etwa zehn Metern an einer Seitentreppe, die entlang einer Hauswand ein paar Meter nach unten zu einer von einem Schläger bewachten Eisentüre führte. Am Eingang der Gasse saß auf einem Bänkchen unter einem Vordach der mysteriöse alte Chinese und streichelte seinen Bart. Scott schmiss ihm ein "guten Abend" entgegen, woraufhin der Chinese mit schwerem Akzent erwiederte:

"Ist es kart und geht's nicht weiter
sterrt euch oben auf die Reiter.
Die verschwiegenen Schwerwiegenden
bewachen den Friegenden."
Scott meinte lapidar: "Ich wollte schon immer den kennelernen, der die Glückskekse schreibt - Danke für den Hinweis!", und eilte weiter Richtung Treppe.


Vanessa, die als nächstes um die Ecke bog, wurde ebenso von dem mitteilungsbedürftigen Herren angequatscht:

"Der Fahrstuhr geht durchs Oberhaus'Er härt in keiner Etage
Im Fünften steigen die Rebenden aus
im Vierten schrummert die Rage."
. Vanessa kam etwas Ähnliches wie Scott in den Sinn, deshalb meinte sie kurz "Sie müssen der Kerl sein, der die Glückskekse schreibt!", lief dann aber gleich weiter in Richtung Treppe.


Bond begegnete dem Dichtenden mit Wohlwollen: Als er ihn so sitzen sah, streckte er ihm gleich 20¥ entgegen. Der Alte hob daraufhin seinen Zeigefinger und dichtete (35:30):

"Range Gerbe herfen euch weiter Brauer Heber schartet die Rampe ein
Grüne Schrange ist reichrich eiter
Aris tritt durch den Spieger ein"

Blood in an elevator Bearbeiten

Der Datenkäse hat sich durch die hinter der Eisentüre im Untergeschoss gelegene Wett- und Glücksspielhöhle und vorbei an den auf einen Hundekampf wettenden Stammkunden zum rückseitig gelegenen Paternoster durchgekämpft. Sandra, die gerade rechtzeitig die Höhle betritt, um ihn noch einsteigen zu sehen, folgt im zu schnell wie möglich. Bond und Scott folgen. Und Vanessa erledigt im Vorbeigehen noch den Türsteher mit einem Manablitz. Nacheinander fahren die vier Verfolger mit dem Paternoster hinauf in den fünften Stock. Die vier Stockwerke darunter lassen sie links liegen: Im Erdegschoss befindet sich eine fettig riechende Garküche. Im 1. Stock ein leeres Restaurant. Im 2. Stock sieht Sandra einen Korridor mit zwei bewaffneten Triaden-Wachen. Die etwas später vorbeifahrenden Bond, Maxwell und Ritter sehen nur noch den Gang. Der 3.Stock beherbergt die Buchhaltung des Wettbüros. Und im stockfinsteren 4. Stock starrt ein paar riesiger ominös roter Augen durch dicke Gitterstäbe in den Paternoster und legt subtil die Weiterfahrt nahe. Der fünfte Stock ist schließlich eine kleine Kammer auf dem Dach des Gebäudes.


Wassertank und Feuerreiter Bearbeiten

Sandra wird als erstes (kapp hinter dem Datenkakao) vom Paternoster auf das Dach befördert. Als sie aus der Dachkammer auf das Flachdach tritt, kann sie ihn aber nicht gleich entdecken, da er sich von der Dachkante auf die Krone einer Mauer herabgelassen hat, die zwischen zwei großen offenen Wassertanks von dem Paternostergebäude zu einem noch höheren Nachbargebäude verläuft. Sie hat gerade seinen sich entfernenden Kopf über die Dachkante hinweg erspäht, als die erste Triadenwache (aus dem dritten Stockwerk) das Dach betritt und ihr ein paar aufmunternde Kugeln aus ihrer leichten MP um die Ohren jagt. Derweil teffen Daniel und seine Begleitung, die ebenfalls im fünften Stock den Paternoster verlassen haben, auf den zweiten Triadenwächter. Vanessa verwickelt ihn umgehend in einen Nahkampf und schafft es beinahe, ihn vom Dach zu kicken. Er fängt aber zuerst sich selbst und schließlich einen Manablitz der Schamanin ein. Daraufhin schwärmen Daniel und Vanessa auf dem Dach aus, um auch den zweiten Triaden zu neutralisieren. Der aber nimmt die Beine in die Hand und eilt auf kleinen Umwegen zu seinem Chef. Sandra nutzt die Gunst der Rückendeckung und springt mit Anlauf auf das angrenzende Dach, auf dem der Datenkoffer vermutlich entlang rennt. Leider erwartet sie jenseits der Dachkante statt dem Dach nur ein Basin mit Regenwasser. Sie improvisierte rasch einen Köpfer, schwamm zur Mauer und setzte dem Datenkandis nach, der am Ende der Mauer eine Feuerleiter auf das Dach des Nachbargebäudes erklommen hatte.

Vanessa und mit etwas Abstand Daniel folgten den beiden über Mauer und Leiter auf das Dach des anderen Gebäudes.

Pork Chop Express Bearbeiten

Der Datencouscous war inzwischen durch einen aufgebrochenen Notausgang in eine Lagerhalle geflohen. Sandra, die ihm knapp auf den Fersen war, konnte gerade noch hören, wie er einen von drei Frachtrutschen hinab ins Gebäudeinnere nahm. Da sie momentan den telefonischen Kontakt zu ihren Hinterleuten verloren hatte, markierte sie nur rasch zwei der Rutschen und ließ sich die dritte Rutsche hinabgleiten. Kurze Zeit später nahmen Vanessa und dann Daniel die jeweils verbliebenen Rutschen.

Daniel landete auf einem relativ harten Lederpolster inmitten eines frostig temperierten Kühlraumes, dessen Edelstahltüre von außen verschlossen war. Vom Datenkaffee keine Spur! Ihm war kalt und es ging nicht weiter. Also machte er sich auf die Suche nach einem blauen Hebel. Leider fand er zwischen den von der Decke baumelnden Schweinehälften nur eine Leiter, die durch ein Loch in der Decke des Kühlraums führte sowie eine nahezu lebensgroße Eisskulptur dreier chinesischer Lanzenreiter. Der Aufstieg auf die Leiter führte Daniel leider nicht nur in eine Sackgasse, sondern zog dem vom Regen durchnässten Controlling-Spezialisten leichte Erfrierungen zu. Also kletterte Daniel auf die Reiter und erreichte von dort ein loses Lüftungsschachtgitter, von dem aus er durch eine Art Zwischendecke in eine Halle mit Zuchtbecken für (Speise?)Fische gelangte. Über und über mit weißem Rauhreif bedeckt reschreckte Daniel den Vorarbeiter fast zu Tode: Mit lauten "Daiman! Daiman!"-Rufen rannte der alte Chinese aus dem Raum und überließ es seinem bulligen Maschinisten, den Eindringling genauer unter die Lupe zu nehmen. Dieser kategorisierte den Ares-Mann sogleich als Fischfutter, übersah in der Aufregung den massiven mannshohen Schaumteppich, der aus der Klimaanlage quoll und sich anschickte, die Etherflaschen von der Laderampe zu schubsen, und begann auf den bereits angeschlagenen Daniel loszugehen. Der wiederum rettet sich mit einem Jackie-Chan-gleichen Manöver in einen der Zuchttanks und schickte seinem Angreifer einen Feuerblitz aus dem Zauberspeicher. Der Chinese fing sofort Feuer und rannte in Panik geradewegs in den sich ausbreitenden Schaum. Dadurch wurde der Mechaniker zwar gelöscht. Der aus den geborstenen Glasflaschen ausgelaufene Ether fing aber seinerseits Feuer und scheuchte den inzwischen aus dem Tank gekletterten Daniel durch die erstbeste Türe aus dem Raum.

Einen Treppenabsatz später gelangte Daniel durch eine weitere Türe hinter den Tresen eines Taliskrämershops. Bevor der Verkäufer ihm eine gesprungene Wunderlampe andrehen konnte, fiel ihm Daniel ins Wort und erkundigte sich nach dem Verbleib des Datenkärchers. Einen Datenkokos habe er nicht erkannt, gab der Chinese zurück. Aber soeben seine eine ganze Reihe Leute durch seinen Laden gestürmt, gefolgt von einem Tiger. "Das muss der Datenkumpel gewesen sein!" dachte sich Daniel und schloss sich umgehend der wilden Jagd an.

Schakkeline, komm wech von die Regale, Du Arsch! Bearbeiten

Vanessa gelangt per Rutsche in eine Werkstatt und verlässt diese auf der Suche nach dem Datenkürbis wieder.

Währenddessen hat Sandra gleich nach ihrer etwas unsanften Landung in einer Großwäscherei den fliehenden Datenkiwi erspäht und verfolgt ihn über Wäschereimitarbeiter (die samt einer Monatsladung Waschpulver in ein Gerbbecken fallen und dadurch eine kataklysmische Schaumeruption auslösen) und Waschmaschinen hinweg in eine stockfinstere Lagerhalle.

