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Die Geschichte Chinas in der Sechsten WeltBearbeiten

  • 2000 – 2020: Während Sechste Welt heraufdämmert und immer mehr Staaten in den Mahlstrom der Veränderungen gerissen werden, entwickelt sich die VRC mit Hilfe staatseigener Konzerne immer mehr zur wirtschaftlich, militärisch und wissenschaftlich führenden Weltmacht. Anfang der Zwanziger ist China das Land der Erde mit dem größten BIP, unvergleichlicher Infrastruktur und einem Grad an Digitalisierung des Alltagslebens, der seines Gleichen sucht. Bereits 2018 wickelt der Staat und seine Gesellschaft sämtliche finanziellen Transaktionen über ein nationales Datennetz ab.
  • 2010 – 2030: Die Krisen, die die restliche Welt erschüttern (Vitas, Goblinisierung etc.), bringen China immer mehr dazu, sich abzuschotten. Dank weit fortgeschrittener Energie- und Recyclingtechnik sowie einer prosperienden Binnenwirtschaft ist das Land praktisch autark. Selbst die katastrophale Umweltverschmutzung kann Stück um Stück durch den Einsatz revolutionärer Technologien zurückgefahren werden. Einzig die durch das Erwachen ermöglichte Unabhängigkeit Tibets muss die chinesische Nation in dieser Zeit als Demütigung hinnehmen. Um sich vor Goblinisierung und VITAS zu schützen schränken die Chinesen den Austausch mit der restlichen Welt immer stärker ein, während die meisten anderen Staaten zu viel mit ihren eigenen Problemen zu tun haben, um sich deswegen Sorgen zu machen. So leben sich die krisengeschüttelte Welt und China immer mehr auseinander. Durch den gigantischen Binnenmarkt und die Unabhängigkeit von ausländischen Rohstoffen kann China Mitte ´22 sämtlichen Reiseverkehr und Warenaustausch mit dem Ausland einstellen. Ebenso wird das nationale chinesische Netz von der internationalen Kommunikation abgekoppelt. Ein Informationsaustausch ist nur mehr über speziell gesicherte Knoten der Regierung möglich.
  • 2029: Als der Crash von 2029 die Computernetzwerke der Welt heimsucht, bestätigt sich die isolationistische Haltung der chinesischen Regierung: Während Regierungen und Märkte zusammenbrechen, bleibt das chinesische Festland aufgrund der Stärke seiner Firewalls verschont. Da das abtrünnige Taiwan besonders hart von dem Virus getroffen wird, nutzt die Volksbefreiungsarmee die Gunst der Stunde und überrennt den Inselstaat innerhalb von acht Tagen. Die Welt nimmt davon nur am Rande Notiz. Zwar kommt es im Rahmen dieser Militäraktion auch zu Zusammenstößen zwischen der Marine des japanischen Kaiserreiches und der Volksbefreiungmarine. Diese werden jedoch bald von beiden Seiten als kleinere Zwischenfälle und Missverständnisse heruntergespielt. Randnotiz: Zu diesem Zeitpunkt ist die chinesische Marine, die u.a. über eine komplette Untersee-Trägergruppe verfügt, ihren gesammelten unmittelbaren Konkurrenten (einschließlich USA und Japan) deutlich überlegen. Viele Chinesen sind immer noch nicht besonders gut auf Ares zu sprechen, da sie dem Konzern vorwerfen, die Idee des Untersee-Trägers samt Bauplänen gestohlen zu haben. Die gesamte Trägergruppe gilt als verschollen.
  • 2030: Für alle Seiten vollkommen überraschend schlägt der Virus am 15. März dieses Jahres in China zu und vernichtet die gesamte Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Mit einem Schlag. Wegen der großen Bedeutung elektronischer Medien für die chinesische Gesellschaft und der Plötzlichkeit des Ausfalls ist der Schaden ungleich größer als in allen anderen Staaten der Erde. An welcher Stelle der Virus in das nationale System eindringen konnte bleibt ungeklärt.
  • 2030 – 2055: Da China ohne Netz noch stärker von der Welt abgeschnitten ist als ohnehin schon, sickern über die Folgen des Crashs und die Entwicklung der nächsten Jahre nur Gerüchte durch: Von Massakern, Hungersnöten, Krieg, Einsatz von A- und B-Waffen, ethnischen Konflikten, religiöser Massenhysterie und übernatürlichen Erscheinungen ist die Rede. Halbwegs sicher ist dagegen nur, dass sich China in ein gutes Dutzend Einflusssphären aufspaltete, dass Tibet durch magische Macht seine Unabhängigkeit zurückerlangt, dass die chinesische Bevölkerung in diesen zweieinhalb Jahrzehnten einen furchtbaren Tribut an Menschenleben zahlt und China 2055, als sich die Lage langsam wieder stabilisiert hat, keine Weltmacht mehr ist. Das Arsenal strategischer Atomwaffen in Haixi geht im Verlauf des Konflikts verloren.

