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Epocheprägendes Ereignis, welches gleichermaßen das Heraufziehen der Sechsten Welt wie den Niedergang der ehemaligen Supermacht USA und den Aufstieg der NAN symbolisiert.

In den Jahren 2014 bis 2017 kamen unter der Leitung von Howling Coyote amerikanische Ureinwohner - weltlich wie magisch - überall auf dem nordamerikanischen Kontinent zusammen, um gemeinsam die Medizin ihrer Ahnen gegen den Weißen Mann einzusetzen. Am Ende dieser Kampagne vollführten sie das erste und bislang größte magische Ritual der Sechsten Welt.

VorgeschichteBearbeiten

Dieser Reihe von Ritualen war eine jahrelange Auseinandersetzung zwischen US-Regierung, Konzernen und Öffentlichkeit auf der einen und den in SAIM und später den NAN organisierten Ureinwohner Nordamerikas auf der anderen Seite vorangegangen, die sich bis zum Abschluss des Großen Geistertanzes hinziehen sollte. Die Indianer hatten die Vertreibung von ihrem Land und die rücksichtslose Ausbeutung von dessen Bodenschätzen sowie schließlich die Internierung ihres Volkes in "Umerziehungslagern" und die militärische Bekämpfung ihrer Organisationen hinnehmen müssen. Auch der Versuch, sich mit den weltlichen Mitteln eines besetzten Atomraketensilos Gehör zu verschaffen (der sog. "Lone Eagle Zwischenfall"), hatte keine Abhilfe geschaffen. Nun würde Magie den Wendepunt in diesem bislang ungleichen Kampf bringen.

VerlaufBearbeiten

Durch die Anwendung fortgeschrittener Metamagischer Techniken und freiwilliger Menschenopfer riefen die Schamanen der Native American Nations Macht in einer Größenordnung herbei, die sich der hochgerüsteten Militärmaschinerie der Vereinigten Staaten auf deren vermeintlichem Heimatboden als mindestens ebenbürtig erwies. Den Beginn des Großen Geistertanzes markiert der Ausbruch des Redondo-Peak in New Mexico im Jahr 2014. Dessen Ascheregen ging über die Stadt Los Alamos nieder und machte sie mit einem Schlag unbewohnbar. In der Folge wurden zumeist die von der US-Regierung ausgesandten Truppe Opfer magisch hervorgerufener Wetter-Anomalien, die den Transport und Einsatz der Soldaten erschwerte, verzögerten oder unmöglich machten.

Um den Konflikt endgültig zu beenden und der Gegenseite (und der gesamten Weltöffentlichkeit) die Macht der nordamerikanischen Ureinwohner zu demonstrieren, führte der Prophet der Großen Geistertanzes am 17. August 2017 ein letztes großes Ritual an: An mehreren Orten in Nordamerika tanzten verschiedene Gruppen von Indianern zeitgleich die Schritte, die er sie gelehrt hatte, und verbanden sich zu einem magischen Ritual ungekannten Ausmaßes. Mit dieser gewaltige Macht ließ Howling Coyote um genau 10:32 Uhr Westküstenzeit die Vulkane Mount Hood, Mount Rainier, Mount St. Helens und Mount Adams gemeinsam ausbrechen.

Mit diesem letzten Ritual zwangen die NAN die letzten Zweifler zur Einsicht und schwangen sich zugleich in den Rang eine Atommacht auf. Wenige Monate später gingen die Regierungen der USA, Kanadas und Mexikos auf die meisten Forderungen der Indianer ein und besiegelten im Vertrag von Denver die Neuaufteilung des Nordamerikanischen Kontinents zu Gunsten der NAN.

TriviaBearbeiten

Der Name "Großer Geistertanz" ist eine Anspielung auf den "Großen Geistertanz von 1890", eine tragisch gescheiterte Unabhängigkeitsbewegung der Indianer am Ende des 19. Jahrhunderts.

Im Jahr 2062 kann die aktuelle thaumaturgische Forschung die fast ein halbes Jahrhundert zuvor eingesetzten magischen Techniken immer noch nicht vollständig erklären. Diese Techniken hatte der Prophet des Geistertanzes, Daniel Howling Coyote seinen Anhängern beigebracht. Woher er dieses Wissen hatte, ist unbekannt.

In einigen magisch interessierten Kreisen herrscht die Meinung vor, dass der Tanz nicht einfach einen legitimen Akt der Selbstverteidigung darstellt, sondern dass hier eine Gruppe in der Verfolgung ihrer egoistischen Ziele das Schicksal der gesamten Menschheit leichtfertig aufs Spiel gesetzt hat. Sie beziehen sich bei dieser Kritik auf die Gefahr durch die Horoi und die Hypothese, dass starke Magie (zumal Blutmagie) diesen feindseligen Wesen das Erreichen der Sechsten Welt erleichtert.

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