In der Lagerhalle nebenan wird Vanessa zwischen den Regalen von einer grün schillernden Naga überrascht und in ein Zauberduell verwickelt, aus dem sich die Elfin aber nach einer sauber auf der eitlen Schlange platzierten Nova blindlings durch die nächste Türe zurückzieht.

In der Dunkelheit der Halle hört Sandra die Schritte des Verfolgten hallen. Mit Hilfe eines Lichtzaubers entdeckt sie einen blauen Hebel an der Wand neben sich und schaltet mit diesem die Rampe ein, die der unglückselige Datenkader postwendend in den Raubkatzenbereich der Anlage herunterpurzelt.

Crouching Tiger Bearbeiten

Beinahe wäre der Datenkubus durch eine offene Klappe in einen Tigerkäfig gefallen. Er fing sich aber noch und sprang hinüber auf einen geländerbewehrten Laufsteg über den Raubkatzenkäfigen. Sandra rannte die Rampe ebenfalls herunter und gab einen vorsichtigen Einzelschuß aus ihrer treuen Crusader auf den Datenknoblauch ab. Leider verfehlte der Schuß und der Datenkulli schlüpfte, nachdem er noch im Laufen auf ein paar Knöpfe auf einem Panel am Geländer gehauen hatte, durch eine Türe aus dem Raum. Sandra (und ein paar Meter unter ihr der Tiger, dem sich soeben einige Tore geöffnet hatten) folgten ihm.

Die große Trainingshalle hinter der Türe war quadratisch und hatte an jeder Seite einen Eingang mit einem mehr oder weniger schmalen Podest davor. Jenseits des Podestes schloss sich der mindestens vier Meter tiefer liegende Boden der Halle an. Aus irgend einem Grund tropfte eine brennende Flüssigkeit aus dem darüber gelegenen Fischzuchtbereich von der Decke und setzte, die dort befestigten Taue in Brand. Ein wenig neben der geometrischen Mitte der Halle befand sich eine quadratische Plattform von fünf mal fünf Metern Fläche - vier Meter über dem Hallenboden und damit auf gleicher Höhe mit drei der vier Eingangspodeste. Auf einem dieser drei Podeste betrat Sandra den Raum und sah, dass der flüchtende Datenkorpus bereits auf einer schmalen Metallstange balancierend den Abrgund zur mittleren Plattform überwunden hatte.

[hier weiß ich leider nicht mehr, wer welche Zauber geschmissen hat]

Auf jeden Fall bekam der Datenkehricht massiven magischen Schutz von den vier Shaolin-Ki-Adepten, die sich vorab ordnungsgemäß für diese Zeit im Raumplan eingetragen hatten, und konnte mit geringfügigen Betäubungen und autonomen Gedanken auf der anderen Seite die Halle verlassen. Vanessa und Sandra beschäftigten sich derweil mit der ebenfalls in die Halle gestürmten Naga bzw. dem zielstrebigen Vermeiden der gelben Taue zugunsten solcher, die diverse Vorrichtungen von teuflischer Arglist auslösten. U.a. zwei Pfeilhagel, das Öffnen des Tigerkäfigs am Hallenboden und das Loslassen einer in der Decke ruhenden fünf Meter durchmessenden bronzenen Pendelkugel zum freien Schwingen im Raum - an brennenden Tauen! Mit etwas Verzögerung verließen die beiden Damen schließlich - gefolgt von einem Tiger - die Halle Richtung Taliskrämer.

Hidden Dragon Bearbeiten

Daniel war aus dem Ladenlokal des Taliskrämers gehetzt und inmitten einer dunstigen Opiumhöhle gelandet. Von der sedierten Kundschaft schien niemand einen Tiger bemerkt zu haben. Aber der Perlenvorhang am anderen Ende der Höhle schwang noch auffällig wild umher. Also lenkte Daniel seine schnellen Schritte dorthin und betrat das große Teehaus.

Dort hatten kurze Zeit vorher bereits Datenkaleun, Sandra und Vanessa ihren Auftritt gehabt. Das Teehaus war in einem großen vierstöckigen Atrium mit annähernd ovalem Grundriss untergebracht. Auf drei Seiten von Gebäuden umgeben mit einer großen Glasfassade zur Straße hin. In der Mitte des Teehauses ließen die Fußböden der drei oberen Stockwerke einen jeweils gut dutzend Meter durchmessenden Freiraum an dessen Rändern breite Treppen die benachbarten Stockwerke verbanden und der einen Blick vom obersten Stockwerk - wo die Opiumhöhle ihren Zugang hatte - auf die anderen Stockwerke gewährte. Der Datenköter war gleich nach dem Verlassen der Höhle auf die dritte Ebene hinabgeeilt, um dort am Tisch von Heung Chu zwischen den Triadenschlägern Schutz zu suchen.

Die beiden Detektivinnen erspähten ihn sofort nachdem sie das Teehaus betreten hatten. Allerdings erkannten sie auch, wie sich rund um Chu gut zwanzig Triaden sich von ihren Stühlen erhoben und für einen Kampf bereit machten. Die Hände von Triaden und Marines suchten instinktiv die Nähe der geholsterten Schusswaffen. Sonst bewegte sich niemand. Das vielstimmige Hintergrundrauschen klappernden Geschirrs und plappernder Gäste brach abrupt ab, als die anwesenden Zivilisten des Stand-Offs gewahr wurden. Die Luft war zum Zerreissen gespannt.

Dann stürzte ein leibhaftiger Tiger durch die Türe hinter den beiden Marines, krachte mit deutlich überdosiertem Schwung gegen das fünf Meter entfernte Geländer, durchbrach es und rutschte unter Zerkratzen einer kunstvollen hölzernen Bergidylle mehr oder weniger unkontrolliert vier Etagen nach unten. Das verschaffte den meisten Teehausgästen die nötige Anschubmotivation, um das Lokal schreiend zu verlassen. Lediglich ein Gast war auf der oberen Etage sitzen geblieben: Ein Mensch mittleren Alters, dessen grau-blaue Haare an der Schläfe ausrasiert waren, um den Blick auf ein tättowiertes Band keltischer Runen freizugeben, welches sich entlang des zurückgedrängten Haaransatzes rund um sein linkes Ohr schlängelte. Der Mann stellte seinen Tee ab und besah sich das Stand-Off aus sicherer Entfernung.

Vanessa trat an das zertrümmerte Geländer heran und wollte gerade das Wort an Herrn Chu richten. Da polterte etwas im Stockwerk über dem Teehaus. Ein langer Riss bildete sich in der mit Holzkassetten eingelegten Decke des Lokals und schließlich brach sich eine fünf Meter durchmessende Bronzekugel unter lautem Knacken den Weg in das Teehaus frei, schlug wie ein Erdbeben auf der obersten Ebene ein und rollte dann langsam aber unaufhaltsam die Treppe zur nächsten Etage hinab. Inzwischen hatte sie Fahrt aufgenommen und zermalmte dort noch ein gutes Dutzend Tische samt Bestuhlung bevor sie gegen eine Seitenwand des Teehauses prallte, abgelenkt wurde und die Treppe zur nächsten Etage nahm.

Geduldig wartete Vanessa ab, bis sich das Geräusch zermalmten Mobiliars ein paar Etagen später gelegt hatte, bevor sie Chu ansprach. Der Triadenführer war angesichts des (erneuten) Hausfriedensbruchs/Vandalismus nicht zu Gesprächen aufgelegt und setzte dazu an, seine Handlanger auf die Marines zu hetzen. Die beiden Damen hatten inzwischen Verstärkung durch einen abgekämpften und durchnässten Bond erhalten, dem immer noch zwei Kugelfische am Hintern klebten.

[Irgendwann während des ganzen Kuddelmuddels kam die abgängige Triadenwache hereinegstolpert, um Chu ganz aufgeregt und außer Atem zu warnen, dass Einbrecher auf dem Dach seien.]

Bevor er seinen Schlägern den Befehl zum Angriff geben konnte, wurde Chu aber von einer unscheinbaren Geste zum Schweigen gebracht: Ein kahlköpfiger Asiat in Magierrobe war durch eine verborgene Türe ins Teehaus getreten und hatte den Triadenführer augenblicklich in eine unterwürfige Stimmung versetzt. Vanessa erkannte den Mann aus ihrer Jagd-Vision, behielt aber die Nerven und richtete sich mit den Worten "Endlich jemand, mit dem man reden kann!" an den Neuankömmling. Der aber zischte nur ein von einem Zauber bis an die Ohren der Ermittler getragenes "Nein! Wir werden nicht reden. Sie werden schweigen und verschwinden!" zurück.