KulturBearbeiten

  • Korruption bis zum Anschlag; aber auch Seilschaften (Guanxi): Großer Geldbeutel alleine bringt die Spieler also nicht ans Ziel
  • Bei Verdächtigen in verschiedenen schwereren Verbrechen (da kann schon Diebstahl über tausend Nuyen Wert dazu gehören) werden routinemäßig DNA-Tests durchgeführt. Offiziell und ursprünglich soll das der Aufklärung anderer Verbrechen dienen; Aber im Normalfall werden die DNA-Profile von korrupten Richtern an Krankenhäuser und Organbanken weitergereicht. Wenn dort Bedarf besteht, wird die Todesstrafe verhängt.
  • Chinesen sprechen von "Rotem Tee" anstatt von "Schwarzem Tee"
  • Sandstürme tragen Tonnen von feinem Sandstaub in die großen Megaplexe an der chinesischen Küste. Die Sichtweite sinkt dadurch rapide, die Straßen werden durch Räuber und Menschenhändler unsicher gemacht und die Gesundheit der Menschen durch den feinen Staub angegriffen.
  • Extreme Umweltverschmutzung, auch (und besonders) auf dem Land
  • Berühmt ist China auch für seine Gartenkunst die sich gänzlich von der in Europa entstandenen unterscheidet.
  • Das Alter hat in China nach wie vor eine hohe Bedeutung. Seniorität gilt deshalb immer noch oft mehr als Kompetenz.
  • Bescheidenheit hat in China einen hohen Stellenwert. Man spielt das, worauf man eigentlich stolz ist - sei es nun die eigene Familie oder eigene Leistungen - herunter, lässt aber beim Abwiegeln den Stolz trotzdem noch erkennen.
  • Bitten sollten nach Möglichkeit indirekt vorgebracht werden. Chinesen wissen, wie man durch die Blume spricht.
  • Ein direktes Ja wird manchmal vermieden. Es kann auch heißen: "Ich höre dir zu."
  • Das Ausfragen durch Chinesen kann sehr mühsam sein. Es dient aber der Kontaktaufnahme. Die gleichen Fragen kommen immer wieder:
    • Woher kommen Sie?
    • Was sind Sie von Beruf?
    • Wieviel Geld verdienen Sie?
    • Sind Sie verheiratet?
    • Wie alt sind Sie?
    • Haben Sie Kinder? ...
  • Auf eine Einladung folgt immer eine Gegeneinladung. Nach einem gemeinsamen Restaurantbesuch wird spielerisch um die Rechnung gekämpft. Getrennte Rechnungen sind verpönt.
  • Ein respektvolles persönliches Interesse an seinem chinesischen Gegenüber kann geschäftliche, distanzierte Beziehungen vertiefen und dazu führen, dass Spezialanliegen wie eine kleinere Bestellung oder ausgefallenere Wünsche plötzlich kein Problem darstellen. Jedoch ist darauf zu achten, dass man Fingerspitzengefühl besitzt und seinem Gegenüber respektvoll zeigt, dass solche Spezialwünsche keine Selbstverständlichkeit sind. Lob wird auch in China gerne zur Kenntnis genommen.
  • Für chinesische Angestellte kann es persönlich sehr motivierend sein, wenn man sie deutlich als wichtig und besonders behandelt. Ebenfalls ein Lob an China und deren Menschen wird auf jeden Fall gerne gehört. Man darf aber auch ruhig Freude am eigenen Land erkennen lassen.