Nachdem die taktische Situation tatsächlich nicht mehr ganz so nach den Vorstellungen der beiden Damen beschaffen war, stimmten sie schweigend zu und verließen das Lokal zusammen mit Herrn Bond, dem im Erdgeschoss noch jemand von der Fischtheke aus "Daiman!" hinterherrief. Ebenfalls mit von der Partie war der keltisch tättowierte Herr, der sich Sandra durch korrekten Gebrauch der Losungsworte "Herbstsäule" und "Kaktee" als Auftraggeber zu erkennen gegeben hatte. Man setzte sich ins Auto und begann über die Hintergründe der Informanten-Morde, des Jason-Auftrags und des Datenknödel zu spekulieren. Nebenher stellet sich der Auftraggeber als Mr. Newton vor. Sandras Mutmaßung, von einem in den DemoDisp-Transaktion übertölpelten Konzern ageheuert worden zu sein, zerschlugen sich, als Newton kurzerhand angab, für die Presse zu recherchieren. Dennoch begann man sich auszutauschen und ein noch sehr unvollständiges Bild der Lage zu zeichnen. Folgende Lemmata wurden dabei vorgebracht:

  • Der Datenklositz hatte sowohl für den mysteriösen Nutznießer des Jason-Debakels als auch die Hintermänner der Informantenmorde gearbeitet.
  • Der Schachfigur-Killer war ebenfalls in beide Angelegenheiten involviert.
  • Auch Chu und seine Triade waren beide Male auf der Gegenseite unterwegs.
  • Die beiden Informanten hatten angeblich (mehr oder weniger direkt) für die UCAS-Regierung Vertuschungsaktionen unterstützt.
  • Die Verbindung zwischen Newton und den beiden war über einen anonymen Broker zustande gekommen.
  • Der "Daiman" hatte zwar einerseits mit den Informanten und der Detektei NIX am Hut, auf der anderen Seite aber schon zuviel gesehen, um ihn vor Abschluss der Ermittlungen so einfach laufen zu lassen.

Das "Wiedersehen" Bearbeiten

Newton bestand darauf, die letzte verbliebene Spur umgehend zu verfolgen: Den Telekomanschluss, von dem aus (via einigen Proxy-Knoten) der mysteriösen Broker den Kontakt zwischen Newtons Medienhaus und den ermordeten Informanten hergestellt hatte.

Da Bond in dieser Angelegenheit gerade das Stimmrecht verloren hatte, blieben nur noch die beiden Damen zu überzeugen. Newton spendierte ein paar Heilzauber und einige Stimulanzpatches und die Truppe war bereit für die nächste Saalschlacht weiteren Ermittlungen. Im Mietwagen der Detektive fuhr das Team zu den Koordinaten des Telekomanschlusses in den Redmond-Barrens. Gute zwei Stunden vor Sonnenaufgang langten die Ermittler an ihrem Ziel an. Unweit der riesigen, das Umland überragenden Glaskuppeln stieg man aus und teilte sich in zwei Teams auf, die von zwei unterschiedlichen Himmelsrichtungen auf das vor langer Zeit aufgegebene Treibhaus-Areal vorstießen. Sandra und Bond deckten die rechte Flanke und hielten die Frequenzscanner nach Zeichen von WiFi-Aktivität offen. Newton und Ritter schlichen sich gerade durch ein Feld überwuchernder Farne, als sie in der Ferne das Flackern einer Flamme erkannten. Vorsichtig suchten sie sich einen Weg durch die Vegetation, um einen besseren Blick auf die Lichtquelle zu erhalten. Über einen Farn lugend erkannte Vanessa zwei humanoide Gestalten, die sich an einem schmucklosen improvisierten Tischchen gegenüber saßen, ihre Umrisse erhellt von der auf dem Tisch flackernden Kerze. Just in diesem Moment drehte sich die Linke der beiden Gestalten in Richtung von Netwon und Ritter um und sagte direkt an Vanessa gewandt: "Willkommen, Vanessa! Endlich: Wir sehen uns wieder. Was hat das so lange gedauert?"

Die Schwelle im Eis Bearbeiten

Chandler Lake Bearbeiten

Schauplatz: Chandler Lake - Aleut Council

Anwesend: James Kraig, Sandra Kemp, Fräulein Binbin, Newall Newton

Irgendwie hatten die beiden "Wesen" aus dem Gewächshaus die Ermittler überzeugt, einem Hinweis bzw. Hilferuf im verschneiten und tiefgefrorenen Yukon-Gebiet im Lande der Aleuten nachzugehen. Vanessa war durch das Versprechen, mehr über ihren verstorbenen Vater zu erfahren, besonders motiviert worden.

Die Wesen hatten dem Ermittlungsteam noch ein paar kryptische Ratschläge mit auf den Weg gegeben: "Der Held sieht klar. Er spricht die Wahrheit die er sieht. Er ist bescheiden. Er ist mehr als er scheint. Und er steht auf festem Boden.

-------------

Auf dem Flug nach Norden erzählte Newall noch ein wenig davon, wie er an die beiden ermordeten Informanten geraten war: Vor ca. einem halben Jahr hatte es eine Gasexplosion in einem Bürokomplex in Boston gegeben. Knapp 100 Tote. Unter ihnen Newalls Partner. Bei seinen Recherchen bzgl. der Ursachen des Unglücks fand Newall Nichts verdächtiges. Aber sein Name gelangte zu einer gewissen Bekanntheit als jemand, der sich aufgeschlossen für alle Hintergründe der Explosion interessiert. So wurde er von einem Mitarbeiter einer Pizza-Lieferdienstes kontaktiert. Dieser hatte zum Zeitpunkt des Unglücks mit einer Person innerhalb des Gebäudes telefoniert, dabei sehr Bemerkenswertes erfahren und nun Angst um sein Leben. Kurz danach - und noch bevor er sich dem Reporter anvertrauen konnte - war der Mann tot.

-------------

Die beiden toten Informanten (aus dem vorherigen Fall) hatten ein System entwickelt, dass sehr rasch alle Telefonate (und anderweitige Kontakte) identifizieren kann, die in einem Zeitraum von einer Stunde an einem begrenzten Ort ein- oder von ihm ausgehen. Damit könnte man sehr rasch herausfinden, wer unmittelbar vor einem Ereignis wie der Bostoner Gasexplosion mit den Personen innerhalb des Gebäudes elektronischen Kontakt hatte.

-------------


Nun sind die Ermittler auf dem Weg nach Alaska: Ein mysteriöser Leichenfund ist zu klären. Newton hat sich der Detektei angeschlossen, um bei den Nachermittlungen zum Jason-Fall und dem Informanten-Mord zu helfen. Für den Auftag erhalten Sandra, Vanessa und Newall Kopfgeldjägerlizenzen für das Trans-Polar-Aleut-Gebiet. Daniel soll sich als Pathologe ausgeben und erhält die entsprechende Talent-Software. Ein Informant ist vor Ort. Codewort: "White Leaf".

Ankunft in Chandlerlake nähe Boston (207 Einwohner). Unterbringung im Three Pines Palms Hotel. Es ist März, früher Nachmittag. Die Ermittler überlegen sich im Foyer Decknamen. Vanessa gefällt der Name "Bin Bin". Daniel möchte sich "Fritz Habig" nennen, Vanessas Gegenvorschlag "James Kraig" klingt aber irgendwie passender. Sandra Deckname ?...

Eine kleine Dame mit wettergegerbtem Gesicht (Witschi Stam)... Chief Niehtat (Sheriff) -> Aleyatz... (Anm.: Was zur Hölle hab ich da notiert? "Aleuten"????)

Bond sagt was von "White Leaf", woraufhin die Dame die Ermittler zu einem Schuppen hinter dem Polizeigebäude geleitet. Sie stellt sich als Police Chief Nietat (oder Niehat) vor. Der Schuppen ist Ausrüstungsgebäude, Reservatenkammer und Pathologie in einem. Dort treffen sie auf einen älteren Herrn, schlohweiß mit geflochtenen Bändern, Hemd und Parka. Mit Zweigen in der Hand steht er in sich gekehrt über eine Leiche.

Nietat: "Darf ich vorstellen, Mr. Whiteleaf" und schaut Bond erwartungsvoll an. Dieser ist verwirrt, streckt die Hand aus "Guten Tag, Mr. White..."- "Ach, halt die Klappe" sagt Nietat "der Typ ist nur aus konfesionellen Gründen hier". Bond ist vollends verwirrt. Nietat erzählt "Die Leiche wurde 65 km entfernt auf einem Höhenkamm vor 2 Tagen von einem Pferdezüchter entdeckt. Ihr werdet in zwei Teams nach Spuren suchen. Die Truppe: Sie selbst, die Ermittler, zwei Deputys und ein Wildhüter." V + S sollen sich vor Ort ein Bild machen. Mit einem Pickup fahren sie mit Nietat daher zu einer Pferdefarm.

Währenddessen schaut sich Bond mit seinem neuen Talentsoft die Leiche an: Weiblich, anfang 30, Schnittwunden an Händen und Unterarmen. Erfrierungen an Füßen und Zehen. Halbschuhe, mit Wasser vollgesogen. Kleidung: Hose, Übergangsjacke - aber kein Schal, keine Handschuhe, keine Mütze. Todesursache: Aufgrund der Kälte und inneren Blutungen von eigenem Blut ertrunken. Todeszeitpunkt: Zwischen 2 und 20 Wochen. Auch Newall stöbert ein wenig in den Dingen, die die Tote bei sich hatte.

Dem Wohnhaus einer einsam gelegenen Pferderanch endet die Fahrt für S + V. Sandra geht mit Nietat ins Haus. Drinnen der Eigentümer, ein Indianer, der den Ordnungshütern Kaffee anbietet. V. bleibt draußen und schaut sich die Gegend an: Hoher Schnee, Bäume und ein Fahrzeug der auf sie zukommt. Auch S. sieht es aus dem Fenster und fragt Nietat "Gehört der zu euch?".

Der Indianer (ein Deputy?) sagt "Also so könnt ihr nicht raus! Ihr müsst euch erstmal richtig einkleiden. Mit Schutzmaske, Skibrille..." - Vanessa die inzwischen reingekommen ist fragt nochmal "Gehört das Fahrzeug zu euch?". "Ja" antwortet Nietat.

Nachdem sich die beiden wettergerecht eingekleidet haben, betritt ein Mann das Haus und stellt sich als David Crown vor. Er ist der Wildhüter. Zuständig für die Sicherheit der Touristen. Eine gewisse Antipathie gegenüber Kopfgeldjägern wird offenbar. "Wir werden schnell fahren müssen" sagt er "es wird schnell dunkel".

Mit zwei Fahrzeugen fahren sie den Berg hoch bis zu der Stelle kommen an dem Blutspuren zum Tatort führen, dort werden sie langsamer. Die Spuren verlieren sich in einem Bachlauf. S. fragt Nietat: "Was hatte die Frau für Verletzungen?" - "Ein paar Schnitte an den Händen, innere Blutungen." S. schaut sie skeptisch an "Das ist alles?" - "Hier gibt es sonst nichts außer meilenweit Schnee." S. "Wenn hier oben nichts mehr ist, was sollen wir dann hier überhaupt machen?  - "Morgen früh werden wir alle zur Farm fahren. Nach dem Frühstück teilen wir uns in Gruppen auf und durchsuchen quadrantweise die Gegend ab." S. "Nach was sollen wir suchen? Hier ist doch nichts!" Nietat, leicht verärgert:  - "Nach dem Gesetz darf ich euch einsetzen wie ich es für richtig halte. Sucht nach Spuren. Das ist eure Aufgabe. Ob es euch passt oder ob ihr dafür geeignet seid oder nicht, interessiert mich nicht." S. "..." S. "Wann gehts los?" - "Um 8 Uhr früh fahren wir zur Farm. Seien Sie pünktlich da." S. "Wie sieht es aus mit Ausrüstung?" - "..."

Währenddessen, im anderen Auto, V. im Gespräch mit dem Deputy: V. "Wie sieht es aus mit Waffen?" - "Morgen bei der Vergatterung erhalten Sie alles nötige. Wozu brauchen Sie Waffen? Was meinen Sie denn was passieren soll?" V. "Fragen Sie die Leiche." - "Gut, von mir aus. Sie erhalten Waffen. Aber ich will keine Gruselgeschichten in der Siedlung." V. blickt demonstrativ auf die Waffe des Wildhüters. Der daraufhin: "Schauen Sie mich nicht an. Ich mache das beruflich." V. "Jetzt könnte ich ein Whisky gebrauchen."

Abends im Hotel, im Foyer: Sandra, Vanessa, Daniel sitzen mit ihrem neuen Praktikanten Newall an einem Tisch. Bevor sie zu Abend essen können, serviert ihnen der Kellner einen "Sourtoecocktail". Es ist Tradition, dass Neuankömmlinge dieses Gebräu trinken. Also soll sich niemand davor drücken. Bond ist angeekelt, denn in dem Cocktail liegt eine verschrumpelte alte Zehe. "Die Zehe muss den Mund berühren" sagt der Kellner. Zaghaft bringt Bond es hinter sich. Vanessa ist etwas mutiger und Sandra noch ein Stück abgebrühter. Auch Newell schüttelt es vor Ekel "Haben Sie nicht etwas Stärkeres zum Desinfizieren?". Bis das Essen serviert wird, schauen sich die Ermittler den Wetterbericht der letzten 2 bis 8 Wochen an.

S. zu V. "Stimmt was nicht" V. "Sie war alleine unterwegs. Unpassend gekleidet." S. "Wie lange kann man so überleben?" - "Ca. 1/2 Tag im Durchschnitt" S. "Die Polizei sollten wir raushalten." V. "Ja. Irgendwas ist da faul." V. zu Nevall: "Tatoos"? Nevall: "Drachentatoos. Steht für Weisheit und Schlafanlage (??) S. zu V. "Wie teilen wir uns auf?" V. "Ich mit Newall in einem Team. Ist das ok, Newall?" Newall: "Ja." S. sieht kurz Daniel an und dann zu V. "Arschloch".

Morgen in der Farm. Anwesende: Wildhüter Crown, Deputy, Chief Nietat, Ermittler und Newall. Nach der Vergatterung erhalten Sandra, Newall und Vanessa je einen Revolver mit 20 Schuss. Je ein Funkgerät, GPS, Kompass und Karte. Im Norden ist eine Pipeline. Sie verläuft von der Nordküste bis nach Süden, nordwestlich von Chandlerlake. Die Ermittler erhalten Ermahnungen "Ihr sollt auf eure Waffen und Ausrüstung gut achten. Und die richtige Bekleidung für Minustemperaturen beachten. Achtung: Die Luftfeuchtigkeit ist hoch." Die Teams werden eingeteilt.

Am Bachlauf entlang fahren Vanessa und Newall. Rechts vom Bachlauf suchen Sandra und Daniel nach Spuren. Sie entdecken möglicherweise Zeichen von Leben(?) Vanessa hingegen sieht Blut an einem Schneeüberhang (?) am Bachlauf...

Träume in Chandler Lake Bearbeiten

Sandra in Whiteleafs Hütte in Chandlerlake. Das Zimmer ist erfüllt mit Hitze, Whiteleafs Gesang und Kräuterrauch. Auf dem Boden  sitzt und konzentriert sich Sandra auf ihre Meditation. Sie gleitet hinüber... und findet sich an einer Radverleihstation wieder. Die Schrift ist auf englisch und japanisch.  Das ist Kobe! erkennt sie plötzlich. Doch die Insel ist ausgestorben. Aber Lichter brennen. Eine Vibration schüttelt sie durch.  Sie sucht nach dem Ursprung und sieht im Tal an der Bucht, wie sich ein Schatten herabsenkt und die Gegend verdunkelt. Sie steht wie gebannt. Plötzlich ein Luftzug und Seufzen. Die Lichter erlöschen. Gebäude verschwinden. Der Luftzug versiegt. Es vibriert erneut. Ein weiteres Tal wird dunkel. Offenbar ging die Dunkelheit, hoch oben, durch die Stadt. Der Wind kehrt zurück. Sandra streckt sich. Der Wind kommt durcheinander. Es kracht und poltert. Sie steht auf einer eiskalten Ebene. Es ist finster. Und sie spürt instinktiv den Feind in der Dunkelheit. Sie führt einen Kampf gegen ihn, der ihr wie ein gefährlicher Tanz erscheint. Angreifen, ausweichen - beide sind sich scheinbar ebenbürtig. Beide erahnen nur die Präsenz des anderen. Ein Patt. Sandra erwacht.

Vanessa liegt in ihrem Hotelzimmer im Bett und träumt. Sie ist die Jägerin und ihre Beute ist ein Mensch. Diese Jagd, das Kräftemessen mit dem Gejagten, macht ihr spaß. Sie ist glücklich. Miles heißt der Gejagte und befindet sich im Unterdeck eines Schiffes. Sie sieht ihn und scheint ihn zu einer Tür zu führen.  Er geht hindurch. Sie folgt ihm und stürzt. Wolken... Himmel...

Daniel hetzt durch die Einöde Chanderlakes. Ein Monster ist hinter ihm her. Er rennt. Spuckt Blut aus. Er sollte nicht rennen! wird ihm klar, aber er kann nicht aufhören. Das Monster ist fast da! Doch er sieht es nicht. Er rennt in einen Waldstück und findet dort eine Lichtung. Auf einem Baumstumpf sieht er Achill sitzen. "Wo ist das Monster? Weißt du das? Bin ich hier sicher?" ruft Daniel. "Nein" antwortet Achill "Ich weiß wer es weiß" sagt er und grinst verschmitzt.

Sandra erwacht plötzlich in ihrem Bett. Ein Fensterladen macht klappernde Geräusche. Am Bettende steht eine Person mit hängenden Schultern. Sie hat eine ausgefranste Lederjacke an. Sofort ergreift Sandra ihre Waffe die sie in Greifnähe hat und richtet sie auf die Person.  - "Wer sind Sie?" - "Wir kennen uns doch. Erkennst du Jason nicht?" - "Was machst du hier?" - "Versuche Dinge zu klären, zu warnen. Täuschung und die Wahrheit. Das sind ihre Zeichen. Für mich ist es zu spät." - "Tut mir leid. Wir..." - "Die Dinge die offensichtlich sind, sind die gefährlichsten." - "..." (Sandra weint) - "Seid vorsichtig. Ihr seid dabei eine Schwelle zu übertreten." - "Weißt du was sie wollen? Wer sie sind?" - "...  Sie sind draußen und arbeiten an ihren Plänen." - "Ich werde sie aufhalten. Das verspreche ich." - "Tu es nicht für mich. Lass dein Herz nicht schwer sein wegen mir." Jason verschwindet. Sandra steht auf, öffnet das Fenster und sieht ins Dunkle. Ein kurzer Blick auf die Uhr zeigt ihr, dass es kurz nach 6 Uhr ist. Bald wird der Morgen anbrechen.

Wind River Bearbeiten

Anwesend:

Sandra, Ms. Binbin, James Kraig, Newall Newton, Chief Niehtat, Deputy Mihon, Ranger Crown, Agent Campbell

Ferner:

Trevor, Brad, Rick, Bobby, Frank, Thomas, Pete, Harold, Phil und Dean

[aus der Sicht Newalls]

Der Einstieg in die örtlichen Ermittlungen hat genauso reibungslos geklappt wie der Flug. Und so stakse ich auf als Teil einer Gruppe offizieller und halboffizieller Gesetzeshüter durch den tiefen Schnee nördlich von Chandler Lake. Mit mir unterwegs sind die anderen Verschwörer: V. und S., deren wortkarges und zielgerichtet ökonomisch Vorgehen eine Aura von professioneller Entschlossenheit und langjähriger Routine ausstrahlt und B., dessen offensichtlicher Mangel an Unauffälligkeit im eingeweihten Beobachter eine Mischung aus Ehrfurcht und ohmächtigem Zorn heraufbeschwört. Wir suchen nach Spuren und werden ohne Schwierigkeiten fündig: Der Frost, der mit eisigen Klauen die Lunge der Toten von Innen zerfetzt hat, hat auch alle Spuren im Schnee erhalten. Wirklich interessant sind aber die Spuren, die nicht da sind: Ein paar hundert Meter vor dem Ort ihres Ablebens beginnen die Fußspuren nämlich als allmählich tiefer werdende Eindrücke in die leicht angefrorene Schneedecke. Davor findet sich Nichts. Als ob die Frau an dieser Stelle, wie von einem Fallschirm getragen, eingeschwebt wäre. Die Leute vom Sheriff-Department hingegen haben etwas sehr handfestes und unerwartetes gefunden: Eine weitere Leiche einige Hundert Meter weiter nordwestlich jenseits des Hügels, auf dem die erste Leiche entdeckt worden ist. Und während V. und S. noch die Spuren der zweiten Leiche in westlicher Richtung zurückverfolgen und B. in einer ersten forensischen Begutachtung zu dem Schluss kommt, dass diese junge Dame ebenfalls erfroren ist, taucht eine Ermittlerin der Aleuten-Regierung, Agent Campbell, auf und zieht die Leitung der beiden Fälle an sich. Inzwischen sind die beiden Privatdetektive zurück: Nach einigen Hundert Meter Spurenrückverfolgung haben sie an einem steilen Abhang, den die Verstorbene heruntergerutscht ist, kehrt machen müssen. Eine weitere Untersuchung vor Ort wird von Agent Campbell unterbunden, die den ganzen Suchtrupp samt zweiter Leiche nach Chandler Lake beordert. V., die gerne noch einen Naturgeist angerufen und als Zeugen befragt hätte, das aber aufgrund unserer Tarnung als weltliche Touristen nicht offen erledigen kann, ist sichtlich frustriert.

Zurück in Chandler Lake, wo uns Agent Campbell unerwartet von den beiden Fällen abzieht (nur bereit halten sollen wir uns), finden meine drei Begleiter aber sofort andere Richtungen, in denen sie ermitteln können: B. assistiert dem Agent bei der Obduktion der zweiten Leiche, einer Einheimischen, Anfang Zwanzig, die vor zwei Tagen vermisst gemeldet worden ist: Ihr ist wie der anderen Frau auch beim Rennen die Lunge gefroren, so dass sie am Ende am eigenen Blut erstickt ist. Als unnötige und unerfreuliche Zugabe ist sie offenbar vergewaltigt worden. Leider macht das aus ihrem Fall lediglich ein Gewalt- aber kein Kapitalverbrechen, so dass die verärgerte Agent Campbell keine zusätzliche Unterstützung von der Regierung anfordern kann. Und S. und V.? Die beiden greifen – jede für sich, S. jedoch mit Hilfe von White Leaf – auf ihre erwachte Seite zurück und holen sich aus mystischen Quellen Eingebungen für die beiden Todesfälle. Ob es ihnen etwas bringt kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall ist Crown am nächsten Morgen abgängig und wird wegen seiner Bekanntschaft mit dem zweiten Opfer – einer Rhea Furlong – zur Fahndung ausgeschrieben.

Mit dem Tag zur freien Verfügung beschließen S. und V. zum Schneefeld zu fahren, auf dem die Leichen gefunden worden sind, und dort endlich einen Naturgeist zu befragen. Auch diese Untersuchung wird keine unmittelbar verwertbaren Hinweise liefern. Kurz bevor die beiden abfahren, erreicht uns in unserem Three-Pines-Basislager aber noch ein denkwürdiger Funkanruf von Crown: Er sei in der alten Ranger-Basis auf etwas gestoßen, das Alles erklären würde. Und wir sollten direkt dorthin kommen. Dort würden wir die ganze Angelegenheit endlich verstehen. Und wir sollten auf keinen Fall mit Agent Campbell darüber sprechen. Bei einer so offensichtlichen Falle können weder B. noch ich 'Nein' sagen. Und während ich eine einmotorige Propellermaschine chartere, steigt B. ins Computersystem des Sheriffs ein. D.h. er versucht es – kurzentschlossen und ohne jegliche Verschleierung seines Aufenthalts im Three-Pines. Als ich zurückkehre, spielen sich absolut surreale Szenen in der Lobby des Hotels ab: Das Sheriff-Department ruft bei der Rezeption im Three-Pines an und erkundigt sich, ob gerade jemand von dort versucht habe, ins Polizeinetz einzusteigen. Die Rezeption bestätigt, dass das durchaus sein könne, der betreffende Gast aber gerade die Lobby verlassen habe, um die schräg gegenüber liegende Gemischtwarenhandlung zu frequentieren; ob man denn etwas ausrichten solle. Ohne die Antwort der Polizei abzuwarten, verlasse ich zusammen mit meinem wachsenden Befremden das Hotel, um rasch B. einzusammeln und sehe ihn gerade aus dem Laden treten – auf dem Kopf eine ehrfurchtgebietende Anti-Tarnkappe in Gestalt einer unförmigen Holzfäller-Pelzmütze, die an seiner schmächtigen und in nagelneue Wintersportkleidung gehüllten Erscheinung in etwa so authentisch wie ein Wikinger-Helm wirkt.

Ich sammle ihn rasch ein und bringe uns zum Flugplatz. Als der Tower uns erwartungsgemäß die Starterlaubnis auf Weisung des Sheriff-Department verweigert, stelle ich mich unwissend und lasse B. einen Moment zappeln und sich erklären – was ich praktisch sofort bereue, weil er nicht nur keinen vernünftigen Grund/Plan für seinen Frontalangriff auf die uns bisher wohlgesonnene örtliche Polizei angeben kann, sondern sich in einem dreisten Versuch, von seiner Tölpelei abzulenken, obendrein auch noch anmaßt, meine Piloten-Fähigkeiten anzuzweifeln. Ich verbitte mir seine haltlose Kritik und verbanne ihn auf den hintersten Platz im Flugzeug, während ich zum Start den Tower leiser und den Motor unseres Fluggeräts lauter drehe. Der für den Nachmittag angekündigte Sturm macht sich in den höheren Luftschichten bereits bemerkbar. Aber ich gehe etwas tiefer und wir erreichen nach weniger als einer Stunde das schmale Plateau auf dem die verschneiten Überreste der alten Armeebasis unter uns ausgebreitet liegen. Ich lege das Flugzeug in eine flache Kurve, um zur Landung die ganze Länge der Basis zur Verfügung zu haben – eine Landebahn ist auf der monoton weißen Fläche nicht zu erkennen. Da sehe ich aus den Augenwinkeln etwas riesiges auf dem Hang unterhalb der Basis. Zuerst halte ich es für den Schatten eines Flugzeugs, bis ich es als Abdruck im Schnee erkenne.

Doch bevor ich es genauer betrachten oder B. darauf aufmerksam machen kann, gibt es einen lauten Knall in meinen Ohren und einen stechenden Schmerz in meinen Augen. Etwas hat das Cockpit getroffen. Der Motor stottert und ich kann nichts mehr sehen. Überraschenderweise behält B. die Nerven und bringt uns unter meiner Anleitung sicher zur Landung auf dem Plateau. Dort führt er mich, der ich immer noch praktisch blind bin, auf der Suche nach einem Unterschlupf vor dem anbrechenden Schneesturm von einer zerfallenen Baracke zur nächsten. Wir sind gerade in einer relativ intakten - d.h. trockenen und windstillen - Baracke. Da höre ich einen Schrei vor uns. Und Schüsse! B. erklärt mir knapp, dass Crown verletzt am Boden liegt und B. dem mutmaßlichen Angreifer nachsetzt. Da dämmert mir wieder, dass wir uns hier oben ja mit dem Park-Ranger treffen wollten – und dass ich in einem schwachen Moment B. meine Dienstwaffe (ich bin nach wie vor stolzer Hilfs-Deputy des Chandler-Lake Sheriff-Departments) anvertraut habe. Ich taste mich also vorsichtig in Richtung des vor Schmerz stöhnenden Crown vor und sehe zu, dass ich ihn mit magischen Mitteln stabilisieren kann. Kurze Zeit später kehren sowohl B. als auch ein Teil meines Sehsinnes zurück. Crown hat eine Kopfverletzung, wird aber überleben. Der Angreifer hat sich in einem Akt selbstmörderischer Entschlossenheit dem Sturm anvertraut. Wahrscheinlich ist er bereits ein blitzgefrorener Fleck an einer Felswand in der Umgebung. Irgendwie haben es auch S. und V. durch Sturm und Frost bis in unseren unwahrscheinlichen Unterschlupf geschafft. Mit den beiden Frauen kehrt auch der Ermittlungsgedanke in das ganze Unternehmen zurück: Crown wacht auf, kann sich aber seltsamerweise weder an den Anruf noch an seine sensationelle Entdeckung erinnern. Dafür entdecken wir um uns herum ein improvisiertes Basislager mit Feldbetten, Proviant, Energie und Flugzeugtreibstoff – und v.a. BTL-Chips. Das alles sieht nach einem Umschlagplatz für Schmuggelware aus.

Die Nacht verläuft so ereignislos, dass sogar der Schneesturm am Morgen das Interesse verliert und abzieht. So können wir auch wieder Funkkontakt mit der Außenwelt herstellen: Die Ermittlungen von Agent Campbell haben ergeben, dass Rea eine Beziehung zu einem der Wachleute des United-Oil-Pipeline-Projekts nordwestlich von Chandler Lake hatte. Campbel, Niehtat & Co. sind gerade auf dem Weg in das Container-Lager der Wachmannschaft, um den Freund zu verhören. Da das Lager auf halbem Weg zwischen dem Rangerstützpunkt und Chandler Lake liegt und wir außerdem einen David Crown mit uns führen, verabreden wir uns dort zu einem Treffen.

Mit zwei Schneeraupen und einem improvisierten Schlitten, in dem der lädierte Crown liegt, machen wir uns auf den Weg durch die frisch eingeschneite Berglandschaft und treffen eine Stunde später in Sichtweite der Uni-Oil-Container auf Campbell, Niehtat und Mihon. Eigentlich habe ich einen mächtigen Anschiss und klickende Handschellen erwartet. Aber B. erhält nur eine knappe Verwarnung vom Chief und das Versprechen, später noch einmal ausführlich über seinen versuchten Einbruch ins System des Sheriffs zu sprechen. Dann sind auch schon die Sicherheitsleute bei uns. Allesamt wie man es erwarten würde: Wandelnde Schränke in gepanzerter Winterkleidung. Verchippt und bewaffnet. Der Truppführer, Trevor, stellt seine Crew kurz vor. Sechs Leute, aber ich kann mir bis auf Harold keinen Namen merken. Als wir zum Container des Verdächtigen hinüberschlendern, schließen sich noch zwei weitere Sicherheitsleute unserer seltsamen Gruppe an. Offenbar ist in dieser Einöde Abwechslung rar und die Menschen daher naturgemäß neugierig. [V. die chronische Probleme damit hat, anderen Menschen zu vertrauen, macht eine Szene setzt sich diskret von der Hauptgruppe ab, um die Sicherheitsleute vollständig im Blick zu behalten] Agent Campbell klopft an die Türe des Containers, identifiziert sich als Regierungsermittlerin und fordert den Mann – Matthew heißt er – auf, herauszukommen.

Als sich Nichts rührt, ergreift auch der Truppführer, Trevor, das Wort und ruft seinem Mitarbeiter zu, dass da eine Aleutenagentin genau vor der Tür stehe. Als Antwort kommt durch die geschlossene Blechtüre ein großkalibriges Projektil, welches Campbell sauber von den Beinen holt. Mit einem Mal bricht um mich eine Schießerei los. Ordnungshüter, Detektive, Sicherheitsleute: Jeder hat eine Waffe in der Hand oder ist dabei, sie zu ziehen. Schüsse fliegen mir um die Ohren – gottseidank (noch) nicht auf mich gezielt. Und ich sehe Chief Niehtat mit drei oder vier Brusttreffern zu Boden gehen. Erschossen von einem der Sicherheitsleute!!! Da erst wird mir klar, dass die Schießerei INNERHALB unserer Gruppe tobt. Und ich stehe genau mittendrin. B., S. und V. hingegen sind irgendwie am Rand unserer Gruppe materialisiert. Auf die kurzen Distanzen ist das tödlicher Ernst! ...und ich habe keine Ahnung, wie die Regeln sind. Muss ich jeden anderen abknallen, um zu überleben, oder lässt man mich in Frieden, solange ich mich nicht aktiv beteilige??? Da sehe ich Sicherheitsmann Harold, der mich schon die ganze Zeit anvisiert hat, seine Waffe ziehen. "Mach keinen Scheiß, Harold!" denke ich mir, während ich nach meiner eigenen Waffe fingere. Aber die Schießerei ist für spontane Gedankenübertragung viel zu laut. Er legt an und gibt eine ganze Reihe Schüsse auf mich ab. Ich tauche zur Seite ab, werfe mich in den plattgetretenen Schnee und erwarte den Schmerz. Aber ich habe Glück. Die Kugeln haben mich verfehlt. Ich rolle herum und gebe Harold die sechs Schüsse meines Revolvers zur Antwort. In einer vollkommen unnötigen Slapstick-Einlage gehen auch diese sechs Kugeln allesamt daneben. Nun liege ich mit leergeschossenem Revolver auf dem Bauch wie eine Schildkröte auf ihrem Rücken und wenige Schritte vor mir richtet Harold mit langjähriger Routine seine Schwere Pistole auf meinen Kopf. Da durchschlägt ein Projektil von hinten Harolds Brust in der Herzgegend und ich sehe ungläubig zu, wie Mann und Waffe plump zu Boden fallen. Die Schießerei ebt ab. Es fallen nur noch vereinzelt Schüsse, was auch kein Wunder ist: Knappe fünf Sekunden nach dem ersten Schuss sind die allermeisten Teilnehmer tot oder dabei zu verbluten. Wie durch ein Wunder stehen nur S., V. und B. noch. Crown gibt vom Schlitten aus mit seinem Jagdgewehr ebenfalls Feuerschutz. Seiner Zielgenauigkeit verdanke ich mein Leben (und Harold sein Ableben). Niehtat und Crown sind in die Ewigen Jagdgründe (oder woran die Aleuten glauben mögen) eingegangen. Sieht so aus, als ob B. mit seinem vermasselten Bruch vollkommen ungeschoren davonkommen würde. Die Sicherheitsmannschaft ist ebenfalls ausgelöscht, woran S. und V. keinen geringen Anteil haben. Nur Campbell hat dank hochwertigem Körperpanzer den ersten Schuss und dank ihrer scheintoten Schockstarre die restliche Schießerei überlebt.

Mystery Train Bearbeiten

[aus der Sicht Newalls]

Nun ist es ruhig. Der plötzliche Gewaltausbruch hat sich buchstäblich totgelaufen. Um uns herum liegen die Leichen von zehn Sicherheitsleuten und zwei Polizisten im rotgesprenkelten Schnee und dampfen ihre Körperwärme aus diversen Einschusslöchern in die bitterkalte Nachmittagsluft hinaus. Sc. und Crown kommen vom Schneeraupenparkplatz herübergestapft und der ganze Trupp zieht sich vor der Kälte in Matthews Trailer zurück. Dort werden V. und Campbell von mir verarztet, B. und Sc. von S. als Patrouille losgeschickt, die vermuteten BTL-Chips gesucht und gefunden und ein kurzes Gespräch mit Crown geführt. Der ist argwöhnisch, weil diverse Mitglieder unseres geheimen Ermittlungsteams nicht meinem Vorbild gefolgt sind, glaubhaft zivile Hilflosigkeit inmitten einer Schießerei zu simulieren. Aber der Argwohn nutzt ihm Nichts: Auch während Campbell noch bewusstlos ist, wollen S. und V. ihn nicht ins Vertrauen ziehen - zumindest noch nicht ...

Ein paar Stunden vergehen und ein wenig nach Einbruch der Dunkelheit kommen die schweren Transporthubschrauber der ATN-Friedenshüter und entladen Dutzende Agenten und Spezialisten, die den Tatort mit Flutscheinwarfern ausleuchten und noch in der Nacht mit den Ermittlungen beginnen. Wir machen unsere Aussagen und werden zurück nach Chandler Lake geflogen.

Im Three Pines

Die Gruppe trifft sich wieder im Barbereich vom Three Pines, um über das Erlebte zu rekapitulieren und das weitere Vorgehen zu besprechen. Es setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass die BTL-Chips mit dem eigentlichem Fall NIX zu tun haben. Ein Mitglied (Vanessa?) wirft sogar ein, dass es wie eine willkommene Ablenkung wirkte. In Ermangelung irgendwelcher Anhaltspunkte, schießt man sich langsam auf Crown ein - immerhin war er der einzige Überlebende außerhalb der Detektive und seine Amnesie kann auch vorgetäuscht sein. Also wird beschlossen, ihn nochmals aufzusuchen und genauer zu befragen, was er gesehen hat und warum er überhaupt vor Ort war an jemen Tag, als man die Zugspuren im Schnee fand.

[...]

Bei White Leaf daheim

Mit den neuen Erkenntnissen wollte man nun  Crown direkt konfrontieren und Scott wurde ausgewählt, ihn anzurufen und einen Termin zu vereinbaren. Als Ort des Treffens wurde das Haus einer Aleuten-Familie ausgewählt, bei der Crown gerade Unterschlupf gefunden hatte. Auf der Hinfahrt zu dem etwas abgelegenen Anwesen wurden noch Wetten abgeschlossen, ob es sich um einen Hinterhalt handeln könnte. Sandra, Bond und Newton hofften auf ein unblutiges Treffen, Scott und Vanessa setzten dagegen.

Das Haus machte tatsächlich einen unverdächtigen Eindruck. Die Familie, die dort wohnte, schien vergleichsweise normal zu sein. In der Küche setzte man sich also erstmal mit Crown bei einem heißen Kaffee zusammen und sprach über die Ereignisse. V.a. wollte man herausfinden, ob Crown in die Sache verstrickt war und woher der plötzliche Gedächtnisschwund herkam. Eine magische Analyse durch Sandra ergab wenig Verwertbares, da ein zugrunde liegender Zauber mindestens 48h zurücklag. Die schwache Idee einer Gedächtnismanipulation blieb Sandra zwar, aber forensische Magie war noch nie ihre Stärke.

Während Scott und Vanessa die Ausgänge der Küche im Auge behielten, versuchte sich Bond in astraler Sicht. Dies erwies sich als sinnvoll, da White Leaf im Astralraum erschien, mit dem Bond – sehr zur Überraschung der Anwesenden – eine Konversation startete, anstatt den Kontakt zu melden. So fliegen einige Stühle um, als der Rest eine Verteidigungsposition einnahm gegen den Unsichtbaren; die Wette, dass es sich um eine Falle handeln könnte, lief ja immer noch.

Erst als sich White Leaf projizierte, kehrte wieder Entspannung ein.

Zurück im Gewächshaus Bearbeiten

Ahnen, Passionen und magische Bedrohungen Bearbeiten

[...]

Das Vermächtnis der Familie Ritter Bearbeiten

Später in der gleichen Nacht setzen Vanessa und Zauberfinge sich von der restlichen Gruppe ab und begeben sich an einen ruhigeren Teil der Anlage, wo sie ungestört reden können. Vor einer Reihe von brackwassergefüllten ehemaligen Aufbereitungsbecken, deren Tiefe sich in der Dunkelheit nur erahnen lässt, beginnt Vanessas Opa unvermittelt mit seiner Erzählung: "Anfang der Vierziger Jahre war ich wieder auf der Suche nach Arbeit. Schon zu lange raus aus dem Markt, um einen direkten Einstieg zu finden. Als mir ein alter Weggefährte, Urs, ein paar kleinere Aufträge fürs BKA vermittelte, war ich sehr froh. Es waren kleine Sachen: Datenmigration von Uraltsystemen, Performance-Messungen so'n Kram. Irgendwann hatte ich plötzlich einen richtigen Auftrag vor mir: Eine Musteranalyse von Kriminalfällen - viele Jahrzehnte tief. Da erwachte der alte Bioinformatiker in mir und ich setzte mich übereifrig an die Arbeit. Gute Zwei Jahre später hatte ich genau die Theorie gefunden, die ich gesucht hatte: Ein komplexes Muster in einer langen Reihe unaufgeklärter Mordfälle."

Vanessas Opa richtet sich (wieder) etwas auf und sieht seine Enkelin direkt an, als die Leidenschaft für seine frühere Arbeit ihn wieder ergreift: "Ich wollte beweisen, dass ich es noch draufhatte. Als die Abteilungschefs, denen ich den Fund begeistert präsentierte, mit Skepsis reagierten, erwachte mein Ehrgeiz erst richtig: Ich investierte viel Zeit, um einen eindeutigen Beleg zu finden: Einen bisher unerkannten Mord identifizieren oder einen weiteren Vorhersagen. Nur ... es wollte einfach nicht gelingen! Und zunehmend wurde die Luft im BKA auch dünn für mein kleines Projekt: Der Datenschutz, den wir zu Beginn so großzügig ignoriert hatten, war nach meiner ersten Präsentation vor den Abteilungschefs zu einem Damoklesschwert geworden, das schließlich herabsauste und mich von den reichen Datentöpfen der Behörde abtrennte." Der alte Mann seufzt, senkt den Blick und schaut auf nachtschwarze Wasseroberfläche vor ihm. "Das hätte das Ende dieses absuden Windmühlenrittes sein können. Einen kleinen Ausschnitt der Daten hatte ich aber halb zufällig, halb vorausschauend kopiert. Und diesen unvollständigen Daten und einer eigentlich schon lange widerlegten Theorie zwang meine Besessenheit ihren Willen auf, so dass sie schließlich einen Kreis von Verdächtigen preisgaben. Eine abgerissene Gruppe von Idioten, die Deutschland zu einem Königreich machen wollten und daher vom Verfassungsschutz beobachtet wurden. Obgleich magisch begabt waren die eigentlich viel zu unfähig und harmlos, um verboten oder durch V-Leute ausgespäht zu werden." Zauberfinger schüttelt traurig den Kopf und fährt leiser fort: "Aber sie waren in den Daten, die ich hatte, die besten Kandidaten. Und dann hab ich in meinem Wahn beschlossen, diese Gruppe Verdächtiger im Alleingang zu überführen. Geld und behördliche Unterstützung hatte ich aber komplett aufgebraucht und mich selber in die Gruppe einschleichen konnte ich nicht, weil ich kein Schamane wie sie war. Ich hätt' es sonst selber getan! Glaub mir! Ich hätte es getan ..."

Während ihr Opa, ihr gelieber Opa, so dasteht und sie ansieht und aus diesen Zeiten erzählt, die sie als so glückliche Zeiten erlebt hat, damals, ganz am Anfang, bevor es dunkel wurde, vor dem... , während dessen wirbeln wilde Bilder durch Vanessas Kopf: Von ihren Eltern, von ihrem Opa. Ihr Vater, der ihr die Tür öffnet zu einer ersten Begegnung zu Waschbär, diesem unbeschwerten Gesellen, die Verbindung so ganz anders als die Verbindung jetzt, wie aus einem anderen Leben. Und dann die Krone, diese wunderschöne Krone, so leuchtend, gebettet auf rotem Samt. Die Krone, die Alles verändert hatte. Oder? Oder war es nicht viel eher, dass es so dunkel wurde? Die Nacht, in der ihr Vater nach Hause kam. So besorgt, vielleicht sogar angsterfüllt, so zerbrechlich. Das war es doch was sie so aus der Bahn geworfen hatte: Ihn so zerbrechlich zu sehen, so unsicher, wo er sonst doch immer so dastand wie ein Fels in der Brandung. Das war es doch, richtig? Der Zeitpunkt, an dem sich Alles verändert hatte. Oder? Moment War da nicht noch vorher etwas?

Vanessa sieht ihren Opa wieder an, und spürt es nun körperlich, wie sein Redefluss irgend eine gewachsene, alte, mächtige Barriere in ihr unterspült, und spürt auch wieder diese Unsicherheit, die Unsicherheit, die sie zurückhält, ihn widerum vom Weiterreden zurückzuhalten. Und so steht sie weiter da, hört zu, und wartet darauf, was passiert. Und dann, plötzlich, statt ihrem Opa, ihrem geliebtem Opa, zu sagen, was sie fühlt, greift sie nach der Ruhe, bewegt sie sich zu ihm, setzt sich gar zu ihm, legt ihm den Arm um die Schulter, und flüstert im zu: "Schhh. Ich weiß. Ich kenne dich, Opi. Wenn du es gekonnt hättest, hättest du es getan So wie du es immer tatest. Ich glaube dir..."

Der alte Mann nickt langsam und atmet geräuschvoll aus. Er hat seine emotionale Schmerzgrenze erreicht. "Den Rest kannst Du Dir ja zusammenreimen." schließt Zauberfinger, nach seinem Redeschwall wieder einsilbiger geworden, die Rückschau auf die Desaster seiner Vergangenheit ab und blickt sich verstohlen nach einer Sitzgelegenheit für seine alten Knochen um. Als er sich (und seine Enkelin neben ihm) auf einem großen, nicht näher zu identifizierenden schwarzen Metallquader niedergelassen haben, richtet der Alte seine Aufmerksamkeit auf die unmittelbare Zukunft: "Inzwischen ist es mein vorgerücktes Alter, das mich davon abhält, direkt einzugreifen. Aber die Situation ist heute eine andere: Deine Vater war ein tapferer und fähiger Mann, Vanessa. Aber am Ende des Tages war er ein Konzernmann und ein Kind einer ganz anderen Zeit. Die Erfahrungen, die Du auf Deinen Reisen gemacht hast, gehen weit über den Horizont eines Normalsterblichen - selbst eines Initiaten wie Deinem Vater - hinaus! Und Du bist dadurch gestählt worden. Wenn ich Dich heute ansehe, ist es schwer, die kleine, zahnspangen-grinsende Vannie in dieser modernen Kriegerin wiederzuerkennen." - "Wir haben Euch eine Weile beobachtet, Pag und ich. In Kobe habt Ihr mich tief beeindruckt mit Eurer Entschlossenheit, Eurem Durchhaltevermögen und dem magischen Potential, das Euch so einfach zuzufliegen scheint. Trotzdem war ich am Anfang dagegen, Euch in diese Angelegenheit zu verwickeln. Ich wollte alte Fehler nicht wiederholen. Ich habe aber - mit Pags Hilfe - eingesehen, dass Ihr sowieso hineingezogen worden wäret. 'Die Aufgabe ist Euch bestimmt', wie er es auszudrücken pflegt. Und ich muss zugeben, dass ich niemanden kenne, dem ich es eher zutrauen würde, in dieser Sache zu bestehen, als Euch. UND Ihr seid vorgewarnt, die Gefahr, die da draußen im Verborgenen umgeht, nicht zu unterschätzen. Seid also auch vorsichtig!" Dann dreht sich Vanessas Opa zu ihr um und schließt sie in eine feste Umarmung: "Mein Segen und meine guten Wünsche begleiten Dich - immer." flüstert er.

Als der alte Mann sich schon aus dem Umarmung gelöst und auf den Weg zu seinem Nachtlager gemacht hat, bleibt er nochmal stehen und gibt Vanessa einen Ratschlag mit auf den Weg: "Und nimm Dich vor dem Einarmigen in Acht! Etwas Dunkles haftet ihm an; Etwas tief in ihm, das sich an Tod und Zerstörung erfeut. Sei vorsichtig!" Bevor die verdatterete Vannie etwas erwidern kann, ist Zauberfinger schon aus dem Raum - offenbar auch nicht willens oder in der Lage weitergehende Erklärungen abzugeben.

Gestern, heute, morgenBearbeiten

Scott wartete ab, bis sich ein ruhiger Moment ergab und stellte Pag einige Fragen: "Erinnerst du dich eigentlich noch an unser erstes Treffen in Australien? Also drüben, nicht hier ... oder wie auch immer?" Die Gestalt des alten Mannes lächelte leise in sich hinein. "Ja, das war eine sehr angenehme Erfahrung, euch dort zu treffen." "Im Gegensatz zu den Grenzen der menschlichen Gefilden", versuchte Scott das Gespräch in langsam in die von ihm beabsichtigte Richtung zu lenken, "denn diese können schon beizeiten verstörend und gefährlich sein, oder?". "Die Grenzbereiche sind üblicherweise nur für diejenigen gefährlich, die sich damit beschäftigen", bemerkt Pag lapidar. "Wenn das dort Erlebte einen überwältigt, kann man seine geistige Gesundheit schon auf's Spiel setzen und zu völlig falschen Schlüssen kommen, oder?", hakte Scott nach.

"Nun, für den metamenschlichen Geist kann es tatsächlich leicht zu viel sein. Aber falsche Schlüsse sind eher keine ernsthafte Gefahr. Es sind die korrekten Schlüsse, die gefährlich sind. Hüte Dich vor unverdienter Weisheit! Ich erinnere mich noch gut an einen jungen Mann, der mir in den tiefen Wäldern Südamerikas begegnete. Die Plage lag einige Jahrzehnte zurück. Und die Theraner hatten bei ihrer Expansion die Überreste von etwas entdeckt, das einmal eine Siedlung von gigantischen Ausmaßen gewesen sein konnte. Das zog mich an und so wanderte ich durch die grün umrankten Wasserstraßen dieser untergegangenen Zivilisation, wo ich eines Nachts auf ihn stieß. Er kam aus den Bergen im Westen und trug eine tiefe Traurigkeit im Herzen.

Srivijashir, so nannte er sich, war ein angenehmer und interessierter Gesprächspartner. Außerdem wanderte er wegen eines Augenleidens nur nachts, was meinen eigenen Vorlieben sehr zu passe kam. So wurden wir für eine Weile Weggefährten und ich erzählte ihm ein wenig über die höheren Sphären jenseits der Meta-Ebenen. Besonders die Sphäre des elementaren NICHTS faszinierte meinen jungen Zuhörer. Der Bereich, in dem es absolut Nichts gibt, nichtmal Raum oder Zeit. 'Keinen Raum und auch keine Zeit?!', fragte er mich. 'So ist es', antwortete ich ihm. Kurz darauf war er verschwunden. Ich dachte mir nicht viel dabei und suchte auch nicht nach ihm. Aber ich hielt die Augen offen und konnte mir schließlich zusammenreimen, dass er nordwärts gezogen war und sich in einer großen Zwergenstadt niedergelassen hatte. Gute hundert Jahre später waren die Stadt und ihre Bewohner ausgelöscht - von einem Mann mit viel Zorn im Herzen; einem Mann den seine Suche nach Wissen und Macht bis an die Grenzen des menschlichen Begreifens - und darüber hinaus? - gebracht hatte."

Pag schwieg und ließ Scott Zeit, die Antwort auf seine Frage aus der Erzählung abzuleiten. Als Scott angesichts der vielen neuen Puzzle-Teile auch erstmal still bliebt, fügt Pag aufmunternd/relativierend hinzu: "Naja. Zum Glück hat er nicht noch mehr angestellt!"

Scott atmete geräuschvoll aus. "Ich bin jetzt nicht wirklich bewandert in der Geschichte der … vierten Welt? Das ist wohl aus dem Lehrplan der Highschool gestrichen worden", presste er heraus. "Aber dein Freund hat – sollten wir hier wirklich vom selben Individuum reden, das durch die Zeiten der "Tagblinde" genannt wurde – eine ziemliche Karriere als Bösewicht hingelegt. Ich bin sicher, privat war er ganz in Ordnung, aber auf professionellem Level hat er nicht nur diverse Städte wie Kelzarad oder L.A. zerstört, sondern auch noch eine Legion an Seelen geschaffen, die Äonen auf ihre Erlösung warten mussten. Irgendeine Idee, was er im NICHTS suchte? Er hat in einem blutmagischem Ritual nämlich einen Eingang geöffnet über dem Ort, der heutzutage als Osterinseln bekannt ist. Ich war dort, um ihn aufzuhalten … und jetzt ist der Rest seiner Existenz jenseits der Zitadelle in der Antarktis auf der anderen Seite gefangen. Ich würde gerne wissen, was er da eigentlich wollte und warum? Bisher dachte ich immer, er wolle an den Ort seiner Kindheit zurückreisen? Die Osterinseln sind ja wohl auch schon früher besiedelt worden, aber wer dort war und warum, ist nicht mehr überliefert - nicht mal mehr als Legende bei den Einheimischen."

"Ja," setzt Pag an, "das meiste aus dem vorletzten Zeitalter ist inzwischen vergessen" und grinst zufrieden in sich hinein, bevor er nüchterner anfügt: "Ich kann nur vermuten, dass er sich das NICHTS als Werkzeug, Hilfsmittel oder Machtquelle nutzbar machen wollte. Wie er das genau anzustellen versucht hat, übersteigt aber meine Vorstellungskraft. Dass er Sehnsucht nach einer früheren Heimat auf einem pazifischen Archipel hatte, würde zumindest gut zu meiner ersten Begegnung mit ihm passen."

[...]

Lost Scenes Bearbeiten

Big Trouble in Riddle China Bearbeiten

  • In demTaliskrämer-Shop liegt eine alte arabisch anmutende Öllampe auf dem Tresen.
    Charakter: Ist das eine magische Lampe?
    Verkäufer: Ja. Aber sie ist runtergefallen und jetzt leider kaputt.
    Charakter: Oh. Das heißt, es erscheint kein Geist mehr, wenn man an ihr reibt?
    Verkäufer: Doch doch! Der Geist erscheint weiterhin. Aber jetzt hat ER die drei Wünsche frei. - Er mag klassische Musik, Käsekuchen und Karibikurlaube.